Wie stellt man einen Zweitakt-Vergaser richtig ein?

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Wie stellt man einen Zweitakt-Vergaser richtig ein?

Ein schlecht eingestellter Zweitakter läuft unrund und geht unter Last häufig aus. Die Ursache liegt in einer falschen Zusammensetzung des Benzin-Luft-Gemischs im Vergaser. Dem können Sie leicht abhelfen, indem Sie den Vergaser neu einstellen, also das Verhältnis von Benzin und Luft verändern. Dabei gibt es einige Punkte zu beachten, damit der Zweitakter wieder kraftvoll läuft.

 

Stottern, Ausgehen, blauer Rauch – auf das richtige Gemisch kommt es an

In einem Vergaser wird ein Gemisch aus Benzin und Luft komprimiert und entzündet. Ist das Gemisch zu mager, ist der Luftanteil darin zu groß. Der Motor stottert in diesem Fall und geht häufig aus. Ist der Benzinanteil zu hoch, äußerst sich dies durch einen relativ niedrig drehenden Motor mit starker Qualmbildung. Ein optimal abgestimmter Vergaser besitzt ein Gemisch aus 15 Teilen Benzin zu 1 Teil Luft. Beim Abstimmen des Vergasers sollten idealerweise alle Einstellungen dieses Mischverhältnis von Benzin und Luft beinhalten.

 

Stellschrauben für Standgas und Luftfilter – Einstellmöglichkeiten für den Vergaser

Seitlich am Vergaser befinden sich die Schieber für die Drehzahlregulierung im Standgas sowie für das Luftgemisch. Diese sind für die optimale Einstellung des Zweitakters wichtig. Stellen Sie die Drehzahlregulierung so ein, dass der Zweitakter im Leerlauf ruhig und kräftig läuft. Mit dem Luftgemischregler ändern Sie das Mischverhältnis, also die Anteile von Luft und Kraftstoff. Läuft der Motor noch immer unrund, liegt es mit großer Wahrscheinlichkeit an der Hauptvergaserdüse.

 

Die Vergaserdüsen – auf die richtige Größe kommt es an

Die Hauptvergaserdüse vernebelt das Kraftstoff-Luft-Gemisch und bringt es in den Zylinder ein. Durch unterschiedliche Faktoren wie Verschleiß, der Einbau eines anderen Luftfilters etc. kann es sein, dass die Vergaserdüse nicht mehr das richtige Luftgemisch erzeugt. Daher benötigen Sie zur Einstellung des Vergasers einen Satz dieser Hauptvergaserdüsen in verschiedenen Größen, mit denen Sie den Vergaser neu einstellen können. Eine zu kleine Vergaserdüse macht das Gemisch zu „mager”, das heißt, der Benzinanteil darin ist viel zu gering. Der Motor ist leistungsstark, überhitzt jedoch schnell. Auch Schäden an den Kolben, u. a. der sogenannte Kolbenklemmer, kommen dadurch häufig vor. Ist die Vergaserdüse zu groß, wird das Gemisch wegen eines zu großen Benzinanteils zu „fett”. Dies ist leicht an den ständig verrußten Zündkerzen zu erkennen.

 

Den Vergaser abstimmen und die Hauptdüse anpassen

Zu Beginn des Einstellvorgangs bauen Sie eine relativ große Hauptvergaserdüse in den Motorroller- oder Mopedmotor ein. Nun läuft der Zweitakter unrund und beginnt zu stottern. Bauen Sie jetzt schrittweise kleinere Hauptvergaserdüsen ein, bis der Motor bei Vollgas gut und sauber läuft.

Auch ein Blick auf die Nebendüsen kann nicht schaden. Ist die Hauptdüse gut eingestellt und der Motor stottert noch immer bis etwa 1/4-Gas, ist die Nebendüse unter Umständen zu groß. Eine zu kleine Nebendüse bemerkt man schnell, denn dann geht die Fahrt nach etwa 10 bis 20 m nur noch im Schneckentempo voran. Tauschen Sie in diesem Fall auch die Nebendüsen aus.

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