Wie der Ford zum Taunus wurde: die Geschichte des Ford Taunus

Mag ich anklicken, wenn dieser Ratgeber hilfreich war

Wie der Ford zum Taunus wurde: die Geschichte des Ford Taunus

Der Ford Taunus hat eine lange Tradition. Schon 1939 liefen die ersten dieser Mittelklassewagen der Ford-Werke Köln aus der Fertigung. Mit Unterbrechungen sollte Ford den Namen Taunus als Marke bis in die 1980er-Jahre führen. Neben diesem Mittelklassewagen wurden Fabrikate der oberen Mittelklasse und ein Lieferwagen unter der Marke Taunus geführt.

 

Der Autobauer Ford – Modelle mit einer Vorliebe für Mittelgebirge

Den Ford Eifel gab es vor dem Taunus. Der Taunus sollte eigentlich die Lücke zwischen dem Kleinwagen Eifel und dem der oberen Mittelklasse angehörenden Ford V8 schließen. Schlussendlich trat der Taunus jedoch die Nachfolge des Eifels an. 1938 wurde mit der Konstruktion begonnen, 1939 wurde die Limousine auf den Markt gebracht. Das Auto hieß Ford Taunus G39A und glich vom Aussehen ein wenig dem Lincoln-Zephyr. Beim ersten Taunus wurde die Karosserie mit dem Chassis verschweißt. Wie sein Vorgänger wurde dieser Ford mit Starrachsen vorn und hinten ausgerüstet. Auch die Querblattfedern blieben. Der Zweitürer bekam hydraulische Bremsen. Das NS-Regime erlaubte den 45 PS Motor nicht, weshalb der Eifelmotor mit 34 PS wieder zum Einsatz kam.

Den größten Unterschied zu den anderen Ford-Modellen machte das Buckelheck aus, weshalb der G39A auch „Buckeltaunus“ genannt wurde.

Nach dem Krieg kam 1948 das verbesserte Modell G73A auf den Markt. Auf der Export Messe Hannover wurde es der Öffentlichkeit vorgestellt. Ab 1950 gab es den Ford Spezial mit Vierganggetriebe, verchromtem Kühler und Blinkern.

 

Alles was beliebt ist, bekommt Kosenamen - so auch der Taunus

Ab 1952 wurde die erste neue Konstruktion der Ford-Werke nach dem Krieg verkauft. Die Baureihe Ford Taunus G13, beziehungsweise 12M, bekam den Kosenamen „Weltkugel“. Das lag daran, dass als Kühlerfigur eine kleine Weltkugel gewählt wurde. Der 12M hatte wieder ein Dreiganggetriebe. Die PS stiegen auf 38. Das 'M' steht übrigens für Meisterstück. Die Räder vorn wurden einzeln aufgehängt, während hinten weiterhin die Starrachse zum Einsatz kam. Es blieb im ersten Jahr bei einem Zweitürer. Das Vierganggetriebe wurde erst ein Jahr später gegen Aufpreis wieder angeboten. Zudem gab es ab 1953 den dreitürigen Kombi. Das Cabriolet kam schon im Dezember 1952 auf den Markt, wahlweise als Zwei- oder Viersitzer.

 

Der zweite Bruch in der Historie des Ford Taunus

Bis 1967 wurden fleißig weitere Modelle der Marke Taunus, auch in der oberen Mittelklasse, fabriziert. Mit der Einführung des P7 hatte der Name „Taunus“ vorerst ausgedient. Von da an galten die Bezeichnungen Ford 17M usw. Drei Jahre darauf wurde der Markenname „Taunus“ jedoch wieder aufgegriffen. Bis zum Jahr 1982 produzierten die Ford-Werke Köln den Ford Taunus TC. Den Taunus TC gab es mit Vierzylinder-Reihenmotor oder Sechszylinder-V-Motor. Zudem wurde vom Frontantrieb auf den Hinterradantrieb gewechselt. Nach 1982 löste der Ford Sierra den Taunus endgültig ab.

Möchten Sie Ihr Wissen weitergeben? Erstellen Sie Ihren eigenen Ratgeber… Verfassen Sie einen Ratgeber
Weitere Ratgeber erkunden