Wie kann man alte Tonbänder digitalisieren?

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Wie kann man alte Tonbänder digitalisieren?

An Ihren alten Tonbändern hängen Sie, weil Sie sie mit schönen Erinnerungen aus Kindheit und Jugend verbinden. Richtig gelagert überdauern Tonbänder Jahrzehnte. Digitalisieren Sie Ihre Tonbänder und schützen Sie sie so vor dem Verfall. Sie benötigen dazu die passenden Stecker und Kabel sowie eine Audiobearbeitungs-Software für den Computer.

 

Tonband und Computer miteinander verbinden

Am Beispiel des Tonbandgeräts Grundig TK5 aus dem Jahre 1958 zeigt sich das exemplarische Vorgehen. Bevor Sie das zu digitalisierende Tonband einlegen, machen Sie sich mit den Bedienfunktionen des Gerätes vertraut. Dann verbinden Sie den Audioausgang des Tonbandgeräts mit dem Audioeingang des Computers.

Für den Audioeingang am Computer benötigen Sie einen 3,5 Millimeter Klinkenstecker. Das Tonbandgerät Grundig TK5 hat einen 3-poligen DIN-Anschluss als Audioausgang. Um das Tongerät mit dem Computer zu verbinden, verwenden Sie einen Adapter von einem DIN 3-polig-Stecker auf einen 3,5-Millimeter-Klinkenstecker.

 

Tonband mit der Aufnahme-Software digitalisieren

Beim Aufnehmen mithilfe einer Aufnahme-Software legen Sie für jede Seite des Tonbands ein neues Projekt an und unterteilen es in sinnvolle Einheiten. Abhängig von der Leistungsfähigkeit Ihres Computers kann es unter Umständen zu Abstürzen kommen. Daher nehmen Sie nicht länger als eine Stunde am Stück auf. Im Anschluss speichern Sie die bei der Aufnahme entstehenden Rohdaten. Diese haben die beste Qualität. Das Exportieren in das MP3-Format hat immer einen Qualitätsverlust zur Folge.

 

Die richtigen Einstellungen zur Aufnahme wählen

Bei der Aufnahme achten Sie darauf, dass das Mikrofon am Computer die maximale Lautstärke aufnimmt. Späteres Nachregeln führt in vielen Fällen zur Übersteuerung. Drehen Sie also den Ausgang des Tonbandgeräts maximal auf, wodurch Sie das Übersteuern vermeiden.

Bei Windows 7 klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Lautsprecher an der Taskleiste und geben das Aufnahmegerät an. Wählen Sie das Mikrofon aus und klicken auf „Eigenschaften“. Im darauf folgenden Fenster klicken Sie auf den Reiter „Pegel“, um das Mikrofon zu verstärken. Zu hohe Verstärkung führt schnell zur Übersteuerung.

Im Aufnahmeprogramm stellen Sie den Eingang auf „Mono“. Moderne Audiogeräte verfügen über Stereo, was ein normaler 3,5 Klinkenstecker überträgt. Die alten Tonbänder laufen aber nur über einen Kanal. Sie vermeiden unnötige Aufnahmen in Stereo, indem Sie diese Einstellung in der Aufnahmesoftware zu „Mono“ verändern.

 

Die Aufnahme und ihre Funktion kontrollieren

Nehmen Sie sich während der Aufnahme Zeit zur Beaufsichtigung der Geräte. Aussteuerung und Lautstärke benötigen unter Umständen eine Nachregelung, da ein Temperaturanstieg bei den Geräten die physikalischen Eigenschaften verändert. Bei längerer Laufzeit entsteht bei einem Tonbandgerät immer Wärme. Kontrollieren Sie auch den Computer von Zeit zu Zeit. Das Programm kann sich unter Umständen bei großer Datenmenge aufhängen. Daher sichern Sie Ihre aufgenommenen Daten immer in Kopien.

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