Wie Sie mit Leuchtmitteln Energie sparen können

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Wie Sie mit Leuchtmitteln Energie sparen können

So wird es günstig hell in der Wohnung

Dass Glühbirnen einen hohen Stromverbrauch haben (Energieeffizienzklasse G bis C) hat die EU dazu veranlasst, herkömmliche Glühbirnen, die mehr als 10 Watt Stromverbrauch haben, zu verbieten. Dank modernster Technologien gibt es inzwischen Alternativen, mit denen effektiv Strom eingespart werden kann. Dieser Ratgeber soll Ihnen die Funktionsweise von Energiesparlampen, Halogen- und LED-Lampen erklären und Ihnen damit aufzeigen, wie Sie durch den Einsatz geeigneter Leuchtmittel Strom einsparen können. Die Bewirtschaftungskosten einer Wohnung oder eines Hauses, zu denen auch der Stromverbrauch zählt, können so erheblich reduziert werden. Außerdem ist das Verwenden energieeffizienter Leuchtmittel ein aktiver Beitrag zum Umweltschutz. Die Tatsache, dass viele dieser Leuchtmittel teurer sind als herkömmliche Glühbirnen, wird sowohl durch die Energieeinsparung als auch durch die Langlebigkeit amortisiert. Die effektive Stromersparnis gegenüber herkömmlichen Glühbirnen liegt bei einer Halogenlampe bei etwa 20 bis 30 Prozent. LEDs und Energiesparlampen, kurz ESL genannt, sparen in diesem Vergleich sogar bis zu 80 Prozent Strom ein. Während normale Glühbirnen eine Lebensdauer von etwa 1.000 Stunden hatten, verdoppelt sich diese bei Halogenlampen. LEDs und Energiesparlampen haben eine Brenndauer von 15.000 Stunden und mehr. Dabei ist die Leuchtkraft von Halogen-, LED- oder Energiesparlampen mindestens genauso hoch wie bei der herkömmlichen Glühbirne. Leuchtmittel der unterschiedlichsten Art finden Sie bei eBay unter der gleichnamigen Kategorie.

Darauf sollten Sie beim Kauf von energieeffizienten Leuchtmitteln achten

Zunächst einmal ist es wichtig, dass die neue Strom sparende Lampe genauso hell ist, wie die zuvor verwendete herkömmliche Glühbirne. Die Helligkeit einer Lampe wird in der Einheit Lumen gekennzeichnet. Diese Angabe ist auf jeder Verpackung angegeben. Manche Hersteller geben auf der Lampenverpackung auch ausdrückliche Hinweise darauf, wie der direkte Vergleich von Leuchtstärke und Stromverbrauch gegenüber einer herkömmlichen Glühbirne ausfällt. Geht man von einer herkömmlichen Glühbirne mit einem Stromverbrauch von 25 bis 40 Watt aus, erzeugt diese eine Helligkeit zwischen 300 und 400 Lumen. Die Halogenlampe benötigt für diese Helligkeit etwa 28 Watt, die Energiesparlampe nur etwa fünf bis acht Watt und eine LED-Lampe erreicht 400 Lumen mit einem Stromverbrauch zwischen drei und sechs Watt.

Ein weiteres Kriterium, das bei der Auswahl der richtigen Stromsparlampe ausschlaggebend ist, ist die Schaltfestigkeit. In Treppenhäusern oder bei einer Beleuchtung mit Bewegungsmeldern wird die Lampe im Vergleich zur normalen Wohnraumbeleuchtung wesentlich öfter an- und ausgeschaltet. Hier sollte beim Kauf darauf geachtet werden, dass eine möglichst hohe Zahl von Schaltzyklen angegeben ist. Schaltfeste Energiesparlampen leiden wesentlich weniger unter dem häufigen An- und Ausschalten. Bei nicht schaltfesten Lampen verringern hohe Schaltzyklen die Lebensdauer. Angaben über die Schaltfestigkeit - beziehungsweise die Höhe der Schaltzyklen während der Lebensdauer - sind ebenfalls auf der Lampenverpackung zu finden. Während Halogen- oder LED-Lampen sofort die notwendige Helligkeit bereitstellen, benötigen Energiesparlampen eine gewisse Anlaufzeit, weil sie vorglühen. Auch die notwendige Vorlaufzeit ist auf der Verpackung angegeben. Je niedriger der Sekundenwert ist, umso rascher hat die Energiesparlampe ihre volle Helligkeit erreicht. Sollen Energiesparlampen im Außenbereich eingesetzt werden, muss darauf geachtet werden, dass sie temperaturbeständig sind. Für eine Außenbeleuchtung sollten nur Leuchtmittel verwendet werden, die laut Verpackungsaufdruck dafür geeignet sind.

Die Lichtfarbe bestimmt das Ambiente

Als die ersten Energiesparlampen auf den Markt kamen, haben viele Verbraucher bemängelt, dass sie ein kaltes Licht erzeugen. Dieser Nachteil ist inzwischen vollständig ausgeglichen. Sowohl Energiesparlampen als auch Halogen- oder LED-Leuchtmittel sind in verschiedenen Farbtönen erhältlich und erzeugen heute auch warmes Licht, wie man es von den herkömmlichen Glühbirnen gewohnt ist. Die Angabe, welche Lichtfarbe die einzelnen Leuchtmittel haben, erfolgt in Kelvin auf der Lampenverpackung. Je höher der Wert in Kelvin ist, umso kälter wirkt das Licht. Das Licht, das wir von einer herkömmlichen Glühbirne gewohnt sind, wird bei den neuen Leuchtmitteln mit der Lichtfarbe warmweiß bezeichnet. Eine kleine Richtlinie, wie hoch der Kelvin-Wert für die unterschiedlichen Beleuchtungssituationen sein sollte, wird Ihnen helfen, die richtige Wahl zu treffen.

Warmes Licht, das für eine gemütliche Wohnraumbeleuchtung geeignet ist, sollte eine Farbtemperatur haben (Farbbezeichnung: warmweiß), die 3.300 Kelvin nicht übersteigt. Bis zu 5.300 Kelvin (Farbbezeichnung: neutralweiß) erzeugen neutrales helles Licht. Wer für Arbeitsbereiche sehr klares Licht benötigt, wählt Leuchtmittel ab 5.300 Kelvin (Farbbezeichnung: tageslichtweiß). Neben der Lichtfarbe ist in manchen Bereichen auch die Farbwiedergabe beziehungsweise die Farbtreue von Leuchtmitteln gefragt. Das gilt besonders dort, wo zum Beispiel Bilder beleuchtet werden und natürlich nichts von ihrer Farbintensität verlieren sollten, wenn das Licht angeschaltet wird. Die Farbwiedergabe beziehungsweise Farbtreue wird auf der Packung in Ra angegeben. Der beste Ra-Wert ist 100 und wird zurzeit nur von Halogenstrahlern erreicht. Energiespar- und LED-Leuchten liegen bei einem RA von etwa 80 bis 85. Es gibt aber auch schon Hersteller, die Kompaktleuchtstofflampen oder LEDs mit einem Ra von über 90 Prozent auf den Markt bringen. Ebenfalls auf der Verpackung finden Sie Angaben dazu, wie die optimale Umgebungs- und Betriebstemperatur für die jeweiligen Leuchtmittel aussieht. Ganz wichtig beim Kauf von Energiesparlampen, Halogen- oder LED-Lampen sind natürlich auch die Angaben zur geeigneten Lampenfassung, den Lampenabmessungen und die Art und Weise, wie verbrauchte Leuchtmittel umweltgerecht entsorgt werden können.

Die umweltgerechte Entsorgung von Energiespar- und LED-Leuchten

Grundsätzlich gehören verbrauchte Leuchtmittel nicht in den Hausmüll. Energiesparlampen enthalten Quecksilber, das beim Zerbrechen der Leuchtmittel im Hausmüll freigesetzt würde. Deshalb sollten auch bereits zerbrochene Lampen auf gar keinen Fall in der normalen Mülltonne landen. Außerdem beinhalten sowohl die Vorschaltgeräte von Leuchtstofflampen als auch LED-Lampen eine sehr komplexe Elektronik, die dem Recycling zugeführt werden sollte. Energiesparlampen, Leuchtstoffröhren und LED-Lampen sollten also zum Wertstoff- oder Recyclinghof gebracht werden. Dort werden sie kostenlos angenommen. Einige Geschäfte, in denen man moderne Leuchtmittel kaufen kann, bieten ebenfalls eine kostenlose Rücknahme von beschädigten Lampen an. Genauere Hinweise zur umweltgerechten Entsorgung sind auf der Verpackung zu finden oder können in einem Leitfaden zur Vorgehensweise nach dem Bruch von Kompaktleuchtstofflampen des Umweltbundesamtes nachgelesen werden.

Die unterschiedlichen Formen und Funktionen von Halogenleuchtmitteln

Halogenlampen sorgen für brillantes Licht, sparen Strom und sind in drei verschiedenen Arten erhältlich. Allerdings lässt sich nur eine Form der Halogen-Lampen in normale Leuchten einschrauben. Dabei handelt es sich um Hochvolthalogen-Leuchtmittel, die keinen zusätzlichen Trafo benötigen. Sie sind in der Form von herkömmlichen Glühbirnen erhältlich und für die unterschiedlichsten Lampenfassungen geeignet. Die Stromersparnis gegenüber einer Glühbirne liegt hier zwischen 20 und 30 Prozent. Niedervolthalogenlampen benötigen auf jeden Fall einen Trafo. Dieser transformiert die normale Netzspannung von 230 Volt auf 12 Volt herab. Der Trafo ist ein kleines Vorschaltgerät, das entweder direkt in die Leuchte eingebaut ist oder in der Decke oder an einem Schienensystem platziert werden kann. Die Stromersparnis bei Niedervolthalogenlampen liegt bei etwa 60 Prozent im Vergleich zur Glühbirne. Diese Niedervolthalogenlampen sind als Stecklampe oder als Reflektor auf dem Markt und können nicht in herkömmlichen Glühbirnenfassungen verwendet werden. Die neueste Technologie bei Halogenlampen bezeichnet man als IRC-Niedervolthalogen-Lampen. Das IRC steht dabei für „Infrared-Coating“, also eine Infrarotbeschichtung des Leuchtmittels. Bei gleichem Verbrauch liefern IRC-Niedervolthalogen-Lampen die doppelte Lichtleistung einer herkömmlichen Glühbirne. Die Lebensdauer ist nahezu doppelt so hoch wie bei normalen Niedervolthalogenlampen. Das besondere an der IRC-Technik ist, dass die Wärme, die erzeugt wird, nicht verpufft, sondern in das Leuchtmittel zurückgeführt und wieder in Energie umgewandelt wird. Jede konventionelle Niedervolthalogenlampe kann gegen die neuen IRC-Lampen ausgetauscht werden. Für herkömmliche Glühbirnenfassungen sind aber auch sie nicht geeignet.

Die Beleuchtung mit LED-Lampen

LED steht für den Begriff Licht emittierende Diode und LEDs sind schon lange bekannt als Statusanzeigen an diversen technischen Geräten wie zum Beispiel bei Digitaluhren, Fernsehern, Computern oder Radioweckern. Inzwischen ist es möglich, die LED-Technologie auch bei der Wohnraumbeleuchtung einzusetzen. Nahezu alle bekannten Lampenhersteller führen inzwischen LEDs in ihrem Programm. LED-Lampen zeigen die höchste Energieeffizienz aller bekannten Leuchtmittel. Sie geben keinerlei Strahlung ab, entwickeln keine Wärme und bleichen keine Farben aus. Außerdem enthalten LED-Lampen kein giftiges Quecksilber, wie es bei Energiesparleuchten der Fall ist. Um herauszufinden, wie man die Helligkeit gegenüber einer herkömmlichen Glühbirne einschätzen kann, multipliziert man die Watt-Zahl der LED-Lampe mit der Zahl vier. Eine LED-Lampe mit sieben Watt entspricht also einer herkömmlichen Glühlampe von etwa 30 Watt. Inzwischen sind sogenannte Hochleistungs-LEDs verfügbar, die 10 bis 100 Mal mehr Helligkeit liefern wie eine Glühbirne, aber nicht mehr Strom verbrauchen als die gebräuchlichen LEDs.

Die Lebensdauer von LED-Lampen liegt im Durchschnitt bei etwa 20.000 bis 25.000 Stunden Brenndauer. Bei einer durchschnittlichen Brenndauer von drei Stunden täglich entspricht dies einer Haltbarkeit von etwa 20 Jahren. LEDs sind in unterschiedlichen Farben erhältlich. Moderne Leuchten, die mit LED-Lampen ausgestattet sind, verfügen häufig über einen Farbwechsler, der interessante Akzente erzielt und leuchtende Farbspektren an die Wand bringt. LED-Lampen sind sowohl mit Schraubgewinde als auch mit Sockelsteckern erhältlich. Für welche Lampenfassungen sie geeignet sind, lässt sich anhand der Herstellerangaben auf der Verpackung ablesen. Es gibt derzeit noch keine genormte Schnittstelle zum Austausch von Glühbirnen gegen LED-Leuchten. Hier muss beim Kauf von Leuchtmitteln also sehr genau darauf geachtet werden, ob die herkömmliche Leuchte zuhause für den Einsatz von LED-Lampen verwendet werden kann. Unter Umständen kann auch mit einem Adapter gearbeitet werden. Es sind verschiedene Adapter erhältlich, die in die herkömmliche Fassung eingeschraubt werden und LED-Lampen aufnehmen können. Einige Varianten von Adaptern sind auf eBay zu finden. Vor der Verwendung sollte aus Sicherheitsgründen ein Elektriker gefragt werden, ob der Einsatz solcher Adapter bei den vorhandenen Leuchten risikolos möglich ist. Anhand der detaillierten Produktbeschreibungen sollte diese Auskunft bereits vor dem Kauf von Adaptern für Lampenfassungen eingeholt werden.

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