Wie setzten sich die Versandkosten bei gewerblichen zusammen?

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Sie möchten erfahren, wann Sie beim Porto zu viel zahlen? Welche Unterschiede es zwischen den Verkäufern gibt? Dann lesen Sie bitte diesen Ratgeber.
Welchen Unterschied gibt es zwischen Kleingewerbetreibenden und Gewerbetreibenden die MWST ausweisen?
Der Kleingewerbetreibende nach §19 braucht keine Mehrwertsteuer (MWST) ausweisen. Das bedeutet, dass er/sie keine MWST an das Finanzamt zahlen muss. Das macht sich bei den Portokosten stark bemerkbar. Wenn der Kleingewerbetreibende eine 1,00 Euro Briefmarke bei der Post kauft bezahlt er genau wie der, der die MWST ausweisen muss 1,00 Euro. Nun kommt jedoch das Wichtigste. Gehen wir mal davon aus, dass beide denselben Artikel verkaufen und beide dieselben Versandkosten nehmen und zwar 1,00 Euro (ich wähle hier kleine Summen und erfundene Zahlen, damit Sie alles nachvollziehen können). Der Kleingewerbetreibende verbucht 1,00 Euro als Versandkosten und hat einen Umsatz von 1 Euro gemacht was der Händler, der MWST ausweist ebenfalls gemacht hat. Der Kleingewerbetreibende kann mit diesem Euro die Briefmarke auf den Umschlag kleben und verschicken. Der Händler, der MWST ausweist muss an das Finanzamt 0,16 Euro Steuern zahlen, womit ihm dann nur 0,84 Euro überbleiben würden.  Der MWST ausweisende Händler muss zwangsläufig 1,19 Euro als Versandkosten nehmen, damit er die Briefmarke kaufen kann!
Viele Käufer fragen oft, wieso ich als MWST ausweisender in so einem Fall 1,19 Euro verlange für denselben Artikel, während ein anderer Kleingewerbetreibender nur 1,00 Euro verlangt.
Wenn ein Kleingewerbetreibender 1,79 Euro an Versandkosten verlangt und ein Gewerbetreibender der MWST ausweisen muss, ebenfalls 1,79 Euro Versandkosten verlangt, dann hat der Kleingewerbetreibende, wenn er eine 1,45 Euro Briefmarke aufklebt 0,34 Euro für die Verpackung etc. zur Verfügungen während der MWST-Ausweisende nach Abzug der Mehrwertsteuer und unter Verwendung der 1,45 Euro Briefmarke nur 0,05 Euro für die Verpackung etc. zu Verfügung hat.
Ich hoffe, dass ich es verständlich erklärt habe.
Wie setzten sich die Versandkosten zusammen?
Die Versandkosten sind NICHT die Briefmarke, die auf den Umschlag geklebt werden, wie viele Käufer es anscheint sehr oft denken. Man darf auch nicht vergessen, dass die meisten gewerblichen neue Umschläge/Verpackungen verwenden und diese bekommt man nicht geschenkt. Bei  den gewerblichen kommt noch die Lizenzierung der Verpackung nach der Verpackungsverordnung dazu. Der Gesetzgeber schreibt den Gewerblichen vor, dass man sich dem Dualen System anschließen muss, damit der Verbraucher sicher sein kann, dass er Folien, Papier, Karton etc. in die entsprechende Mülltonnen werfen darf. Des weiteren kann der Verkäufer auch einen Verpackungsaufwand in die Versandkosten einkalkulieren. Dies kann man auch in den Grundsätzen von Ebay nachlesen.
Fazit
Als Käufer sollte ich bei den Verkäufern darauf achten, ob er/sie MWST ausweist (das erkennt man, wenn unter dem Preis in Klammern „inkl. MWST.“ steht) und kann dann entscheiden, ob die Versandkosten angemessen sind. Besonders dann, wenn ich sehe, dass zwei Verkäufer denselben Artikel zum selben Preis mit denselben Versandkosten anbieten, jedoch der eine ist Kleingewerbetreibender und der andere weist MWST aus.
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Sollte jemand diesen Ratgeber nicht als Hilfreich ansehen, so sollte man vielleicht überlegen wem der Ratgeber nicht gefallen könnte. Angenommen ich würde ein Kleingewerbetreibender sein als Verkäufer, dann würde ich persönlich diesen Ratgeber nicht Hilfreich finden, sondern schädigend...!
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