Wichtige Werkzeuge und Ersatzteile zur PC-Reparatur und zum Tuning

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Werkzeug und Ersatzteile zur PC-Reparatur

Jeder Bastler hat sein persönliches Lieblingswerkzeug. Aber wer bei den empfindlichen Komponenten eines Computers zum falschen Werkzeug greift, riskiert Schäden an der Hardware, die sich nicht mehr reparieren lassen.

Ähnliches gilt auch, wenn man beim Kauf von Ersatzteilen für den PC nicht genau darauf achtet, dass sie mit dem vorhandenen System kompatibel sind.

Welche Werkzeuge wichtig für Bastel- und Reparaturarbeiten am PC sind, zeigt Ihnen dieser Einkaufsratgeber. Außerdem erhalten Sie Informationen über die wichtigsten PC-Ersatzteile und worauf beim Kauf und Einbau geachtet werden sollte.

Computerwerkzeug einzeln oder im Set

Es gibt eine Reihe von Werkzeugen, die bei Auf- oder Umrüstungen am PC immer wieder benötigt werden. Deshalb ist es oft günstiger, ein Werkzeug-Set für den PC zu kaufen. Damit kann man sicher sein, eine hochwertige Grundausstattung an Computerwerkzeugen zu besitzen, die für die meisten Arbeiten am PC ausreichen.

Aber auch bei den Sets gibt es natürlich gravierende Unterschiede in der Zusammenstellung.

Kauftipp: Lassen Sie sich nicht von der Anzahl der Teile in einem Werkzeug-Set blenden. Viele Hersteller rechnen jede einzelne Schraube, Unterlegscheibe und jeden Jumper als einzelnes Werkzeugteil. Es kann also sein, dass Sie ein über 100-teiliges Set zu einem relativ hohen Preis kaufen, aber nicht mehr Werkzeuge darin vorfinden, als Ihnen ein 16-teiliges Set bieten würde.

Zu den unentbehrlichen Werkzeugen für Arbeiten am PC gehören unter anderem:

  • Schraubenzieher in unterschiedlichen Größen oder Handteile mit entsprechend vielen Bits,
  • Arterienklemmen,
  • Steckschlüssel,
  • Spitzzangen und Seitenschneider.

Hilfreich sind zudem auf jeden Fall eine LED-Klemmleuchte für die bessere Sicht, eventuell eine Kamera, um die einzelnen Arbeitsschritte zu dokumentieren, PC-Reiniger und Kabelbinder.

Richtig schrauben am PC – Schraubendreher und Steckschlüssel

Wer nur hin und wieder am PC ein paar Schrauben lösen oder befestigen möchte, kommt mit einigen isolierten Standardschraubenziehern wahrscheinlich gut zurecht. Ideal sind hier Schraubenzieher, die über einen kurzen Griff und einen langen Schaft verfügen. Da die Schraubenkopfgrößen oft unterschiedlich sind, sollte hier eine Auswahl unterschiedlicher Größen vorhanden sein.

Wer häufiger am PC herumschraubt, sollte sich allerdings ein passendes Power-Tool zulegen. Es gibt Akkuschrauber, die als spezielles Computerwerkzeug konzipiert wurden.

Kauftipp: Achten Sie darauf, dass der Akkuschrauber für den PC eine Knickvorrichtung hat, damit sie auch wirklich jede Schraube und jedes Gewinde im PC-Gehäuse gut damit erreichen können.

Achten Sie auf jeden Fall darauf, dass sowohl Schraubenzieher als auch die Bits für die Akkuschrauber magnetisch sind. So lassen sich heruntergefallene Schrauben leicht wieder aufheben. Alternativ kann man das PC-Werkzeug um einen möglichst flexiblen Magnetstab erweitern.

Steckschlüssel werden benötigt, um die Befestigungsmuttern auf dem Motherboard aufzusetzen oder zu entfernen. Außerdem dienen Sie zum Lösen und Anschließen der winzigen Sicherungsmuttern, die bei DVI- und VGA-Konnektoren verwendet werden. Ist der Konnektor entfernt, kann mit dem Steckschlüssel auch die auf der Grafikkarte verbliebene Sicherungsmutter erreicht werden.

Arterienklemme oder chirurgische Pinzette

Manchmal müssen bei Arbeiten am PC kleine Teile festgehalten werden. Aufgrund des begrenzten Raums und der eingeschränkten Sichtverhältnisse eignen sich hier Arterienklemmen oder auch lange chirurgische Pinzetten ausgezeichnet.

Hinweis: Arterienklemmen bekommt man nicht nur im medizinischen Bedarf. Wesentlich günstiger sind sie in den Rubriken Elektronik oder Modellbau zu finden. Am besten legen Sie sich gleich zwei in unterschiedlichen Größen bereit. So haben Sie immer ein passendes Haltewerkzeug zur Hand.

Spitzzange und Seitenschneider

Spitzzangen und Seitenschneider werden relativ häufig als Kombi-Werkzeug angeboten. Allerdings ist ein separater Seitenschneider oftmals sinnvoller, weil er individueller eingesetzt werden kann.

Kauftipp: Achten Sie darauf, möglichst kleine Werkzeuge zu kaufen. Besonders in kleinen PC-Gehäusen ist nicht viel Platz. Je kleiner Spitzzange und Seitenschneider ausfallen, umso leichter können Sie damit arbeiten.

Seitenschneider sind auch notwendig, um die Kabelbinder im Inneren des PCs auf die passende Größe zurechtzuschneiden.

Weiteres Werkzeug für den Computer, das Ihnen die Arbeit erleichtern wird

Besonders bei Umbau- oder Aufrüstarbeiten ist es wichtig, vor dem Wechsel von Komponenten das Innere des Computers zu reinigen. Hier sammelt sich im Laufe der Zeit automatisch Staub an. Dieser Staub kann, wenn er nicht regelmäßig entfernt wird, zu thermischen Problemen führen.

Die beste Reinigungsmöglichkeit für das PC-Innenleben ist die Verwendung von Druckluft. Druckluftkartuschen sind im Elektronikbedarf erhältlich und leicht zu bedienen. Der Umwelt und auch der Sicherheit zuliebe sollten Sie ausschließlich Druckluftkartuschen verwenden, die frei von FCKW, Chlor und entflammbaren Gasen sind.

Mangelndes Licht ist eines der größten Probleme bei Arbeiten im Inneren des Computers. Selbst in einem hell erleuchteten Raum erreicht man oft nicht den notwendigen Kontrast, um feinste Arbeiten auszuführen. Praktisch sind hier LED-Klemmleuchten, die sich auch am geöffneten Gehäuse anbringen lassen. Sie verbrauchen kaum Energie und liefern das Licht punktgenau dorthin, wo es benötigt wird.

Vorher-Nachher-Aufnahmen zur Dokumentation

Ob Handykamera oder Digicam – einige Dinge lassen sich mit Fotos wesentlich erleichtern. Wer zum Beispiel aufwendige Veränderungen an der Verkabelung vornimmt, hat mit sogenannten Vorher-Nachher-Aufnahmen die beste Möglichkeit, die alte und die neue Verkabelung zu dokumentieren. So lassen sich auch später noch alle Arbeitsschritte nachvollziehen. Das kann auch bei der Problemlösung helfen, etwa, wenn sich einzelne Kabel gelöst haben oder erneuert werden müssen.

Kabelbinder-Tipp

Für mehr Ordnung bei der oft unübersichtlichen Verkabelung sorgen Kabelbinder, die auch innerhalb des Computers sehr wertvoll sind und deshalb unbedingt ein Bestandteil des Computerwerkzeugs sein sollten.

Verwenden Sie keine Einweg-Kabelbinder aus Plastik. Sie lassen sich schwer wieder lösen. Kabelbinder aus Stoff oder Draht sind eine gute Wahl. Sehr robust sind auch spezielle Klettstreifen (Velcro-Streifen). Sie können auch außerhalb des Gehäuses gute Dienste leisten und überschüssige Ersatzkabel ordentlich zusammenbinden.

Während der Arbeit am PC: Vorsicht mit dem Strom!

Bei Arbeiten im Inneren des PCs sollte die Verbindung zum Stromnetz auf jeden Fall komplett getrennt werden. Außerdem stellt beim Auf- oder Umrüsten die statische Ladung ein großes Problem dar. Die statische Elektrizität des menschlichen Körpers kann sich an den verschiedensten Komponenten des Computers entladen und so irreparable Schäden hervorrufen. Schon einfache Berührungen können sensible Schaltkreise beeinflussen. Wer häufiger am PC schraubt, sollte sich deshalb ein antistatisches Armband zulegen. Für einmalige Arbeiten genügt oft schon der Griff an einen Heizkörper, um Probleme zu vermeiden.

Wichtige Ersatzteile für den Computer

Zu den PC-Ersatzteilen, die am häufigsten gekauft werden, gehören unter anderem

  • Prozessoren,
  • Mainboards,
  • Arbeitsspeicher,
  • Kühler,
  • Festplatten,
  • Schnittstellenerweiterungen,
  • Grafikkarten und
  • Netzteile.

Viele Teile erfordern nicht viel Fachkenntnis für den Einbau und werden von den meisten Betriebssystemen auch automatisch erkannt. Ist ein passender Treiber nicht vorhanden, finden Sie ihn auf jeden Fall in der dem Ersatzteil beigefügten Installationssoftware.

Hinweis: Wenn Sie gebrauchte Ersatzteile für den Computer kaufen, achten Sie darauf, dass die Installationssoftware zum Lieferumfang gehört. Ist das nicht der Fall, informieren Sie sich auf der Webseite des Herstellers, ob die passenden Treiber zum Download zur Verfügung stehen. Ansonsten kann es eventuell zu Problemen bei der Inbetriebnahme kommen.

Besondere Komponenten verlangen eine gute Installationsvorbereitung

PC-Tuning heißt das Zauberwort, das Rechner schneller machen soll. Natürlich kann man den Prozessor und die Hauptplatine gegen neuere Modelle austauschen. Ein paar Prozent Geschwindigkeitssteigerung lassen sich so erzielen. Wer aber eine deutlich spürbare Wirkung erzielen und dazu noch einen wesentlich leiseren PC bekommen möchte, sollte anstelle der normalen HDD-Festplatte eine SSD-Platte (Solid State Drive) einbauen. Damit verkürzt sich zum Beispiel beim Betriebssystem Windows 7 die Startzeit von etwa 50 auf circa 12 Sekunden. Hierzu sind aber ein paar Vorbereitungen notwendig:

Vor der Installation müssen sowohl das BIOS als auch die Firmware der SSD auf den neuesten Stand gebracht werden. Das gilt auch dann, wenn der PC selbst ganz neu ist. Das BIOS-Update ist ganz besonders wichtig, weil damit auch Fehler eliminiert werden, die den SATA-Controller beeinflussen.

Tipp: Für das SSD-Update stellen die Hersteller in der Regel in ISO-Abbild für eine bootfähige CD zur Verfügung. Ersatzweise gibt es oft auch ein Software-Tool zum Download, mit dem sich eine bootfähige CD oder ein bootfähiger USB-Stick herstellen lassen. Weitere Informationen dazu finden Sie auf der Webseite des Herstellers.

Der Prozessorwechsel ist recht einfach

Prozessoren (CPUs) sind heute so gebaut, dass sie nur auf eine bestimmte Art in den vorhandenen Sockel hineinpassen. Zum Einbau eines neuen Prozessors wird deshalb auch kein spezielles Computerwerkzeug benötigt.

Wichtig: Bevor Sie mit dem Einbau beginnen, sollten Sie sicherstellen, dass der Sockel auf dem Motherboard staubfrei und sauber ist. Ansonsten kann es passieren, dass der CPU nicht richtig sitzt und dementsprechend auch nicht einwandfrei arbeitet. Verwenden Sie Druckluft, um den Sockel schonend zu reinigen.

Die Kontakte sollten möglichst nicht berührt werden. Besonders bei Prozessoren von AMD könnten sonst die empfindlichen Pins am Stecker verbogen werden. Intel verzichtet inzwischen auf Pins und hat sich für weniger empfindliche Anschlüsse am Sockel entschieden.

Im Idealfall sollte der Prozessor ohne Kraftaufwand von allein in den Sockel hereinfallen. Mit einem leichten Fingerdruck wird er fixiert, und die Arbeit ist getan.

Wichtige Ersatzteile müssen passen

Bevor man sich zum Kauf von neuen Komponenten für einen Computer entscheidet, sollte man die genauen Systeminformationen des eigenen Rechners bereitlegen. So kann man am besten feststellen, welche Ersatzteile geeignet und kompatibel sind.

Hinweis: Wenn Sie Zweifel haben, ob eine bestimmte Komponente sich für Ihren Computer verwenden lässt, schauen Sie zum Beispiel in die Bedienungsanleitung des Mainboards. Finden Sie hier die passenden Angaben nicht, geben die Technischen Datenblätter auf der Webseite des jeweiligen Herstellers Auskunft darüber, zu welchen Systemen das Ersatzteil kompatibel ist.

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