Wie sind Einweg-Batterien gegen Auslaufen geschützt?

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Wie sind Einweg-Batterien gegen Auslaufen geschützt?

Es gibt wohl kaum einen Haushalt, in dem es keine Batterien oder Akkus gibt. Batterien kommen dabei besonders häufig in Fernbedienungen jeder Art zum Einsatz. Ganz gleich, ob beim Fernseher, für einen DVD-Player oder bei der Stereoanlage - jede Fernbedienung braucht eine Batterie. Außerdem finden sich in vielen elektronischen Spielzeugen Batterien. Sie sorgen hier für die nötige Energie, um beispielsweise Autos mit Sound zu versorgen, bei Spielen durch die elektronische Ladung Lichter zu betreiben und auch Puppen zum Sprechen zu bringen.

Wenn Batterien auslaufen

Manchmal kann es dazu kommen, dass die Batterien auslaufen. Dies ist immer dann besonders ärgerlich, wenn sich die Batterie noch in dem Gerät befunden hat. Die Kontakte werden dann durch die austretende Säure beschädigt und nicht selten ist in diesem Fall zum Beispiel die Fernbedienung kaputt. Allerdings sollten Batterien eigentlich nicht auslaufen. Die Hersteller nutzen die neusten Methoden, um Einweg-Batterien gegen das Auslaufen zu schützen - doch nicht immer ist dies auch wirklich zuverlässig. Wie Batterien ganz genau vor dem Auslaufen geschützt sind und was Sie über Batterien wissen sollten, finden Sie im Folgenden übersichtlich aufgelistet.

Welche Arten von Batterien gibt es und wie sind sie aufgebaut?

Um zu verstehen, warum Batterien auslaufen können, muss man zunächst den Aufbau einer Batterie kennen. Im Folgenden werden die beiden geläufigsten Formen von Batterien beschrieben.

Die Zink-Kohle-Batterie

Die Zink-Kohle-Batterie ist sozusagen die Urform der Batterie. Dieses Modell zeichnet sich durch einen Zinkbehälter aus, in dem sich quasi die elektrische Ladung der Zelle befindet. Dabei kommt in dieser Batterieform eine Lösung zum Einsatz, die aus Braunstein und Salmiak besteht und Elektrolyt genannt wird. Zudem befindet sich in der Zinkhülle ein Kohlestift. Der Kohlestift ist für den Transport der negativen und positiven Ladungsteilchen verantwortlich, wodurch es dann zu einer Spannung in der Zink-Kohle-Batterie kommt - und diese bedingt schließlich die notwendige Energie. Außerdem ist in der Batterie eine Säure enthalten. Dafür wird in der Regel Ammoniumchlorid verwendet. Diese Säure ist es auch, die bei einer Zink-Kohle-Batterie ausläuft und dann Ihre Fernbedienung oder andere Geräte beschädigt.

Die Alkali-Mangan-Batterie

Darüber hinaus finden Sie auf dem Markt moderne Alkali-Mangan-Batterien. Diese Batterieformen sind wesentlich weniger anfällig für das Auslaufen, doch hundertprozentig sicher sind auch diese Modelle nicht. Der Aufbau einer Alkali-Batterie unterscheidet sich in wesentlichen Punkten von dem der Zink-Kohle-Batterie. Bei der Alkali-Batterie befindet sich ein negativer Pol in der Mitte und dieser ist meistens aus Braunstein gefertigt. Um diesen Pol herum liegt der positive Pol, der Metallmantel. Dieser ist wesentlich fester und haltbarer als bei einer veralteten Zink-Kohle-Batterie und schützt die Batterie vor dem Auslaufen. Selbst wenn die Ladung in der Batterie schon verbraucht ist, bleibt der Metallmantel noch intakt. Dies ist auch dann der Fall, wenn eine Alkali-Batterie wieder aufgeladen wird - denn dies ist bei Alkalimodellen bis zu einem gewissen Grad problemlos möglich.

Sollte die Batterie allerdings auch im leeren Zustand noch längere Zeit im Gerät belassen werden, wird weiterhin versucht, Energie zu transferieren. Da dies aber aufgrund der Entladung nicht mehr möglich ist, kommt es in der Zelle zu einem Ungleichgewicht. Durch diese "falsche" Ladung oder durch den unnötigen Gebrauch wird der Mantel anschließend porös und es kommt zum Austreten von Batteriesäure. Dabei sollten Sie wissen, dass moderne Batterien grundsätzlich ohne Quecksilber auskommen. Dies hat zur Folge, dass die austretende Flüssigkeit nicht mehr so umweltschädlich ist und auch für Sie keine allzu großen, gesundheitlichen Risiken birgt. Dennoch sollten Sie mit der Flüssigkeit keinesfalls in Kontakt kommen, sie von Kindern fernhalten und nach dem Kontakt sofort die Hände waschen.

Warum laufen Zink-Kohle-Batterien aus und wie kann ich mich davor schützen?

Ob Sie sich für günstige Batterien aus dem Discounter entscheiden oder im Elektronikmarkt mehr Geld für Batterien ausgeben möchten, ist für ein mögliches Auslaufen unerheblich. Unter bestimmten Umständen kann jede Batterie auslaufen. Teurere Batterien haben zwar meistens den Vorteil, dass sie länger halten, aber auf die Lebensdauer des Materials wirkt sich der Preis in der Regel nicht aus. Dass eine Batterie ausläuft, lässt außerdem nicht unbedingt auf einen Materialfehler und eine schlechte Qualität schließen. Aufgrund der inneren Spannung der diffundierenden Elektronen kann es immer wieder zu Verschleiß oder zu Abnutzungen des Materials kommen. Darauf hat der Herstellungsprozess erst einmal keinen direkten Einfluss.

Dennoch gibt es bestimmte Bauteile, die eine herkömmliche Batterie vor dem Auslaufen schützen und das Risiko minimieren. Das bedeutet, dass es im Großen und Ganzen zwei Ursachen gibt, warum eine Zink-Kohle-Batterie ausläuft: Bei einer Zink-Kohle-Batterie ist der Behälter aus Zink für den Schutz verantwortlich. Der Zinkbehälter und die Ummantelung der Batterie sollen die Säure im Inneren einschließen und auch der Elektrolyt kann der Außenhülle nichts anhaben. Bei einer fachgerechten Nutzung wird das Zink in der Batterie langsam abgebaut, bis sie schlussendlich leer ist und keine Leistung mehr liefert. Während dieser Entladung diffundiert das Zink langsam durch den Becher und reibt sich an der Außenhülle des Bechers. Dabei kann es vorkommen, dass sich ein Leck bildet und deshalb Batterieflüssigkeit austritt. Oft ist von dem möglichen Leck die flachste Stelle betroffen, was im Fall der Batterie der Minuspol ist. Hier ist der Außenmantel besonders dünn und es kann leichter zu einer Beschädigung kommen.

Der zweite Grund wird durch das enthaltene Elektrolyt bedingt. Diese Flüssigkeit ist ätzend und greift auf die Dauer den Mantel der Batterie an. Selbst wenn die Batterie nicht in Benutzung ist, ätzt sich der Elektrolyt langsam durch die Außenhülle und so kann wiederum Säure austreten. Wird die Batterie schließlich nicht mehr benutzt und bleibt vielleicht in einer alten Fernbedienung oder einer aussortierten Kamera, dauert es in etwa ein Jahr, bis das Elektrolyt den Mantel langsam zerfressen hat. Aus diesen Gründen sollten Sie alte Batterien immer fachgerecht entsorgen und sie nicht in Geräten belassen. Wer also beispielsweise eine Stereoanlage oder einen Fernseher lange nicht benutzt, sollte Batterien nach Möglichkeit entnehmen, damit sie sich nicht entladen und darum auch nicht auslaufen können.

Alkali-Mangan-Batterien - auch diese modernen Modelle können auslaufen

Batterien der neusten Generation sind durch die unterschiedlichsten Mittel gegen das Auslaufen geschützt. Die Menge an Elektrolyt ist sehr gering, es wird kein Quecksilber mehr verwendet und der Metallbecher im Inneren ist wesentlich dicker als noch vor ein paar Jahren. Dies ist der Tatsache geschuldet, dass viele Batterien heute länger halten, mehr Leistung haben und deshalb auch haltbarer sein müssen.

Wie jedes andere Produkt ist aber auch eine hochwertige Batterie nicht vor Fehlern und Mängeln geschützt. Bei Alkali-Mangan-Batterien liegt der Elektrolyt ganz im inneren Kern der Batterie. Auf diese Weise kann er eigentlich nicht an die Oberfläche gelangen, da erst diverse Schichten im Gehäuse durchbrochen werden müssten. Darüber hinaus gibt es einen dicken Außenmantel, der diese Einweg-Batterien vor dem Auslaufen schützt. Durch Lochfraß und unerwartete Reaktionen kann es aber doch immer mal wieder zum Auslaufen kommen. In diesem Fall sollten Sie die Batterien mit einem Küchentuch oder einem Taschentuch aus dem Gerät entfernen und die Kontakte sorgfältig säubern. Exklusive Modelle haben heute zusätzlich einen Karton, der mit Kunststoff ummantelt ist. Diese Ummantelung bildet quasi noch eine zusätzliche Schicht an der äußeren Hülle und schützt die Batterie zusätzlich vor dem Auslaufen.

Doch auch diese technische Innovation stößt gegebenenfalls an ihre Grenzen: Die Schutzhülle reicht lediglich an die Enden bzw. an die beiden Pole am Ende der Batterie. Hier muss die Batterie schließlich mit den Kontakten des Endgerätes in Berührung kommen können und eine Ummantelung an dieser Stelle würde zur Unbrauchbarkeit der Alkali-Batterie führen. Von daher ist es nicht verwunderlich, dass dieser Bereich besonders anfällig für ein Auslaufen von Batteriesäure ist.

Worauf Sie beim Kauf von Einweg-Batterien achten sollten

Selbst die teuersten Produkte sind nicht vor möglichen Produktionsfehlern gefeit. Das heißt, dass eine Batterie auch schon in der Verpackung oder bei erst kurzem Gebrauch auslaufen kann. Einige Fehler im Inneren des Produkts sind dabei einfach nicht zu erkennen und kommen immer wieder vor - so ärgerlich dies für Sie als Verbraucher auch sein mag. Deshalb gilt es, beim Kauf die Augen offen zu halten und gleichzeitig nach möglichen Mängeln zu schauen: Wer zum Beispiel feststellt, dass eine Batterie eine Delle hat, sollte sich lieber nach einem anderen Angebot umsehen. Hier ist es sehr wahrscheinlich, dass zumindest die Außenhülle beschädigt ist und sich im Inneren Folgefehler bilden können. Die Pole können dann ebenso ein Auslaufen bedingen wie ein fehlerhafter Elektronenfluss. Die Batterie ist dann - egal ob Zink-Kohle oder Alkali-Mangan - schon nach kurzer Zeit unbrauchbar, sollte sie überhaupt einsatzfähig sein. Zudem ist es möglich, dass sich durch den hohen Druck bereits feinste Risse im Metallbecher oder unter der Kunststoffschicht gebildet haben.

All diese Fehler sind Gründe dafür, warum Einweg-Batterien auslaufen. Ein letzter Tipp: Notieren Sie sich auf einer Liste, wann Sie Batterien in ein Gerät einsetzen. Bei einer Kamera ist dies wenig sinnvoll, denn hier haben Batterien nur eine kurze Haltbarkeit, da viel Energie gebraucht wird. Bei einer Küchenuhr oder einer Fernbedienung, die nur selten gebraucht wird, kann es aber helfen. Manchmal verliert man aus den Augen, dass eine Batterie schon über ein Jahr im Gerät ist und deshalb ist ein Auslaufen hier am wahrscheinlichsten. Mit einem kontrollierenden Blick beim Kauf und dem Wissen über die Funktionsweise von Einweg-Batterien können Sie sich schlussendlich leicht vor ausgelaufenen Batterien schützen.

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