Wie wählt man den richtigen Golfschläger aus?

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Tipps und Ratschläge zum Kauf des optimalen Golfschlägers

Golfen liegt absolut im Trend. Der Sport, der vor einigen Jahren noch als elitärer Alt-Herren-Sport galt, erfreut sich heute immer größerer Beliebtheit. Nach einer aktuellen Umfrage jagen mittlerweile 50 Millionen Menschen den kleinen, weißen Ball über die Golfplätze der Welt. Wenn Sie zum Beispiel Golfschuhe kaufen möchten oder an weiterem Zubehör rund um den Golfsport interessiert sind, dann sollten Sie sich auf jeden Fall bei eBay umsehen. 

Elementarer Bestandteil jeder Golfausrüstung ist natürlich der Golfschläger. Die Auswahl ist riesig. Da wundert es nicht, dass die meisten Golfspieler ein zunehmend umfangreicheres Arsenal an Schlägern besitzen. Schließlich weist jede Bahn des Golfplatzes eine andere Länge aus und stellt an den Spieler andere Anforderungen. So variiert neben der Distanz zum Loch auch die dafür zielführende Flugkurve, die der Ball optimalerweise nehmen sollte. So unterschiedlich die Erfordernisse der einzelnen Golfplatzbahnen sind, so vielfältig ist auch die Auswahl an Golfschlägern, die den Spieler seinem Ziel näher bringen sollen.

Der Aufbau eines Golfschlägers

Ein Golfschläger setzt sich aus drei Komponenten zusammen. Dabei handelt es sich um den Kopf des Schlägers, den Schaft und den Griff. Viele Modelle besitzen zudem das sogenannte Ferrule – einen kleinen Plastikring, der die Verbindung zwischen Schlägerkopf und Schaft ziert. Ihm kommt jedoch keine spielrelevante Bedeutung zu.

Das obere Ende des Golfschlägerkopfes verfügt über das sogenannte Hosel. In dieses Verbindungsstück wird der Schaft des Golfschlägers eingesetzt. Für die feste, sichere Fixierung der beiden Schlägerbestandteile sorgt Epoxidharz. Am anderen Ende des Schlägers befindet sich der Griff, der mit einem speziellen Doppelklebeband befestigt ist. Um den Griff besser den Bedürfnissen der Spielerhand anzupassen, wird er bei Bedarf zusätzlich mit Isolierband umwickelt.

Der Kopf des Golfschlägers

Ein relevantes Kriterium bei der Auswahl des optimalen Schlägerkopfes ist das sogenannte Lie. Darunter wird der Winkel zwischen dem Schaft des Golfschlägers und seiner Sohle verstanden. Eine falsche Gradzahl hat negativen Einfluss auf die Flugrichtung des Balles. In der Regel sollte der Winkel für Spieler von großer Statur steiler gewählt sein als für Golfer mit geringerer Körpergröße.

Industriell hergestellte Golfköpfe können zwischen einem bis maximal fünf Grad von der Norm abweichen. Es gibt Schlägerkopfmodelle, die sich darüber hinaus biegen lassen. Allerdings sollte die Biegung des Kopfes nur von Fachleuten vorgenommen werden, da hierfür der Einsatz von speziellen Geräten notwendig ist. Ein unsachgemäßer Biegevorgang kann zur Schädigung des Materials führen. Der Schlägerkopf wird dadurch zerstört.

Ein weiteres Auswahlkriterium bei der Auswahl des Schlägerkopfes ist das Offset. Dabei handelt es sich um die Schlagfläche, die sich leicht zurückversetzt zur Schaftachse befindet. Das Offset ist insbesondere für Golfneulinge sowie für schwache Golfspieler bedeutsam. Schläger mit entsprechendem Offset sollen dafür sorgen, dass die Hände im Treffmoment vor dem Ball sind.

Der Schaft des Golfschlägers

Der Schaft eines Golfschlägers ist heutzutage normalerweise aus Stahl oder Grafit gefertigt. Bei Stahl handelt es sich um einen schweren Werkstoff. Dadurch werden Vibrationen unmittelbar an den Spieler weitergeleitet. So kann der Spieler seinen Schläger besser kontrollieren und bekommt zusätzlich ein immer besseres Ballgefühl. Ein Stahlschaft ist deshalb besonders für Eisenschläger zu empfehlen. Darüber hinaus eignen sich Schläger mit Stahlschaft besonders für athletische und junge Golfspieler.

Der Schaft aus Grafit besticht durch ein geringeres Gewicht. Somit kommt es bei einem vergleichbar starken Krafteinsatz zu einer höheren Beschleunigung. Wer seine Schlagweite als zu gering empfindet, sollte sich daher für einen Golfschläger mit Grafitschaft entscheiden. Golfern mit gutem Golfschlag ermöglichen diese Modelle ein genaueres Spiel.

Mittlerweile gibt es ebenfalls Golfschläger mit Kombinationsschäften. Beim sogenannten Bi-Matrix-Schaft besteht der Teil nahe des Schlägerkopfes aus Stahl, der restliche Teil aus Grafit. Diese Golfschläger sollen die positiven Eigenschaften von Stahl- und Grafitschaft vereinen. Da diese Schaftvariante in der Herstellung aufwendiger ist, sind Golfschläger dieser Art entsprechend teurer in der Anschaffung.

Die Länge eines Schaftes ist von großer Bedeutung. Er hat direkten Einfluss auf die Geschwindigkeit des Schlägerkopfes. Die verschiedenen Schaft-Varianten werden in sogenannte Flex-Grade unterteilt. Der Flex-Grad gibt Auskunft über die Steifigkeit. Bei höherem Tempo sollte der Flex-Grad entsprechend härter gewählt werden. Bei geringeren Geschwindigkeiten ist ein weicher Flex zielführender. Welcher Flex-Grad sich für welchen Golfspieler am besten eignet, hängt vom individuellen Schwungtempo ab.

Der Griff des Golfschlägers

Viele Golfer vernachlässigen die Griffe der Golfschläger. Dabei sind sie das elementare Verbindungsglied zwischen Golfspieler und dem Golfschläger.

Die Griffstärken liegen bei einem Durchmesser von 22,8 Millimeter für Männer und 21,7 Millimeter für Frauen.

Der Standardgriff eines Golfschlägers besteht normalerweise aus Gummi. Dabei ist der Griff in verschiedenen Härtegraden oder Farben zu erwerben. Die hochwertigen Gummimodelle sind zusätzlich mit textilen Materialien verstärkt, was ein Verdrehen des Griffes verhindert und ihn widerstandsfähiger in Bezug auf Nässe macht. Negativer Nebeneffekt: Die raue Griffoberfläche führt zu einem schnelleren Verschleiß der Golfhandschuhe.

Die besten Griffmodelle sind aus Leder gefertigt. Neben der Dämpfung bei Erschütterungen und der tendenziell längeren Lebensdauer überzeugen diese Komponenten durch positive Nässeeigenschaften. Bei zu starken Niederschlägen können die Griffe jedoch zu einem seifigen Film auf der Oberfläche neigen.

Ausführungen von Golfschlägern

Der Driver

Beim Driver handelt es sich um den Golfschläger mit der weitesten Schlagdistanz. Er kommt generell bei Schlägen vom Abschlag oder vom Fairway zum Einsatz. Der Driver verfügt über den längsten Schaft und besitzt den kleinsten Schlägerblattwinkel. Aufgrund dieser Eigenschaften werden hohe Reichweiten möglich. Dieser Golfschläger gilt als der am schwersten zu spielende.

Der tropfen- bis birnenförmige Kopf des Schlägers hat ein Ausmaß von 150 bis 420 Kubikzentimetern. Der Golfschläger besteht aus Metall. Durch eine geschickte Verteilung des Maximalgewichtes gilt der Driver als äußerst fehlerverzeihend.

Der Bereich hinter der Schlagfläche ist hohl. Der Driver verfügt an dieser Stelle lediglich über eine dünne Beschichtung aus Karbon, Titan oder ähnlichen Materialien.

Der Driver ist im Set eines Golfanfängers zunächst nicht ratsam. Wer sich dennoch für die Anschaffung dieses Golfschlägermodells entscheidet, sollte dabei darauf achten, dass er sich leicht spielen lässt. Zudem ist der Einsatz nur dann zu empfehlen, wenn sich der Golfneuling auch wirklich sicher mit dem Sportgerät fühlt.

Das Eisen

Das Eisen gilt als die ursprünglichste Variante des Golfschlägers. Es kommt vorrangig bei mittellangen Schlägen zum Einsatz. Sein Kopf weist die Form eines Trapezes auf und ist in den wenigsten Fällen hohl. An der Rückseite befindet sich häufig eine spezielle Delle oder eine schlitzförmige Aussparung. Es gibt geschmiedete und gegossene Köpfe, wobei es sich bei der ersten Variante um die teuerste handelt. Zusätzlich wird bei der Bauform zwischen Blades und Cavity Backs unterschieden.

Der Eisenschläger eignet sich für Anfänger. Er bietet eine gute Ausgangsposition, um sich mit dem Golfsport vertraut zu machen. Es gibt zudem besondere Eisen für Einsteiger, die über eine breitere Sohle verfügen. Das hilft dabei, den Golfball sauber zu treffen.

Die Fairwayhölzer

Das sogenannte Fairwayholz ist ein Golfschläger für größere Distanzen. Der Schaft ist länger als beim Eisenschläger. Er verfügt zudem über einen voluminöseren und gleichzeitig leichteren Kopf.

Das Fairholz kann, wie der Name vermuten lässt, vom Fairway gespielt werden, aber auch von Abschlag. Dieses Schlägermodell ermöglicht dem Neu-Golfer, sich mit den Eigenschaften eines Golfschwungs auseinanderzusetzen.

Die Hybrid- oder Rescue-Schläger

Beim Hybridschläger handelt es sich um eine Kombination aus Eisen und Holzschläger. Der Golfschläger ist wuchtiger. Er erinnert stark an die Bauform des Holzschlägers. Seine Einsatzgebiete sind der Fairway oder das Semi-Rough. Viele Golfer empfinden diesen Schlägertyp im Vergleich zur Holzvariante als leichter in der Handhabung.

Der Hybrid-Schläger wird auch als Rescue-Schläger bezeichnet. Das liegt daran, dass er sich besonders dazu eignet, sich aus misslichen Lagen zu befreien, und auch mal Fehler verzeiht. Viele Komplettsets verfügen auch über einen Hybrid-Schläger. Dieser Golfschläger eignet sich hervorragend, um sich den Weg vom Eisen zum Holz zu bahnen.

Der Putter

Der sogenannte Putter kommt beim Golfen am meisten zum Einsatz. Es kann sowohl auf Grün als auch auf Vorgrün gespielt werden. Es gibt ihn in verschiedenen Bauformen, mit unterschiedlichen Schaftlängen und Designs.

Der Blade Putter verfügt über einen schlanken Schlägerkopf und ermöglicht eine gute Rückmeldung. Der Mallet Putter besitzt einen voluminöseren Schlägerkopf. Aufgrund der gesteigerten Zielvorrichtung und seinem nach hinten verlagerten Schwerpunkt eignet er sich für Anfänger besonders gut.

Die Wedges

Die Wedges stellen eine Sonderform des Eisenschlägers dar. Sie werden für kurze Schläge genutzt und auf Grün gespielt. Wie der Rescue-Schläger eignen sie sich ebenfalls dafür, um sich aus schwierigen Lagen zu befreien. Der Schlägerkopf ist abgerundet und eher ballonförmig. Er ist in der Regel auch weicher als beim Eisen, was dem Spieler eine größere Genauigkeit des Spiels und eine bessere Rückmeldung ermöglicht.

Beim Gap Wedges handelt es sich um eine spezielle Form. Er dient dazu, die Distanz zwischen dem Pitching und dem Sand zu überbrücken. Dieser Golfschläger gilt nicht als Must-Have eines Standardsatzes für Einsteiger.

Die Auswahl des optimalen Golfschlägers

Wer sich mit dem Gedanken trägt, einen Golfschläger zu kaufen, sollte sich ausreichend informieren und sich Zeit lassen. Eine gründliche Recherche ist beim Kauf eines Golfschlägers sehr zu empfehlen. Die Wahl des falschen Schlägers wirkt sich nicht nur negativ auf den Score aus, sondern verschlechtert auch den Lauf innerhalb einer Runde auf dem Golfplatz. Darüber hinaus ist es mehr als ärgerlich, wenn der kostenintensive Golfschläger nach wenigen Runden in der Garage oder im Keller verstaubt. Zusätzlich sollten Golfspieler nicht mehr Golfschläger erwerben, als sie wirklich benötigen.

Golfneulinge oder Golfer mit kleinem Geldbeutel müssen nicht auf eine qualitativ hochwertige Golfausrüstung verzichten. Viele Markenschläger sind durchaus zu angemessenen Preisen erhältlich.

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