Wie erkennt man die Echtheit von Hildesheimer Rose-Besteck?

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Wie erkennt man die Echtheit von Hildesheimer Rose-Besteck?

Das Besteck "Hildesheimer Rose" kam in den 20er-Jahren des letzten Jahrhunderts groß raus. Zu der Zeit wurde dieses Besteck aus vollem Silber einzeln und in Handarbeit gefertigt. Vor allem die Manufakturen in Pforzheim und Hanau stellten dieses Besteck her. Den Namen hat es vom berühmten tausendjährigen Rosenstock in Hildesheim. Dementsprechend teuer war es – und dementsprechend begehrt ist es heute. Woran ist aber zu erkennen, dass es sich tatsächlich um ein Original-Besteck aus dieser Zeit handelt?

 

Hier ist ein Durchbruch nicht negativ zu sehen

Beim echten Hildesheimer-Rose-Besteck wurde für jedes Teil eine extra Form angefertigt. Die Bestecke wurden von Hand gegossen. Der Griff wurde von Hand nachgearbeitet, entgratet und geschwärzt. Das kann dem Besteck angesehen werden. Kein Teil wird haargenau wie das andere aussehen. Kleinere Macken sind "produktionsbedingt". Die Rose am Griff weist oftmals einen Durchbruch auf. Ausnahmsweise stellt dies keinen Makel dar, sondern bezeugt, dass es sich um ein Besteck aus Alt-Silber handelt. Die Kunst der Schwärzung bestand darin, der Rose, am Griff des Bestecks, ein plastisches Aussehen zu verleihen.

 

Stempel geben Aufschluss über den Silbergehalt beim Besteck

Aufgrund der Beliebtheit wurde das Besteck nach Gründung der BRD maschinell gefertigt. Nun wurden die Teile gepresst und waren nur noch versilbert. Hier zeigen sich die Unterschiede in den Stempeln. Antik-Silber erhielt die Punze 800 oder 835. Seltener gibt es eine 830 oder 925 zu sehen. Je höher die Zahl, umso mehr Silber ist in der Legierung enthalten. Findet sich gar kein Stempel, muss das nicht heißen, dass das Besteck "aus Blech" ist: Früher wurden nur die größeren Besteckteile, zum Beispiel Tortenheber, gestempelt. Die versilberten Hildesheimer-Rose-Bestecke aus der Fabrik erhalten den Stempel 90 oder 100.

Bei neueren Bestecken mit der Hildesheimer Rose wird zudem das Dekor der Rose nicht mehr so schön ausgearbeitet. Eine Schwärzung kommt nur noch teilweise vor.

 

Kommen Zweifel auf, immer einen Fachmann fragen

Wer sich nun nicht sicher ist, mit welchem Alter und welcher Legierung des Hildesheimer-Rose-Bestecks er es zu tun hat, sollte sich nicht scheuen, das Besteck bei einer Scheideanstalt oder einem An-und Verkauf schätzen zu lassen. Die Fachleute werden einen minimalen Teil vom Besteck schmirgeln und anhand einer Lösung den Silbergehalt bestimmen. Ratsam ist es immer, mehrere Angebote einzuholen, um den maximalen Wert zu ermitteln.

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