Wie Sie den passenden MD-Player finden

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Wie Sie den passenden MD-Player finden

Die MiniDisc (MD) ist ein spezielles Format für die Speicherung von Musik. Sie wurde ursprünglich von Sony entwickelt und zeichnet sich durch ihre kompakten Abmessungen aus. Die Kantenlänge des Kunststoffgehäuses beträgt 72 x 68 mm und die Scheibe ist nur 5 mm dünn. Der Vorteil: In dem robusten Kunststoffgehäuse ist die eigentliche Disc sicher aufgehoben. Erst im MD-Player wird das Gehäuse aufgeschoben. Ziel von Sony war es, eine Alternative für die analoge Audiokassette auf den Markt zu bringen. Die MD gilt als robust und klangstark. Außerdem konnte hier die Gefahr des sogenannten Bandsalates gebannt werden. Schließlich lassen sich mit einer MiniDisc viel besser Mixtapes erstellen, als das bei einer Kassette der Fall ist. Eingeführt wurde die Mini-Disc 1991. Die ersten Abspielgeräte für die MD folgten ein Jahr später.

Bei den MD-Playern unterscheidet man zwei verschiedene Varianten. Zum einen den tragbaren MD-Player und zum anderen den MD-Player, der Teil einer HiFi-Anlage sein kann. Wir stellen Ihnen in diesem Ratgeber die verschiedenen Varianten vor und geben Ihnen Tipps, wie Sie den passenden MD-Player finden.

Wie funktioniert die MiniDisc-Technik genau? Lesart und Komprimierung

Auf der MiniDisc befinden sich Audiodaten, die von dem Player per Infrarot-Laser ausgelesen werden. Die meisten Geräte können auch mit unterschiedlichen MD-Formaten zurechtkommen. Die kleinen Discs werden dabei nach ihrer Kapazität unterschieden. Zur Auswahl stehen in den meisten Fällen Varianten mit 74 oder 80 Minuten Aufnahmespeicher. Auch ältere Varianten mit nur 60 Minuten Aufnahmekapazität wurden damals verkauft, sie wurden aber aus dem Handel genommen. Neben den bespielbaren bzw. recordable Discs werden auch fertig bespielte MDs angeboten. Sie entsprechen einer industriell gefertigten CD. Das Besondere: Für beide Varianten werden auch unterschiedliche Leseverfahren benötigt. Stellen Sie sicher, dass der von Ihnen gewählte MD-Player mit den Formaten zurechtkommt, wenn Sie beide Varianten abspielen möchten.

Das Format der Audiodateien bei MiniDiscs

Die Audiodateien auf der Mini Dics werden nicht – wie heute üblich – im MP3-Format, sondern in einem anderen und speziellen Format gespeichert. Dabei handelt es sich um das sogenannte ATRAC-Format, das genau wie MP3 die Musik komprimiert. Die Komprimierung führt normalerweise nicht zu hörbaren Klangverlusten. Anders sieht es aber aus, wenn bereits komprimierte Audiosignale noch einmal umgewandelt werden. So kann es bei der Umwandlung von MP3-Dateien auf die MiniDisc zu einer negativen Beeinflussung der Klangqualität kommen. Das aktuelle Speicherformat für MiniDiscs heißt ATRAC3. Damit lassen sich Musikdateien so verkleinern, dass auf eine MD mit einer Aufnahmekapazität von 80 Minuten 320 Minuten Musik passen. Das sind mehr als fünf Stunden Musik. Als Faustregel gilt aber: Je komprimierter die Datei ist, desto schlechter ist auch der Klang der Aufnahme.

MD-Player: Geräte für die reine Abspielfunktion von MiniDiscs

Die einfachen MD-Player eignen sich sehr gut für Nutzer, die ein paar MiniDiscs in ihrer Sammlung haben und diese ab und zu hören möchten. Mit den passenden Anschlüssen ist es sogar möglich, die Aufnahmen auf der Festplatte des Computers zu speichern und damit zu archivieren. Vor allem tragbare MD-Player sind in dieser Hinsicht sehr nützlich, weil sie wenig Platz einnehmen. Wenn Sie allerdings auf eine besonders moderne Speicherform Wert legen, empfehlen wir Ihnen Hi-MD. Der Nachfolger bietet mehr Speicherplatz und wird seit 2004 hergestellt. Das Besondere: Sie können das Hi-MD-Deck an den Computer anschließen und die MiniDisc wie einen Wechseldatenträger nutzen.

Vor- und Nachteile der tragbaren MD-Player im Überblick

Vorteile

Der große Vorteil eines tragbaren MD-Players ist, dass er weniger Platz einnimmt als ein portabler CD-Spieler. Mehr noch: Die meisten tragbaren Geräte für die MiniDisc-Technologie sind mit einer Aufnahmefunktion versehen. Sie können auf dem portablen Gerät die Titel auf der MD benennen und bearbeiten. Im Gegensatz zu herkömmlichen CDs lassen sich die MiniDiscs auch mehrfach überschreiben. Hersteller nennen hier Zahlen von einer Million Mal. Als Quellen kommen neben dem Radio und neben CDs auch Quellen wie das Fernsehen oder ein Mikrofon infrage. Außerdem sind selbst die älteren Geräte bereits mit einem Pufferspeicher versehen. Das bedeutet, dass der Laser die Audiodateien für eine bestimmte Zeit speichert und auch dann wiedergibt, wenn er keinen Kontakt zur MD hat. Das ist vor allem bei Rucklern und Stößen der Fall. Der tragbare MD-Player ist damit der ideale Begleiter für sportliche Aktivitäten.
Wichtig ist allerdings, dass Sie sich für hochwertige Kopfhörer entscheiden. Sie werden den Unterschied zu den im Lieferumfang enthaltenen Kopfhörern der portablen MD-Player bemerken. Schließlich sorgt das magneto-optische Verfahren für eine hohe Langlebigkeit der kleinen Scheiben. Die Discs sind darüber hinaus weniger anfällig für Schmutz und Staub. Das Speichermedium ist gut geschützt in der Kunststoffummantelung. Die MD wurde als Nachfolger für die Kassettentechnik eingeführt und zeichnet sich gegenüber dieser Technik durch die höhere Aufnahmequalität aus.

Nachteile

Der Nachteil der tragbaren MD-Player und der MD-Technik allgemein ist, dass die Audiodaten-Komprimierung zu einer schlechteren Klangqualität führen kann. Nach der Einführung von MP3-Playern und den passenden Aufnahmegeräten 2003 wurde das System der MiniDisc zudem immer weniger nachgefragt. Im Jahr 2011 verkündete Sony, dass die Produktion der tragbaren MD-Player beendet sei. Stationäre Anlagen werden allerdings immer noch gefertigt. Und auch die Rohlinge sind noch im Handel erhältlich.

MiniDisc-Player mit Rekorderfunktion: Für wen sind sie geeignet?

Einige MD-Player sind auch mit einer Rekorderfunktion ausgestattet. Sie erlauben es zum Beispiel, CDs auf MiniDisc zu bannen und die Titel im Nachhinein zu schneiden. Die Handhabung bei der Bearbeitung der MiniDisc ist sehr einfach. Das ist auch der Grund, warum die Technik anfangs in vielen Tonstudios und auch bei zahlreichen Radiosendern Verwendung fand. Sie haben die Möglichkeit, die Titel auf der MD zu verschieben, sie zu verbinden oder zu trennen. Der Grund für die benutzerfreundliche Bedienbarkeit: Die Daten werden nicht wie bei der CD spiralförmig auf dem Datenträger abgelegt, sondern in Sektoren gespeichert.

Worauf müssen Sie beim Kauf des passenden MD-Players achten?

Beim Kauf eines MD-Decks sollten Sie darauf achten, dass es nach 1998 gefertigt wurde. Der Grund: Decks, die vor diesem Zeitpunkt in den Handel kamen, sind nicht so klangstark wie neuere Modelle. Ein weiterer Grund für diese Vorsichtsmaßnahme ist, dass es bei einigen Decks zu Problemen mit der Kompatibilität der Laufwerke kommen kann. Das ist vor allem bei Rekordern und Abspielgeräten der Fall, die nicht von Sony stammen.

Welche Funktionen der MD-Player sind für welchen Zweck geeignet?

Die MD-Player unterscheiden sich nicht nur in ihrer Handhabung, sondern auch in Ihrem Funktionsumfang.

Wichtig ist, dass das Abspielgerät mit einem Display ausgestattet ist. Hier können Sie sowohl bei der portablen Variante als auch bei dem in die Stereoanlage integrierten Deck genau erkennen, welcher Titel gerade gespielt wird. Wenn Sie nicht nur einen Überblick behalten wollen, wie viele Titel sich auf der MD befinden, sondern auch genau den Namen des Interpreten und des Songs erfahren möchten, sollten Sie sich für eine Variante entscheiden, die diese Informationen anzeigt. Sie nutzen das Abspielgerät auch bei schlechter Beleuchtung? Dann ist ein beleuchtetes Display Pflicht.

Eine Fernbedienung für den MD-Player benötigen Sie nur dann, wenn Sie das Abspielgerät oder den Rekorder in die heimische Stereoanlage integriert haben. Hier sollten Sie auch auf die entsprechenden analogen und digitalen Anschlussmöglichkeiten achten. Sie richten sich danach, welche Geräte der HiFi-Anlage Sie mit dem MD-Player verbinden möchten. Möchten Sie nur bestimmte Titel hören, eignet sich ein Gerät mit Programmwiedergabe von frei wählbaren Titeln. Sie bestimmen die Reihenfolge Ihrer Lieblingstitel.

Schließlich sollten Sie sich nach einem MD-Player mit Rehearsal-Funktion umsehen, wenn Sie mit dem Gerät die Musik auf den MiniDiscs bearbeiten möchten. Die Funktion ermöglicht eine besonders saubere und gelungene Bearbeitung der Musik. Mit der Funktion Combine können Sie sogar mehrere Titel miteinander verbinden. Das ist bei Hörbüchern oder Konzeptalben sehr praktisch.

Wann ist eine MD- und CD-Rekorder-Kombination sinnvoll?

Neben den reinen MD-Abspiel- und Aufnahmegeräten werden auch Kombigeräte mit einem integrierten CD-Player angeboten. Eine solche Kombination empfiehlt sich dann, wenn Sie Ihrer HiFi-Anlage nur eine Komponente hinzufügen möchten und derzeit keinen funktionierenden CD-Player haben. Das Besondere: Hier ist es sehr einfach, die Musik von einer CD auf die MiniDisc zu übertragen. Bei einigen Kombigeräten können Sie auch den umgekehrten Weg wählen. Achten Sie aber darauf, welche Rohlinge der CD-Rekorder benötigt. Teilweise werden nur spezielle Formate unterstützt, die sehr teuer in der Anschaffung sind. Das Besondere beim Überspielen von CD auf MD: Die Trackmarks der CD werden in der Regel bei der Übertragung auf die MD übernommen.

Fazit: Rekorder für Archivierungszwecke und Abspielgeräte für Nutzer mit einer großen MD-Sammlung

Für welchen MD-Player Sie sich entscheiden, hängt in erster Linie von Ihrem Nutzungsverhalten ab. Benötigen Sie das Gerät unterwegs, ist ein portabler MD-Player die richtige Wahl. Wollen Sie sich die Musik lediglich zuhause anhören, ist eine Komponente für Ihre Stereoanlage passender. Sie können aber auch das tragbare Gerät an Ihren Lautsprecher oder an eine Dockingstation anschließen. Diese Lösung empfiehlt sich vor allem dann, wenn Sie nur wenig Platz zur Verfügung haben. Neben den reinen Abspielgeräten werden auch MD-Rekorder angeboten. Ein solches Gerät lohnt sich nur dann, wenn Sie auch eigene MiniDiscs aufnehmen und bearbeiten möchten.

MDs sind ideal für die Archivierung von Radiosendungen, Fernsehbeiträgen, Mikrofonaufnahmen und CD-Titel. Für Archivierungszwecke sind die MD-Rekorder also die passende Wahl. Für professionelle Anwendungen empfehlen wir schließlich das Format Hi-MD, das einen noch größeren Funktionsumfang und eine bessere Bedienbarkeit bietet.

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