Wie man ein Metallsuchgerät findet

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Wie man ein Metallsuchgerät bei eBay findet

Unter einem Metalldetektor oder Metallsuchgerät wird ein Gerät verstanden, das zur Lokalisierung von Metallen und Rohrleitungen unter der Erde genutzt wird. Da diese Objekte unterhalb der Erdoberfläche liegen, wird solch ein Detektor benötigt, der die verborgenen Gegenstände aus Metall anzeigt. Ein Metallsuchgerät kann entweder fürs Hobby genutzt werden oder im Beruf, wenn die Erde umgegraben werden muss und verborgene Rohrleitungen und Ähnliches gefunden werden muss. Die Technik wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts entwickelt und vor allem im Bergbau, aber auch im Krieg genutzt.

Historische Metallsuchgeräte

Ende des 20. Jahrhunderts suchten Forscher nach einer Möglichkeit, den Bergarbeiten die Suche zu erleichtern und ein Gerät zu entwickeln, das Metall orten kann. Damit sollte die Möglichkeit einer gezielteren Ausrichtung der unterirdischen Stollen geschaffen werden, die zur Förderung von Erzen und Bodenschätzen gegraben wurden. Das erste Metallsuchgerät nutzte das Induktion Balance-System, welches von dem deutschen Physiker Heinrich Wilhelm Dove erfunden wurde. Dabei entwickelte er einen Polarisationsapparat, der mit elektromagnetischen Wellen Gegenstände in der Erde finden konnte. Einige Jahrzehnte später wurde das System zur Herstellung von Metalldetektoren genutzt.

Historische Metallsuchgeräte sind meist aus der Zeit der Weltkriege. Dort wurden sie zur Suche von Minen genutzt. Diese benötigten aber schon keine allzu großen Batterien mehr und konnten aufgrund der Innovationen in den folgenden Jahren verbessert werden. Erste Metalldetektoren wurden von Alexander Graham Bell zur Ortung der Kugel genutzt, die 1881 den US-Präsidenten James Garfield tötete. Aufgrund der Bettfedern konnte diese nicht lokalisiert werden. Die Ortung durch Detektoren wurde in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts von Gerhard Fischer verbessert, der hochfrequente Wellen nutzte, da diese besser durch Gestein dringen konnten. Vor dem 2. Weltkrieg wurde die Technik weiter verbessert. Nun konnten alle Arten von Metallen geortet werden, da starke Gesteinsschichten durchdrungen werden konnten.

Der Geigerzähler

Heute werden Geigerzähler für die Messung von Strahlenwerten in der Umwelt genutzt. Das System des Gerätes basiert auf dem System der Metalldetektoren und wurde in den 50er Jahren von der Firma White‘s Electronics of Oregon entwickelt. Der Oremaster war das erste Gerät, das Umweltstrahlungen messen konnte und lieferte den Grundstein für weitere Geräte, wie sie heute bekannt sind. Viele Menschen nutzen Geigerzähler für den Beruf, vor allem bei Umweltkatastrophen.

Das Induktions-Balance-System

Mit der Entwicklung des Induktions-Balance-Systems konnte überhaupt erst die Möglichkeit gegeben werden, ein Metallsuchgerät zu entwickeln. Hierbei wurden zwei Spulen, ähnlich denen aus der Tontechnik, genutzt. Diese zwei Spulen wurden elektrisch ausgeglichen, um bei Kontakt mit Metallen auseinanderzugehen. Somit wird das Gleichgewicht der Spulen gestört und der Anwender kann differenziert auswerten, um welches Material es sich im Boden handelt. Moderne Geräte sind mit der optimierten Version des Induktions-Balance-Systems ausgestattet und können noch besser anzeigen, um was es ich im Erdboden handelt.

In den 70er Jahren wurden die Spulen in einem D angeordnet, damit sie sich besser voneinander abstoßen konnten. Die Frequenzen können unterschiedlich eingestellt werden und bringen somit mehr Ergebnisse. Um die heute bekannten Suchgeräte entwickeln zu können, war die Erfindung des Transistors in den 60er Jahren unentbehrlich. Mit ihm konnten kleinere Akkus und verbesserte Schaltungen entwickelt werden, die auch die Geräte auf eine handliche Größe brachten. Somit konnten auch die bekannten Metalldetektoren am Flughafen entwickelt werden.

Metalldetektoren im heutigen Einsatz

Heutige Metallsuchgeräte werden vor allem von Menschen genutzt, die entweder Schatzsuche als Hobby betreiben oder in der Archäologie und Wissenschaft tätig sind. Für Privatpersonen ist der Metalldetektor in handlicher Größe verfügbar und besitzt im Vergleich zu den Detektoren der Wissenschaft nur weniger Leistung. Dafür reichen die Signale einige Meter in das Erdreich und Hobby-Archäologen können damit Erstaunliches finden. Einer der bekanntesten Funde einer Privatperson ist das Mojave Nugget aus Kalifornien. 1977 mit einem herkömmlichen Detektor gefunden, wurde der 4,9 Kilogramm schwere Brocken dem Museum gespendet und zeigt, was mit einem solchen Gerät gefunden werden kann.

Nicht nur zur Schatzsuche geeignet

Die Wissenschaft nutzt Metalldetektoren, die vollautomatisiert funktionieren und äußerst große Ausmaße annehmen können. Das Militär nutzt sie auf dem Schlachtfeld, um Forschung zu betreiben oder versteckte Waffen und Stützpunkte zu finden.

Tabelle: Anwendungsbereiche

Flughafen

Wird zur Personenkontrolle genutzt. Die Metalldetektoren werden dabei in Nähe des Körpers geführt, um versteckte Metallgegenstände wie Schusswaffen oder Messer zu finden.

Militär

Besonders wichtig in der Kampfmittelbeseitigung bei oder nach Militäroperationen. Hier werden vor allem Landminen, Munition, Blindgänger und weitere Gegenstände gesucht, die Menschen schädigen könnten. Es gibt auf der Welt große Gebiete, die mit Minen verseucht sind und dort lohnt sich der Einsatz der Metalldetektoren sehr. Vor allem Ägypten ist mit über 15 Millionen Landminen gefährdet und wird systematisch bereinigt.

Lokalisierung von Rohren

Wird auf dem Bau benötigt. Der Boden muss vor dem Tiefbau bekannt sein, sonst kann es zu Rohrbrüchen oder Leitungsschäden kommen. Die Schäden bei einem Rohrbruch können sehr hoch sein und so können die Gefahren vermindert werden.

Lebensmittel- und Pharmaindustrie

Wird zum Durchsuchen von Lebensmittelproben genutzt. Damit können Metallsplitter gefunden werden, die Endverbraucher verletzen könnten. Die entsprechende Firma wird nach dem Fund darauf angesprochen und kann nach mehreren Fällen eine Abmahnung erhalten.

Schatzsucher

Besonders beliebt bei Privatpersonen, die einmal Schatzsucher sein wollen. Es lassen sich dabei interessante Gegenstände von verlorenem Schmuck bis hin zu Funden von altertümlichen Münzen oder Waffen finden. Privatpersonen verbringen ganze Wochenenden mit der Schatzsuche und machen dabei faszinierende Funde.

Maschinenschutz

Hierbei werden zum Beispiel in der Forstwirtschaft Bäume auf Metalle untersucht, die das Werkzeug beschädigen könnten. Auch bei der Herstellung von Vlies oder der Verarbeitung von Kunststoffgranulat wird ein Detektor genutzt.

Archäologie

Bei Grabungen können Metallsuchgeräte schnelle Funde bringen und noch weiter in die richtige Richtung führen. Die Arbeiten können damit beschleunigt werden, weil die Archäologen nicht mehr alles selbst koordinieren müssen.

Der Aufbau eines Metallsuchgerätes

Innerhalb des Gerätes ist eine Suchspule verbaut, durch die Wechselstrom fließt und ein Magnetfeld erzeugt. Die Suchspule kann mit einer Suchsonde verbessert werden, die das Signal verstärkt und dem Anwender die Möglichkeit bietet, das Signal noch tiefer in das Erdreich dringen zu lassen.

Es gibt verschiedene Bauarten der Metallsuchgeräte, doch die bekannteste Form ist flach wie ein Teller. Damit kann eine relativ große Fläche abgedeckt werden. Für Rohre werden spezielle Zylinderspulen entwickelt, die für Privatanwender ungeeignet sind. Sie sind heutzutage so stark ausgereift, dass es auch Unterwasserdetektoren gibt, die metallische Gegenstände bis zu einer gewissen Tiefe im Wasser orten können. Bei diesen Geräten wird das Signal durch die Spule noch verstärkt um durch das Wasser zu kommen. Die Elektronik wird über ein Kabels mit einer Spule verbunden.

Für Sammler

Freunde der Militaria werden die historischen Metallsuchgeräte lieben, denn es gibt eine große und interessante Vielfalt in der Technik. Besonders faszinierend sind die Minensuchgeräte, die immer fortschrittlicher werden. Sie sind aus verschiedenen Ländern verfügbar, um jedem Sammler das richtige Gerät bieten zu können. Die Angebote sind meist Artikel aus privaten Sammlung.

Für Sammler gibt es nicht nur Metalldetektoren aus der Historie, sondern auch von Herstellern, die es Privatanwendern ermöglichen wollen, eigene Schätze zu finden. Dabei wird der historische Aspekt aber nicht aus den Augen gelassen und es gibt neue Produkte, die nach den alten Standards hergestellt werden. Damit wird ein Gefühl von der Realität der damaligen Zeit entwickelt, das die Sammler auch wünschen. Die Metallsuchgeräte überzeugen dabei aber durch ihren geringen Stromverbrauch und das gute Signal, denn die Technik an sich ist aus der heutigen Zeit. So lassen sich auch die Produktionskosten für den Hersteller senken.

Einzelne Teile

Beim Suchen nach Schätzen kann es passieren, dass die Suchspule beschädigt wird. Diese kann sehr einfach ersetzt werden, jedenfalls bei den heutigen Geräten. Dabei wird die beschädigte Suchspule abgenommen und die neue einfach an das Gestell des Suchgerätes angeschlossen. Dafür ist meistens eine Schraub- oder Steckvorrichtung vorhanden, die den Wechsel erleichtert. Kabellose Suchspulen werden ebenfalls angeboten.

Weitere Teile, die ausgetauscht werden können sind zum Beispiel die Kabel oder viele Teile der Elektronik. Ein interessantes Zubehör stellt der Bergemagnet dar. Mit diesem Magneten können Gegenstände bis zu 200 Kilogramm aus dem Wasser gehoben werden. Da die Schatzsuche in seichten Gewässern durch den Detektor möglich ist, wird für die Bergung der gefundenen Gegenstände ein solcher Magnet empfohlen.

Metallsuchgeräte bei eBay

Über das größte Online-Auktionshaus im Internet kann jede Form eines Detektors gefunden werden. eBay bietet eine Riesenauswahl an Metallsuchgeräten von lokalen Händlern. Durch die Umkreissuche kann ein bestimmter Radius eingegeben werden, der dann die verfügbaren Angebote zeigt.

Fazit

Ob Sammler oder Schatzsucher – eBay bietet eine Vielzahl an Geräten an, die viele Kunden ansprechen. Mit einem Detektor lassen sich verborgene Schätze entdecken, vielleicht sogar im eigenen Garten. Auch für Kinder kann ein Metalldetektor sehr spannend sein, vor allem wenn die Eltern mithelfen.

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