Wie Sie US-Cars finden, die bestens auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt sind

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Wie Sie US-Cars finden, die bestens auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt sind

US-Cars üben auf viele Europäer eine große Faszination aus. Der Automarkt in den Vereinigten Staaten unterscheidet sich in seinen Ansprüchen vom Europäischen. Dass Amerika "das Land der unbegrenzten Möglichkeiten" ist, zeigt sich auch im Autohandel. Meist können Sie Modelle verschiedenster Ausstattung direkt beim Händler besichtigen und Probefahren. Die persönlich zusammengestellten Ausstattungsvarianten werden in Europa meist „auf gut Glück“ gekauft und geliefert. Ob Sie nun schon immer ein Fan von Jeeps und Chrysler waren oder ob Sie sich während eines Urlaubs in den USA in einen bestimmten amerikanischen Wagen verliebt haben, Sie haben auf jeden Fall die Möglichkeit, auch in Europa US-Cars zu kaufen. Zu den beliebtesten US-amerikanischen Autoherstellermarken gehört der  Jeep, der Chevrolet oder Chevy, der  Cadillac und natürlich der Ford.

Ein Import von US-Fahrzeugen, zahlt sich das aus?

Um die Frage vorab zu beantworten: Ja, es kann sich auszahlen. Da Autos in Nordamerika in der Regel weitaus günstiger verkauft werden als in Europa spielen sich die Kosten des Transports oft wieder ein. Je teurer die Autos sind, das gilt vor allem für Neuwagen, desto größer ist der Unterschied der Listenpreise. Oft sind die gleichen Autos in den USA bis zu einem Drittel billiger als Autos des europäischen Marktes. Vor allem typisch amerikanische Autos wie der Jeep Grand Cherokee kosten in Übersee knapp die Hälfte. Hier kommt so mancher Autokäufer bezüglich der Frage eines Imports ins Grübeln. Zudem können Sie den Kaufpreis durch zähes Verhandeln meist noch weiter senken. Da die verschiedenen Ausstattungsvarianten durchweg auf riesigen Autohöfen ausgestellt werden, kann es vorkommen, dass manche Modelle schon lange Zeit dort stehen und auf einen Käufer warten. Finden Sie genau diese Autos und nutzen Sie die Chance, es eventuell noch günstiger zu bekommen. Ein importiertes US-Car kaufen Sie allerdings immer zum Netto-Preis. Die dazukommende Mehrwertsteuer muss beim Finanzamt nachgezahlt werden. Diese müssen Sie bei einer Anschaffung also in jedem Fall selbst mit einrechnen.

Viele Interessenten reisen persönlich an oder sind bereits im Land und suchen sich ihren neuen US-Wagen direkt bei einem Autohändler aus. Das hat den Vorteil, dass Sie bereits genau wissen, was Sie erwarten können. Die unendlich vielen verschiedenen Ausstattungsmodelle können Sie schließlich auch gleich Probefahren. Wer das gute Stück direkt zu Beginn seines Urlaubs kaufen möchte, kann sich so zudem einen Mietwagen sparen. Dafür müssen Sie sich dann allerdings selbst um den Transport des Fahrzeugs zu Ihnen nach Hause kümmern.

Natürlich haben Sie auch die Möglichkeit, das Auto von einem Spediteur liefern zu lassen. Hierfür müssen Sie selbst nicht einen Fuß in die Vereinigten Staaten gesetzt haben. Dadurch entfallen zwar Vorteile wie das Probefahren und auch die Möglichkeit, das Auto mit eigenen Augen zu betrachten. Aber Sie ersparen sich viel Zeit und Mühe und zudem auch die Kosten der Reise. Nach einigen Wochen wird Ihr neues US-Car einfach vor Ihre Haustüre geliefert. Es gibt zahlreiche Händler, die sich auf den Import amerikanischer Wagen spezialisiert haben. Konsultieren Sie am Besten gleich mehrere, lassen Sie sich Angebote unterbreiten und dann kann der Händler Ihrer Wahl alle anfallenden Formalitäten für Sie erledigen.

Ist der Import gebrauchter US-Cars sinnvoll?

Wenn Sie nicht direkt vor Ort sind und den Wagen selbst begutachten können, sollte Ihnen zumindest ein Import-Händler zur Seite stehen, dem Sie vertrauen. Natürlich können Sie auch von zu Hause aus im Internet auf Schnäppchen-Jagd gehen. Doch niemand garantiert Ihnen, dass der gelieferte Wagen auch wirklich noch in gutem und gepflegtem Zustand ist. Und ein ungenügendes Fahrzeug wieder zurückzuschicken und das Geld einzuklagen wirft nur Kosten und Mühen auf.

Wenn Sie direkt in den USA einen Wagen gekauft haben und diesen einfach mitnehmen möchten, gelten für das Auto die gleichen Bestimmungen, wie für die Einfuhr eines Neuwagens.

Einfacher ist es, sich auf die Suche nach US-Cars zu machen, die bereits in Europa sind und hier gefahren wurden. Dadurch können Sie sicher sein, dass alle Bauteile in Ordnung und zulässig sind – natürlich nur, wenn die entsprechenden Papiere vorliegen. Da es auch außerhalb Nordamerikas viele Fans von US-Cars gibt, haben Sie auf diversen Internetplattformen wie dem Online-Markt Ebay eine erstaunlich große Auswahl. Auch praktisch neuwertige US-Autos, die noch keine 500 Kilometer gefahren wurden, können Sie hier finden. Wenn Sie auf eine unkomplizierte Übergabe viel Wert legen, stellen Sie sicher, dass der Wagen bereits europäische Papiere hat. Das erspart Ihnen mühselige bürokratische Schritte und Umbauten.

US-Oldtimer können Sie ohnehin nur noch in gebrauchtem Zustand bekommen. Sowohl auf dem amerikanischen als auch dem europäischen Markt können Sie durchaus noch fahrtüchtige und zugelassene Oldtimer finden. Sie müssen Ihre Ansprüche also nicht auf ein reines Ausstellungsstück reduzieren.

Die Vor- und Nachteile gebrauchter und neuwertiger Automobile im Überblick

Vor- und Nachteile von Neuwagen

  • Die Wahl eines Neuwagens gibt Ihnen die Möglichkeit, das Aussehen und die Ausstattung selbst zu bestimmen.
  • Ein Neuwagen ist wahrscheinlich nach modernsten technischen Standards gebaut.
  • Der Neuwagen hat noch keine Unfälle hinter sich und die Bauteile sind noch nicht verschlissen.
  • Neuwagen verfügen noch über eine Garantie.
  • Das neue Auto kann auch nach ein paar Jahren zu einem guten Preis weiterverkauft werden.
  • Nachteilig ist allerdings der hohe Anschaffungspreis eines Neuwagens.
  • Ein Neuwagen verliert in seinem ersten Lebensjahr prozentuell am Meisten an Wert.

Vor- und Nachteile von Gebrauchtwagen

  • Ein gebrauchtes Fahrzeug ist wesentlich günstiger in der Anschaffung.
  • Falls es bautechnische Mängel bei einem Modell gab, sollten diese schon entdeckt worden sein.
  • Ein gebrauchtes US-Car in Europa hat dafür den unbestreitbaren Vorteil, dass bereits alle Teile überprüft und an den europäischen Standard angepasst sind.
  • Dafür müssen Sie beim Kauf genau darauf achten, ein funktionstüchtiges und gut gepflegtes Auto zu erhalten.
  • Gebrauchtwagen haben meistens keine Garantie mehr, außer sie sind noch sehr jung.
  • Je nach Alter und Zustand können schon bald die Kosten von Reparaturen und dem Ersetzen einzelner Teile auf Sie zukommen.

Welche Behördengänge beim Kauf eines US-Cars auf Sie warten könnten

Ein US-Car muss oft umgebaut werden, um in Europa eine Betriebserlaubnis zu bekommen. Manche Teile sind nicht in allen europäischen Ländern zulässig. Informieren Sie sich am Besten vor einem Kauf über die geltenden Bestimmungen. Auch wenn Ihr Wagen bereits in Europa ist, bedeutet das nicht automatisch, dass er auch eine Zulassung hat oder bekommen wird.

Die Allgemeine Betriebs-Erlaubnis, ABE, wird im Normalfall schon bei der Einfuhr am Zoll geprüft. Wenn Sie von diesem auch abgenommen wurden, ist der nächste Schritt eine TÜV-Prüfung und Gutachtenerstellung des Wagens.

Nötige Umbauten betreffen sehr häufig die Reifen. Hier zulässige Reifen müssen nämlich über eine EG- oder eine ECE-Kennzeichnung verfügen, andernfalls ist es nicht erlaubt, mit ihnen zu fahren. Auch Vorschriften wie gelbe Seitenblinker, das Vorhandensein einer Nebelschlussleuchte, Rückstrahler und eine Leuchtweitenregulierung müssen eingehalten werden. Scheinwerfer und Sicherheitsgurte müssen der europäischen Norm entsprechen und beim Geschwindigkeitsmesser ist es vorgeschrieben, dass eine Kilometerangabe sichtbar ist.

Bei gebrauchten Autos sollten Sie unbedingt darauf achten, dass die Fahrzeug-Identifikationsnummer im Motorraum noch problemlos erkannt werden kann. Ohne diese bekommen Sie wahrscheinlich keine Papiere.

Wie Sie sehen, kann einiges an Mühen und Arbeit auf Sie zukommen. Da Sie sich beim Kauf eines importierten Wagens allerdings einige Tausend Euro sparen können, lohnt es sich häufig trotzdem.

US-Cars sind große Abgasschleudern – stimmt das?

Dieses Vorurteil ist in Europa weit verbreitet. Es ist nicht ganz unbegründet – während der europäische Markt eher zu kleinen, sparsamen Autos tendiert, suchen die Amerikaner vermehrt nach starken und größeren Autos. Das liegt unter anderem auch daran, dass es in den US üblicher ist, häufig sehr weite Strecken über die Autobahn oder Landstraßen zu fahren. Solche Fahrten machen mit einem 50 PS Kleinwagen einfach nicht besonders viel Spaß.

Das heißt aber nicht, dass alle US-Cars einen hohen Verbrauch und horrende Abgaswerte aufweisen. Diese werden bei der Einfuhr in Europa ohnehin geprüft und wenn notwendig werden Motoren u.a. entsprechend umgebaut. Der Grundsatz, dass starke Motoren mehr Kraftstoff brauchen und Sie daher bei einem SUV mit einem größeren Durchschnittsverbrauch als bei einem Kleinstwagen rechnen müssen, bleibt auch bei US-Cars gleich.

Machen Sie sich also diesbezüglich keine Sorgen und lassen Sie sich nicht die Freude an einem amerikanischen Auto verderben. Schließlich können Sie auch beispielsweise einen Chevrolet Silverado Pickup als Hybrid-Version erstehen. Mit einem Hybrid-Auto in Ihrem Besitz können ihnen kaum Vorwürfe wegen eines mangelnden Umweltbewusstseins gemacht werden.

Wie Sie die Ersatzteile und Original-Zubehör für Ihr US-Car bekommen

Es gibt Firmen, die als unabhängige Importeure auf Ersatzteile von US-Wagen spezialisiert sind. Wenn es in Ihrer Nähe eine Filiale einer solchen Firma gibt, können Sie sich dort auf jeden Fall beraten lassen. Adresse finden Sie beispielsweise im Internet. Wenn Sie lieber auf eigenen Beinen stehen wollen oder nicht so viel Zeit haben, bietet ihnen der gewaltige Online-Markt die Möglichkeit, Ersatzteile aus aller Welt für Ihren Wagen zu finden und preiswert zu erwerben. Ob neu oder gebraucht, Sie haben eine große Auswahl und können im Netz auch Preise gleicher Produkte von verschiedenen Herstellern vergleichen. Von Original-Felgen über bestimmte Reifen, Motor- und Spiegelteile bis hin zu Sitzbezügen und Logos gibt es einiges zu entdecken, mit dem Sie Ihr US-Car umbauen, aufwerten oder bequemer machen können. Das Selbst-Kaufen von Ersatzteilen ist zudem meist günstiger als das Beauftragen einer Firma oder Ihres Automechanikers und der Aufwand ist nicht besonders groß. Alles, was Sie für die Suche benötigen, sind ein Computer und Internetanschluss.

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