Wie man die Kosten beim Hausbau gering halten kann

Mag ich anklicken, wenn dieser Ratgeber hilfreich war
Wie man die Kosten beim Hausbau gering halten kann

Die Kosten für den Bau eines eigenen Hauses reduzieren

Ein eigenes Haus ist für viele Menschen mehr als nur eine Form der Geldanlage. Durch die individuellen Möglichkeiten in Bezug auf die Gestaltung und das Design stellt ein eigenes Haus die Gelegenheit dar, sich selbst zu verwirklichen. Außerdem ist der Bau eines freistehenden Hauses mit einem hohen Maß an Freiheit und Selbstständigkeit verbunden, was die Menschen schon von Natur aus fasziniert. Dadurch, dass ein solches Haus keine direkte Anbindung zu anderen Wohneinheiten hat, gehören Streits mit Nachbarn, die Zeit und Nerven kosten, der Vergangenheit an. Der Bau eines eigenen Hauses verlangt dabei aber mehr als nur den Wunsch nach mehr Freiheiten und Gestaltungsmöglichkeiten. Die mit dem Hausbau einhergehenden Kosten stellen in der Regel eine langjährige finanzielle Belastung dar. Zur Reduzierung der Kosten zählt zum Beispiel die genaue Überprüfung der gewünschten Ausstattungsmerkmale. Des Weiteren sollte die Baufinanzierung frühzeitig geklärt sein und eine Energieberatung erfolgen.

Die wichtigsten Ratschläge, um die Kosten beim Hausbau zu verringern

1. Kostenfaktor: der Kauf eines Grundstücks

Bevor Sie sich für oder gegen ein bestimmtes Grundstück entscheiden, das Sie bei eBay ersteigern können, müssen Sie Ihre ganz persönlichen Bedürfnisse in Bezug auf die Größe Ihrer eigenen Immobilie definieren. Dabei empfiehlt sich die Beachtung Ihrer grundlegenden Lebensplanung. Das bedeutet, dass ein kleines Grundstück, das deutlich weniger als eintausend Quadratmeter misst, keine sinnvolle Lösung ist, wenn Sie mittel- bis langfristig mit familiärem Zuwachs rechnen bzw. später einmal mit mehreren Generationen gemeinsam in diesem Haus wohnen möchten. Ein Grundstück, auf dem ein Mehrfamilienhaus errichtet werden soll, muss dementsprechend mehr Quadratmeter haben, als ein Grundstück für ein Einfamilienhaus. Auf der anderen Seite sollten Sie sich darüber im Klaren sein, dass ein großes Grundstück auch immer mit einem größeren Pflegeaufwand und höheren Betriebskosten aufwartet.
Es gilt hier also einen Mittelweg zu finden, der sowohl eine langfristige als auch eine preiswerte Lösung ist. Generell stehen Ihnen bei der Suche nach einem Grundstück neben den üblichen Angeboten zum Wohnen zusätzliche Angebote zur Auswahl, die sich an unterschiedlichen Verwendungszwecken orientieren. Dazu zählen zum Beispiel spezielle Grundstücke für die Land- und Forstwirtschaft und für den Gewerbebetrieb. Darüber hinaus gibt es gesonderte Grundstücke für Aktivitäten und Urlaube in der Freizeit sowie für die Mischnutzung.

Erbbaugrundstücke – eine günstige Alternative mit einigen Einschränkungen

Durch das Pachten eines sogenannten Erbbaugrundstücks lässt sich auf den ersten Blick viel Geld einsparen. Dies ist besonders dann von Vorteil, wenn Sie einen eher geringen Betrag als Eigenkapital einbringen können. Erbbaugrundstücke werden üblicherweise von Gemeinden und Kirchen angeboten. Zum Teil finden sich aber auch Privatleute, die solche Grundstücke verpachten. In einem entsprechenden Pachtvertrag wird eine bestimmte Laufzeit festgelegt, während der Sie das jeweilige Grundstück nutzen dürfen. In diesem Zusammenhang sollte jedoch darauf hingewiesen werden, dass Sie rein rechtlich zu keinem Zeitpunkt der Besitzer eines Pachtgrundstücks werden. Deswegen sind Sie in Ihren Freiheiten bei der Gestaltung eingeschränkt und müssen bei der Unterzeichnung des Pachtvertrags darauf achten, dass bestimmte Punkte, die Ihre Rechte zusätzlich beschneiden könnten, kein Bestandteil des Abkommens sind. Dazu gehört zum Beispiel das Ende des Vertrags, wenn der Besitzer dringenden Eigenbedarf anmeldet. Einen Vertrag, der eine solche Klausel beinhaltet, sollten Sie nie unterschreiben, da dieser eine langfristige Lebensplanung unmöglich macht.

2. Kostenfaktor: Grundausstattungsmerkmale Ihres Hauses

Baumaßnahmen kosten Zeit und Geld. Aufgrund dieser Begebenheit sollten Sie sich beim Bau Ihres Hauses auf die elementaren Dinge konzentrieren, die unverzichtbar sind, und andere Aspekte vernachlässigen.

Keller - ja oder nein?

Dabei sollten Sie sich zu Beginn folgende Frage stellen: Brauche ich wirklich einen Keller? In früheren Zeiten stellte sich diese Frage gar nicht erst, weil sich im Keller die Schaltzentrale eines Hauses befand. Im Laufe der Zeit und durch diverse technische Fortschritte ist es mittlerweile aber auch ohne Probleme möglich, die Geräte, die für die Technik im Haus verantwortlich sind, unter dem Dach oder im Erdgeschoss unterzubringen. Diese Möglichkeiten begründen sich damit, dass der Platz, der für die Haustechnik benötigt wird, nun deutlich geringer ausfällt, als dies früher der Fall war. Die Entscheidung, ob Sie Kellerräume bauen oder nicht, muss aber wohl überlegt sein, da ein Unterbau nicht einfach nachträglich durchgeführt werden kann. Darüber hinaus weisen Immobilien ohne Keller eine geringere Wertstabilität auf. Demzufolge ist der Verzicht auf den Bau eines Kellers eher weniger ratsam, wenn Sie den Weiterverkauf Ihres Hauses in der Zukunft planen. Allerdings macht der Bau eines Kellers ca. zwanzig Prozent der gesamten Rohbaukosten aus. So müssen Sie letztendlich selbst abwägen, ob diese Möglichkeit des Geldeinsparens den möglicherweise geringeren Verkaufspreis aufwiegen kann.

Dach und Dachfenster

Mit der Gestaltung des Dachs bzw. der Fenster findet sich ein weiterer Faktor, der über das finanzielle Gesamtvolumen des Hausbaus entscheidet. Wenn Sie sich für Dachfenster entscheiden und auf Gauben, die aufgrund ihrer Eigenschaft der Raumvergrößerung besonders beliebt sind, verzichten, können Sie einige Tausend Euro sparen. Die Dachfenster sind dabei nicht als zweite Wahl zu verstehen, sondern zeichnen sich durch andere Vorzüge aus. So profitieren Sie bei der Verwendung dieser Produkte von vergrößerten Lichtquellen, die Ihre Räume im Dachgeschoss insgesamt heller und freundlicher wirken lassen.

Garage

Eine robuste Garage ist sinnvoll, wenn Sie im Besitz von besonders wertvollen Fahrzeugen sind. Für handelsübliche PKWs sind Carports aber absolut ausreichend und schonen Ihren Geldbeutel.

3. Kostenfaktor: Welche zusätzliche Ausstattung ist wirklich sinnvoll?

Der Bau des Eigenheims und die damit in Verbindung stehenden Gestaltungsmöglichkeiten euphorisieren. Außerdem bietet der Markt Verzierungs- und Ausbauoptionen ohne Ende. Dementsprechend wird es Ihnen logischerweise nicht immer leicht fallen, sich auf das Wesentliche in Bezug auf die Ausstattungsmerkmale zu beschränken. Beim Kauf von Produkten bzw. bei Baumaßnahmen, die nicht zur Grundausstattung gehören, sollten Sie aber in jedem Fall präzise analysieren, ob das Vorhaben in der Zukunft einen echten Mehrwert bietet oder lediglich eine unnötige Spielerei ist.
So kann zum Beispiel ein Whirlpool, der viel Geld kostet, aber nur alle paar Monate genutzt wird, Ihr Budget unnötig strapazieren. Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass Sie durch den Umfang an Ausstattungsmerkmalen, die Sie integrieren, das Ausmaß der Kosten für den Hausbau grundlegend beeinflussen.
Bei allen Anschaffungen, die für den Hausbau notwendig sind, empfiehlt es sich zudem, verschiedene Produkte und Angebote zu vergleichen. Es muss nicht immer ein teures Markenprodukt sein, wenn Sie sich mit passenden Baumaterialien eindecken möchten. Außerdem können Sie häufig ab einer gewissen Menge von Bauartikeln mit ein wenig Verhandlungsgeschick einen verringerten Kaufpreis aushandeln.

Die Finanzierung – das Angebot in Ruhe sondieren und Vorteile sichern

Eine optimierte Baufinanzierung, die sich an Ihren ganz individuellen Voraussetzungen und Bedürfnissen orientiert, ist die Basis für den Hausbau. Es geht dabei primär darum, dass Sie einen Finanzierungsplan entwickeln, der Ihre Lebensqualität nicht durch ein radikal minimiertes Monatsbudget einschränkt. Trotzdem sollte die Laufzeit möglichst gering gehalten werden, um den Gesamtpreis nicht durch das dauerhafte Bezahlen von Zinsen in drastische Höhen steigen zu lassen. Wenn Sie nicht selbst über das notwendige Fachwissen verfügen und auch nicht die Zeit besitzen sich die entsprechenden Informationen zu besorgen, dann sollten Sie in jedem Fall die Hilfe eines unabhängigen Beraters in Anspruch nehmen. Ein solcher Finanzberater unterstützt Sie bei der Suche nach einer passenden Bank. Es empfiehlt sich hierzu möglichst viele verschiedene Angebote einzuholen, um sich einen Überblick verschaffen und die Vor- und Nachteile einzelner Konditionen miteinander vergleichen zu können. Die Bedingungen für die Baufinanzierung unterscheiden sich dabei von Anbieter zu Anbieter teilweise sehr stark, sodass Sie sich für diese Entscheidung genügend Zeit nehmen sollten. Nur so können Sie von Finanzierungsmodellen profitieren, die optimal zu Ihrer Lebenssituation passen.
Dieses detaillierte Vorgehen ist auch deswegen so wichtig, weil bei einer solch großen Investition bereits kleine Differenzen bezüglich der verschiedenen Zinssätze zur Tilgung einen Unterschied von vielen Tausend Euro bedeuten können. Ergänzend bieten einige Finanzdienstleister spezielle Sondertilgungen an. Diese Modelle können zum Beispiel dann von Vorteil sein, wenn Sie mittelfristig mit höheren Einnahmen rechnen und dadurch zukünftig die Möglichkeit haben, größere Beträge als mit der Bank vereinbart zurückzahlen zu können.

Staatliche Fördermittel zur Kostenreduzierung

Zusätzlich haben Sie im Falle eines Hausbaus Anspruch auf staatliche Fördermittel. Dabei stehen Ihnen verschiedene Formen von Subventionen zur Verfügung. Dazu gehört beispielsweise Wohnriester. So können Sie als Arbeitnehmer die Zulagen, die in der Regel in die Rentenkasse eingezahlt werden, für das Abbezahlen Ihrer eigenen vier Wände nutzen. Dieses Angebot des Staates begründet sich damit, dass Sie durch den Hausbau eine Art private Altersvorsorge betreiben und in den meisten Fällen im Rentenalter im Besitz einer eigenen Unterkunft sind. Von dieser Umlage können Sie allerdings nur dann Gebrauch machen, wenn Sie Ihr Haus auch wirklich selbst bewohnen. Das heißt im Umkehrschluss, dass Sie von diesem finanziellen Vorteil nicht profitieren, wenn Sie Ihr Haus vorerst an andere Menschen vermieten möchten. Eine andere Möglichkeit, um mit staatlichen Fördermitteln die Kosten für den Hausbau einzugrenzen, findet sich mit den Finanzierungsmodellen der staatlichen KfW-Bank.

Selbst anpacken und von mehreren Vorteilen profitieren

Eine weitere Möglichkeit, den Kostenapparat des Hausbaus zu verkleinern, stellt der persönliche Einsatz in Form von handwerklichen Tätigkeiten dar. Natürlich sollten Sie dabei Ihre individuellen Fähigkeiten realistisch einschätzen. Sie werden den Bau des Hauses logischerweise nicht in Eigenregie durchführen können. Die grundlegenden Arbeiten an der Bausubstanz sollten Sie in jedem Fall professionellen Handwerkern überlassen. Konzentrieren Sie sich bei Ihren Tätigkeiten eher auf leichtere Aufgaben, wie zum Beispiel das Tapezieren und Streichen der Wände. Des Weiteren sollten Sie vorab prüfen, ob Sie unter Berücksichtigung Ihrer beruflichen Verpflichtungen überhaupt genügend Zeit haben, um sich an entsprechenden Maßnahmen zu beteiligen. Ein solches Engagement kann sich aber durchaus bezahlt machen, da Sie nicht nur die teilweise sehr hohen Kosten für professionelle Maler einsparen, sondern auch von einer bevorzugten Behandlung bei der Finanzierung ausgehen können. So wertet eine Vielzahl von Banken die eigene handwerkliche Beteiligung als eine Form von Eigenkapital. Dementsprechend verringert sich Ihr Bedarf an Kredit und zusätzlich kann sich die Höhe der fälligen Zinsen reduzieren.

Möchten Sie Ihr Wissen weitergeben? Erstellen Sie Ihren eigenen Ratgeber… Verfassen Sie einen Ratgeber
Weitere Ratgeber erkunden