Wie man Brandungsruten auf eBay findet

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Wie man Brandungsruten auf eBay findet

Brandungsangeln leicht gemacht – diese Ausrüstung brauchen Sie

Brandungsangeln ist das Meeresangeln vom Ufer aus. Die speziellen Brandungsruten ermöglichen den Fischfang am Strand, auf einer Klippe oder auf der Hafenmole. Diese Angelmethode am Meer gilt als eine der abwechslungsreichsten, da die Fische hier bei guten Voraussetzungen in kurzen Intervallen beißen und Sie nie vorhersagen können, was für ein Fisch als Nächstes an der Angel hängt. Doch die besonderen Gewässer- und Windverhältnisse stellen auch hohe Anforderungen an die Rute und das übrige Equipment. Lesen Sie hier, worauf Sie beim Kauf einer Brandungsrute achten sollten, welche Ausrüstung von Vorteil ist und wie Sie zudem praktisches Zubehör entdecken können.

Saison, Technik und Fangplätze – Grundlegendes zum Thema Brandungsangeln

Wie der Name schon sagt, wird beim Brandungsangeln in der Brandung gefischt. Dabei wird überwiegend auf Dorsche gefischt aber Plattfische wie Scholle oder Flunder sowie Aale, Wolfsbarsche und Meeresforellen gehören ebenfalls zu den Zielfischen. Die beste Zeit zum Brandungsfischen ist am späten Nachmittag und Abend, wenn die Fische mit zunehmender Dunkelheit auf ihrer Futtersuche näher zum Land hin schwimmen. Daher lohnt es sich, die Fangplätze noch bei gutem Tageslicht in Augenschein zu nehmen, um erfolgsversprechende Stellen entdecken zu können. Sehr beliebt sind bei den Fischen Gebiete mit vorgelagerten Sandbänken. Dadurch bilden sich unterschiedliche Senken oder Erhebungen am Grund, da sich hier durch Verwirbelungen der Wellen ein besonders reichhaltiges Futterangebot befindet. Sie können diese Untiefen entweder bei Ebbe ausmachen oder bei guter Sicht und ruhiger See durch Strukturen in der Wasseroberfläche ausmachen.

Auch die Gezeiten selbst Spielen beim Brandungsangeln eine große Rolle. So werden Sie bei einsetzender Flut in der Regel einen größeren Fang erzielen, als bei ablaufendem Wasser.

Den Wind im Blick

Letztendlich ist auch die Windrichtung ein wichtiger Faktor. Auflandiger Wind, der vom Meer her zum Land hin weht, wühlt die See auf und bietet den Fischen dadurch ein großes Nahrungsangebot. Daher werden Sie bei auflandigem Wind einen besseren Fang machen als bei ablandigem, also zum Meer hin wehendem Wind. Natürlich ist es bequemer, beim Brandungsangeln den Wind im Rücken zu haben. Doch die besten Voraussetzungen auf eine gute Fangquote bestehen nur bei auflandigem Wind. Auf diese Bedingungen hin wurden auch die Brandungsruten entwickelt. Sie ermöglichen große Wurfweiten, um den Köder im Zielgebiet platzieren zu können. Dazu muss die Rute erheblichen Hebelwirkungen standhalten können.

Die Besonderheiten von Brandungsruten

Brandungsruten sind mit 3,9 bis 4,20 m relativ lang. Am Atlantik und Ärmelkanal werden aufgrund der höheren Windbelastung sogar Ruten mit 5-6 m Länge eingesetzt. Außerdem besitzen sie ein stabiles Rückgrat (= steifer Rutenkorpus oder Blank) besitzen, um die hohen Wurfgewichte perfekt auswerfen zu können und große Weiten bis zu 100m erzielen zu können. Dazu kommt eine durchgehende Aktion der Rute. Aktion bezeichnet das Biegeverhalten der Rute. Eine durchgängige Biegung ist demnach eine von der Spitze bis zum Handteil gleichmäßig durchgebogene Rute. Gleichzeitig haben viele Brandungsruten einen flexibleren oberen Rutenteil. Die biegsame Spitze wird auch als Spitzenaktion bezeichnet.

Brandungsruten kaufen – Körpergröße und individuelles Empfinden

Das Angebot an Brandungsruten und Angel-Sets auf dem Markt ist groß. Bevor Sie sich eine Rute kaufen, sollten Sie die Auswahl durch gezielte Überlegungen schon im Vorfeld eingrenzen. Zuerst stellt sich die Frage, welche Fischart Sie fangen möchten. Vorsichtige Fischarten wie Scholle oder Barsche benötigen eine nicht allzu schwere Rute mit sensibler Spitze. Dagegen gelingt der Fang auf Dorsche auch mit wenig sensibler Spitze, da die großen Fische sich auch so schnell bemerkbar machen.

Generell sollte die Brandungsrute der Körpergröße und Kraft des Anglers angepasst sein. Dabei ist das persönliche Empfinden jedoch ebenfalls ausschlaggebend. Im Grunde kommt es bei der Auswahl weniger auf die Gesamtlänge an, als auf die Lage des Handteils und des Rollenhalters auf dem Blank. Denn ihre Position entscheidet darüber, ob Sie für die Rute den optimalen Hebelweg aufbringen können. Probieren Sie mehrere Ruten in unterschiedlichen Längen aus und nehmen Sie stets die, die Ihnen am besten in der Hand liegt und mit der Sie problemlos zurechtkommen. Der Rutenkauf ist zum Großteil auch eine Gefühlssache. Auch teure Modelle können sich nicht richtig anfühlen. Wenn Sie mit einer Rute nicht „warm werden“ können, ist sie mit großer Wahrscheinlichkeit auch nichts für Sie.

Weitere Kriterien für den Rutenkauf

Aufgrund der großen Wurfgewichte von 80g bis 250g muss eine Brandungsrute sehr belastbar und stabil gefertigt sein. Der Einsatz von Karpfenruten zum Brandungsangeln ist nicht zu empfehlen, da diese Rutenart nicht auf die hohen Wurfgewichte ausgelegt ist und der hohe Druck, der auf den Rutenkorpus, auch Blank genannt, ausgeübt wird, kann schnell zu Beschädigungen oder gar zum Bruch der Rute führen.

Brandungsruten werden, wie die meisten Rutenarten, als Teleskoprute oder Steckrute angeboten. Aufgrund der höheren Haltbarkeit ist die Steckrute der Telerute unbedingt vorzuziehen. Außerdem ist der gesamte Aufbau der Rute umso stabiler, je weniger Steckverbindungen er aufweist. Verzichten Sie daher, wenn möglich, zugunsten der Haltbarkeit auf die Bequemlichkeiten durch einen einfacheren Transport und kaufen Sie lieber eine zweiteilige Rute anstatt einem Drei- oder Mehrteiler.

Der Rutenkörper besteht heute entweder aus Glas- oder Kohlefaser. Auch Armid oder Kevlar wird bei hochwertigen Ruten gerne eingesetzt. Brandungsruten aus Glasfaser sind schwerer als vergleichbare Modelle aus Kohlefaser und/oder Kevlar und weniger bruchfest. Kohlefaser oder Kohlefaser-Kevlar-Ruten bieten dagegen ein gutes Handling bei geringem Gewicht und ausgezeichneter Stabilität.

Hohes Schnurfassungsvermögen und geeignete Übersetzung - die Brandungsrollen

Salzwasser ist aggressiv und greift die Oberflächen an. Deshalb sollte die verwendete Rolle zum Brandungsfischen auf jeden Fall salzwasserresistent sein. Da beim Brandungsangeln große Entfernungen überbrückt werden, muss die Rolle für die Brandungsrute zudem viel Schnur bereithalten. Ein Fassungsvermögen von 200 – 300-m-Schnur sollte es hier schon sein. Gleichzeitig kommt es bei dieser Angelmethode darauf an, möglichst weit werfen zu können. Daher sollten Sie Modelle mit großem Spulenkopf und geringer Tiefe bevorzugen.

Auch die richtige Übersetzung ist entscheidend, um den Fang auf diese Entfernungen hin bequem einholen zu können. Ein guter Richtwert sind Rollen mit einer Übersetzung von einem Meter pro Kurbelumdrehung. Auch ein Blick auf die verbauten Kugellager lohnt sich. Eine Rolle mit vielen Kugellagern läuft sicherlich ruhiger als eine mit nur 4 Kugeln. Jedoch ist hier die Qualität an sich entscheidend. Ist die Rolle mit der größeren Anzahl Kugeln im Lager nicht sorgfältig verarbeitet oder bestehen ihre Einzelteile aus wenig strapazierfähigem Material, kann die Variante mit weniger Kugeln durchaus die bessere Wahl sein, wenn sie die besseren Materialeigenschaften aufweist.

Achten Sie insgesamt auf eine gute Material- und Verarbeitungsqualität. Sie stellt sicher, dass Ihre Rolle auch bei verschärften Bedingungen wie starkem Wind oder eisiger Witterung noch einwandfrei funktioniert.

Die richtige Schnur zum Brandungsangeln

Im Angelsport werden drei Arten von Angelschnur verwendet. Zum einen gibt es die monofile Schnur und zum anderen die geflochtene Variante. Dazu kommt noch eine Hybridart, bestehend aus der Kombination von beiden herkömmlichen Arten. Den Anfang machte in der Angelgeschichte die monofile Angelschnur. Sie besteht aus einem einzigen Strang und überzeugt mit ihrer guten Dehnbarkeit. Diese Dehnung der Schnur sorgt für einen zusätzlichen Puffer, da sie die Bewegungsenergie des Fisches aufnehmen und abfedern kann. Allerdings sind diese Produkte empfindlich für UV-Licht und nicht so reißfest, wie geflochtene Schnüre. Diese besitzen außerdem eine höhere Tragkraft bei gleichem Querschnitt als monofile Schnüre und sind unempfindlicher für UV-Licht. Hybrid-Schnüre bestehen aus einem geflochtenen Kern mit einem monofilen Überzug. Dadurch sollen sich die positiven Eigenschaften beider Arten ergänzen. Allerdings sind diese Schnurarten wesentlich teurer in der Anschaffung, als die beiden herkömmlichen Schnurtypen.

Die benötigte Schnurstärke liegt bei Mono-Schnur bei 0,3 mm, bei geflochtener Schnur zwischen 0,12 und 0,2 mm.

Was ist ein Schock-Vorfach?

Unabhängig davon, ob Sie eine monofile oder geflochtene Schnur benutzen, benötigen Sie auf jeden Fall ein Schock-Vorfach. Dieses spezielle Vorfach besteht aus einer 10 bis 15 Meter langen Vorschnur, auch Schlagschnur genannt. Gebräuchlich ist hier vor allem eine sogenannte Keulenschnur, die sich von einem Schnurende zum anderen zunehmend verjüngt und mit einem Schlagschnur-Anwindeknoten an der Hauptschnur befestigt wird.

Ohne dieses Schock-Vorfach besteht die Gefahr, dass Ihnen die Angelschnur beim Auswerfen durch die enormen Kräfte, die dabei auf sie einwirken, reißt. Die Schlagschnur fängt diese Kräfte ab und hilft, sie auf den gesamten Schnurstrang zu verteilen.

Üblich ist Schlagschnur von mindestens 0,5 mm Dicke. Noch stärkere Varianten sind von Vorteil, da ihre Dehnbarkeit mit steigender Dicke abnimmt und dadurch die frei werdenden Kräfte auf die Brandungsrute übertragen werden. Dies wiederum kommt den Wurfeigenschaften und -stärke zugute.

Weiteres nützliches Zubehör für das Angeln in der Brandung

Zum praktischen Zubehör des Brandungangelns gehören außerdem praxisorientierte Liegen und Stühle sowie Angelboxen und Rutenauflagen. Dazu kommen noch geeignete Haken und Bleie in verschiedenen Gewichtsklassen ebenso wie Perlen und Plattfischvorfächer für den Bau der einzelnen Montagen.

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