Wie man Briefmarken aus Spanien auf eBay findet

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Wie man Briefmarken aus Spanien auf eBay findet

Viva Espania – Philatelisten stehen darauf

Das Sammelgebiet Spanien ist für Philatelisten daher besonders interessant, weil die ehemalige Seefahrernation auf eine ganze Reihe von Kolonien und deren wechselvolle Geschichte zurückblicken kann. Nahezu auf allen Erdteilen hat das Volk von Seefahrern und Eroberern seine Spuren hinterlassen. Und da die kolonialen Bestrebungen oft recht ereignisreich und auch kurzlebig waren, spiegelt sich dies auch in der Historie der Briefmarken des spanischen Postwesens. Ein Spruch, der damals in aller Munde war, war der, dass der spanische König über ein Reich mit all seinen Kolonien herrschte, in dem die Sonne niemals unterging. 1492 begründete mit der Entdeckung Amerikas durch Christoph Columbus die Kolonialmacht Spaniens speziell auf dem amerikanischen Kontinent ihre kolonialen Aktivitäten. Dort reichte es in der Blütezeit von den heutigen Vereinigten Staaten bis tief nach Südamerika hinunter. Daneben gab es auch spanische Besitzungen in Afrika und auch die Philippinen gehörten zum Iberischen Kolonialreich.

Spaniens Kolonien im Wandel der Zeit

Mit dem Aufkommen der ersten Briefmarken im Jahr 1850 war die riesengroße Kolonialmacht Spanien erheblich zusammengeschrumpft. Das Land verlor im spanisch-amerikanischen Krieg 1898 auch noch den überwiegenden Teil dieser Reste. Zuletzt verblieben lediglich noch Spanisch-Westafrika, Spanisch-Guinea sowie das Protektorat Spanisch-Marokko. In unserer Zeit gehören nur noch die afrikanischen Überseegebiete Ceuta, Kanaren und Melilla zu Spanien. Diese geben jedoch keine eigenen Briefmarken heraus. Vor allem nach 1930 gaben viele der ehemaligen spanischen Kolonien optisch attraktive Briefmarken heraus, die auch heute noch oft sehr preiswert erhältlich sind.

Spanische Kolonien, in denen Briefmarken ausgegeben wurden

Spanische Kolonien, in denen Briefmarken ausgegeben wurden, sind selbstverständlich diese Gebiete, die beim ersten Erscheinen der Briefmarken noch unter spanischer Verwaltung standen. Diese tragen für unsere Ohren so exotische Namen wie Fernando Póo oder Rio de Oro.

Cuba

Cuba kann als die letzte große spanische Kolonie bezeichnet werden, die ihre Unabhängigkeit nach einem 30-jährigen Bürgerkrieg 1898 errang. Schon in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts gerieten Kuba und die dort lebenden Ureinwohner unter spanische Kontrolle. Die indigenen Völker wurden in wenigen Jahrzehnten durch Übergriffe und Krankheit nahezu ausgerottet. Die spanischen Großgrundbesitzer kauften sich für den äußerst arbeitsintensiven Zuckerrohranbau im 17. und 18. Jahrhundert Zehntausende Sklaven, die vorwiegend aus Westafrika stammten. Die kriegerischen Auseinandersetzungen gegen die Spanier begannen 1868. Vorausgegangen waren zahlreiche Versuche des kubanischen Bürgertums, von Spanien größere Freiheiten zu erhalten. Diese besonders wirtschaftliche Fragen betreffenden Vorstöße schlugen allesamt fehl. Zwischen 1873 und 1898 wurden auf Cuba 131 verschiedene Briefmarken herausgegeben.

Ifni

Ifni an der westafrikanischen Atlantikküste ist eine ehemalige spanische Enklave auf Höhe der Kanarischen Inseln. Ifni ist südlich von Agadir in Marokko gelegen. Die Kolonie war 1500 Quadratmeter groß und hatte Ende der 50er Jahre des vergangenen Jahrhunderts rund 24.000 Einwohner. Bereits 1476 war Ifni von Spanien erobert worden. 48 Jahre später erkämpften sich die Berber das Gebiet 1524 zurück. Durch den Vertrag von Tanger gelangte Ifni 1860 wieder unter Kontrolle Spaniens. Selbst als Spanien und Frankreich 1956 Marokko in die Unabhängigkeit entließen, behielt Spanien neben den Enklaven Melille und Ceuta auch Ifni sowie die Westsahara. Erst 1969 wurde das Gebiet an Marokko übergeben. Zwischen 1941 und 1969 wurden 267 verschiedene Briefmarken von Ifni aus in Umlauf gebracht.

Rio de Oro, später Spanisch-Sahara

Die südliche von zwei Provinzen der ehemaligen spanischen Kolonie Spanisch-Sahara wurde Río de Oro genannt. In unserer Zeit bildet sie gemeinsam mit der nördlichen Provinz Saguia el Hamra einen Teil des von Marokko verwalteten Territoriums Westsahara. Der in der Mitte des Gebietes gelegene „Goldfluss“, ein sogenanntes Wadi (Trockenflussbett), war der Namensgeber des Kolonialgebiets. Zwischen 1905 und 1923 wurden in Rio de Oro 144 verschiedene Briefmarken herausgegeben. 1924 wurde die Provinz in Spanisch-Sahara umbenannt. Spanien zog sein Militär im Jahr 1975 ab und übergab das Territorium an die südlichen und nördlichen Nachbarn, Mauretanien und Marokko. Zwischen 1924 und 1975 wurden in Spanisch-Sahara 353 unterschiedliche Briefmarken in Umlauf gebracht.

Tanger

Marokko verlor 1912 seine Unabhängigkeit und wurde quasi zwischen Frankreich und Spanien aufgeteilt, wobei Spanien Nordmarokko und einen Teil der Atlantikküste im Süden vereinnahmte. Der Status von Tanger war längere Zeit ungeklärt. 1923 wurden Tanger und ein kleines Gebiet um sie herum zur Internationalen Zone erklärt und von acht Mächten verwaltet. Diese waren Spanien, Frankreich, Belgien, Großbritannien, Portugal, Schweden, Niederlande und seit 1928 Italien. Die spanische Post gab zwischen 1921 und 1950 in Tanger 146 verschiedene Postwertzeichen heraus.

Spanisch-Marokko

Spanisch-Marokko auch bekannt als Er-Rif, war der Name für zwei Gebiete in Marokko. Eines davon zog sich entlang der marokkanischen Mittelmeerküste, das andere, das auch Tarfaya-Streifen bezeichnet wird, befindet sich zwischen der damaligen Kolonie Spanisch-Westafrika und dem französischen Marokko. Tétouan war die Hauptstadt von Spanisch-Marokko. Der nördliche Teil von Spanisch-Marokko entstand 1912 durch den Vertrag von Fès und wurde 1956 mit Französisch-Marokko vereinigt und gleichzeitig in die Unabhängigkeit entlassen. Zwischen 1914 und 1956 wurden in diesem Kolonialgebiet 405 verschiedene Briefmarken und 2 Blöcke herausgegeben.

Fernando Póo, heute Bioko

Bioko ist eine Insel im Golf von Guinea in Zentralafrika. Ihr früherer Name war Fernando Póo und wurde 1472 von dem portugiesischen Seefahrer Fernão do Pó für Europa entdeckt. Diesen Namen trug sie bis 1973. Das Gebiet wurde 1778 von Portugal an Spanien abgetreten. Und zwischen 1827 und 1843 war die Insel an Großbritannien verpachtet, von dort aus sollte der Sklavenhandel bekämpft werden. Heute gehört Bioko politisch zu Äquatorialguinea, dessen Hauptstadt Malabo, die in Kolonialzeiten Santa Isabel hieß, sich an der Nordküste der Insel befindet. Auf Fernando Póo wurden 1868, zwischen 1879 und 1908 und zwischen 1929 und 1968 263 verschiedene Briefmarken herausgegeben.

Spanisch Guinea, Spanische Besitzungen im Golf von Guinea, Rio Muni, Elobey, Annobón und Corisco

Spanisch Guinea, Spanische Besitzungen im Golf von Guinea, Rio Muni, Elobey, Annobón und Corisco sind allesamt ehemalige spanische Kolonialgebiete in Zentralafrika, wozu auch Fernando Poo gehörte. 1968 wurden diese Territorien als Äquatorialguinea unabhängig. Insgesamt waren die Gebiete 26.659 km² groß und beheimateten 170.000 Einwohner. Die Hauptstadt hieß Santa Isabel und hatte 9.000 Einwohner. Elobey, Annobón und Corisco gab zwischen 1903 und 1910 60 verschiedene Briefmarken heraus. Für die spanischen Besitzungen im Golf von Guinea erschienen zwischen 1909 und 1959 362 verschiedene Postwertzeichen. Für Spanisch Guinea selbst waren dies zwischen 1902 und 1909 100 verschiedene Briefmarken. In Rio Muni wurden zwischen 1960 und 1968 85 verschiedene Briefmarken herausgegeben.

Puerto Rico

Wegen seiner Lage war die Insel im Nordosten der Karibik in den frühen Jahren der Kolonisation der Neuen Welt eine Schlüsselstelle für das spanische Reich. Puerto Rico, die kleinste Insel der Großen Antillen, war ein wichtiger Militärstützpunkt bei vielen Auseinandersetzungen zwischen Spanien und anderen europäischen Staaten um die Herrschaft in der Region während vieler Jahrhunderte. 1898 gab Spanien die Insel an die USA ab. Zwischen 1855 und 1871 setzten Kuba und Puerto Rico gemeinsam als Spanisch-Westindien 49 verschiedene Postwertzeichen in Umlauf. Auf Puerto Rico selbst wurden zwischen 1873 und 1898 167 verschiedene Briefmarken herausgegeben.

Die Marianen

Die Marianen sind eine pazifische Inselgruppe, die geografisch der Region Mikronesien zuzuordnen ist. Die Inseln wurden 1521 von Ferdinand Magellan entdeckt, der sie Islas de Ladrones, oder „Diebesinseln“ nannte. Die Marianen waren zwischen 1667 und 1899 spanische Kolonie. 1898 wurde der südliche Teil, das heutige Guam, an die USA abgetreten. Der nördliche Teil fiel 1899 an das Deutsche Reich, das es zwischen 1899 und 1914 als die deutsche Kolonie Marianen verwaltete. Unter spanischer Postverwaltung wurden auf den Marianen 1899 6 verschiedene Briefmarken herausgegeben. Hierbei wurden Marken der Philippinen mit Handstempelaufdruck versehen. Zuvor waren auf den Marianen lediglich die Postwertzeichen der Philippinen im Umlauf.

Philippinen

Die Philippinen sind ein Staat und eine Inselgruppe im westlichen Pazifischen Ozean und sind Bestandteil von Südostasien. Ihr Name stammt von dem Entdecker Ruy López de Villalobos, der die Inseln zu Ehren des spanischen Herrschers Philipp „Las Islas Filipinas“ nannte. In der ersten Zeit der Kolonialisierung bildete der Handel mit Galeonen zwischen Manila und Acapulco die wichtigste Einnahmequelle für die spanische Kolonie. Aus den Minen der neuen Welt wurde Silber von Acapulco nach Manila verschifft und dort dazu verwendet, um chinesische Produkte wie Seide oder Porzellan zu erwerben. Weil bis zum 18. Jahrhundert lediglich die Portugiesen durch Macao das Recht besaßen, die chinesische Küste direkt anzulaufen, waren die Philippinen auf chinesische Händler angewiesen. Diese siedelten sich in einem eigenen Viertel vor Manila an, wo es sich auch heute noch befindet. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts änderte sich die wirtschaftliche und politische Lage der Philippinen. Die Philippinen waren zwischen 1565 und 1898 eine spanische Kolonie. 1898 wurden sie von den Vereinigten Staaten annektiert. Zwischen 1854 und 1898 wurden 206 verschiedene Briefmarken in Umlauf gebracht.

Wie Briefmarken aus Spanien oder den spanischen Kolonien im Internet erhältlich sind

  • SPANISCHE KOLONIEN in Afrika , Postfr.** / ungebr. SAMMLUNG , Ifni-Rio Muni, Sammlung Spanische Kolonien in Afrika, überwiegend postfrisch, einiges ungebraucht
  • Spanien seltene Schwarzdrucke von Block 25 und 26 mit Aufdruck Espana -Y813
  • tolle alte Marken " Spanien " ex 269-279 (Weltpostkongress), gute Zähnung, saubere Stempel
  • Spanien ohne Brief, kleiner interessanter Rest-Sammlungsbestandteil, Spanien bis ca. 1900
  • 1929 Spanien, Marokko, ED 123* 15c, blau grün, EXP. SEVILLA UND BARCELONA

Spanien ist für Briefmarkensammler außerordentlich interessant, da es nicht nur aufgrund der abwechslungsreichen Geschichte des eigentlichen Staates, sondern auch wegen der zahlreichen Kolonien eine große Auswahl an Varianten und Serien zu bestaunen gilt.

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