eBay
  • WOW! Angebote
  • Jetzt shoppen

Wie Windows entstand – eine Erfolgsgeschichte

eBay
Von Veröffentlicht von
Wie Windows entstand – eine Erfolgsgeschichte
. Aufrufe . Kommentare Kommentar
Wie Windows entstand – eine Erfolgsgeschichte

Der Geschäftserfolg von Microsoft beruht in erster Linie auf dem Siegeszug des Betriebssystems Windows. Windows gehört zu den tragenden Pfeilern der Gesellschaft und machte den Chef des Konzerns, Bill Gates, zu einem der solventesten Männer der Erde. Für Gates und seine Mitarbeiter begann vor einem Vierteljahrhundert mit Windows 1.0 ein Konkurrenzkampf gegen die Zeit und gegen mit den unterschiedlichsten Produkten antretenden Wettbewerber. Auch in unseren Tagen zählt Windows zu den wichtigsten Produkten im Geschäftsmodell von Microsoft und stellt die "Cash cow" des Unternehmens dar. Microsoft erwirtschaftete mit Windows derzeit etwa ein Drittel seines Umsatzes, was rund zwei Drittel des Gewinns entspricht. Über 90 Prozent aller Computer auf der ganzen Welt laufen mit einer der unterschiedlichen Windows-Versionen.

Microsoft – ein Weltkonzern

Die Microsoft Corporation ist ein multinationaler Software- und Hardwareproduzent, der mit über 94.000 Mitarbeitern einen Umsatz von mehr als 73 Milliarden US-Dollar erwirtschaftet. Der Firmensitz befindet sich in Redmond, einem Vorort von Seattle im US-Bundesstaat Washington. Wichtigste Produkte des Konzerns sind sein Betriebssystem Windows und seine Büro-Software Office mit verschiedenen Anwendungen wie Word, Excel oder Outlook. Paul Allen und Bill Gates gründeten das Unternehmen am 4. April 1975. Der Firmenname Microsoft, zunächst Micro-Soft, steht für Microcomputer-Software. Ende der 70er Jahre stellten sich erste Erfolge mit einem BASIC-Interpreter ein. Bereits 1981 präsentierte die Gesellschaft das Betriebssystem MS-DOS, dessen Entwicklung Microsoft im Auftrag von IBM vorgenommen hatte. In den 80er Jahren wurden der IBM-PC und dessen Nachbauten auf PC-Basis in erster Linie mit dem DOS-Betriebssystem ausgestattet. In den 90er Jahren gelang Microsoft der Durchbruch – die Büro-Software Office sowie das grafische Betriebssystem Windows erreichten die Marktführerschaft.

Positionierung auf dem Markt, Geschäftszahlen

Verglichen mit dem großen Erfolg der Software-Produkte verzeichnete Microsoft bei anderen Produkten wie der Spiele-Konsole Xbox oder dem Musikspieler Zune allerdings nur eine geringere Verbreitung. Darüber hinaus ist Microsoft mit den Produkten Windows Phone, Xbox 360 und Hotmail in der Dienstleistungsbranche und im Unterhaltungsbereich tätig. Wie die Financial Times in Umfragen ermittelte, ist Microsoft nach der Meinung zahlreicher meinungsbildender Personen und Institutionen nach General Electric das bedeutendste Unternehmen der Welt. Darüber hinaus zählt der Konzern zu den wirtschaftlich erfolgreichsten Aktiengesellschaften. Im ersten Quartal des Jahres 2006 belief sich beispielsweise die Umsatzrendite auf beeindruckende 35 Prozent. Daneben wurde Microsoft mehrfach, unter anderem auch von der Europäischen Kommission, als bester Arbeitgeber in Deutschland ausgezeichnet. Wegen des großen Einflusses der Computertechnik und aufgrund der marktbeherrschenden Stellung von Microsoft auf dem Desktop-Markt sind auch Einflüsse auf andere Bereiche des Lebens festzustellen. So lassen sich etwa Einwirkungen auf den Arbeitsmarkt oder die Sprache nicht verleugnen.

Während noch im Geschäftsjahr 2002 bei einem Umsatz von 28.370 Millionen US-Dollar ein Gewinn von 5.360 Millionen US-Dollar erwirtschaftet wurden, verzeichnete der Konzern bereits im Geschäftsjahr 2012 einen Umsatz von 73.720 Millionen US-Dollar sowie einen Gewinn von 16.980 Millionen US-Dollar.

Erste Schritte mit Windows - wie alles begann

Als vor etwa einem Vierteljahrhundert die äußerst erfolgreiche Geschichte des PCs in zahlreichen Haushalten der Erde begann, hatte nicht zuletzt ein relativ einfaches Betriebssystem einen erheblichen Anteil an diesem Aufstieg. Das damals noch kleine Softwareunternehmen Microsoft stellte 1985 mit Windows 1.0 die erste Benutzeroberfläche, die sich grafischer Strukturen bediente, für das eigene Betriebssystem MS-DOS vor. Anfangs lediglich als Erweiterung des Betriebssystems vorgesehen, stellte sich Windows recht bald als einer der wichtigsten Meilensteine eines beispiellosen wirtschaftlichen Erfolgs dar. Mit Unterstützung von Windows konnten Anwendungen auf MS-DOS-Rechnern mit der Maus bedient werden und steigerten die Attraktivität der digitalen Welt auch für private Nutzer erheblich. Jedoch entfachte vor 25 Jahren ein Wettkampf um die Zeit um die erste grafische Oberfläche für die Nutzung von PCs. In der Regel wurden in der damaligen Zeit Personal Computer in Betrieben verwendet. Bill Gates erkannte wohl als einer der Ersten, dass eine grafische Oberfläche, die im Englischen graphic user interface (GUI) genannt wird, erforderlich sei, damit der PC in Zukunft in allen Büros der Welt Einzug halten konnte.

Um den Computer überhaupt bedienen zu können, mussten die Nutzer unter Microsofts erstem Betriebssystem MS-DOS bereits über bestimmtes technisches Wissen verfügen. Günstig waren grundsätzliche Erfahrungen in der Programmiersprache Basic. Jedoch hatte die erste Version von Windows relativ wenig Ähnlichkeit mit den grafischen Oberflächen, wie sie sich heute längst in der Praxis durchgesetzt haben. Die ersten Versionen der Software waren langsam, umständlich und wurden von lediglich von wenigen Anwendungen unterstützt. Wenn der Anwender beispielsweise ein kleines Programm wie den Taschenrechner starten wollte, musste nach der hierfür benötigten Datei zunächst im Hintergrund des Betriebssystems gefahndet und anschließend in der Befehlszeile gestartet werden.

Erst mit der Kooperation mit IBM begann der kometenhafte Aufstieg von Microsoft. 1980 benötigte IBM wegen eines schläfrigen Aufbruchs in das Geschäft mit den Homecomputern für ihren IBM-PC möglichst schnell ein Betriebssystem. Mit diesem Anliegen wandte sich IBM an Microsoft. Zu dieser Zeit besaß Microsoft allerdings kein eigenes Betriebssystem und Gates schickte die IBM-Leute zu Digital Research. Da aber der Elektronik-Konzern auch mit Digital Research keine Übereinkunft fand, wandte sich IBM über Umwege erneut an Microsoft. Schließlich wurde einen Vertrag über 186.000 US-Dollar für ein Betriebssystem abgeschlossen, das heutzutage als Grundstein für den Erfolg von Microsoft angesehen werden kann – eine Übereinkunft von historischer Bedeutung, was wohl keiner der damals Beteiligten ahnte.

Verox als Initiator von Windows

Die Idee eines Betriebssystems, das mithilfe einer grafischen Oberfläche bedient werden konnte, war bei ihrer Veröffentlichung revolutionär – der Grundgedanke stammte allerdings nicht von Microsoft. Schon zwei Jahre früher, nämlich 1983, hatte Apple-Gründer Steve Jobs mit dem Apple Lisa einen der ersten Computer mit grafischer Oberfläche in den Handel gebracht. Allerdings war das Gerät recht kostspielig und konnte schon aus diesem Grunde lediglich wenige Computer-Begeisterte für sich gewinnen. Immerhin war die Idee geboren, die Schlacht um eine praktikable Lösung konnte beginnen. Bei ihrer Entwicklung der grafischen Oberfläche hatten sich Steve Jobs und seine Mitarbeiter bei Apple von ihren Studien am weltbekannten Forschungszentrum Xerox Parc in Kalifornien inspirieren lassen. In diesen Labors entstanden die grundsätzlichen Überlegungen zu einer grafischen Benutzeroberfläche für PCs. Schon in den 70er Jahren wurde hier der Xerox Alto für Forschungszwecke entwickelt. Xerox gab jedoch die Arbeit an diesem Projekt frühzeitig auf, nachdem der erste kommerzielle Computer des Konzerns, der Xerox Star, 1981 sich als wirtschaftlicher Misserfolg herausstellte.

Das erste Windows kommt zwei Jahre nach der Ankündigung

Zwei Jahre, bevor die Software überhaupt fertiggestellt war, kündigte Bill Gates im 1983 auf einer Computermesse in Las Vegas sein Windows 1.0 an, da er durch Apple unter Zugzwang geraten war. Allerdings dauerte es noch fast zwei Jahre bis Microsoft Windows in der ersten Version auf den Markt brachte. Zwischenzeitlich konnte Konkurrent Apple den ersten Macintosh-Rechner auf dem Markt vorstellen.

Apple verliert langwierigen Rechtsstreit gegen Microsoft

Ohne irgendwelche Zweifel aufkommen zu lassen, nahm Bill Gates sich für sein Windows die Oberfläche von Apples Macintosh als Vorbild. Gates konnte die Anwälte Apples eine gewisse Zeit davon abhalten, gegen ihn vorzugehen, weil Microsoft für Apple dringend benötigte Mac-Anwendungen zur Verfügung stellte. 1988, in dem Jahr kurz nachdem Microsoft mit der nächsten verbesserten Version, dem Windows 2.03, auf dem Markt erschien, verklagte Apple seinen Konkurrenten aufgrund von Verstößen gegen das Urheberrecht. Schließlich unterlag Apple 1994 in dem über Jahre erbittert geführten Rechtsstreit, schon deswegen, weil Apple selbst in den 80er Jahren bei Xerox geistigen Diebstahl begangen hatte. Eine Normalisierung von beiden Unternehmen fand erst im Sommer 1997 statt. Damals suchte der zu Apple zurückgekehrte Jobs um Hilfe bei Microsoft nach, um die in Schwierigkeiten geratene Gesellschaft wieder zurück in die „schwarzen Zahlen“ zu führen. Selbst Jahre später machte sich Apple über seinen Wettbewerber und dessen Hang zu Urheberrechtsverletzungen zum Beispiel in ironisch ausgerichteten Werbeanzeigen lustig.

Windows 95 bedeutet den endgültigen Durchbruch

Als 1985 Windows 1.0 auf den Markt kam, gab es auf dem gesamten Erdball nur sechs Millionen Personal Computer. 1990, also rund fünf Jahre später, gelang Bill Gates und seinem Unternehmen ein erster Erfolg mit Windows 3.0. Microsoft erreichte den endgültigen Durchbruch weitere fünf Jahre später mit Windows 95. Mit dieser neuen Version des Betriebssystems konnten Peripheriegeräte wie Scanner oder Drucker deutlich einfacher anschlossen werden. Trotzdem kamen die Anwender meist nicht ohne umständliche Installation der entsprechenden Treibersoftware aus. In Windows 95 gab es erstmals auch einen virtuellen Papierkorb auf dem Desktop, ein Icon, das Macintosh-User längst bekannt war. Erstmalig war auch eine Verbindung zum Internet möglich. Mithilfe des Internet Explorer war der Zugang zu den Online-Diensten und dem World Wide Web geebnet.

Das am weitesten verbreitete Betriebssystem - Windows 7 und sein Nachfolger Windows 8

Nach dem rechtmäßigen Erfolg des Vorgängers Vista brachte Microsoft mit Windows 7 wieder ein erfolgreiches Produkt auf den Markt. Windows 7 wurde am 22. Oktober 2009 der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Verkaufszahlen dieser Version des Betriebssystems erreichten Rekordhöhen und liegen bei mehr als 240 Millionen Exemplaren. Kenner der Branche betrachten allerdings die weitere Entwicklung der Personal Computer immer skeptischer, da immer leistungsfähigere Smartphones und andere mobile Internetgeräten längst den Wettbewerb eröffnet haben. Die aktuellste Version ist Windows 8 kam am 26. Oktober 2012 heraus.

Der Siegeszug des Betriebssystems Windows kann mit Sicherheit als einmalig bezeichnet werden und scheint auch noch lange nicht beendet zu sein.

Verfassen Sie einen Ratgeber
Weitere erkunden
Wählen Sie eine Vorlage aus

Zusätzliches Navigationsmenü