Wide Dynamic Range (WDR) - Die Waffe gegen Gegenlicht

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Wide Dynamic Range (WDR) ist eine Bezeichnung für das maximale Kontrastverhältnis in einem Bild. Dieses liegt bei einem normalen Bild, einem sog. LDR (Low Dynamic Range), bei ca. 10.000:1 (chemische Photographie) bzw. 1.000:1 (Digitalphotographie), bei einem WDR (Wide Dynamic Range) bei ca. 80.000:1 - 100.000:1

Zur Gegenlichtkompensation verfügen die meisten Kameras über eine BLC-Funktion. BLC steht für "Back Light Compensation". BLC verhindert, dass das Objekt durch die Öffnung der Iris zu dunkel aufgenommen wird. Die Standard BLC Methode, die von den meisten konventionellen CCTV-Kameras eingesetzt wird, analysiert gerade einmal 20% eines Bildes, meist die Bildmitte. Dies reicht, um eine klare Ansicht des Bildbereiches sicher zu stellen, lässt aber unweigerlich den Rest des Bildes im Trüben. Die speziell für den Einsatz bei schwierigen Gegenlichverhältnissen entwickelten WDR-Kameras hingegen analysieren nahezu das gesamte Bild, um optimal unterschiedliche Helligkeitsbereiche ausgleichen zu können. Und so funktioniert diese Technik:

Das gesamte Bild wird über einen längeren Zeitraum belichtet und ausgewertet. Dabei kann es sein, dass am Anfang des Belichtungszeitraumes der Hintergrund des Bildes am besten zu erkennen ist, und am Schluss dann erst die vom Gegenlicht verdunkelten Objekte vollständig belichtet sind. Aus diesen unterschiedlichen Belichtungsphasen wählt die Kamera dann völlig automatisch den jeweils optimal beleuchteten Bildausschnitt aus und setzt aus diesen Einzelbildern dann das Gesamtbild zusammen. Dieses Verfahren stellt sicher, dass man alles erkennt, was im Bild passiert, egal ob das Objekt im Licht oder im Schatten steht.

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