Wie erkenne ich Natur-Bernstein?

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Bernsteintest Echtheitstest

Natur-Bernstein Test

Wie erkenne ich Natur-Bernstein?
Wichtig: "Echt-Bernstein" hat meist nichts mit Naturbernstein zu tun!
Sogenannter "Echter Bernstein" darf auch stofflich veränderter Bernstein sein!
Nur NATUR Bernstein ist wirklich unverändert!


Bernsteinsammler und Bernsteinschmuck-Händler können oft schon auf auf Anhieb Natur-Bernstein von sehr ähnlich aussehendem Gestein (Flint) unterscheiden. Im verarbeiteten Zustand helfen optische Instrumente echten Bernstein von billigen Imitationen und Kopal zu unterscheiden. Für den nicht ganz so gut ausgerüsteten Bernstein-Freund gibt es dennoch eine Reihe von einfachen Methoden, echten Natur Bernstein zu bestimmen.

Bernsteine schwimmen in Salzwasser

Bernstein hat die Eigenschaft in reinem Süßwasser sofort zu Boden zu sinken. In einer gesättigten Kochsalzlösung schwimmt der Bernstein auf Grund seines geringeren spezifischen Gewichts an der Wasseroberfläche. Allerdings haben auch manche Kunststoffe etwa das spezifische Gewicht von Bernstein und können so ebenfalls an der Oberfläche schwimmen. Im Zweifel sollten Sie noch weitere Tests durchführen, um ein zuverlässiges Ergebnis zu erhalten.

(160g Salz in 1 Liter Wasser)

Bernstein
Bißtest

Steine, Glas und gelb schimmernde Quarze haben eine deutlich härtere Oberfläche als Bernstein. Beißt man auf Bernstein, kann man die weichere Oberfläche deutlich spüren. Außerdem klingt Bernstein im Moment des Zubeißens dumpf. Glas und Stein klingen wesentlich klarer und heller. Aber wie gesagt, diese Methode ist im Hinblick auf eine evtl. Zahnbehandlung mit Vorsicht zu genießen!
Testen auf eigene Gefahr!

Der Bernstein
Elektrostatik-Test

Bernstein hat die Eigenschaft sich bei Reibung an Kunstoffen oder Wolle elektrisch aufzuladen (elektron = griechisch: Bernstein). Dadurch bleiben an der Oberfläche kleine Papierschnipsel, Stoffasern, oder Wolle "kleben". Allerdings sind für diesen Test größere Stücke Bernstein notwendig.

Der Ritz-Test

Mit einer Härte von 2 - 2,5 ( nach MOHS) ist Bernstein ein eher weiches Material. Mit einer Stecknadel ist es möglich eine Furche in die Oberfläche des Steins zu ritzen. Bei Schmuckstücken kann dies an einer versteckten Stelle erfolgen. Glas und Stein sind wesentlich härter als echte Bernsteine und widerstehen dem Ritzen.

Der Geruchs-Test

Eine Möglichkeit ist das Reiben von Bersteinen gegeneinander. Der Geruch ist harzig und aromatisch. Eine andere Möglichkeit ist das Verbrennen. Bernstein brennt mit heller Flamme und rußt sehr stark. Nun wird man speziell Schmuckstücke oder kleine Bernsteine nicht verbrennen wollen. Hier erhitzt man eine Nadel und sticht diese dann in den Bernstein (bei Bernsteinschmuck natürlich an einer unauffälligen Stelle). Der aufsteigende Geruch ist aromatisch harzig. Kunstoffe riechen sehr unangenehm (stechend), Kopal erinnert an den Geruch von Arzneimitteln.

Der Äther-
Bernstein -Test

Achten Sie bei dieser Methode auf gute Durchlüftung des Raumes oder arbeiten sie im Freien! In jeder Apotheke können Sie sich kleine Mengen Äther abfüllen lassen. Für den Test träufeln Sie Äther auf ein Wattebäuschchen oder Baumwollstoff und legen es auf die Oberfläche des Bernsteins. Kopale und andere Harze weichen innerhalb kürzester Zeit auf und werden schmierig und klebrig. Die Stelle an der der Äther mit dem Kopal oder Harz getränkt wurde, quillt gallertartig auf. Bei kurzer Einwirkungsdauer ist Bernstein hingegen wesentlich widerstandsfähiger, auch nach längerer Einwirkungszeit ist nur die Oberfläche angegriffen.
Mit dem Äther-Test ist es auch möglich, Echtbernstein (Preßbernstein) von Naturbernstein zu unterscheiden. Da das Materialgefüge durch den Verarbeitungsprozess verändert wurde, zeigen Preßbernsteine nach Benetzung mit Äther eine matte klebrige Oberfläche. Bei längerer Einwirkungszeit wird der Preßbernstein teigig und weich.

 

                                                                                                 

 

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