Wie kürze ich die viel zu lange Norm-Steckkupplung? (1)

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Nach fünfjähriger Laufzeit meines Ratgebers Nr. 1 vom Dezember 2006 bis heute hat er absolut nichts an Modernität oder Aktualität eingebüßt, aber den Hinweis verdient, dass meine überarbeiteten Doppel-Ratgeber Nr. 37/38 vom  März 2009 ihn in wesentlichen Punkten ergänzen und noch verständlicher machen!  - Mehr detailliertere Erklärungen und aussagekräftigere Bilder!

 

"Not macht erfinderisch!" -  Seit dem Jahre 2006 können dank eines vergleichsweise winzigen Tricks auch die N-Bahner endlich vorbildgerecht k u r z kuppeln, also wirklich Puffer-an-Puffer fahren wie das große Vorbild!

(Die folgende Textpassage hat m.E. nur noch dokumentarischen Wert, dehalb bleibt sie im Zuge dieser Aktualisierung zu rein informatorischen Zwecken erhalten! --- Wichtiger Hinweis auf meine Jubiläumsausgabe vom 24. Oktober 2007: Die HEKUs werden ein Jahr alt und das muss doch gebührend gefeiert werden!  - Also unbedingt gleich auch die aktuelle Ratgeberausgabe Nr. 16 lesen!  - Vorkenntnisse sind nicht erforderlich! - Auch noch ein wichtiger Hinweis auf meine große Herbstaktion vom 15. Oktober - 15. Dezember 2007:   " 2 von 5 " - " 2 von 5 " - " 2 von 5 " -  " 2 von 5 " --- Wenn Ihr mir 5 (fünf) normale Standard - S t e c k kupplungen zuschicken, erhaltet Ihr von mir  2 (zwei) davon  k o s t e n l o s als umgearbeitete  K u r z kupplungen  zurück geschickt! Selbstverständlich ist das für Euch auch noch portofrei! Ist das nicht ein Superangebot?)

 

Hallo, liebe Moba-Freunde der N-Spur!

Solange es die international einheitliche Standard-Steckkupplung  für unsere Spur gibt und in schöner Einmütigkeit von allen etablierten Lokherstellern eingesetzt wird, ist der überproportional  lange Schaft der lokseitigen Steckkupplungen ein absolutes Ärgernis! 

Da es nach Sachlage müßig ist, auf die Gründe für die bis heute fehlenden Angebote von speziell kürzeren Lok-Steckkupplungen einzugehen,  gebe ich lieber diesen Ratgeber heraus, um wirkungsvoll Abhilfe nach dem 'Do-It-Yourself!-Verfahren anzubieten!

Wie gehe ich nun in wenigen Einzelschritten vor, um den Zustand von Abb. 1 

                                         

in den von Abb. 2 zu überführen?

                                          

 

Umbauanleitung einer Norm-Steckkupplung in 4 Schritten:

1. Entfernen Sie mit einem scharfen Cutter zunächst so nah wie möglich am Stoß den viel zu langen Kupplungsschaft vom Haken der Kupplung. Der Schnitt zeigt am Haken eine schmale Trennstelle, die sich  deutlich heller vom Restmaterial abhebt!

2. Diese hellere Trennstelle benutzen Sie bitte gleichsam als Bohr- bzw. Frässchablone für die neue Schaftaufnahme. Für das punktgenaue Ausfräsen ist ein 0,8 mm Bohrer geeignet, der es verhindert, dass zu viel Material abgetragen wird. Der verkürzte Schaft sollte stramm in dem ausgefrästen "Langloch" sitzen, weil sonst die "Kupplungsgeometrie" nicht gewährleistet ist!

3. Kürzen Sie nun den abgetrennten Schaft auf die von Ihnen gewünschte Länge um 1,0 bis  max.2,2 mm und setzen ihn wieder in den Haken exakt fluchtend mit 0,2 mm Überstand ein! Achten Sie darauf, dass der neue gekürzte Schaft nicht zu locker sitzt und in den Längs- & Querrichtungen genauso ausgerichtet ist wie beim unbearbeiteten Orginal!

4. Verschweißen Sie nun mit der feinsten Lötspitze, die Sie haben, bei etwa 220° C den Überstand von 0,2 mm an der Innenseite des Hakens, so dass sich der Kunststoff von Schaft und Haken innig miteinander verbindet! Vorsicht ist geboten, denn es genügt wirklich nur ein sehr kurzer "Lötkontakt", um die Schweißstelle sauber und glatt auszuführen!

Wenn Sie dies alles wie beschrieben durchgeführt haben, müsste das Ergebnis ungefähr so aussehen, wie bei diesem Kupplungspärchen mit  einem  ca. 50 % kürzeren Schaft:

                                                      

Ich glaube, dass jetzt der Vergleich von 'vorher' & 'nachher' Mut macht, den Umbau mit ruhiger Hand  und mit geeigneten Werkzeugen selbst einmal zu wagen! Ich stehe auch gerne mit guten Ratschlägen zur Verfügung, wenn es mal hakt, denn wie heißt es so schön: "Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen"!

Euer Moba- Freund  HaHe

Fortsetzung folgt!

 

Hallo, liebe Moba-Freunde, so kurz vor dem Weihnachtsfest 2006!

Ich bin inzwischen nicht untätig gewesen und habe aus meinem großen Fahrzeugpark nach freier Wahl mit typgleichen Loks von verschiedenen Herstellern versucht, die oben neu vorgeführte fast lückenlose 'Puffer an Puffer'-Fahrsituation möglichst schnell und unkompliziert herzustellen!

Sie sehen also im direkten und  ungeschminkten "Lückenvergleich" von normaler und gekürzter Standard-Steckkupplung die rote DB-Diesellok der Baureihe V 200 ('Roter Elch') aus der Epoche 3, sowohl von Fleischmann <piccolo>, als auch von TRIX- Minitrix! -  Zum Jahreswechsel folgt dann in ähnlicher Weise der Vergleich der roten DB- V 200 von Roco und Arnold (ohne und mit Simplex-Kupplung)! Das Hauptthema wird dann die Vorstellung einer weiteren Kurz-Kupplung, der EIPO-Kupplung, sein und die praktische Kombination mit unserer Kurz-Steckkupplung!

                                1) DB-Diesellok V 200 018   Epoche 3 a von Minitrix

                                       

                                2) DB-Diesellok V 200 135  Epoche 3 b von Fleischmann <piccolo>

                                        

Ich denke, dass der uns von allen etablierten Lokherstellern bis heute verordnete "Mut zur Lücke" auf Ihrer Anlage der Vergangenheit angehören sollte, gerade wo in der N-Spur fertigungstechnisch keine Steigerung mehr möglich ist! Sie wissen, jede noch so kleine Niete ist an ihrem Platz, die Wagen fahren kurzgekuppelt wie beim großen Vorbild usw., aber alle Loks halten ihren Zug künstlich auf Distanz!

Bleibt mir nur noch, Ihnen ein friedvolles und besinnliches Weihnachtsfest, zudem einen guten und frischen Start in das neue (Moba-) Jahr zu wünschen!

Euer Moba-Freund  HaHe

P.S. Schreiben Sie mir, wenn Kupplungsprobleme ähnlicher Art vorliegen. Nennen Sie mir Lokmodell, Hersteller und Baujahr, dann bin ich gerne behilflich, oder stelle die Lösung gleich hier im Ratgeber in Bild und Text vor!

Fortsetzung folgt!

Hallo, liebe Moba-Freunde, 

wie versprochen melde ich mich zum Jahreswechsel 2006/2007, um die Kurzkupplungs-Thematik am Beispiel von zwei weiteren DB-Dieselloks der BR V 200 zu vertiefen!  -  Die Loks von Roco und Arnold stellen bei der Umrüstung auf Kurzkupplungsbetrieb insofern eine Herausforderung dar, weil sie als Modellreihen der 80-er und frühen 90-er Jahre noch nicht über eine genormte Aufnahme für steckbare Kupplungen verfügten! -  Deshalb ergibt sich, wie in den  Vergleichsbildern   meines Ratgebers (II) zu sehen, das gewohnte unschöne Bild eines viel zu großen Abstandes zwischen Lok und Wagen! Dies wurde wohl nicht als besonders störend empfunden, weil auch zwischen den einzelnen Wagen mangels einer noch nicht erfundenen Kulisse oder Kinematik unrealistisch große Fahrabstände die Regel waren!

Aber wie stellen wir nun auch für unsere Lokmodelle der etwas älteren Generation einen   k u r z gekuppelten Fahrbetrieb her, der dem Vorbild dann sehr nahe kommt?

Dazu habe ich einen weiteren Ratgeber (II) verfasst unter dem Titel "Wie lassen sich ältere Loks auf Kurzkupplung umstellen?"  - Bitte informieren Sie sich dort über diese Thematik!

Euer Moba-Freund    HaHe

 

 

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