Wie Sie als Handy-Bastler schnell das Richtige auf eBay finden

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Selbst ein neues Handy kann schon nach kurzer Zeit defekt sein. Das ist besonders ärgerlich, wenn die Gewährleistungsfrist des Herstellers gerade abgelaufen ist. Handwerklich oder technisch begabte Handybesitzer versuchen häufig, das defekte Gerät selbst zu reparieren. Dazu werden in der Regel Ersatzteile oder spezielle Kabel benötigt. Doch vor dem Öffnen des Telefons sollte jeder Handy-Bastler einige Punkte beachten, um die Reparatur erfolgreich durchzuführen.

Gewährleistung des Herstellers beachten

Bevor sich ein Bastler daran macht, ein defektes Handy selbst zu reparieren, sollte er auf das Kaufdatum des Telefons achten. Handys, die vor weniger als 24 Monaten gekauft wurden, genießen noch die Gewährleistungsfrist des jeweiligen Herstellers. Das bedeutet, dass der Hersteller das defekte Gerät innerhalb von zwei Jahren nach dem Kauf entweder kostenlos gegen ein neues Handy austauschen muss oder dass eine ebenfalls kostenlose Reparatur erfolgen muss. Allerdings bestehen einige gesetzliche Einschränkungen, nach denen die Gewährleistung des Herstellers hinfällig wird.

Die Gewährleistungsfrist des Herstellers kann durch den Käufer nur dann in Anspruch genommen werden, wenn es sich um ein Handy handelt, das fehlerhaft ausgeliefert wurde. Dabei muss der Käufer ab dem sechsten Monat nach dem Kauf nachweisen, dass es sich um ein fehlerhaft ausgeliefertes Gerät handelt. In den ersten sechs Monaten ab Kaufdatum liegt die Beweispflicht bei dem Hersteller, der nachweisen muss, dass der Käufer den Defekt selbst verschuldet hat und dass das Gerät bei der Auslieferung einwandfrei funktioniert hat.

Handy-Bastler müssen beachten, dass das selbsttätige Öffnen des Telefons zu einem Erlöschen der Gewährleistung führt. Lediglich das Fach, in dem sich die Akkus eines Mobiltelefons befinden, darf von dem Benutzer selbst geöffnet werden. Daher sollten sich Bastler bei einem Handy, das sich noch innerhalb der Gewährleistungsfrist befindet, mit der Reparatur zurückhalten. Es ist ratsamer, das defekte Telefon an den Hersteller zurückzusenden oder es dort zurückzugeben, in dem es gekauft wurde. Das bedeutet zwar in der Regel eine Wartefrist von einigen Tagen oder auch von einigen Wochen, bis das reparierte oder das ausgetauschte Telefon wieder zur Verfügung steht, doch dafür hat der Besitzer keine Arbeit mit der Reparatur und es entstehen ihm keine zusätzlichen Kosten.

In diesen Fällen lohnt sich die Reparatur eines defekten Handys

Nicht in jedem Fall lohnt sich die Reparatur eines defekten Handys, doch bei vielen Fehlern kann ein handwerklich geschickter Benutzer selbst Hand anlegen. So können zum Beispiel defekte Akkus schnell ersetzt werden oder Displays, die trotz des Schutzes durch Displayschutzfolien verkratzt sind, können bei einigen Geräten leicht ausgetauscht werden. Andere Reparaturen hingegen erfordern ein Mindestmaß an technischem Verständnis und an handwerklichem Geschick. Trotzdem muss nicht jedes defekte Handy ersetzt werden, denn auch aus Umweltgesichtspunkten sollte möglichst viel Elektroschrott vermieden werden. Auf eBay findet sich ein großes Angebot an Ersatzteilen oder an passendem Zubehör für Bastler.

Die häufigsten Schäden und die besten Tipps für Bastler

Die häufigsten Schäden an Handys sind ein defektes Display, eine nicht mehr funktionierende Tastatur, fehlender Empfang oder ein Wasserschaden beziehungsweise ein Flüssigkeitsschaden. Nachfolgend einige Tipps und Tricks für Bastler, wie diese Schäden selbst behoben werden können.

Display ist defekt

Die einfachste Lösung für ein Display, auf dem nichts mehr angezeigt wird, ist ein Neustart des Handys. Wenn dieser Neustart den Fehler nicht behebt, sollte eine Aktualisierung der Software versucht werden. Häufig werden dazu passende Kabel & Adapter benötigt, um die neue Software herunterzuladen. Im Handbuch des Handys oder auf der Homepage des Herstellers finden sich in der Regel ausführliche Anleitungen, wie die neue Software heruntergeladen werden kann. Helfen diese Maßnahmen nicht, muss der Besitzer versuchen, das Mobiltelefon vorsichtig zu öffnen. Ist das Gehäuse des Handys nur zusammengesteckt und besteht es aus Plastik, muss auf die Steckverbindungen geachtet werden, da sie leicht abbrechen. Hochwertigere Handys sind mit Schrauben gesichert, die mit speziellem Werkzeug für Handys, wie zum Beispiel einem Torx-Schraubendreher, geöffnet werden können. Nach dem Öffnen sollte die Steckverbindung zwischen der Platine und dem Display überprüft werden. Sind die Kontakte verschmutzt, reicht häufig die Reinigung mit hochkonzentriertem Alkohol, den es in jeder Apotheke zu kaufen gibt. Bleibt das Display noch immer schwarz, muss es komplett ausgetauscht werden.

Die Tastatur funktioniert nicht mehr

Auch bei einer defekten Tastatur muss das Handy vorsichtig geöffnet werden. Wie bei dem Display sollte zunächst die Steckverbindung zwischen der Platine und der Tastatur überprüft und mit Alkohol gereinigt werden. Funktioniert die Tastatur weiterhin nicht, muss sie ausgetauscht werden. Dazu lohnt es sich, nach günstigen gebrauchten Handys zu suchen, die auseinandergenommen werden können. Nach Anschluss der Ersatztastatur an die Platine kann das Telefon wie gewohnt genutzt werden.

Das Handy hat keinen Empfang mehr

Häufig ist die Ursache für einen fehlenden Empfang ein überlastetes Handynetz oder eine Gegend, in der der Empfang allgemein sehr schlecht ist. Können diese Ursachen ausgeschlossen werden, hilft oft ein Neustart des Telefons. Doch wenn auch das keinen Erfolg zeigt, muss der Handybesitzer wieder zu einem Bastler werden. Nach dem sachgemäßen Öffnen des Telefons muss die SIM-Karte herausgenommen werden. Finden sich hier Verschmutzungen, sollte die Reinigung mit einem weichen Tuch, einem Wattestäbchen oder mit einer kleinen Bürste erfolgen. Danach sollte die SIM-Karte in ein anderes Handy eingesetzt werden, um sie zu testen. Hat auch das zweite Handy keinen Empfang, muss die SIM-Karte ausgetauscht werden. Ist die SIM-Karte jedoch in Ordnung, liegt der Fehler am Mobiltelefon. Dieses muss in den Auslieferungszustand zurückgesetzt werden. Dazu muss der Besitzer jedoch zuvor seine persönlichen Daten, wie beispielsweise Fotos, gespeicherte Nachrichten oder seine persönlichen Kontakte, auf einem externen Speicher sichern.

Wasserschäden oder Flüssigkeitsschäden

Nach den Statistiken der Reparaturdienste werden die meisten Schäden an Handys dadurch verursacht, dass die Telefone in die Toilette fallen. Doch auch die Verschmutzung des Handys durch verschüttete Getränke oder durch hohe Luftfeuchtigkeit, wie zum Beispiel in der Sauna oder beim Sport, können Handys beschädigen. Ist ein Mobiltelefon nass geworden, müssen die Akkus sofort entfernt werden. Danach sollte das Handy vorsichtig geöffnet werden. Der Besitzer muss alle Bestandteile des Gerätes, die sich entfernen lassen, von der Platine lösen. Vor allem bei Verschmutzungen durch klebrige Getränke müssen die Teile mit hochkonzentriertem Alkohol gereinigt werden. Bei einem reinen Wasserschaden reicht es aus, die einzelnen Komponenten gut trocknen zu lassen. Auch die Platine muss sorgfältig getrocknet und gereinigt werden. Sind alle Teile trocken, muss das Handy wieder zusammengebaut werden. Sollte es trotzdem nicht funktionieren, hilft in vielen Fällen ein Austausch des Akkus, um ein Handy nach einem Wasserschaden wieder gebrauchsfähig zu machen.

Mechanische Schäden

Es gibt unterschiedliche Bauarten von Handys. Dabei fallen vor allem Klapphandys und sogenannte Slider als anfällige Modelle für mechanische Schäden auf. Bei einem Slider verbiegen sich häufig die Schienen, auf denen das Handy zum Öffnen nach oben geschoben wird. Ein geschickter Bastler kann die Schienen aber abschrauben und ersetzen. Auch die Klappmechanik eines Klapphandys ist anfällig für Schäden. Das Handy kann jedoch trotz klemmender oder abgebrochener Klappe weiterhin genutzt werden. Allerdings verkratzt das Display schneller, weil der Schutz durch die Klappe fehlt.

Die häufigsten Fehler der beliebtesten Handy-Bauarten

Smartphone

Schaden am Display

Slider

Schiebemechanik defekt

Klassisch (Candy Bar)

Akkuleistung lässt schnell nach

Standard

Softwarefehler

Klapphandy

Klappmechanik defekt

 

Fazit

Nach Ablauf der Gewährleistungsfrist von 24 Monaten lohnt es sich für versierte Handy-Bastler, die Reparatur eines defekten Handys selbst in Angriff zu nehmen. Für alle gängigen Modelle findet sich bei eBay eine große Auswahl an Zubehör. Auch zahlreiche defekte Handys verschiedener Bauarten werden auf der Plattform angeboten. Dabei sind alle bekannten Marken vertreten, sodass ein Handy-Bastler in den meisten Fällen die passenden Teile erhält, um ein defektes Mobiltelefon zu reparieren. Auch für ältere Modelle oder für weniger bekannte Marken finden sich zahlreiche Angebote, um Ersatzteile oder Zubehör zu erhalten. Sowohl im Sinne der Umwelt als auch aus Kostengründen lohnt sich in vielen Fällen die Reparatur eines defekten Handys.

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