Wie Einsteiger die passenden Startpackungen für die Spur N finden

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Wie Einsteiger die passenden Startpackungen für die Spur N finden

Einkaufsratgeber: Startpackung für den Einstieg in die Miniaturwelt der Spur N

Miniaturen haben ihren ganz besonderen Reiz. Das ist auch im Modelleisenbahnbau so. Aber warum tun sich viele Modellbaufreunde so schwer, mit dem Aufbau einer Spur-N-Anlage zu beginnen? Möglicherweise liegt das auch daran, dass die fertigen Anlagen, die man auf Ausstellungen bewundern kann, so perfekt wirken, dass man selbst sich das Gestalten einfach nicht zutraut. Manchmal hilft hier nicht einmal das Lesen in Ratgebern oder Fachliteratur weiter, denn alles scheint irgendwie schwierig zu sein bei einem Maßstab von 1:160.

Das ist aber kein Grund, die Idee von vornherein aufzugeben. Startpackungen der Spur N beinhalten alles, was man zum ersten Ausprobieren benötigt. Ein guter Anfang ist zum Beispiel das Herstellen eines Dioramen ohne Fahrbetrieb.

Tipp: Die Steuerungseinheit aus der Startpackung sollten Sie gut aufheben. Nicht selten ist aus einer kleinen Bastelei der Einstieg in ein zauberhaftes Hobby entstanden.

Worauf Sie beim Kauf von Startpackungen für die Spur N achten sollten und was sich damit alles anfangen lässt, darüber informiert Sie dieser Ratgeber – und vielleicht gehören auch Sie schon bald zu den Spur-N-Bahnern, die ganze Miniaturwelten auf begrenztem Raum kreieren.

Der Einstieg in die Spur N mit Diarama und Funktionsdiarama

Im Gegensatz zu Startpackungen der größeren Spurbreite H0 beinhalten die Anfänger-Sets der Spur N in der Regel nur Gleismaterial, einen Zug und das Fahrgerät. Die Aufbauanleitung macht es leicht, ein kleines Gleisoval zu gestalten und den Zug rollen zu lassen.

Aber Modelleisenbahnen leben von der Gestaltung ihrer Umgebung. Hier beginnt bei der Spur N für die meisten Einsteiger das Problem. In einem Maßstab von 1:160 eine Landschaft zu gestalten, scheint zunächst sehr schwierig zu sein. Um sich hier nicht gleich selbst zu überlasten, ist der Bau von Diaramen eine gute Übung. Hier wird nur ein kleiner Teil der eigentlichen Modellbahn in einen Holzrahmen eingebaut, der später mit einer Glasplatte verschlossen werden sollte.

Die Schienen müssen nicht viel länger sein als der Zug, der darauf steht. Im Modellbauzubehör gibt es für die Spur N eine große Auswahl an Ausstattungsgegenständen. Für ein Diarama genügen ein Haltepunkt oder ein kleines Bahnhofsgebäude, ein paar Büsche und Bäume und ein paar Figuren, um das Modellbild im Maßstab 1:160 zu gestalten.

Wer es sich zutraut, kann auch ein sogenanntes Funktions-Diarama bauen. Hier werden bewegliche Elemente wie zum Beispiel eine sich drehende Mühle oder eine Be- und Entladestation eingefügt.

Die Spur N in Modulbauweise

Wer mit einer Startpackung der Spur N beginnt, hat im Hinterkopf mit Sicherheit schon den Gedanken an eine komplette Modelleisenbahnanlage im Miniaturformat. Eine Möglichkeit, die Teile aus der Startpackung in die spätere Anlage zu integrieren, ist der Aufbau einer sogenannten Modulanlage.

Jedes einzelne Modul bildet dabei einen Teil der späteren Gesamtanlage. Voraussetzung ist allerdings, dass die Übergänge zum nächsten Modul von vornherein so gestaltet werden, dass sie später nahtlos ineinander übergehen können. Im Modellbauzubehör gibt es Fachliteratur und Ratgeber, die sich mit dem Bau von Modulanlagen der Spur N beschäftigen. Hier kann man sich weiteres Detailwissen aneignen.

Der Vorteil der modularen Bauweise liegt darin, dass man nicht sofort eine komplette Landschaft gestalten muss, sondern sich immer detailliert mit Einzelheiten in einem begrenzten Umfang beschäftigen kann. Die Anlage wächst bei sorgfältiger Planung mit der Zeit so zu einer kompletten Miniaturwelt zusammen.

Die Startpackung der Spur N kann aber auch der Anfang für eine komplette Anlage sein. Hier gilt es dann zu bedenken, wie groß die Modelleisenbahn werden soll und auf welchem Untergrund sie aufgebaut wird. Mögliche Varianten sind

  • eine einheitliche Grundplatte aus Holz,
  • eine Rahmenkonstruktion aus Sperrholz, die mehrere Fahrebenen gestattet, oder
  • eine Segmentanlage, die sich an beliebigen Stellen auftrennen lässt.

Bei Modelleisenbahnen der Spur N ist in der Regel immer noch die Grundplatte aus Holz am gebräuchlichsten. Durch die geringe Größe der Einzelteile lässt sich so auf kleinem Raum bereits eine komplette und umfangreiche Kleinspurbahn aufbauen.

Schließlich ist die Spur N etwa um die Hälfte kleiner als eine Anlage der Spur H0. Bei vergleichbarer Ausstattung benötigt die Spur-N-Anlage mit einer Spurbreite von neun Millimetern also nur ein Viertel des Platzes, den eine H0-Anlage belegen würde. Damit lassen sich unter anderem größere Radien, aber auch vielseitigere Landschaften gestalten.

Wie wichtig ist der Hersteller der Startpackung für die Spur N?

In Deutschland gibt es derzeit etwa ein halbes Dutzend bekannter Modellbauhersteller, die auch Startpackungen für die Spur N anbieten. Sie haben in der Regel eigene Gleissysteme entwickelt, die aber nur bedingt untereinander kompatibel sind. Wer sich für die Startpackung eines bestimmten Herstellers entscheidet, trifft damit in der Regel auch bereits die Entscheidung, bei Erweiterungen ausschließlich das spezifische Gleismaterial weiter zu verwenden.

Anders sieht es aber beim rollenden Material aus. Hier sind die Züge herstellerunabhängig jederzeit untereinander kompatibel. In der Regel sind sie alle mit einer Standardkupplung ausgestattet, die serienmäßig auf jedes Modell montiert wird.

Achtung: Auch, wenn die Züge untereinander kompatibel sind, gibt es optische Abweichungen, die man berücksichtigen sollte. Dazu zählen unter anderem die Abmessungen in Höhe und Breite der Loks und Waggons. Schnellzugwagen von Fleischmann, Trix oder Arnold sind zum Beispiel etwas hochbeinig konstruiert und passen deshalb optisch nicht zu den niedrigeren Roco-Modellen, die durchweg vorbildgerechter in Höhe und Breite ausfallen.

Kauftipp: Schauen Sie sich die Zusammenstellungen von Startpackungen für die Spur N von unterschiedlichen Herstellern im Detail an. Das können Sie anhand der Produktbeschreibungen tun, oder Sie vergleichen die jeweiligen Abmessungen anhand der Technischen Datenblätter auf der jeweiligen Herstellerwebseite. Viele Bücher bieten außerdem große Panoramaaufnahmen von Kleinspurbahnen mit Herstellerangaben. So bekommen Sie eine Vorstellung davon, welche Bauformen Ihren Vorstellungen gerecht werden. Hilfreich kann auch der Besuch einer Modellbahnausstellung sein. Hier können Sie Spur-N-Anlagen auch im Fahrbetrieb unter die Lupe nehmen.

Besondere Startpackungen und Erweiterungen für die Spur N

Den Begriff Startpackung interpretieren die Anbieter häufig unterschiedlich. Normalerweise erwartet man in einer solchen Zusammenstellung das notwendige Material, um einen Zug auf einer begrenzten Strecke fahren lassen zu können. Es gibt aber auch Startpackungen, in denen sich ausschließlich Fahrzeuge – also unterschiedliche Loks und Waggons – befinden.

Außerdem bieten viele Hersteller Erweiterungen für ihre Startpackungen an. Darin befindet sich in der Regel zusätzliches Schienenmaterial einschließlich einiger Weichen oder Kreuzungen. Achten Sie beim Kauf von solchen Erweiterungspaketen unbedingt darauf, auf welche Startpackung sie sich beziehen. Das ist ausschlaggebend dafür, dass der Fahrantrieb aus der Startpackung auch für die Erweiterung ausreicht.

Auch mit Startpackungen der Spur N muss sorgfältig gearbeitet werden

Gut verlegte Gleise sind die Voraussetzung dafür, dass der Fahrbetrieb störungsfrei funktioniert. Das gilt nicht nur für komplette Anlagen, sondern auch bereits für das erste Gleisoval aus einer Startpackung für die Spur N.

Deshalb sollten auch die ersten Fahrversuche auf ordentlich gestalteten Gleistrassen unternommen werden. Trassen kann man zum Beispiel aus Sperrholz (10 Millimeter stark) mit einer Laub- oder Stichsäge aussägen. Gestalten Sie die Trasse etwas breiter als es die Schienen sind. So können Sie sie später in einer größeren Anlage weiterverwenden, auch wenn dann zum Beispiel an den Seiten noch Signale oder Ähnliches befestigt werden sollen.

Achtung: Wenn Sie die Schienen mit Gleisnägeln befestigen wollen, können Sie nicht jedes Holz für die Trassen verwenden. Mehrfach verleimtes Sperrholz oder dünne Tischlerplatten sind gut geeignet. In Spanplatten lassen sich die kleinen Nägel jedoch kaum befestigen.

Auf das Holz gehört eine Schicht Kork. Manche Hersteller bieten passende Korkbettungen als Vorbereitung für das Schotterbett an, die auf der Rückseite mit Klebeband versehen sind. Für die Startpackung genügt hier aber auch eine Korkplatte aus dem Bastelzubehör, die passend zurechtgeschnitten und mit Holzleim aufgeleimt wird.

Tipp: Bevor Sie die Schienen befestigen, sollten Sie die Trassen mit einer dunklen Farbe grundieren. So bleiben Stellen ohne Gleisschotter unsichtbar. Das ist bei einer Startpackung sicher noch nicht so wichtig, bei einer größeren Anlage jedoch schon. Denn hier fallen optische Fehler meist relativ schnell auf, und zu diesen gehören auch helle Löcher im Gleisbett.

Um die Schienen der Startpackung auf der vorbereiteten Trasse zu befestigen, verwenden Sie Gleisnägel oder Gleisschrauben. Schrauben lassen sich etwas leichter wieder entfernen, sind dafür aber stärker sichtbar. Im späteren Anlagenbau sollten also auf jeden Fall an den gut einsehbaren Schienen die nahezu unsichtbaren Gleisnägel verwendet werden.

Tipp: Wenn es nur um das Ausprobieren geht, dann können die Schienen aus der Startpackung auch einfach mit doppelseitigem Klebeband befestigt werden. Allerdings hält das Klebeband nicht so dauerhaft, und bei Flexgleisen begegnet man der Schwierigkeit, dass es zu schwach ist, um die Gleise in der vorgebogenen Form zu fixieren.

Achtung: Ein häufiger Anfängerfehler ist es, Gleise einfach mit Pattex oder anderen Klebern aufzukleben. Sie lassen sich aber nicht mehr entfernen. Bei Veränderungen oder dem Ausbau der Anlage sind die aufgeklebten Gleise nicht mehr zu verwenden. Das Kleben eignet sich also ausschließlich für den Bau von Diaramen, die nicht mehr verändert werden sollen.

Wichtiges Arbeitsgerät für die Spur N – eine Lupe

Sobald es um mehr geht, als die Gleise der Startpackung zu verlegen und einen Zug rollen zu lassen, wird der Maßstab 1:160 oft zum Problem. Deshalb ist es empfehlenswert, sich gleich zu Beginn eine möglichst beleuchtete Arbeitsplatzlupe zuzulegen. Damit lässt sich das gesamte Miniaturzubehör bis ins Detail erkennen und bei Bedarf auch bearbeiten.

Lupen mit integrierter Beleuchtung schonen die Augen, weil das Licht immer im richtigen Winkel auf die Zubehörteile fällt. Neben anderen Werkzeugen aus dem Modellbau spielen auch Pinzetten unterschiedlicher Größen bei der Spur N eine große Rolle. Manche Teile sind nämlich so filigran, dass sie sich mit der Hand nicht festhalten lassen.

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