Wichtige Tipps zum Ersteigern landwirtschaftlicher Nutzflächen

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Worauf es beim Ersteigern landwirtschaftlicher Nutzflächen zu achten gilt

Unter landwirtschaftlichen Nutzflächen versteht man sowohl Ackerland, Weiden sowie Wiesen, die die Grundlage eines landwirtschaftlichen Betriebes bilden. Diese wird offiziell in verschiedene Kategorien eingeteilt, die mit Nummern gekennzeichnet werden. Hierunter finden sich 14 verschiedene Arten von Nutzflächen. Von Ackerland über Gartenland und Mischnutzung bis hin zu Brachland sind hier alle möglichen Verwendungszwecke aufgeführt. Käufer können anhand dieser Kennzahlen leicht Zugang zu notwendigen Informationen bezüglich der landwirtschaftlichen Nutzflächen erhalten.

Landwirtschaftliche Nutzflächen sind interessanter denn je. Existenzgründer nutzen sie oft, um in ein ruhiges, ländliches Gebiet zu ziehen und ein neues berufliches Tätigkeitsfeld in der Landwirtschaft zu suchen. Landwirte interessieren sich für sie, um ihren bestehenden Betrieb zu erweitern und Investoren sichern ihr Kapital in einer risikoarmen Investition. Dabei ist es jedoch ein Kauf, der wohl überlegt sein will und viele Informationen erfordert, um alle Kosten und Risiken überblicken zu können. So ist allein der Gedanke, sein Geld sicher zu investieren, nicht ausreichend, um einen solchen Schritt zu gehen.

Nutzungsmöglichkeiten, die Gewinn versprechen, gibt es für landwirtschaftliche Nutzflächen viele. So können Sie sowohl in eine Forst- als auch eine Agrarfläche investieren. Auch Resthöfe, die Sie bei eBay finden, sind gefragt. Immer beliebter werden Investitionen in landwirtschaftliche Nutzflächen, die mit Solaranlagen versehen werden können. Hier können Sie die steigende Nachfrage nach Ökostrom zu Ihren Gunsten nutzen.

Diese Dinge gilt es zu klären, wenn Sie eine landwirtschaftliche Nutzfläche als Landwirt nutzen möchten

Sind Sie Landwirt oder möchten sich einen neue Existenz als solcher aufbauen, gilt es, das richtige Grundstück zu finden. Hier ist es meist zusätzlich erforderlich, ein Bauernhaus zu erwerben. Beim Land ist nicht nur die Lage und Größe entscheidend, sondern auch, ob die finanziellen Mittel ausreichen. Denn als Landwirt haben Sie Kosten, die durch Pflichtmitgliedschaften in der landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft, der gesetzlichen Krankenversicherung, der gesetzlichen Rentenversicherung sowie der Tierseuchenkasse entstehen. Sollten Sie die entsprechenden Rücklagen hierfür haben, gilt es zu klären, was angebaut werden soll, denn der zu erwerbende Boden sollte auch hierfür geeignet sein. Sie sollten also in jedem Fall vorher erfragen, wie die Fläche vorher genutzt wurde. Sind Sie sich nicht sicher, können entsprechende Informationen nicht gegeben werden oder benötigen Sie eine Absicherung, ob Ihr Vorhaben auf diesem Grundstück Erfolg haben kann, ist ein Bodengutachten oft ratsam. Dieses gibt Ihnen Aufschluss über die Beschaffenheit und Verwendbarkeit.

Klären Sie weiterhin, inwieweit Rechte Dritter bestehen. So kann ein Wegerecht zum Beispiel Ihre Pläne stören, aber auch Überleitungsrechte von Energieversorgern müssen einkalkuliert werden und mindern zudem den Preis des Grundstücks. Falls Sie neben der landwirtschaftlichen Nutzfläche ein Haus bauen wollen, um Ihren Lebensmittelpunkt hierhin zu verlegen, muss mit der zuständigen Gemeinde geklärt werden, ob ein Teil der Nutzfläche als Baugrund verwendet werden darf. Bedenken Sie hierbei auch, dass zusätzliche Kosten zur Erschließung auf Sie zukommen, denn ein Haus erfordert Wasser-, Strom- und Gasanschlüsse. Vor allen Dingen Waldgebiete sind sehr kostenintensiv. Günstiger ist es, gleich eine Nutzfläche mit Bauernhaus zu erwerben, die Sie auch bei eBay finden.

Diese Punkte sollten Sie beachten, wenn Sie in einen landwirtschaftliche Nutzfläche investieren wollen

Ob eine landwirtschaftliche Nutzfläche als Investition rentabel ist, ist nicht nur eine Frage der Lage. Auch das günstigste Land kann ein Verlustgeschäft werden, wenn Sie nicht über ausreichende Informationen verfügen und bestimmte Gegebenheiten dazu führen, dass das Land an Wert verliert. So gilt es in jedem Fall zu klären, ob Ansprüche Dritter auf das Land bestehen. Hierbei kann es sich um ein Wegerecht handeln, aber auch um ein Überleitungsrecht. Dabei kann es Ihnen passieren, dass zum Beispiel ein Stromversorger später über Ihr Land eine Stromleitung führen möchte. Beides mindert den Wert der landwirtschaftlichen Nutzfläche. Auch stellt der Kauf eines Grundstücks nicht sicher, dass Sie es verpachten können. Möchten Sie Ihren Erwerb also nicht nur ruhen lassen, sondern Geld aus Vermietung oder Verpachtung einnehmen, muss vor dem Kauf geklärt sein, dass eine Verpachtung an einen Landwirt möglich ist. Verlassen Sie sich ebenso nicht auf Angaben zur Erreichbarkeit der Nutzfläche. Prüfen Sie, ob diese im Falle einer Verpachtung auch für einen Landwirt einfach zu erreichen und aufgrund der Infrastruktur interessant ist. Bestenfalls sollte Ihr neu erworbenes Grundstück in einer Gegend mit vielen landwirtschaftlichen Betrieben liegen.
Möchten Sie das Grundstück als reine Kapitalanlage erwerben, sollten Sie andere Verwendungsmöglichkeiten prüfen, da die Landwirtschaft ein zurückgehender Wirtschaftszweig ist. Ist eine andere Möglichkeit gegeben, sind Sie in mehreren Hinsichten abgesichert. Hier sind vor allen Dingen Flächen zu bevorzugen, die bereits über die notwendigen Genehmigungen verfügen, denn dies spart Ihnen Zeit und Geld. Lassen Sie aber in jedem Fall von einem Anwalt prüfen, ob alle wichtigen Punkte erfüllt sind.

Diese Kriterien spielen bei landwirtschaftlichen Nutzflächen im Ausland eine Rolle

Oftmals finden Sie, auch bei eBay, günstige Angebote von landwirtschaftlichen Nutzflächen im Ausland. Hier gelten zu den bereits oben genannten Punkten weitere, zu prüfende Kriterien. Denn nicht in jedem Staat ist der Erwerb von Land für Ausländer einfach. Nach der Öffnung der Europäischen Union sind Staaten im EU-Ausland an das EU-Recht gebunden. So können Sie zwar Land, zum Beispiel in Spanien, erwerben, jedoch bleibt zu klären, welche besonderen Genehmigungen Sie zur Nutzung erfüllen müssen. Hier können Sie sich im Internet oder direkt bei den zuständigen Behörden vor Ort informieren. Auch steht die jeweilige deutsche Botschaft oft mit wichtigen Informationen zur Seite.

Sollten Sie in eine landwirtschaftliche Nutzfläche im Nicht-EU-Ausland investieren wollen oder diese gar selbst nutzen wollen, gelten die Gesetze des jeweiligen Landes. Hier gilt es zu bedenken, dass Sie meist eine Aufenthaltsgenehmigung benötigen, um Land erwerben zu können. Viele, vor allen Dingen günstige Länder erlauben Landbesitz nur Staatsangehörigen oder mit einem Staatsangehörigen Verheirateten. Auch sind die Nutzungsbedingungen sehr unterschiedlich. Hier ist ebenfalls die jeweilige deutsche Botschaft vor Ort wichtiger Ansprechpartner. Bevor Sie also Ihr Geld unnötig riskieren, sollten Sie ausreichende Informationen einholen. Dabei gilt es nicht nur, die Voraussetzungen für den Landerwerb zu erfüllen, sondern auch, sich mit der Kultur und den Gegebenheiten vor Ort auseinanderzusetzen. Sie erhalten im Regelfall von den Botschaften eine Liste mit vertrauenswürdigen Anwälten vor Ort, die Ihnen weiterhelfen können.

So definieren sich die einzelnen Arten von landwirtschaftlichen Nutzflächen

Von den Landesverwaltungsämtern werden innerhalb Deutschlands Kennziffern für unterschiedlich genutzte Flächen vergeben. So hat Ackerland die Ziffer 6100. Hierunter versteht man eine Fläche, die regelmäßig unter Zuhilfenahme eines Pfluges bearbeitet wird. Auch das Bestellen mit einer Feldfrucht gehört zur Kategorisierung dazu. Weiterhin wird ein Acker unterteilt in Ackerland, Acker-Grünland, Ackerhackrain, Grünland-Acker und Grünland-Hackrain. Außerdem gibt es unter der Kennziffer 6105 die Hopfenpflanzung, die 6200 steht für Grünland, 6205 für Strandhafer und -gräser, den Schilf gibt es unter 6206, das Gartenland unter 6300, 6304 steht für Obstbaumanlage, 6400 für Weingärten, 6500 für Moor, 6600 für eine Heide, 6700 für Mischnutzung, 6800 für eine Betriebsfläche, 6801 für den Hofraum sowie 6900 für Brachland. Die Kennziffern 6105 bis 6400 fallen unter den Oberbegriff Wiese. Diese ist dadurch gekennzeichnet, dass die Erträge durch regelmäßiges Mähen, auch Mahd genannt, eingebracht werden. Diese werden vor allen Dingen zur Futterherstellung für Tiere verwendet, also zum Beispiel Heu.
Auch ein Obstbaumstand fällt in der Regel unter den Oberbegriff Wiese. Dies erkennen Sie daran, dass der offizielle Begriff hierfür Streuobstwiese ist. Beide, sowohl Acker wie auch Wiese, stehen im Gegensatz zur Weide. Obwohl es sich hierbei oberflächlich gesehen ebenfalls um eine Wiese handelt, werden die Erträge doch nicht direkt eingebracht. Der Unterschied zur Wiese ist also, dass hier nicht abgeerntet wird, sondern durch die Tiere abgeweidet. Sollten Sie an dem Erwerb einer landwirtschaftlichen Nutzfläche, von denen Sie alle Arten ebenfalls bei eBay finden, interessiert sein, ist es von großer Bedeutung, um welche Art der Nutzfläche es sich handelt. Denn diese bestimmt in der Regel die Bodenbeschaffenheit und kann Ihnen wertvolle Hinweise darauf liefern, welche Genehmigungen bereits vorhanden sind oder was Sie mit diesem Grund und Boden planen können.

So entwickeln sich die Preise von landwirtschaftlichen Nutzflächen

Landwirtschaftliche Nutzflächen sind für Investoren in den letzten Jahren besonders interessant, weil die Preise stetig steigen während die Verzinsungen der Banken sinken. Dies ist nicht darauf zurückzuführen, dass der Bedarf an Nutzflächen steigt oder die Beschaffenheit des Bodens sich verbessert, sondern dass der Flächenbedarf im Allgemeinen steigt. Im Durchschnitt musste man im Jahr 2010 zirka 10.000 Euro pro Hektar Land zahlen. Hierbei ist der Unterschied zwischen den neuen und alten Bundesländern jedoch gravierend. Während die neuen Bundesländer mit rund 6000 Euro pro Hektar günstig waren, liegen die alten mit einem Durchschnitt von knapp 18.000 Euro pro Hektar hoch im Kurs. Nordrhein-Westfalen führt diese Liste mit den höchsten Preisen an und ist gleichzeitig das Bundesland, in dem am wenigsten Land veräußert wird. Die neuen Bundesländer wie Brandenburg und Sachsen sind aber auch die Gegenden, in denen die Preise am auffälligsten ansteigen, eine Angleichung an die alten Bundesländer wird immer mehr erreicht. Investoren haben somit in den neuen Bundesländern hohe Chancen auf eine überdurchschnittliche Wertsteigerung.

Generell gelten Immobilien und Ländereien als sichere Geldanlage. Trotzdem ist es wichtig, sich über die regionalen Preise gut vor einem Kauf zu informieren. Stellen Sie, bevor Sie zum Beispiel bei eBay eine landwirtschaftliche Nutzfläche erwerben, Nachforschungen an, wie hoch die Preise in der angegebenen Gegend durchschnittlich liegen. Informationen hierzu finden Sie im Internet oder auch bei den Verwaltungsämtern. Ähnlich wie bei einem Mietspiegel, der für Städte erstellt wird, finden Sie Informationen zu landwirtschaftlichen Nutzflächen. Diese geben Ihnen einen Anhaltspunkt dafür, was das Land Wert ist. Natürlich sind zusätzliche Faktoren wie Genehmigungen für Solaranlagen oder Baugenehmigungen von besonderem Interesse und steigern den Wert des Landes zum Teil erheblich. Auch bereits erschlossene Gebiete sparen Kosten, wenn Sie mit dem Gedanken spielen, ein Haus zu bauen, denn diese Maßnahmen müssen bei den Gemeinden in der Regel teuer bezahlt werden.

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