Wie Sie die passenden Damen-Binden finden

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Wie Sie die passenden Damen-Binden finden

Selbst in einer aufgeklärten, modernen Gesellschaft ist die Menstruation immer noch ein Tabuthema. Obwohl sie ein natürlicher Teil des weiblichen Körpers ist und Aufschluss über einen gesunden, fruchtbaren Körper geben kann, sprechen viele Frauen selbst mit Freunden, Familie oder Ärzten ungern darüber. Trotzdem ist es für jede Frau wichtig, über die verschiedenen Möglichkeiten der Monatshygiene informiert zu sein. Das gilt auch für die Produkte, die die meisten Teenager zu Anfang verwenden und denen nicht wenige Frauen treu bleiben: die Damenbinden. Diese gibt es in den unterschiedlichsten Produktvarianten und sie punkten vor allem durch ihre einfache Handhabung. Aufbewahrt werden Binden gerne in speziellen Bindenboxen, die im Badezimmer diskret und neutral wirken. Auch die bekannten Qualitätsmarken Always und Tena haben solche Boxen in unterschiedlichen Designs im Sortiment. Im Folgenden werden Sie über die große Auswahl an verschiedenen, auch bei eBay erhältlichen Damenbinden, sowie deren Vor- und Nachteile informiert. Außerdem gibt es einen kurzen Überblick über praktische Alternativen zur Binde.

Geschichte und Entwicklung der Damenbinde

Binden sind Produkte, die in sehr einfachen Varianten schon vor Tausenden von Jahren von Frauen verwendet wurden, um das Menstruationsblut aufzufangen, und seit jeher einer kontinuierlichen Entwicklung und Verbesserung unterliegen. Die ersten bindenähnlichen Hygieneartikel wurden in der Zeit vor Christi Geburt in Form von Fell-Lappen verwendet. Später benutzte man meist einfache Stoffreste aller Art. Erst zu Anfang des 20. Jahrhunderts wurden diese durch saugfähige Binden aus Baumwolle oder Watte ersetzt, wobei auch diese Varianten noch nicht in die Unterwäsche gelegt, sondern um Beine und Bauch gebunden wurden, ähnlich wie Stoffwindeln. Auch Monatshöschen, die in den 1920er Jahren aufkamen, waren lange Zeit beliebt. Diese wurden über der am Körper befestigten Binde getragen, um ein Durchfeuchten zu verhindern. Spätere Modelle waren mit Knöpfen oder einem Gummizug versehen, sodass die Binde direkt in das Höschen integriert werden konnte. Diese Konstruktion war der Vorläufer der Einlegebinde, wie man sie heute kennt. Schon seit den 1930er Jahren etwa wurden diese Binden fabrikgefertigt und bestanden nicht mehr nur aus einem Stück Stoff, sondern aus einem in Stoff eingefassten Saugkissen. Die ersten selbstklebenden Damenbinden gibt es allerdings erst seit den 70er Jahren.

Seitdem besteht die Weiterentwicklung des Produkts vor allem darin, den Tragekomfort und die Hygiene zu verbessern. Zu diesem Zweck werden die Binden immer dünner und flexibler, ohne dabei an Saugleistung einzubüßen; auch entstehen immer mehr spezielle Formen. Im neuen Jahrtausend kam zudem die Binde mit Frischeduft hinzu, die eine unangenehme Geruchsbildung verhindern soll und von immer mehr Frauen benutzt wird.

Unterschiedliche Produktvarianten von Damenbinden

Heutzutage ist Binde nicht mehr gleich Binde. Um Frauen während ihrer Menstruation so wenig wie möglich einzuschränken, arbeiten die Hersteller an Variationen, die perfekt an unterschiedliche Bedürfnisse und Situationen angepasst sind. Ein wichtiger Faktor hierfür ist die Stärke der Blutung, die meist von Frau zu Frau und auch von Tag zu Tag unterschiedlich ist.

Damenbinden bei normaler Blutung

Die Standardvariante, von den meisten Herstellern als „normal“ bezeichnet, ist etwa 22 bis 25 cm lang und besonders auf hohen Komfort ausgelegt, also so dünn und flexibel wie möglich. Bei normaler Blutung soll eine solche Binde rund acht Stunden lang sicheren Schutz bieten. Diese gibt es ohne und, für extra sicheren Halt auch mit Flügeln.

Damenbinden bei stärkerer Blutung

Bei stärkerer Blutung eignen sich besonders die extra langen Binden, die bis zu 32 cm lang sind und ein Auslaufen am vorderen und hinteren Ende verhindern sollen. Diese sind vor allem dann gut geeignet, wenn Sie längere Zeit außer Haus sind – oder auch für die Nacht. Für die nächtliche Nutzung wurden aber auch spezielle Damenbinden produziert, die meist eine besondere Kontur aufweisen und dadurch ein seitliches Auslaufen im Liegen verhindern können. Zu diesem Zweck verfügen Binden für die Nacht außerdem oft über doppelte und besonders geformte Flügel.

Damenbinden bei besonders starker Blutung

Wenn Sie unter besonders starker Blutung, unter anderem nach einer Geburt, leiden, sehen Sie sich nach Binden mit der Bezeichnung „Maxi“ um. Diese Binden bieten einen extra sicheren Schutz und haben eine höhere Saugfähigkeit als die normalen Binden, sind aber etwas dicker und daher nicht so angenehm zu tragen wie die dünnere Variante. Maxi-Binden sind auch mit Flügeln, als extra lange Variante und speziell für die Nacht erhältlich. Alle Arten von Damenbinden von verschiedenen Marken können sie auch bei eBay finden.

Vor- und Nachteile von Damenbinden

Wenn Sie sich für die Verwendung von Damenbinden während Ihrer Menstruation interessieren, ist die Kenntnis über Vor- und Nachteile dieses Produkts unerlässlich, auch wenn Sie sich bei der langfristig ausgelegten Kaufentscheidung weniger von wissenschaftlichen Fakten als von Ihrem persönlichen Wohlbefinden leiten lassen sollten.

Vorteile von Binden gegenüber Tampons

Ein recht offensichtlicher Vorteil von Binden ist die einfache Handhabung. Da diese mit Klebestreifen an der Unterseite versehen sind, können sie ganz einfach in den Slip gelegt werden und verrutschen in der Regel auch bei sportlicher Betätigung nicht. Hat sich die Binde vollgesogen, kann sie genauso einfach wieder entfernt und anschließend entsorgt werden; es bleiben keine Klebe-Rückstände im Stoff zurück. Gerade junge Frauen im Teenager-Alter ziehen diese unproblematische Verwendung oft dem Einführen eines Tampons vor, was meist einiger Übung bedarf. In manchen Kulturkreisen ist unverheirateten Frauen die Benutzung von Tampons zudem untersagt, da befürchtet wird, dass diese das Hymen verletzen können.

Die Verwendungsweise von Binden hat außerdem einen weiteren Vorteil gegenüber der Nutzung von Tampons: Sie müssen keinen Fremdkörper in die Scheide einführen. Für manche Frauen ist der Gedanke, Tag und Nacht einen Fremdkörper in sich zu tragen, unangenehm. Zudem kann dies auch vereinzelt gesundheitliche Folgen haben, da das Material eines Tampons die natürliche Schleimhaut auf Dauer austrocknet und einen Nährboden für Bakterien bietet, die unter anderem das Toxische Schock-Syndrom, kurz TSS, auslösen können. Da Binden nicht im, sondern am Körper getragen werden, ist das Infektionsrisiko bei diesen praktisch nicht vorhanden.

Nachteile von Binden

Die Benutzung von Damenbinden hat natürlich nicht nur Vorteile, sondern auch Nachteile. Dies ist zum Beispiel bei dem Faktor Tragekomfort der Fall. Anders als Tampons, die Sie beim Tragen nahezu vergessen können, ist es praktisch unmöglich, eine Binde nicht zu spüren. Neu entwickelte Oberflächen machen die Binden zwar weicher und angenehmer auf der Haut, doch vor allem wenn sie vollgesogen sind, bleibt immer ein etwas unangenehmes Gefühl, sowohl beim Sitzen als auch beim Laufen. Moderne Damenbinden sind allerdings mit einem dünnen, sehr saugfähigen Innenleben ausgestattet, das es den Herstellern erlaubt, das Produkt im Ganzen dünner zu konzipieren, sodass ein von manchen Frauen beschriebenes „Windel-Gefühl“ weitestgehend der Vergangenheit angehört.

Aufgrund des eingeschränkten Tragekomforts fühlen sich viele Frauen zudem bei sportlichen Aktivitäten enorm eingeschränkt, selbst wenn es theoretisch problemlos möglich ist, mit einer Binde Sport zu treiben, ausgenommen Wassersportarten wie Schwimmen und Tauchen. Die hohe Flexibilität moderner Binden erlaubt eine recht hohe Bewegungsfreiheit beim Sport, wobei ein etwas unkomfortables Tragegefühl aber meist nicht ganz verhindern werden kann.

Eine weitere Einschränkung besteht darin, dass Binden sich in engen oder besonders dünnen Hosen abzeichnen können und somit von außen sichtbar sind. Wenn Sie sich für die Nutzung von Damenbinden entscheiden, ist es also ratsam zu überlegen, ob Sie ausreichend Kleidung besitzen, die die Binde von außen nicht sichtbar werden lässt, und ob Sie diese Einschränkung bei der Auswahl Ihres Outfits in Kauf nehmen möchten.

Ein Faktor, der oft in Frage gestellt wird, ist die Hygiene von Damenbinden. Vor allem im Sommer kann das Menstruationsblut an der Luft unangenehme Gerüche verursachen, die für die Trägerin und ihre Umwelt gleichermaßen störend sind. Dieses Problem kann zwar nicht ganz ausgemerzt, aber minimiert werden, indem Sie die Binde möglichst oft wechseln. Einige Firmen bieten zudem Varianten mit verschiedenen Duftstoffen an, die dem unangenehmen Geruch entgegenwirken sollen. Für eine optimale Hygiene können Sie außerdem mit der Verwendung von Feuchttüchern sorgen, die auch bei eBay erhältlich sind. In manchen Binden-Packungen sind diese sogar inklusive, so dass Sie die Tücher nicht zusätzlich besorgen müssen.

Alternativen zu Damenbinden

Wenn Sie aus dem einen oder anderen Grund nicht von der Verwendung von Binden zur Monatshygiene überzeugt sind, bieten sich Ihnen verschiedene andere Optionen, die monatliche Blutung sicher und möglichst unproblematisch zu erleben.

Die wohl populärste Methode ist die Verwendung von Tampons. Da diese das Menstruationsblut im Körperinneren aufnehmen und es nicht mit Sauerstoff in Kontakt kommt, gelten Tampons als besonders hygienisch und sauber.

Eine besondere Variante des Produkts stellt der Softtampon dar. Er besteht aus weicherem Material als der gewöhnliche Tampon und ermöglicht auch den Geschlechtsverkehr während der Verwendung.

Ähnlich anzuwenden wie ein Tampon ist die sogenannte Menstruationstasse. Die Silikon-Tasse wird zusammengedrückt und so in die Scheide eingeführt, dass Sie sie beim Laufen nicht spüren. Nach Gebrauch wird sie herausgezogen, gereinigt und kann erneut eingesetzt werden. Dadurch sind keine regelmäßigen Kosten zu erwarten, anders als bei Wegwerfprodukten wie Binden oder Tampons.

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