Wie Sie die Akkulaufzeit von mobilen Geräten beeinflussen können

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Wie Sie die Akkulaufzeit von mobilen Geräten beeinflussen können

Es gehört zu den ärgerlichsten Momenten einer Reise, wenn sich der Akku Ihres mobilen Gerätes früher als erwartet komplett entlädt. In diesen Situationen fehlt zu allem Übel häufig die Möglichkeit, zeitnah eine Steckdose besetzen zu können. Die Entwicklungen in dem Bereich der mobilen Technologie haben selbst die Erwartungen der kühnsten Optimisten überflügelt. Die Stärke der Akkus konnte sich diesem Entwicklungsschub jedoch nicht anpassen - viele Smartphones müssen Sie täglich aufladen, Laptops sogar stündlich. Wenn Sie verreisen und wegen einer schwachen Batterie keine Ankunftszeit mitteilen können oder Ihr mobiles Gerät nicht wie geplant zur Unterhaltungszwecken verwenden können, ist das überaus ärgerlich. Vor allem, wenn auf einer Geschäftsreise der Kontakt zum Kunden oder Büro abreißt, ist nicht mehr nur von einer Unannehmlichkeit zu sprechen - ein schlecht vorbereiteter Akku kann bares Geld kosten. Bei Notfällen oder einem Unfall auf einer abgelegenen Landstraße ist eine lange Akkulaufzeit eventuell gar ein Lebensretter. Mit manuellen Einstellungen, technischen Hilfsmitteln oder einem komplett neuen Akku vermeiden Sie diese Probleme. Lesen Sie hier, was Sie dabei unbedingt beachten sollten.

So verbessern Sie die Akkulaufzeit von Smartphones mit den richtigen Einstellungen

Die Zeiten, in denen eine Koryphäe der Mobiltechnologie wie das legendäre Modell Nokia 3210 wochenlang empfangsbereit bleiben konnte, sind vorbei. Smartphone-Besitzer kennen den Rhythmus nur allzu gut - morgens noch das Ladekabel entfernt, muss es am Abend schon wieder angeschlossen werden. Bei Vielnutzern kann selbst dieses Vorgehen nicht ausreichen. Vor allem Nutzer, deren Handy mit einem üppigem Display ausgestattet ist, kennen das Dilemma: Der Touchscreen verbraucht besonders viel Energie. Bei Smartphones, die mit dem Betriebssystem Android ausgestattet sind, lassen sich die Hauptverbraucher der Kapazitäten schnell identifizieren. Häufigstes Ergebnis: Der Bildschirm ist im mithilfe eines Balkendiagramms als größter Konsument zu bestimmen - häufig verbraucht das Display sogar mehr als das Doppelte als die zweitgenannte Applikation. Wenn in Ihrem Smartphone gleich mehrere Rechenkerne verbaut sind, lauert die Gefahr, dass grafikintensive, besonders aufwendige Spiele den Ladezyklus Ihres Gerätes deutlich reduzieren.

Weitere "Stromfresser"

Einige weitere Faktoren und Handlungsweisen, die Sie berücksichtigen können um Energie zu sparen:

  • Ortungsdienste laufen bei einigen Apps, wie etwa der Sprachsteuerung und Navigations-Applikationen, unbemerkt im Hintergrund. Schalten Sie die Ortung nur zu, wenn diese wirklich nützlich ist.
  • Übertragungsdienste wie Bluetooth oder mobiles Internet via Paketdaten sind in vielen Fällen unumgänglich. Sind Sie sich aber sicher, dass Sie diese über einen bestimmten Zeitraum hinweg nicht benötigen werden, schont die manuelle Deaktivierung den Akku enorm.
  • Wenn Sie das Internet benutzen, achten Sie darauf, etwaig bestehende WLAN-Verbindungen zu nutzen. Das Surfen mit Paketdaten ist deutlich energieraubender.

Helfen Sie bei langen Reisen nach - Individuelle Hardwarelösungen für langlebigere Akkus

Gerade bei längeren Reisen helfen diese Hinweise erstaunlich gut - das beispielsweise auf übermäßiges Spielen verzichten werden sollte, ist selbsterklärend. Dennoch reichen diese Vorsichtsmaßnahmen nicht immer aus. Ein Beispiel: Das Samsung Galaxy Nexus I9250 hat ein sehr großes Display - und ein sehr leistungsfähiges Super-AMOLE-Display. Mit einer Diagonale von 4,7 Zoll und einer High-Definition Auflösung von 1.280 x 720 Pixel lässt der Konkurrent vom Samsung Galaxy S2 keine Wünsche offen. Das Display verbraucht deswegen viel Strom - nachvollziehbar. Als Vielnutzer können Sie die Laufzeit mit einem Power-Akku Set vom Originalhersteller Samsung verlängern und den Standard-Akku ersetzen. Tipp: Wenn Sie den ausgebauten Akku aufgeladen mit auf eine Fahrt nehmen, können Sie "on-the-fly" auf eine zweite, einsatzbereite Energiequelle zurückgreifen. Power-Akkus bieten häufig einige Milliampere-Stunden (mAh) mehr, die in vielen Situationen den entscheidenden Unterschied darstellen.

Moderne Geräte sind in der Regel mit Lithium-Ionen-, kurz Li-Ion-Akkus ausgerüstet. Es steht fest, dass sich diese Akkus im Laufe der Zeit abnutzen, also an Leistung verlieren. Ein voller Akku wird nach vielen Jahren nicht mehr die Leistung des ersten Tages bringen. Besonders ärgerlich sind die spontanen Entladungen, bei denen das Handy vom einen auf den anderen Moment nicht mehr zu benutzen ist. Im Übrigen ist die landläufige Annahme, dass Sie Li-Ion-Akkus nur aufladen dürfen, wenn sich der Ladebalken dem Ende naht, eine Fehlannahme.

Wie Sie bei Lithium-Ionen Akkus Strom sparen können

Folgende Punkte sind bei Li-Ion-Akkus, die zum Beispiel bei Digitalkameras und Laptops eingesetzt werden, materialschonend und lebensverlängernd:

  • Am längsten halten die Stromspeicher, wenn Sie diese möglichst häufig bei Zimmertemperatur aufbewahren. Gerade Sonneneinstrahlung heizt mobile Geräten schnell und zu intensiv auf. Zwar müssen Sie Ihr Smartphone oder die Kamera bei warmen oder heißen Temperaturen trotzdem verwenden - aber etwas Vorsicht kann Ihr Gerät langfristig leistungsfähig machen.

  • Bei einstelligen Temperaturen verliert der Akku ebenfalls an Leistungsfähigkeit.

  • Bei vielen Laptops können Sie die Akkuleiste zeitweise entfernen, wenn dieser ausschließlich oder hauptsächlich über Netzbetrieb läuft. Wenn Sie Ihren Computer anschließend wieder mobil nutzen möchten, bauen Sie den Akku wieder ein. So ist der Abnutzungseffekt deutlich geringer als beim dauerhaften Einsatz auf dem Schreibtisch.

Den Akku nie zur Gänze leeren

Darüber hinaus ist es aus mehreren Gründen nachteilig, wenn Sie den Akku Ihres mobilen Begleiters solange nutzen, bis das Gerät aus mangelnder Stromversorgung automatisch abschaltet. Vor allem, wenn Sie Ihr Smartphone besonders intensiv als Navigator benutzt haben, ist die Anzeige bei den letzten Prozentpunkten nicht unbedingt genau. Im alltäglichen Gebrauch heißt das für Sie, dass das Gerät spätestens bei einem entsprechenden Warnhinweis unbedingt geladen werden sollte. So vermeiden Sie, dass sich das Smartphone mitten in wichtigen Gesprächen ausschaltet oder nicht gesicherte Veränderungen und Einstellungen in Dateien verloren gehen.

Lassen Sie beim Akkuwechsel Vorsicht walten – nicht jede Energiequelle ist kompatibel

Gerade bei den Akkus die in Notebooks verbaut sind, wird ein Wechsel schnell kostenintensiv. Zahlreiche Laptop-Erfahrungen zeigen, dass der mobile Computer nur in den Anfangsmonaten kabellos und sorgenfrei mit auf den Schoß genommen wird. Auch das Kabel, das Bindeglied zwischen Akku und Stromversorgung, leiert durch ungünstige Winkel nicht selten aus - dieses können Sie glücklicherweise häufig online nachbestellen.

Bei der Nachbestellung eines Akkus für Ihren Laptop sollten Sie darauf achten, nicht nur den richtigen Hersteller ausfindig zu machen. Der Betrieb einer wiederaufladbaren Batterie, die nicht genau für Ihren Computer produziert worden ist, kann nicht funktionieren und ist im Gegenteil sogar gefährlich. Das Gleiche gilt indes für die dazugehörigen Netzteile. Aus diesem Grund sollten Sie nie - auch nicht für ein einmaliges Aufladen - ein inkompatibles Netzteil anschließen. Die Wahrscheinlichkeit, dass Sie bei aktuellen Smartphones ein fremdes Ladekabel an Ihren Akku anschließen können, ist dank neuer gesamteuropäischer Entwicklungen dafür durchaus hoch. Die Akkus selbst sollten Sie jedoch nicht vertauschen.

Wenn Sie ahnen, dass ein Akku längere Zeit nicht benutzt wird, sollten Sie diesen sicher aufbewahren. Wichtig ist vor allem, dass die Luftfeuchtigkeit nicht überdurchschnittlich hoch ist. Unterdurchschnittlich sollte hingegen die Aufbewahrungstemperatur sein - die Wärme sollte knapp unter Zimmertemperatur liegen.

Nicht ganz einfach: Verbessern Sie die Laufzeit Ihrer Apple-Produkte

Eine Sonderstellung nimmt das iPhone ein. Der manuelle Austausch des Akkus ist bei Apple nicht vorgesehen - bei einem eigenständigen Austausch verfällt die Garantie ihres mobilen Begleiters. Die Reparatur ist allerdings kostspielig und mit einer unangenehmen Wartezeit verbunden. Da viele iPhone-Besitzer die Laufzeit des modernen Klassikers expandieren möchten, hat sich für das Paradeprodukt von Steve Jobs ein neuer Markt aufgetan: Hüllen, die das Mobiltelefon zum einen schützen und zum anderen mit einigen zusätzlichen Milliampere versorgen. Es handelt sich also um einen Zusatzakku, der nachträglich hinzugeschaltet werden kann. Eine echte Alternative ist deswegen beispielsweise eine externe Energiequelle wie das Morphie Juice Pack Pro Cover. Mit diesem Trick bleibt Ihr iPhone bis zur doppelten Zeitspanne mit Energie versorgt.

Nutzen Sie die vorgegebenen Energiesparprofile und praktische Applikationen

Fast alle Betriebssysteme bieten Optionen an, mit denen Sie die Leistung zurückfahren, dafür aber Energie sparen können. Das schont Ihren Akku und die Umwelt. Die Modi tragen häufig Bezeichnungen wie „Energie sparen“ oder „Ruhezustand“. Diese Verbrauchsprofile sind sowohl bei Microsoft, als auch bei iOS integriert. Ihre persönlichen Einstellungen und Programme bleiben erhalten, während der Computer in einen Schlafmodus verfällt. Sie müssen also kein langwieriges Hochfahren abwarten und können Ihre Arbeit in wenigen Augenblicken weiterverfolgen.

Die Bildschirmhelligkeit der Situation anpassen

Smartphones bieten die Option, die Bildschirmhelligkeit automatisch regeln zu lassen. Wenn Sie längere Zeit keine Eingabe tätigen, wird das Display zunächst schwächer beleuchtet und schaltet sich nach einigen weiteren Sekunden automatisch ab. Prinzipiell sind die Einstellungen zu empfehlen, da diese direkt von den Entwicklern in die Software implementiert sind. Wenn Sie die Helligkeitsanpassungen selbst vornehmen möchten, sollten Sie testen, bei welchen Lichtverhältnissen welche Einstellung erforderlich ist. Im Zwielicht ist die maximale Helligkeit oft eine verschwenderische Wahl – bei gleißendem Sonnenlicht trotzdem die einzige Alternative. Darüber hinaus gibt es auch einige Apps, die bei Tablets oder Smartphones für ausdauernde Energie sorgen. Mit speziellen Taskmanagern sorgen Sie dafür, dass wirklich nur die Programme geöffnet sind, die zum jeweiligen Zeitpunkt benötigt werden.

Wenn Sie diese allgemeinen Hinweise umsetzen, können Sie die Akkulaufzeit von Handy, Tablet, Laptop & Co. positiv beeinflussen. Letztendlich sind Ihre mobilen Geräte auch Gebrauchsgegenstände, die benutzt werden sollen. Selbst wenn ein Energiespender einmal unbrauchbar geworden ist, lässt sich in der Regel schnell Ersatz finden. In der viel zitierten modernen Gesellschaft gehört die ständige Erreichbarkeit zu den Grundtugenden – die Akkus hinken diesen Entwicklungen zurzeit etwas hinterher. Wenn Sie Ihre Energiequelle trotz zahlreicher Optimierungsversuche nicht mehr ausreichend mit mobilem Strom versorgt, sollten Sie nicht zögern, den Akku zeitnah zu ersetzen. Sie werden schnell feststellen, dass es befreiend wirkt, nicht mehr ständig auf die nächste Steckdose hoffen zu müssen.

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