Wie gefährlich ist elektromagnetische Strahlung bei Funkmessgeräten?

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Wie gefährlich ist elektromagnetische Strahlung bei Funkmessgeräten?

Elektromagnetische Felder entstehen rings um jedes elektronische Feld. Dieses Feld wird umgangssprachlich auch als Elektrosmog bezeichnet. In diesem Begriff kommt die Befürchtung zum Ausdruck, dass ein elektromagnetisches Feld ein gesundheitliches Risiko für den Menschen darstellt. In verschiedenen Normen und Gesetzen sind Grenzwerte geregelt, die eingehalten werden müssen, um überhaupt eine Zulassung für einzelne elektrische Geräte zu erhalten. Als Elektrosmog wird streng genommen eine Überschreitung der Grenzwerte beziehungsweise eine bedenklich hohe Konzentration elektromagnetischer Felder bezeichnet.

Dieser Ratgeber informiert Sie über die befürchteten schädlichen Wirkungen elektromagnetischer Felder auf die Umwelt und den Menschen. Zudem erfahren Sie, wie gefährlich die Strahlung von Funkmessgeräten tatsächlich ist.

Mögliche schädigende Wirkungen von elektromagnetischen Feldern

Bereits seit Mitte des 19. Jahrhunderts spielt die Nutzung elektromagnetischer Felder für technische Neuerungen eine entscheidende Rolle. Parallel mit diesen neuen Möglichkeiten der Energietechnik entstand auch die Angst vor schädigenden Wirkungen. Insbesondere Hochspannungsleitungen wurden immer wieder in Verbindung mit negativen Auswirkungen auf Umwelt und Menschheit gebracht.

Eine der ältesten Ängste bezieht sich auf die Funktelegrafie und die dafür notwendigen Telegrafenstationen: Bereits 1911 wurde über die Gefahr der von diesen Telegrafen ausgehenden Funkwellen berichtet, die zu Zahn- und Haarausfall führen sollten. Als Hilfe dagegen sollten sich Menschen mithilfe einer Schutzkleidung gegen die elektromagnetischen Wellen sichern: Gekleidet mit einem Art Regenmantel wären Menschen gegen die Auswirkungen der Funkwellen gesichert.

Auch aktuell werden noch Ängste geschürt und vermeintliche Auswirkungen – ohne konkrete Nachweise – bildhaft geschildert. Elektromagnetische Felder können demnach das zentrale und vegetative Nervensystem stören und einen negativen Einfluss auf die Zellen, Chromosomen und sogar Hormone nehmen. Als Resultat längerer Einwirkung elektromagnetischer Welten werden verschiedene Krankheiten befürchtet.

Konkrete Bedrohung durch elektromagnetische Felder

Die am häufigsten befürchteten Konsequenzen der elektromagnetischen Strahlung sind gesundheitliche Beeinträchtigungen, die schleichend entstehen, vor allem handelt es sich dabei um Tumore in Gehirn, hinter dem Auge und Ohr und um Leukämie. Zudem wird eine erhöhte Anzahl an Fehlgeburten auf die gestiegene Strahlenbelastung zurückgeführt, genauso wie Behinderungen und Missbildungen von Neugeborenen. Aber auch die zunehmende Anzahl an Kopfschmerzpatienten und Menschen mit chronischer Müdigkeit, Schwindel, ungeklärter Übelkeit, Stresssymptomen und Lernstörungen werden als Ursache elektromagnetischer Felder gesehen.

Zur Funktion des menschliche Körpers

Der menschliche Körper selbst funktioniert mittels niederfrequenter elektromagnetischer Signale, die zwischen den einzelnen Zellen ausgetauscht werden. Der Austausch erfolgt anhand komplexer biochemischer Reaktionen. Ist der menschliche Körper ständig einer externen elektromagnetischen Strahlung ausgesetzt, können die Kommunikationsmechanismen der Zellen empfindlich gestört oder sogar unterbrochen werden. Letztlich führt das dazu, dass der Stoffwechsel nicht mehr korrekt funktionieren kann und der Körper dadurch krank wird, da eine Art biologisches Chaos ausbricht.

Störungen des biochemischen Gleichgewichts

Dass die Störung des biochemischen Gleichgewichts negative Auswirkungen auf das Nervensystem, und damit letztlich auf die Lernfähigkeit hat, ist recht leicht nachvollziehbar. Eine enorme Auswirkung hat die Störung auch auf den Hormonhaushalt der Menschen. Hormone regeln in einem funktionierenden Körper alle Abläufe des Lebens. Das Gleichgewicht der Hormone ist erforderlich, um bestimmte Lebenszyklen zu regeln und zentrale Systeme zu steuern. Störfaktoren für diese Hormonabläufe sind schlechtes Essen, Giftstoffe, Schlafmangel, Medikamente und zusätzlich die Auswirkungen von Elektrosmog.

Melatonin als natürlicher Stärker des Immunsystems

Es wird angenommen, dass hauptsächlich Melatonin verantwortlich für die Wirkweise der elektromagnetischen Strahlung im Körper ist. Melatonin ist ein natürlicher Stärker des Immunsystems, so hilft es beispielsweise dabei, Stress abzubauen, um eine Immunschwäche zu verhindern. Dank Melatonin wird das körpereigene Hormon – Vitamin D – in seiner Wirksamkeit verstärkt, sodass wirksam das Wachstum von Tumoren unterbunden werden kann. Aus diesem Grund ist es elementar, dass der Körper täglich eine angemessene Menge an Melatonin produzieren kann. Erforderlich ist dafür auch eine erholsame Nacht mit ungestörtem Schlaf. Ungestört bedeutet in diesem Fall frei von Einfluss nehmenden elektromagnetischen Strahlungen, wie sie beispielsweise gegeben sind, wenn Sie in einem Raum mit kabellosem Telefon, Handy, Computer, Fernseher und anderen Stand-by-Geräten schlafen. Die besonders in der Nacht aktive Produktion an Melatonin wird durch die elektromagnetische Strahlung stark gehemmt. Forscher gehen deshalb davon aus, dass Elektrosmog besonders aufgrund der Blockade dieser Produktion im Körper Schaden anrichten können. Als Folge von Melatoninmangel sind vor allem Krebserkrankungen festzustellen.

Hilfsmittel gegen elektromagnetische Felder

Derzeit gilt offiziell, dass Schädigungen durch Elektrosmog nicht nachweisbar sind. Alle bislang durchgeführten Studien waren fehlerhaft und ließen sich in ihrem Versuchsaufbau nicht wiederholen. Dennoch ist nicht eindeutig erwiesen, dass die elektromagnetischen Felder nicht schädigend für Umwelt und Mensch sind. Besonders hinsichtlich der biologischen Wirkung sind weitere Studien notwendig, um das letztlich ausschließen zu können oder aber um die negativen Auswirkungen von Strahlungen auf die inneren Körpervorgänge zu ergründen.

Elektrosmogfilter als Schutz?

Für alle, die sich wegen der Strahlenbelastung sorgen, bietet der Markt spezielle Filter, die vor Elektrosmog schützen sollen und die Strahlung technischer Geräte minimieren sollen. Die Elektrosmogfilter sind allerdings keine komplette Abschirmung, da dies ja die Verwendung des Gerätes behindern würde, da so auch der Funkkontakt beeinträchtigt würde. Um das auszugleichen, würde das Gerät noch mehr Funkwellen produzieren, um den Kontakt zur Basis zu halten. Die Belastung mit Strahlung wäre in diesem Fall wesentlich höher als bei normaler Sendeleistung ohne diesen schützenden Filter.

Der Netzfreischalter

Mit einigen Maßnahmen können Sie dennoch die besonders fragwürdigen niederfrequenten, elektrischen Wechselfelder in Ihrem Wohn- und Lebensraum verringern. Um allumfassend eine Maßnahme für alle betriebenen elektrischen Geräte zu erzielen, können Sie einen Netzfreischalter hinter die Sicherungen im Stromzähler- und Sicherungsschrank einbauen. Dieser Netzfreischalter bewirkt eine Trennung der Leitung der Haus-Verteilanlage vom Stromnetz. Wird kein Strom entnommen, dann trennt der Netzfreischalter die Hausanlage vom Stromnetz. Wird wieder Strom benötigt und von einem Gerät entnommen, dann verbindet der Freischalter die Hausanlage automatisch wieder. Der Netzfreischalter funktioniert aber nur dann zuverlässig, wenn Sie keine Stand-by-Geräte betreiben, die einen Dauerverbrauch erzeugen. Auch wenn diese Kleinverbraucher nur geringe Mengen an Strom ziehen, können Sie die Netzfreischaltung verhindern und den Netzfreischalter damit unnütz werden lassen.

Die elektromagnetischen Wechselfelder, die hochfrequent sind, können nur mit ringsum geschlossenen Hüllen abgeschirmt werden. Damit die Geräte weiterhin funktionieren, müssen die Hüllen elektrisch leitfähig sein.

Funkmessgeräte und deren elektromagnetische Felder

Funkmessgeräte sind militärische Radargeräte, die erstmals während des Zweiten Weltkrieges zum Einsatz kamen. Sie dienten insbesondere dazu, die Luftsituation zu beobachten, um rechtzeitig vor Angriffen warnen zu können, aber auch, um die eigenen Jagdflugzeuge und Raketen gezielter lenken zu können. Später wurden Funkmessgeräte weiterentwickelt, um Sie auch außerhalb der klassischen Radartechnik zu nutzen. Für Funker spielen Funkmessgeräte eine wichtige Rolle, um analoge FM-Funksysteme zu ermöglichen, und das auch bei schwierigen Umweltbedingungen.

Die aktuellen Funkmessgeräte haben eine Sendeleistung, die unter einem Milliwatt liegt. Dies ist sehr viel weniger als ein Smartphone derzeit besitzt, das durchschnittlich mit etwa 250 Milliwatt sendet. Die gesetzlichen Vorschriften sehen vor, dass eine Strahlenbelastung bis 500 Milliwatt tolerierbar ist. Bis zu dieser Sendeleistung ist kein Mindestabstand notwendig. Funkmessgeräte liegen also deutlich unter den zulässigen Grenzwerten und erzeugt über 200-mal weniger Elektrosmog als ein aktuelles Handy. Zudem müssen Sie bedenken, dass ein Messgerät nur etwa sechs Mal täglich für etwa 50 Millisekunden sendet. Damit die Grenzwerte erreicht werden, müssten folglich mehrere Tausend Geräte in absoluter Körpernähe gleichzeitig senden – das ist nahezu ausgeschlossen, sodass Sie bei der Verwendung eines Funkmessgerätes keine Angst bezüglich elektromagnetischer Strahlung haben müssen.

Vorsichtsmaßnahmen für Funkmessgeräte

Da es bisher keine relevanten Studien über die Auswirkungen von elektromagnetischer Strahlung gibt, kann davon ausgegangen werden, dass die gesetzten Grenzwerte relativ willkürlich sind. Auch wenn die Strahlung eines Funkmessgerätes deutlich geringer ist als die eines Smartphones, ist eine Schädigung dennoch nicht komplett auszuschließen. Vor allem dann, wenn Ihnen die Nutzung Sorgen macht, sollten Sie bestimmte Verhaltensregeln beherzigen, wenn Sei Ihr Funkmessgerät benutzen.

Generell sollten Sie das Funkmessgerät nur dann einschalten, wenn Sie es tatsächlich nutzen wollen. Wenn Sie über einen längeren Zeitraum nicht funken, dann schalten Sie Ihr Gerät besser ab. Wenn Sie besonders vorsichtig sein wollen, dann sollten Sie Ihr Funkmessgerät vor allem nachts ausschalten. Eine zusätzliche Sicherheitsstufe bietet es auch, das Funkmessgerät in einigem Abstand vom Körper aufzubewahren. Sie sollten beispielsweise nicht direkt neben dem Gerät schlafen. Auch wenn es reizvoll ist, bequem vom Bett aus zu funken – besser ist es, im Interesse Ihrer Gesundheit das Funkgerät mit allem Zubehör nicht direkt auf dem Nachttisch aufzubauen.

Die meiste Strahlung geht von der Antenne des Funkmessgerätes aus. Von dort wird die Strahlung beim Senden in alle Richtungen abgegeben. Besonders bis zu einem Abstand von 30 Zentimetern sind Sie diesem elektromagnetischen Feld direkt ausgesetzt. Um sicherzugehen, dass Sie Ihren Körper optimal schützen, sollten Sie das Gerät in etwa einem halben Meter Abstand zu Ihrem Körper halten.

Elektromagnetische Strahlung im direkten Umfeld minimieren

Wenn Sie sich wegen der elektromagnetischen Belastung in Ihrem direkten Umfeld sorgen, dann ist es am besten, die Strahlung weitestgehend zu minimieren. Empfehlenswert ist es in jedem Fall, das eventuell vorhandene WLAN-Netzwerk über Nacht auszuschalten. In der Zeit, in der Sie schlafen und Ihr Körper Melatonin produzieren soll, sollte frei von diesen Strahlungswellen sein; zudem spart diese Maßnahme Strom. Ebenso sollten Sie alle Stand-by-Geräte ausschalten, am besten verwenden Sie Steckdosenleisten, die sich komplett abschalten lassen. Über Nacht sollten alle Geräte, auch der PC und der Fernseher, ausgeschaltet werden. Auch das Handy sollte über Nacht abgeschaltet sein und vor allem nicht auf dem Nachtisch liegen, um als Wecker-Ersatz genutzt zu werden.

Am wertvollsten ist allerdings der Tipp, Ihre direkte Schlafumgebung am besten komplett frei von allen elektronischen Artikeln zu halten. Auf diese Weise sorgen Sie für einen gesunden Schlaf, bei dem Ihr Körper ungestört regenerieren kann.

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