Wie Getränkehalter in fester Installation zur Fahrsicherheit beitragen können

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Wie Getränkehalter in fester Installation zur Fahrsicherheit beitragen können

Fest installierte Getränkehalter sind praktisch. Sie halten Kaffeebecher, Dosen und Plastikflaschen an Ort und Stelle – auch wenn Sie heftig bremsen müssen. In vielen Autos sind Getränkehalter angebracht oder gehören zur Serienausstattung. Es ist sinnvoll, Produkte zu verwenden, die fest installiert werden können. Denn wenn sich Gegenstände vor Airbag-Öffnungen befinden und ein Aufprall diese auslöst, werden Smartphones, Navigationsgeräte und auch Getränkehalter zu gefährlichen Geschossen, die durch die Luft fliegen.

Passive und aktive Fahrsicherheit

In der Verkehrspädagogik wird zwischen passiver und aktiver Fahrsicherheit unterschieden. Unter „passiver Fahrsicherheit" werden alle Maßnahmen verstanden, die Unfälle vermeiden oder verringern sollen. Darunter fallen verschiedene Aspekte, unter anderem aber auch die eigene Sicherheit im Auto, die z. B. durch korrekt und fest installierte Getränkehalterungen steigt. Auch Sicherheitsgurte zählen zur passiven Fahrsicherheit.

Die „aktive Fahrsicherheit" beschreibt das eigenverantwortliche Handeln jedes einzelnen Verkehrsteilnehmers, die Eigeninitiative und die erworbenen Fahrkompetenzen. Unter den Aspekt fällt aber auch das Zusammenspiel sämtlicher Bauteile und Geräte eines Fahrzeugs, die dazu dienen, einen Unfall zu vermeiden. Sie helfen dem Fahrer, das Fahrzeug in kritischen Situationen unter Kontrolle zu halten und sollen seine Handhabung vereinfachen und sicherer machen.

Entfaltungsbereich frei lassen

Der Entfaltungsbereich des Airbags sollte immer frei sein. Daher dürfen auf dem Vordersitz auch nur rückwärtsgerichtete Babyschalen angebracht werden, wenn der Airbag ausgeschaltet ist. Lässt er sich nicht ausschalten, sollten Sie die Babyschale zu Ihrer aller Sicherheit auf dem Rücksitz transportieren.

Kleben oder schrauben Sie niemals etwas auf die Airbagabdeckung, denn diese Gegenstände werden im Falle eines Unfalls ebenfalls zu tödlichen Geschossen. Damit Sie trotz Becherhalter ohne schlechtes Gewissen Autofahren können, werden Ihnen im folgenden Ratgeber praktische Modelle vorgestellt, die zu Ihrer Fahrsicherheit beitragen.

Glasflaschen lieber zu Hause lassen

Glasflaschen sind umweltfreundlicher als Plastikflaschen und können wiederverwertet werden. Allerdings sollten sie nicht die erste Wahl sein, wenn Sie mit dem Auto unterwegs sind. Denn Glasflaschen, die im Innenraum transportiert werden, können bersten, und so entstehen scharfkantige Splitter, die schlimme Verletzungen verursachen können. Daher greifen Sie lieber auf Dosen oder Plastikflaschen zurück und transportieren Sie keine Glasflaschen in Getränkehaltern.

Halter der Serienausstattung

Wenn Getränkehalter für Ihr Fahrzeug vom Original-Hersteller nachgerüstet werden können, ist dies die beste Wahl. Die Modelle sind passgenau auf Ihr Kfz abgestimmt und lassen sich problemlos einbauen. Häufig ist ihr Platz in der Mittelkonsole unter oder über dem Radio bzw. CD-Player. Das Praktische an diesen Ausführungen ist, dass die Becherhalter in der Regel eingeklappt werden können und nur bei Gebrauch hervorstehen.

Original-Becherhalter tragen zur Fahrsicherheit bei, da sie fest installiert werden und sich nicht im Entfaltungsbereich der Airbags befinden. Noch dazu bleibt das Design einheitlich und wie aus einem Guss.

Halter für den Lüftungsschacht

Nicht die beste, aber eine gute Lösung sind Becherhalter für den Lüftungsschacht. Diese werden in die Lüftungslamellen eingeklemmt und passen meistens für Gitter im Quer- und Hochformat. Wenn im Sommer Ihre Klimaanlage läuft, werden die im Halter befindlichen Getränke gekühlt. Wenn die Heizung an ist, werden sie dementsprechend erwärmt, was bei Limonaden oder Wasser nicht unbedingt geschmacksfördernd ist.

Die Produkte sollten immer im Lüftungsschacht der Mittelkonsole angebracht werden, da sich hinter diesem kein Airbag befindet und die Becherhalter so nicht zu einem tödlichen Geschoss werden können.

Wenn Ihnen die serienmäßige Ausstattung für Ihr Fahrzeug zu teuer ist oder die Produktpalette keine Getränkehalter beinhaltet, sind Modelle für den Lüftungsschacht eine günstige und einfach zu installierende Lösung.

Flaschenhalter im Beifahrerbereich

Auch im Beifahrerbereich können Halter fest installiert werden. Dabei handelt es sich um Flaschenhalter, die zwischen Mitteltunnel und Beifahrersitz fixiert werden. Selbst große 1,5 Liter Flaschen passen in eine solche Halterung und sind komfortabel sowohl vom Fahrer- als auch vom Beifahrersitz aus zu erreichen. Selbst bei einer Vollbremsung sitzen die Flaschen fest in der Halterung und stören einen eventuell ausgelösten Airbag nicht.

Finger weg von instabilen Produkten

Einige Produkte auf dem Markt verschlechtern die Fahrsicherheit, da Sie im Falle eines Unfalls durch die Luft geschleudert werden und Insassen treffen könnten. Dazu gehören Produkte, mit Saugnäpfen an der Wind- oder Seitenscheibe befestigt werden. Sie sind nicht besonders stabil und können beim Fahren stören. Bei einer Vollbremsung verabschieden sich die Produkte fast immer und fallen herunter.

Cupholder in der Mittelkonsole

In der Mittelkonsole von Fahrzeugen sind ebenfalls häufig Getränkehalter installiert. Vor allem bei Limousinen ist das der Fall. Sie befinden sich im hinteren Bereich, sodass Fahrgäste auf den Rücksitzen sowie Beifahrer oder Fahrer an die Cupholder gelangen.

Bei den Produkten handelt es sich um Vertiefungen in der Konsole, in die Becher, Dosen oder Flaschen gesteckt werden können. In vielen Kfz-Modellen lässt sich der Aschenbecher austauschen und durch einen zusätzlichen Getränkehalter ersetzen.

Halter im Handschuhfach

Auch Halter im Handschuhfach sind beliebt, diese können verwendet werden, wenn das Fach geöffnet wurde. Die Becherhalter befinden sich im Deckel des Fachs, in einigen Fällen sind es lediglich Vertiefungen, in die Getränke gestellt werden können.

Sicherer sind spezielle Ringe, die Flaschen oder Becher im mittleren Bereich zusätzlich fixieren. Derartige Ringe können in vielen Handschuhfächern nachträglich angebracht werden.

Tipps zur Auswahl Ihres Becherhalters

Sobald ein Becherhalter nicht fest installiert werden kann, sollten Sie nicht in ihn investieren. Viele Modelle werden im Innenraum an das Fenster gehängt und fallen beim harten Bremsen herunter. Erwerben Sie stattdessen qualitativ hochwertige Modelle, am besten solche, die sich in die Mittelkonsole einbauen lassen. Dabei müssen es nicht immer Originalteile sein, denn viele Hersteller bringen baugleiche Produkte für weniger Geld auf den Markt.

Becherhalter für die Rückbank

Wenn Sie häufig mit mehreren Insassen im Auto unterwegs sind und lange Strecken fahren, lohnen sich Becherhalter für mehrere Passagiere. Im hinteren Teil von Autos gibt es meistens nur wenige Möglichkeiten, Getränkehalter nachzurüsten.

Eine relativ sichere Möglichkeit sind Tabletts, die mit der Hilfe von Spanngurten an den Holmen der vorderen Kopfstützen angebracht werden. Sie sind mit einem ausklappbaren Getränkehalter ausgestattet, wahlweise können sie komplett heruntergeklappt werden und sind dann Tablett und Becherhalter in einem Produkt.

Die beste Lösung ist dies allerdings nicht, da im Falle eines Aufpralls der Kopf eines Passagiers auf das Tablett schlagen kann. Da ein Tablett im Auto kaum gebraucht wird, sollten Sie bei der Anschaffung überlegen, ob eine Installation wirklich notwendig ist.

Tipps zur Fahrsicherheit

Die Fahrsicherheit lässt sich erhöhen, wenn Sie hochwertiges Zubehör kaufen, das fest installiert werden kann und sich nicht im Bereich der Airbags befindet. Doch auch moderne Produkte reichen nicht aus, um beim Autofahren sicher zu sein. In erster Linie hängt Ihre eigene Sicherheit von Ihrem körperlichen und geistigen Zustand ab. Schon in der Fahrschule lernen Fahranfänger, dass sie nicht wütend, übermüdet oder krank fahren sollten. Auch in Zuständen von emotionalem Stress sollten Sie sich nicht hinter das Steuer setzen. Sie sollten nur fahren, wenn Sie geistig und körperlich fit sind.

Ladung sichern

Auch der beste Getränkehalter bringt nichts, wenn die restliche Ladung im Auto nicht gesichert ist. Legen Sie möglichst keine Gegenstände auf die Hutablage. Selbst ein Wackeldackel kann wie ungesicherte Dosen, Flaschen und Becher zu einem Geschoss werden und Ihnen oder Ihren Mitfahrern schwere Verletzungen zufügen.

Der Kofferraum sollte ebenfalls richtig gepackt sein. Schwere Gegenstände wie Koffer gehören dabei immer nach unten und wenn möglich direkt hinter die Rücksitzlehne. Leichtere Gegenstände finden auf den schweren Koffern Platz. Ein Laderaumgitter oder ein Netz sollten immer dann eingesetzt werden, wenn die Ladung über die Höhe der Rücksitze geht.

Skier, Snowboards und andere Sportgeräte sind besonders schwer zu verstauen und sollten daher auf spezielle Trägersysteme oder in einer Dachbox transportiert werden.

Auch Autoreifen sollten Sie beim Transport extra sichern. Für die sperrigen Gegenstände wird häufig die Rückbank umgeklappt – was fatale Folgen bei einem Aufprall haben kann. Bereits bei 50 Stundenkilometern fliegen 15 Kilogramm schwere Räder mit dem 25fachen ihres Eigengewichts durch die Luft. Wenn Fahrer oder Beifahrer von den über 375 Kilogramm getroffen werden, kann dies ernsthafte Verletzungen nach sich ziehen.

Der richtige Platz für Tiere

Im Straßenverkehr sieht man immer wieder, dass vor allem kleine Hunde während der Fahrt auf der Hutablage sitzen und neugierig aus dem Fenster schauen. Doch Tiere gehören nicht an diesen Platz und sollten stattdessen im Fußraum des Beifahrers mitfahren. Große Hunde gehören in den Kofferraum, den Sie mit einem entsprechenden Netz sichern. Auch können sie auf der Rückbank gesichert werden. Wenn kleine Tiere Passagiere im Auto sind, sollten Sie in Transportboxen mitfahren, die Sie auf der Rückbank oder im Kofferraum fixieren können.

Sicherheitsgurt immer anlegen

Wenn die Ladung korrekt gesichert ist, Flaschen im Getränkehalter untergebracht sind und Tiere im Fußraum mitfahren, erhöhen Sie die Fahrsicherheit. Doch alle Maßnahmen sind umsonst, wenn Sie keinen Sicherheitsgurt anlegen. Ein Sicherheitsgurt ist der wichtigste Teil der passiven Sicherheitsausstattung eines Autos.

Vor der Fahrt sollten Sie sich vergewissern, dass alle Mitfahrer angeschnallt sind. Insbesondere bei Kindern liegt die Sorgfaltspflicht bei Ihnen als Erwachsener. Während der Fahrt sollten Sie immer wieder kontrollieren, ob Ihre Kinder noch angeschnallt sind, da sie sich gerne selbstständig abschnallen. Sollten Sie erwischt werden, wird es teuer, wenn Ihre Kleinen nicht ausreichend gesichert wurden. Zusätzlich zum Gurt sollte ein dem Alter und der Größe des Kindes entsprechender Kindersitz verwendet werden.

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