Wie man Wireless-Sender für LAN und Multimedia kauft

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Wie man Wireless-Sender für LAN und Multimedia kauft

Ein WLAN-Netz zu Hause, in der Firma oder im Café ist heute nicht mehr wegzudenken. Jeder, der heute einen mobilen Computer in Form von Laptop, Tablet oder Smartphone mit sich führt, profitiert vom kabellosen Datenfluss. Die meisten nutzen WLAN, um eine Verbindung zum Internet bzw. World Wide Web herzustellen.

Kabellose Datenübertragung dient auch – das macht man sich häufig weniger klar - zur Kommunikation zwischen zwei oder mehr Instanzen innerhalb eines WLAN-Netzes. Das müssen dabei nicht immer nur Computer sein. Die neuen Generationen von Fernsehern, Stereo-Anlagen und Radios sind ebenfalls WLAN-fähig und können in ein bereits vorhandenes Heimnetzwerk eingebunden und von anderen Geräten aus gesteuert werden.

Die Konfigurationsmöglichkeiten eines WLAN sind vielfältig. Dieser Ratgeber, der Sie mit den Grundeigenschaften von WLAN-Geräten vertraut machen möchte, besitzt vier Teile. In einem kurzen ersten Teil wird es um die grundlegende Funktionsweise des „Wireless LAN“ gehen. Der zweite Teil behandelt Wireless-Stationen wie Antennen bzw. Router und Repeater. In einem dritten Teil wird es um WLAN-Adapter für Endgeräte gehen.

In einem abschließenden vierten Teil wird die viel diskutierte Sicherheit von WLAN-Netzen angesprochen. Darüber hinaus gibt der Ratgeber einige Hinweise und Tipps zum Erwerb von WLAN-Sendern. 

Was ist ein Wireless Local Area Network (WLAN)?

WLAN ist die Abkürzung für den englischen Begriff „Wireless Local Area Network“, auf Deutsch: „drahtloses lokales Netzwerk“. WLAN sind lokale Funknetzwerke, die in den meisten Fällen eine bestimmte Standardtechnik nutzen, die komplizierterweise mit „IEEE-802.11“ bezeichnet wird. In einigen anderen Ländern wird auch der Begriff „Wi-Fi“ verwendet.

Ein WLAN ist in zwei potenziellen Betriebsarten gebräuchlich. Zum einen kann es im „Infrastruktur-Modus“ betrieben werden oder im sogenannten „Ad-hoc-Modus“. Um hier niemanden zu verschrecken, wird sich dieser Ratgeber auf die im alltäglichen Bereich am häufigsten genutzte Form beschränken, den Infrastruktur-Modus.

Hierbei übernimmt eine zentrale Stelle (ein „Wireless Access Point“, beispielsweise ihr Modem mit WLAN-Antenne, das Sie von Ihrem Provider gestellt bekommen haben) die Verbindung, etwa zum Internet. Alle im heimischen WLAN eingewählten „Clients“ (ihre Geräte, beispielsweise Ihr Laptop oder Tablet) empfangen und senden Daten über diese Zentrale.

Die Funkübertragung kann durch Objekte und Wände leicht gedämpft werden. Bei Materialien, die eine gute elektrische Leitfähigkeit besitzen, wird die Funkübertragung zum Teil sehr stark beeinträchtigt (das gilt beispielsweise auch für Pflanzen). Sollte ein Haushalt etwa über viele Stahlbetonwände verfügen, wird daher die Installation von zusätzlichen „WLAN-Verteilern“, von Antennen und/oder Repeatern notwendig. Der folgende Abschnitt beschäftigt sich daher auch mit WLAN Access Points, Antennen und Repeatern.

WLAN-Basisstationen, Antennen und Repeater

Wie bereits angedeutet fungieren Wireless Access Points/WLAN-Basisstationen als Schnittstelle für Endgeräte, die mit einem Wireless-Adapter ausgestattet sind. Der klassische Aufbau einer Netzwerkkonfiguration zu Hause sieht folgendermaßen aus. Ihre Endgeräte (Computer, Smartphone, Fernseher etc.) stellen eine Verbindung zur WLAN-Basisstation her, die wiederum über ein Kabel die Verbindung zu einem fest installierten Local Area Network (LAN) herstellt.

In den meisten Fällen sind diese Basisstationen sogenannte WLAN-Router. Diese integrieren sowohl den Wireless Access Point als auch die Routerfunktionalität. Der WLAN-Router wird am häufigsten zur Internetanbindung und zur Weiterleitung von Daten der unterschiedlichen Netzwerk-Clients (Computer, Smartphone, Fernseher etc.) verwendet.

WLAN-Netzwerke haben gegenüber kabelgebundenen Netzwerken (z. B. LAN) immer einen Nachteil: ihre Datenübertragungsrate ist weitaus geringer. Das macht sich beispielsweise bei „normaler“ Internetnutzung wie E-Mail usw. weniger bemerkbar. Erst bei besonders datenintensiven Transfers wie beispielsweise Videostreaming sind Beeinträchtigungen möglich.

Daher sollten Sie sich für einen WLAN-Router bzw. Access Point entscheiden, der eine möglichst hohe kabellose Datenübertragungsrate bietet. Derzeit (Stand: 2013) sind maximale Übertragungsraten von 300 Mbit/s möglich. Die wirkliche Nettoübertragungsgrate liegt zumeist darunter.

Funkprobleme, Frequenzen, Standorte und Kanäle

Das liegt oft an den nicht gerade optimalen Funkbedingungen innerhalb der Räumlichkeiten. Haben Sie zum Beispiel eine Wohnung mit dicken Wänden aus Stahlbeton, wird die Übertragung zwischen zwei Räumen so gut wie unmöglich gemacht. Außerdem sind Mikrowellen, Pflanzen, Regen, Schnee und Wasserleitungen regelrechte Übertragungskiller.

Das liegt besonders daran, das das zumeist von WLAN-Routern genutzte Frequenzband im Bereich von 2,4 Gigahertz liegt. 2,4 Gigahertz ist aber auch die Resonanzfrequenz von Wasser und auch Mikrowellenherde arbeiten auf dieser Frequenz. Metalle blockieren – wie bereits erwähnt – ebenfalls die Übertragung der elektromagnetischen Wellen.

Daher sollte man den Standort der WLAN-Basisstation mit Bedacht wählen. Sie sollte im zentralen Versorgungsbereich installiert sein. Normalerweise strahlen die WLAN-Antennen in die Breite aus. Sie können diese aber auch (in den meisten Fällen) nach oben justieren, damit sich das Netz eher in die Höhe ausbreitet.

WLAN-Router funken auf 13 möglichen Kanälen. Besonders in Städten kommt es vor, das verschiedene Mietparteien eines Wohnhauses mehrere WLAN-Netze betreiben. In diesen Fällen kommt es oft zu Beeinträchtigungen der Datenübertragung. Hier sollte man sich absprechen und jeweils unterschiedliche Kanäle benutzen. Die können sich jedoch immer noch „überlappen“. Die störungsunanfälligsten Kanäle sind 1,6 und 11.

Wie man die Reichweite des WLAN vergrößern kann

Sie können die Reichweite Ihres kabellosen Netzwerks erhöhen, indem Sie spezielle Antennen mit Verstärkung und/oder Richtwirkung in das Netzwerk einbinden. Die Rede ist von sogenannten WLAN-Repeatern. Alternativ können Sie auch weitere Basisstationen anschließen, die mit einem WDS-Verfahren arbeiten (WDS= Wireless Distributed System).

Über welche Anschlüsse eine WLAN-Basisstation verfügen sollte

WLAN-Basisstationen bieten eine ganze Palette an Anschlüssen. Neben zahlreichen LAN-bzw. Ethernet-Anschlussbuchsen kann eine Basisstation auch über Schnittstellen für andere Geräte verfügen. So sind beispielsweise USB-Anschlüsse für den Zugriff auf Netzwerkdrucker oder externe Festplatte denkbar.

Welche Geräte lassen sich in ein WLAN einbinden?

Die üblichen „Clients“ innerhalb eines WLAN sind Desktopcomputer, Laptops, Smartphones oder Tablets. Darüber hinaus lassen sich jedoch auch Fernseher, Hi-Fi-Systeme und Radios in das heimische Netz einbinden. So haben Sie unter anderem die Möglichkeit, auch über ihr Fernsehen auf die Inhalte anderer Geräte oder auf das World Wide Web zuzugreifen. Youtube-Videos auf dem Fernseher schauen.

Um beispielsweise einen Fernseher in das heimische (WLAN)-Netzwerk einzubinden, benötigen Sie jedoch eine Set Top Box. Auch im Radiobereich wird die WLAN-Funktionalität oft genutzt. Empfangsgeräte, die mit einem WLAN-Adapter ausgestattet sind, können dabei nicht nur die bekannten Programme der konventionellen Sender empfangen. Die große Welt der Internetradios steht Ihnen ebenso offen.

Und weiterhin verfügen auch Hi-Fi-Anlagen bzw. Vollverstärker mittlerweile über WLAN-Funktionalität. Gerade im Audiobereich geht die Entwicklung weg von physischen Tonträgern (bspw. der CD) hin zu modernen digitalen Audioformaten. MP3-Sammlungen von der Computerfestplatte können so komfortabel über die eigene Stereoanlage wiedergegeben werden.

Klassische WLAN-Adapter für Desktops und Laptops

In den meisten Fällen sind sie bereits in den Geräten fest verbaut, manchmal müssen sie nachgerüstet werden: WLAN-Adapter. Sie stellen sicher, dass eine Verbindung zwischen dem jeweiligen Gerät und dem WLAN-Router etabliert wird. Einige interne WLAN-Adapter ermöglichen den Anschluss einer Antenne, um die Reichweite der Datenübertragung zu erhöhen.

Außerdem werden auch WLAN-Adapter zum externen Anschluss, bspw. über USB, angeboten. Sie besitzen oft die Form von handelsüblichen USB-Sticks. Sie benötigen keine zusätzliche eigene Stromquelle. Auch manche externe WLAN-Adapter bieten die Möglichkeit des Anschlusses einer zusätzlichen Antenne.

In jedem Fall sollten Sie bei dem Erwerb von WLAN-Adaptern auf die Kompatibilität einerseits zum jeweiligen Gerät und andererseits zur verwendeten WLAN-Basisstation achten.

Wie ist es um die Sicherheit von drahtlosen Netzwerken bestellt?

Man hört und ließt es immer wieder: WLAN ist unsicher und Angriffen von externen Hackern ausgesetzt, die an die eigenen Daten wollen. Dazu lässt sich sagen, das dieses Szenario durchaus denkbar ist, man sich aber nicht zu sehr abschrecken lassen sollte. Denn: Es gibt geeignete Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit.

Zum Thema Verschlüsselung

Diese Maßnahmen bestehen zuvorderst in einer hinreichenden Verschlüsselung der Datenübertragung durch Passwörter. Dabei haben sich zwei Standards entwickelt, wovon der eine mittlerweile veraltet ist. Die Rede ist vom Sicherheitsstandard „Wired Equivalent Privacy“ (WEP) und Wi-Fi Protected Access (WPA). Zwar gibt es noch andere Verschlüsselungsverfahren, die jedoch nicht so weit verbreitet sind.

WEP mit seiner 128-Bit-Verschlüsselung ist mittlerweile kompromittiert worden und daher nicht mehr als sicher anzusehen. WPA bzw. WPA2 verwendet eine weitaus komplexere Verschlüsselungsmethode (AES mit 256-Bit-Verschlüsselung) ist dadurch eine sehr sichere Variante.

Wenn Sie Ihr WLAN also mit einer WPA2-Verschlüsselung installieren, müssen Sie sich keine Sorgen machen. Dabei ist es empfehlenswert, kein triviales Passwort mit wenigen Buchstaben, sondern mit einer zufälligen Abfolge von vielen verschiedenen Zeichen zu verwenden. Hiermit lässt sich die Sicherheit noch einmal ein wenig erhöhen.

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