Wie viel kostet die Anschaffung und Wartung einer Orgel?

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Wie viel kostet die Anschaffung und Wartung einer Orgel?

Es gibt die Orgel in Größen, die nur in Kirchenbauten Platz finden, die heute meist als Dom bekannt sind, dann kleinere Orgeln für Kirchen bis 200 Sitzplätze, elektromechanische, digitale oder elektrische Orgeln. Für den Hausgebrauch eignen sich nur die sehr kleinen mit Pfeifen oder elektrische beziehungsweise elektromechanische Orgeln. Entsprechend der Größe variieren die Anschaffungs- und Wartungskosten.

 

Die Kirchenorgel genießt den größten Bekanntheitsgrad

Die Orgel war schon in der Antike bekannt. Ein Ingenieur aus Alexandrien konstruierte ca. 250 v. Chr. die erste Orgel. Bis heute hat dieses Instrument eine erstaunliche Entwicklung hinter sich. Sie unterscheidet sich beispielsweise in Größe, Pfeifenanzahl und Menge der Register. Allein die Planung für eine Kirchenorgel dauert bis zu einem Jahr. Dementsprechend hoch sind die Anschaffungskosten. Eine Kirchen- oder Konzertorgel der kleineren Bauart kostet ab 200.000 Euro aufwärts. Größere Orgeln können mehr als 1 Million Euro kosten. Später kamen digitalisierte Orgeln auch in die Kirchen. Dadurch, dass immer mehr Kirchen geschlossen werden, gibt es immer mehr gebrauchte Orgeln auf dem Markt. Jene sind nicht mehr ganz so hochpreisig und in der Hauptsache interessant für Kirchen oder Konzertsäle. Die Wartung einer solchen Orgel beläuft sich jährlich auf 1.500 Euro und mehr.

 

Die Heimorgel erwies sich für den Hausgebrauch meist als zu umständlich

Zwar wurden Orgeln früher schon für den Hausgebrauch gefertigt, mit allem, was eine klassische Orgel zu bieten hat. Allerdings waren Anschaffung und Wartung teuer, und der Platz musste vorhanden sein. Das Klavier war schnell beliebter. Trotzdem gibt es die Heimorgel. Gebraucht muss, je nach Größe, mit Kosten um die 8.000 Euro gerechnet werden. Auch die Heimorgel wird meist jährlich gewartet. Die Kosten liegen hier bei ungefähr 1.000 Euro.

 

Mit der Hammond-Orgel begann der Siegeszug der Heimorgel

In den 1930er-Jahren kam die Hammond-Orgel auf den Markt. Gedacht war sie für Kirchen und Konzerte. Schnell wurde sie jedoch von Jazz-Musikern für sich entdeckt, und schon bald fand sie ihren Einsatz in sämtlichen Musikrichtungen. Einen Boom erlebte diese Orgel, die zwar nie an die klassische Orgel heranreichte, aber ihren ganz eigenen Klang hat, in den 1970er-Jahren. Heute wird die Hammond-Orgel von der japanischen Firma Suzuki hergestellt. Weitere Heimorgeln gibt es von Böhm oder Hohner. Die Anschaffungskosten für eine Heimorgel können – wieder je nach Bauweise – bei 15.000 Euro liegen. Gebraucht sind die älteren Modelle ab 3.000 Euro zu haben. Neuere Modelle liegen im Kaufpreis bei 2.000 Euro aufwärts, gebraucht, bei gutem Erhalt, bei ungefähr 500 Euro. Die Wartung einer dieser Heimorgeln beläuft sich auf das Nachfüllen von Öl, damit die Bronzelager kontinuierlich geschmiert werden. Teuer wird es erst wieder, wenn etwas repariert werden muss.

 

Die Heimorgel wurde schnell vom Keyboard abgelöst

Mittlerweile sind die vollelektrischen Keyboards weiter verbreitet als die Heimorgel. Die Anschaffungskosten sind hier so variabel wie die einzelnen Modelle und Hersteller. Eine Wartung ist nicht mehr nötig. Im schlimmsten Fall steht irgendwann eine Reparatur an.

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