Wie man ein Navigationssystem für den Geschäftswagen kauft

eBay
VonVeröffentlicht von
Wie man ein Navigationssystem für den Geschäftswagen kauft

Das erste Navigationsgerät für Autos wurde 1981 von Honda und Alpine Electronics auf den Markt gebracht. Der Vorläufer dazu ist übrigens unter dem Namen „Iter Avto“ bekannt und wurde in den 1930er-Jahren benutzt. Das „Ur-Navi“ war ein Gerät, das an das Armaturenbrett angebaut wurde und eine bewegliche Karte aus Papier auf einer Rolle enthielt. Durch die Geschwindigkeit des Fahrers wurde auch die Geschwindigkeit bestimmt, mit der das Kartenmaterial auf eine weitere, leere Rolle gezogen wurde. Natürlich war damit keine genaue Navigation möglich, sondern lediglich eine Orientierung.

Ganz anders die Auto-Navigationsgeräte von heute: Dank eines IT-gestützten technischen Systems und einer Positionsbestimmung via Satellit oder Funk und Straßenkarten ist die Zielführung metergenau. Dabei kann die Route unter verschiedensten Gesichtspunkten wie zum Beispiel schnellster Weg oder Routenführung hauptsächlich über die Autobahn ausgewählt werden. Laut einer aktuellen Studie ist etwa jeder vierte Haushalt im Besitz eines mobilen Navigationsgerätes.

Überblick über die Anbieter

Becker

Auf dem deutschen Markt gibt es gleich mehrere große Anbieter von Navigationssystemen für Fahrzeuge. So bietet beispielsweise die Firma Becker seit 1999 Navigationsgeräte an, die Firmengeschichte reicht jedoch bis ins Jahr 1949 zurück. Der „Map Pilot“ zählt zu den erfolgreichsten Modellen und bietet Komfort-Funktionen wie Routenberechnung nach aktuellen Staumeldungen, 3D-Darstellungen und einen Spurassistenten. Auch eine Parkmöglichkeit in der Nähe des Ziels wird angezeigt. Damit ist es vor allem für diejenigen geeignet, die viele Kundentermine an verschiedenen Orten wahrnehmen müssen. Die Firma Becker ist übrigens eine der wenigen, die noch in Deutschland herstellt.

Garmin

Garmin hat ebenfalls einen großen Namen im Bereich der Navigationsgeräte. Garmin-Geräte zeichnen sich durch eine Verkehrsfunklizenz aus, die das einfache Umfahren von Staus ermöglicht.

Navigon

Die Firma Navigon gehört ebenfalls zu den führenden Herstellern von Navigationslösungen. Deren Premium-Produkte stehen immer wieder bei Stiftung Warentest auf dem Siegertreppchen. Ein besonders erwähnenswertes Feature bei diesem Anbieter ist der Fußgängermodus. Dank einer dazugehörigen Trageschlaufe wird das Navigationsgerät schnell und einfach mobil.

TomTom

Die Navigationsgeräte aus dem Hause des niederländischen Anbieters TomTom sind vor allem in der Bedienung sehr einfach gehalten und ideal für den schnellen Einsatz.

Falk

Die Navigationsgeräte von Falk stammen aus dem Hause United Navigation. Sie sind bekannt und begehrt für ihre verlässlichen touristischen Informationen sowohl in Deutschland als auch Europa. Inzwischen ist man hier auf regelmäßige Testsiege und mehrfach prämierte Technologien stolz.

Festes oder mobiles Navigationssystem?

Beim Kauf eines Navigationsgerätes sollte man grundsätzlich entscheiden, ob es ein fest installiertes oder ein mobiles sein soll. Entscheidend ist hier für viele Käufer vor allem der Preis. Dafür ist die Einbaulösung allerdings auch perfekt auf alle vorhandenen Komponenten im Fahrzeug abgestimmt. Die Bedienerfreundlichkeit ist höher und das Display größer.

Mobile Lösungen hingegen sind immer auf eine zusätzliche Halterung und die Stromversorgung über den Zigarettenanzünder angewiesen. Dennoch entsprechen auch sie den gewünschten Anforderungen, nämlich den Fahrer von A nach B zu lotsen. Ein weiterer Vorteil: Mobile Navigationsgeräte lassen sich in mehreren Autos nutzen.

Sinnvolle Features für Gewerbetreibende

Für Gewerbetreibende mit Geschäftswagen ist es in der Regel nicht mehr nötig, spezielle Geräte zu kaufen. Mittelklassegeräte reichen aus und bieten allen Komfort, der benötigt wird. Dennoch sollte beim Kauf darauf geachtet werden, ob bestimmte Funktionen erfüllt werden.

1. Bedienbarkeit

Zunächst einmal sollte sich der Käufer die Bedienung anschauen. Kommt das Navigationsgerät häufig im Geschäftswagen zum Einsatz, muss das problemlos klappen und den eigenen Bedürfnissen entsprechen. Empfehlenswert sind Navigationsgeräte mit einer Bildschirmdiagonalen von mindestens 4,3 Zoll (10,9 Zentimeter). Allerdings sollten sie auch nicht größer als sechs Zoll sein, da sie ansonsten bei ungünstiger Anbringung an der Windschutzscheibe die Sicht behindern können.

Damit nicht zusätzliche Kosten durch Zubehör entstehen, sollte beim Kauf auf den Lieferumfang geachtet werden. Dabei sein sollten eine Autohalterung, ein Kabel für den Zigarettenanzünder und idealerweise ein zusätzliches Ladegerät sowie Antennen für TCM oder GPS.

2. Kartenmaterial

So sollte sich der Nutzer darüber im Klaren sein, ob nur Ziele in Deutschland angefahren werden sollen, oder ob eine Routenplanung auch für das Ausland notwendig wird. Zusätzliches Kartenmaterial kostet zwar extra, lohnt sich aber durchaus für Unternehmer, die expandieren möchten oder sich ihren Kundenstamm weitläufig aufbauen. Weiterhin muss bedacht werden, dass sich etwa 15 Prozent des Straßennetzes pro Jahr ändern. Aktualisierungen sind gegen einen Aufpreis möglich, doch bei dem derzeitigen Preisniveau kann auch darüber nachgedacht werden, im Abstand von etwa zwei Jahren ein neues Navigationssystem anzuschaffen.

3. Touchscreen vs. Sprachsteuerung

In der Regel verfügen die Navigationsgeräte über einen Touchscreen, über den man das gewünschte Ziel eingibt. Wer viel unterwegs ist, sollte über eine Sprachsteuerung nachdenken. Zwar kosten Geräte mit Spracheingabe mehr, sparen aber ebenfalls wieder deutlich Zeit ein. Bei einer klaren Aussprache kann das Navigationsgerät bequem während der Fahrt programmiert werden.

4. Stauwarner

Ein Stauwarner TMC (Traffic-Message-Channel) ist vor allem für Vielnutzer von Autobahnen besonders wichtig. Hier werden aktuelle Verkehrsmeldungen über ein UKW-Signal des Radios empfangen und ausgewertet. Alternativrouten werden dann berechnet. Das spart Zeit und ermöglicht dem Unternehmer auch bei einer angespannten Verkehrslage, den Kunden möglichst pünktlich zu erreichen.

Moderne Stauwarnsysteme wie „HD Traffic“, „Traffic Live“ oder „nüLink“ sind teilweise nur in Deutschland verfügbar. Sie nutzen in Zusammenarbeit mit Mobilfunkanbietern wie Vodafone oder T-Mobile Standortsignale von Handys. Die Auswertung der Daten ermöglicht eine Darstellung der Verkehrsdichte. Allerdings fallen für diesen Service in der Regel Abonnementgebühren an.

Eine bekannte Zeitschrift hat sich einmal des Themas angenommen und festgestellt, dass Navigationsgeräte mit „Echtzeit-Warnungen“ wesentlich effektiver sind als ihre Konkurrenzprodukte. Es gab trotz besonders stauintensiver Strecken so gut wie keine Falschmeldungen.

5. Freisprecheinrichtung

Eine Bluetooth-Freisprecheinrichtung (möglichst mit echter Sprachsteuerung) sollte ebenfalls inklusive sein, da sie ein Arbeiten während des Fahrens ermöglicht – wieder eine enorme Zeitersparnis.

6. Geschwindigkeitsassistent

Ein sogenannter Geschwindigkeitsassistent registriert Verkehrszeichen und warnt den Autofahrer bei überhöhter Geschwindigkeit. Das sorgt für mehr Sicherheit auf den Straßen einerseits und spart andererseits eventuelle Bußgelder ein. Tatsächlich haben Untersuchungen gezeigt, dass Fahrer, die sich annähernd an das Geschwindigkeitslimit halten, entspannter am Ziel ankommen und zudem deutlich weniger Kraftstoff verbrauchen.

7. Radarfallen

Bußgelder bei Geschwindigkeitsübertretungen sind immer ärgerlich. Zudem können durch eine zu schnelle Fahrweise andere Verkehrsteilnehmer gefährdet werden. Sollte ein Navigationssystem nicht über einen Geschwindigkeitsassistenten verfügen oder kommt es dennoch zu einer Übertretung, kann ein Gerät interessant sein, das vor sogenannten Gefahrenstellen wie Radarfallen und „Blitzerampeln“ warnt. Selbst mobile Radarkameras werden erkannt. An dieser Stelle sei allerdings erwähnt, dass der Einsatz solcher Navigationsgeräte bei aktivierter Warnfunktion in verschiedenen Ländern verboten ist. Einige Hersteller bieten einen solchen Service dennoch (teilweise) gegen eine Gebühr an.

8. Rundum-Service

Unternehmer, die mit ihrem Fahrzeug viel auf Geschäftsreisen unterwegs sind, können auf Geräte zurückgreifen, die zusätzliche Suchfunktionen anbieten. So gibt es bei dem Hersteller TomTom beispielsweise ein Feature, das unterwegs Orte und Hotelpreise vergleicht. Geschäfte und Unternehmen werden ebenso wie Restaurants angezeigt. Außerdem gibt es bereits eine Zusammenarbeit mit Twitter, die es einem Kunden ermöglicht, während der gesamten Fahrzeit auf dem Laufenden zu bleiben, was die Ankunftszeit anbelangt. Dabei sendet das Gerät automatisch Nachrichten, sobald sich etwas ändert.

Flottenmanagement

Für Unternehmen mit einem Fuhrpark besteht die Möglichkeit, auf ein sogenanntes Flottenmanagement zurückzugreifen.

Als Basis für eine solche Lösung dienen die bekannten Navigationssysteme. Auch hier reichen in der Regel Mittelklassegeräte aus, da sie bereits mit der entsprechenden Software vorbespielt sind. Entscheidet sich ein Unternehmer dann für ein Fuhrparkmanagement, müssen lediglich ein Kabel und eine Box angeschlossen werden.

Mit einem Flottenmanagement können die Fahrzeuge jederzeit geortet und gesteuert werden. So ist es möglich, die Routen der Fahrer zu optimieren und kurzfristige Änderungen ohne Probleme einzufügen. Ein weiterer Vorteil ist das Einsparen von Kraftstoff- und Wartungskosten. Die Ankunftszeit beim Kunden kann besser berechnet und bei Bedarf entsprechend kommuniziert werden. Insgesamt werden die Arbeitsabläufe durch ein solches System optimiert und die Produktivität deutlich gesteigert. Eine direkte Kommunikation mit dem Fahrer ist jederzeit möglich, da ein entsprechender Bildschirm in jedem Fahrzeug installiert wird. Kurzmitteilungen lassen sich bequem aus der Dispositionszentrale übertragen und halten den Fahrer auf dem Laufenden. Auch Protokolle zur Kundenabfertigung können hierüber übermittelt werden.

Den Anbietern von Navigationsgeräten ist heute sehr daran gelegen, Geschäftskunden ganzheitliche Lösungen anzubieten. Insofern leisten sie mit ihren Geräten bereits die Vorarbeit und arbeiten deutschlandweit mit mehreren Partnern zusammen.

Navigationssysteme im Geschäftswagen steuerlich nutzen

Gewerbetreibende haben die Möglichkeit, den Kauf eines Navigationsgerätes von der Steuer abzusetzen. Es kann entweder als Sofortabschreibung im Jahr der Anschaffung gebucht werden oder aber es wird in einem Sammelposten aufgenommen. Bei letzterem wird der Preis dann über fünf Jahre linear abgeschrieben.

Navigationssysteme im Test

Ein Autoreisedienst hat Navigationsgeräte getestet und einen gravierenden Mangel gefunden. Vorsicht geboten ist bei Modellen mit einer Bildschirmdiagonale von mehr als sieben Zoll (17 Zentimeter). Tatsächlich kann bei einer ungünstigen Positionierung an der Windschutzscheibe ein sogenannter „toter Winkel“ entstehen, da das große Display dann die Sicht auf andere Verkehrsteilnehmer wie Fußgänger, Rad- oder Motorradfahrer versperrt.

Weiterhin kritisierten die Tester, dass bei einigen Navigationssystemen bereits beim Kauf das Kartenmaterial veraltet war. Deshalb sollte man beim Kauf sein Augenmerk auch auf die entsprechenden Verpackungs- bzw. Verkäuferhinweise richten.

Außerdem sollte darauf geachtet werden, wie lange ein Navigationsgerät zur Routenführung benötigt. Beim einem Test haben einige Modelle dafür mehr als Minute gebraucht, während andere nur wenige Sekunden benötigten. Insgesamt schnitten jedoch die Mehrheit der getesteten Geräte mit einem „gut“ oder „befriedigend“ ab. Weitere Quellen für einen Vergleich sind Fachzeitschriften und Verbraucherportale.

Navigationssysteme für Geschäftswagen bei eBay kaufen

Bei eBay werden Navigationsgeräte sowohl gebraucht als auch neu angeboten. Um bei eBay ein Navigationssystem zu finden, ist es möglich, einfach den entsprechenden Begriff in die Suchleiste einzugeben. Auf diese Weise erscheinen sofort viele interessante Angebote. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, die Kategorie immer weiter einzuschränken. Zunächst ist es dabei notwendig, die Kategorie "Auto & Motorrad: Teile" auszuwählen. Im zweiten Schritt muss hier lediglich die Kategorie GPS/Navigation angeklickt werden. So gelangt der Kunde mit nur zwei Klicks zu einer riesigen Auswahl an verschiedenen Navigationsgeräten, die er nun mithilfe der Kriterien-Auswahl auf der linken Seite noch weiter nach favorisierten Marken, Funktionen oder Preiskategorien sortieren kann.

Fazit

Mobile Navigationsgeräte sorgen für angenehmes, schnelles und sicheres Reisen mit dem Auto. Ob mobiles oder fest eingebautes Navigationssystem – für jeden Bedarf gibt es die passende Lösung. Aktualisiertes Kartenmaterial kann meist auf CD/DVD oder per Download aus dem Internet bezogen werden. Bei eBay gibt es eine große Auswahl an Navigationsgeräten. Die einfache Suche und die guten Käuferschutz-Angebote machen eBay zu einem attraktiven Marktplatz, um Navigationsgeräte zu kaufen.

 
Verfassen Sie einen Ratgeber
Weitere erkunden
Wählen Sie eine Vorlage aus

Zusätzliches Navigationsmenü