Wie Sie schnell und einfach einen Smart suchen

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Wie Sie schnell und einfach einen Smart suchen

Aus dem modernen Stadtbild sind die Kleinwagen der Marke Smart immer schwerer wegzudenken. Wenngleich die City Cars des Tochterunternehmens der Daimler AG immer noch ein Nischendasein führen und mit allerhand Vorurteilen konfrontiert werden, so gibt es eine nicht zu unterschätzende Nachfrage nach den kleinen Gefährten. Auch wenn zwischenzeitlich neue Produkte sich als Flop herausstellten und die Mutterfirma Daimler sich gelegentlich aufgrund der Rentierbarkeit der Marke schwertut, so ist gerade das standardisierte Fortwo-Modell eine gute Alternative für den Alltagsgebrauch. Wenn Sie daher mit dem Gedanken spielen, sich für einen Smart zu entscheiden, so finden Sie im Folgenden eine Übersicht über die Marke und Ihre Eigenheiten.

Auf der Suche nach einem schnellen Stadtauto – zur Geschichte des Smart

Im Zuge steigender Spritkosten und Energiereduzierung schien das Konzept eines kleinen und effizienten City-Autos eine logischer Schritt zu sein. Bereits Anfang der 80er Jahre wurden bei Mercedes Benz erste Konzepte und Ideen zu dem Thema diskutiert. Im Laufe des Jahrzehnts entwickelten Industrie und Wissenschaft verschiedene Ideen und Konzepte, wie ein Kleinstwagen dieser Größenordnung effektiv aufgebaut werden könnte. Anfang der 90er Jahre nahm sich Nicolas G. Hayek, Gründer der Swatch-Gruppe um die gleichnamige Uhrenmarke, des Projektes an. Die von ihm gegründete Micro Compact Car AG war ein Joint Venture mit Mercedes, welche einsprangen, nachdem VW vorher abgesagt hatte. Doch nur ein Jahr nach dieser Firmengründung verließ Hayek das Projekt, da die Kosten zu hoch wurden und er sich mit Mercedes uneins über die Anwendung von Elektromotoren war.

Die Anteile gingen dann an Daimler über, die Verwaltungszentrale wurde in Böblingen ansässig. Mit Beginn des 21. Jahrhunderts wurde das Konzept des Smart ausgeweitet, neue Modelle kamen hinzu und sollten das Standardmodell Fortwo ergänzen. Doch die Kunden nahmen die neuen Modelle weniger positiv auf, als erwartet und Daimler musste auch im Zuge interner Probleme viele Smart-Verkaufsstellen schließen und neuere Produkte vom Markt nehmen. Inzwischen haben sich die Verkaufszahlen wieder erholt, das Modellspektrum und der Werbeetat sind in diesem Zusammenhang allerdings gleichermaßen gesunken.

Der Smart Fortwo als Standardmodell in verschiedenen Formen und Größen

Trotz zwischenzeitlich neuer Modelle und Konzepte bleibt der Smart Fortwo das Standardauto der Firma. Er ist das erste und auch langlebigste Projekt von Smart und wurde erstmals 1998 veröffentlicht. Bis 2004 war er noch unter der Bezeichnung „City-Coupé“ auf dem Markt erhältlich. Viel mit der ursprünglichen Idee der Swatch-Gruppe aus den frühen 90ern hat das Auto dabei nicht mehr gemein, es ist ein eigenständiges Projekt aus dem Daimler-Kosmos. Seit 2007 ist die zweite Modellgeneration auf dem Markt. Sie bietet eine komplette Überarbeitung des ursprünglichen Modells. Es gibt eine neue Motorenpalette, sowie ein Fünfganggetriebe und auch die Größe wurde leicht angepasst. Auch die Motoren sind sparsamer.

Erhältlich sind die Benziner wahlweise als 61 PS- oder als 71 PS-Variante, die Dieselvariante bringt es auf 54 PS und zeichnet sich mit 3,3 Litern vor allem als sparsam aus. Im Jahr 2012 kam es zu einer Modellpflege, die einen vergrößerten Kühlergrill und eine veränderte Frontschürze sowie kleinere Optimierungen mit sich brachte.

Das Smart Fortwo Cabrio – identische Leistung trifft auf flexible Dachgestaltung

Seit dem Jahre 2000 bietet Daimler die Fortwo-Version des Smart auch als Cabrio an. Dieses besitzt ein zu öffnendes Stoffdach und herausnehmbare Dachholmen. Das Dach des sportlichen Zweisitzers lässt sich dabei auf verschiedene Arten und Weisen öffnen. So kann es bis zur hinteren Dachkante zurückgefahren und so als eine Art erweitertes Dachfenster genutzt werden. Des Weiteren kann es auch zusammengefaltet werden und im hinteren Teil es Wagens zusammengefaltet werden. Durch das Abnehmen und Verstauen der Dachholme kann das Auto mit wenigen Handgriffen auch in puncto Look an ein klassisches Cabriolet angepasst werden. Die zweite Generation brachte 2007 ein stufenlos elektrisch herunterfahrbares Verdeck sowie eine beheizbare Glas-Heckscheibe. Die Leistungsangaben sind dabei identisch mit dem normalen Fortwo.

Sportlich aufgewertet - Die Brabus-Modelle als leistungsstarke Alternativen im handlichen Format

Das Standardmodell Fortwo und die Cabrio-Version werden darüber hinaus auch als spezielle Variante in Zusammenarbeit mit der deutschen Firma Brabus angeboten. Das Unternehmen hat sich in den letzten Jahrzehnten auf Fahrzeugtuning, vor allem für Mercedes Benz, spezialisiert. Diese Modelle sind teurer als die normalen Smarts, bieten aber deutlich mehr Power für dieses Geld. Die ursprünglichen Modelle besitzen einen leistungsgesteigerten 0,7 Liter-Motor mit 55 KW und kommen auf 75 PS. Ein spezielles Sportfahrwerk, sowie eine auf 150 km/h erhöhte elektronische Geschwindigkeitsbegrenzung sind ebenfalls Teil der Ausstattung. Und auch in Sachen Optik bekommen Sie eine deutlich sportlichere Smart-Ausführung serviert. Deutlich breitere Bereifung, spezielle Felgen, eine verbreiterte Bereifung sowie ein mittig angeordneter Sportauspuff unterstreichen den leistungsstärkeren Charakter der Maschine.

Auch der Innenraum des Wagens überzeugt mit stilvollen Ledersitzen und Sitzheizung sowie einem generell leicht gehobeneren Look. Die Brabus-Modelle der zweiten Generation wurden dabei nochmal im Bereich Leistung erhöht und kommen jetzt dank 1-Liter-Turbomotor auf 98 PS. Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h beträgt dabei lediglich 9,9 Sekunden. Vorläufiger Höhepunkt dieser Entwicklung ist die Modellpflege aus dem Jahr 2010, bei dem der Motor auf 75 kW verstärkt wurde und nun mit 102 PS daher kommt.

Produktion eingestellt, aber immer noch erhältlich – die Modelle Forfour und Roadster

Im Zuge der firmenpolitischen Neuausrichtung bremste Daimler die Anfang des 21. Jahrhunderts auftretende Smart-Euphorie deutlich und stampfte bestimmte Fahrzeugtypen ein, da diese sich nicht, wie erwartet, auf dem Automobilmarkt durchsetzen konnten. Trotz des Fokusses auf die Fortwo-Serie sind die Roadster und Forfour-Varianten immer noch auf dem Markt erhältlich, wenngleich nur in gebrauchter Form.

Der Forfour erweiterte die Smart-Reihe erstmals um einen Viersitzer. Mit 3,75 Metern ist der Fünftürer deutlich länger als sein kleiner Bruder. Hergestellt wurde der aktiv von 2004 bis 2006 unter Mitwirkung von Mitsubishi, mit dessen damaliger sechster Generation des Colt man sich technische Komponenten teilte. Die Rücksitze konnten dabei zurückgeklappt werden und boten somit Platz für bis zu 700 Liter. Anfangs gab es zwei Vierzylindermotoren mit 1,3 Litern Hubraum mit jeweils 70 kW und 95 PS, sowie einen 1,5 Liter mit 80 kW und 109 PS. Anschließend kam ein 1,1-Liter-Dreizylinder-Motor mit 55 kW und 75 PS dazu, sowie eine mit 47 kW und 64 PS. Auch zwei Dieselvarianten mit jeweils 68 und 95 PS und drei der üblichen vier Zylinder waren erhältlich. Im Segment der Kleinwagen konnte sich das Modell allerdings nicht gegen die etablierte Konkurrenz durchsetzen, sodass die Produktion nach nur zwei Jahren eingestellt wurde.

Ähnlich erging es dem zweisitzigen Roadster-Modell, welches 2003 eingeführt wurde. Innovation und formschönes Design sollten sich mit Fahrspaß paaren. Optional gab es den Roadster dabei auch als Coupé. Der Roadster kam mit Stufenheck, das Coupé hingegen mit einem vollverglasten Heckaufbau, der auch als Glaskuppel bezeichnet wurde und zusätzlichen Stauraum bot. Auch war das Modell insgesamt recht leicht und war dabei als 61- und 82-PS-Variante erhältlich. Die ebenfalls angebotene Sportvariante von Brabus kam dabei sogar auf 101 PS. Serienmäßig waren die Modelle mit ESP, ABS und mit Bremsassistent ausgestattet, Airbags für Fahrer und Beifahrer gab es dabei genauso, wie Seitenairbags in der Sitzlehne. Darüber hinaus konnte aus einer Vielzahl von zusätzlichen Komfortangeboten profitiert werden. Optional gab es so zusätzliche Scheinwerfer, verbesserte Bereifung oder Ledersportsitze. Um dauerhaft auf dem Markt zu bestehen, reichte dieses Konzept allerdings nicht aus.

Der Smart ED – die ökologische Alternative führt aktuelle noch ein Schattendasein

Der Grundgedanke der Smart-Modelle war von Anfang an, Flexibilität und Energieeffizienz zu kombinieren. Nicht umsonst beinhalteten die frühesten Pläne auch einen Elektroantrieb für den Smart, zu dem es aber im Rahmen der Planung nie wirklich kam. Doch mit zunehmendem Bedarf wurde das Konzept wieder aufgegriffen. Seit 2009 bietet Smart den Electric Drive, kurz ED, in seinem Sortiment an. Ausgerüstet mit einem 41 PS starken Elektro-Motor mit 120 Nm Drehmoment schafft der Smart ED eine Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h. Laut Hersteller hält der Akku dabei 135 Kilometer. Im regulären Verkauf ist das Auto dabei allerdings noch nicht, es kann lediglich geleast werden. Serienmäßig verfügt der Smart ED über einen 55-kW-Motor, als Brabus-Sondermodell sind auch 60 kW möglich, seit 2012 ist darüber hinaus neben der Coupéversion auch eine Cabrioletvariante erhältlich.

An einer handelsüblichen 230-V/16-A-Steckdose kann das Auto dabei mit bis zu etwa 11 A (2400 W) in einer Zeit von etwa sieben Stunden aufgeladen werden. Eine wesentlich stärkere Ladung mit bis zu 22 kW ist dabei über ein optionales Ladegerät möglich. Hierbei können die Ladeströme manuell und flexibel angepasst werden und somit auf bis zu einer Stunde reduziert werden. Per Smartphone und integrierter App lässt sich bequem der Akkustand jederzeit nachmessen und auch die nächste Ladestation lokalisieren. Die Batterien können vorerst nur gemietet werden, damit senken sich aber auch die Anschaffungskosten des Autos.

Flexibel, aber kein Alleskönner – weshalb Sie sich für oder gegen den Smart entscheiden sollten

Bevor Sie sich für einen Smart entscheiden, sollten Sie sich stets vor Augen halten, dass es sich um eine sehr spezielle Automobilform handelt, die auf spezielle Gegebenheiten angepasst ist. Die kleinen Stadtflitzer sind weniger für lange Überlandfahrten, Urlaubsreisen oder zum häufigen Transport von Gegenständen geeignet. Auch ist der Zweisitzer ein denkbar ungeeignetes Familienauto. Sollten Sie es PS-stark mögen, sind Sie hier ebenfalls an der falschen Adresse. Wenn Sie allerdings ein kleines, handliches Modell für den Stadtbetrieb suchen, mit dem man unkompliziert von A nach B innerhalb einer kurzen Strecke kommt, so dürfte das Fortwo-Modell eine gute Alternative darstellen. Und die Fähigkeit, in jede Parklücke zu kommen ist beim Smart inzwischen ebenfalls legendär. Auch die umweltschonende Fahrweise, welche in den nächsten Jahren technisch noch ausgebaut werden kann, wird dem Auto seine Berechtigung geben, wenn auch weiterhin nur als Nischenprodukt.

 
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