Wichtige Tipps rund um Auto-Hi-Fi und Navigationsgeräte

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Was beim Kauf von Zubehör für Auto-Hi-Fi und Navigation beachtet werden sollte

Ein modernes Autoradio bietet die optimale Unterhaltung für unterwegs. Das Abspielen von Radiosendern, Nachrichten oder der eigenen Musik gehört mittlerweile zum Standard. Kassettendecks sind von hochwertigen CD-Playern abgelöst und nahezu jedes neue Radiomodell verfügt über eine MP3-Funktion. Moderne Autoradios leisten bedeutend mehr. Sie lassen sich per Fernbedienung steuern, stellen eine drahtlose Verbindung zum Smartphone her und sind gleichzeitig Freisprechanlage. Auf Wunsch unterhalten Sie ihre Beifahrer mit einem integrierten DVD-Player auf längeren Strecken.

Die neusten Radiovarianten ersetzen das separate Navigationsgerät

Neben USB-Schnittstellen erhalten Sie Zugang über verschiedene Speicherkarten-Steckplätze oder verbinden das Radio per Bluetooth mit anderen Geräten. Eine sehr wichtige Funktion ist dabei die Navigation. Die neusten Radiovarianten ersetzen das separate Navigationsgerät und zeigen entweder über den eigenen Bildschirm oder über das Smartphone die aktuelle Route an. Um ein derart harmonierendes Auto-Hi-Fi-System zu integrieren, kommt es auf den richtigen Einbau an. Dieser Ratgeber stellt Ihnen die unterschiedlichen Geräte und Zubehörteile für eine solche Anlage vor. Mit den richtigen Informationen sparen Sie Geld und vermeiden einen möglichen Fehlkauf.

Das Radio ist zentrales Element in einer Car-Hifi-Anlage

Kernstück der mobilen Unterhaltung im Fahrzeug ist das Autoradio. Da es sich um mehr als eine einfache Radiofunktion handelt, tauchen in diesem Bereich gern die Begriffe Head-Unit oder CD-Receiver auf. Es dient als Schaltzentrale zwischen allen Geräten und Zubehörteilen. Für einen perfekten Einbau im Wagen ist die Größe ein wichtiges Auswahlkriterium.

Alle Fahrzeuge sind weltweit mit einem DIN-Schacht ausgestattet

Autoradios besitzen demnach alle die gleiche Breite. Nur die Höhe kann variieren. Für ein komplettes Multimedia-System im Wagen benötigen Sie die Höhe von zwei normalen Radios. Bauen Sie ein kleines Radio in den Schacht ein, lässt sich der übrige Platz mit einer Blende verkleiden.
Als Nächstes werfen Sie einen Blick auf die Ausstattung. Als Radiotuner verfügen die Modelle über einen automatischen Sendersuchlauf. Die gefundenen Radiosender lassen sich auf bis zu sechs Speicherplätzen und mehr ablegen und sind schnell abrufbar. Das funktioniert entweder über gut bedienbare Stationstasten, über einen Rotary Commander als Wahlschalter oder direkt über den Touchscreen.

Was sich hinter der Abkürzung RDS verbirgt

Die meisten Radios sind mit einem Radio Data System ausgestattet, kurz RDS. Im Display lesen Sie den derzeit abgespielten Titel oder erhalten Informationen über den Radiosender. Viele Geräte passen die Lautstärke der aktuellen Fahrsituation an und stellen sich auf dem Umgebungslärm ein. Auch bei Fahrten auf der Autobahn sind die gespielten Titel oder Nachrichten noch gut verständlich. Einfachere Geräte richten sich nur nach der Fahrtgeschwindigkeit und passen die Lautstärke hier entsprechend an. Den individuellen Klang verändern Sie selbstständig mit der Equalizer-Funktion. Höhen, Mitten und Bässe erhalten eine eigene Einstellung, perfekt auf den Raumklang und die Auto-Lautsprecher angepasst.

Woran Sie ein qualitätvolles Display erkennen

Für viele Nutzer spielt auch ein großes Display eine wichtige Rolle. Je größer die Anzeige, desto übersichtlicher lassen sich lange Listen oder Funktionen anzeigen. Nicht alle Geräte ermöglichen gleichzeitig eine Bedienung über das Display. Ein kleiner Tipp: Auf einem entspiegelten Display ist die Anzeige bei jedem Lichteinfall gut erkennbar. Geschmackssache ist die Displayfarbe und Hintergrundbeleuchtung. Bei vielen Autoradios lässt sich diese mittlerweile wechseln. Bekannte Hersteller sind beispielsweise:

Freisprecheinrichtung und Kopfhöreranschluss für den Beifahrer

Das Telefonieren am Steuer ist während der Fahrt untersagt. Autofahrer dürfen ihr Telefon nur über eine Freisprecheinrichtung benutzen. Hierfür eignet sich ein Autoradio mit genau dieser Funktion. Das Radio nimmt dabei die Verbindung zum Telefon auf, sodass Anrufe direkt über dessen Display angenommen oder gewählt werden. Es handelt bestenfalls um eine kabellose Verbindung via Bluetooth, sodass sich beide Geräte direkt beim Einsteigen in das Fahrzeug finden. Wichtig ist ein zusätzliches Mikrofon im Lieferumfang. Viele einfache Radios mit Freisprechfunktion besitzen nur ein Mikrofon in der Frontblende. Von hier aus ist die Stimme des Fahrers schwieriger zu hören und es gibt viele Fahrt- und Nebengeräusche. Das zusätzliche Mikrofon lässt sich leicht in der Nähe des Lenkrads montieren, sodass Sie als Fahrer gut verständlich bleiben.

Beim Abspielen einer DVD zeigen sich Kopfhöreranschlüsse für die Rückbank oder dem Beifahrer als praktisch. Die Verbindung lässt sich über Kabel oder per Funk herstellen, am besten über Bluetooth. Infrarotverbindungen benötigen eine Sichtverbindung zwischen dem Sender und dem Empfänger. Dies ist im Fahrzeug nicht immer gegeben. Abhilfe schafft ein Empfänger am Autohimmel, der über ein Kabel mit dem Autoradio verbunden ist.

MP3-Player, CD-Wechsler und anderes Zubehör zur Musikwiedergabe

Für einen möglichst langen Musikgenuss eignet sich der Einsatz eines CD-Wechslers. Hierbei lassen sich mehrere CDs nacheinander abspielen, wobei die Scheiben in einem extra Gehäuse verwahrt werden. Die Anzahl der verfügbaren CDs ist von der Größe des Gehäuses abhängig. Demnach lässt es sich entweder im Handschuhfach integrieren, unter dem Beifahrersitz oder gar im Kofferraum. Letztere Variante ist deutlich aufwendiger, da zusätzliche Kabel möglichst unsichtbar durch das komplette Fahrzeug gelegt werden müssen. Eine andere Alternative bietet eine tragbare Festplatte, die sich mit dem Autoradio verbinden lässt. Allerdings sollte sie einen sicheren Standort besitzen, um während der Fahrt nicht beschädigt zu werden. Der große Vorteil hierbei: Die Kapazität ist entsprechend hoch und per Verbindung zum PC lässt sich die Platte schnell mit neuern Dateien bespielen.

Die MP3-Fähigkeit von Autoradios bietet deutlich mehr Möglichkeiten der Musikwiedergabe

So lassen sich die Dateien beispielsweise auf eine CD brennen und liefern etwa zehn Stunden Musikgenuss. Liest der Player die ID3-Tags aus, bekommen Sie auf dem Bildschirm Titel und Interpret angezeigt. So lassen sich die gewünschten Dateien schneller finden. Viele neue Radiomodelle verfügen über einen USB-Steckplatz oder über einen Speicherkarten-Zugang. Achten Sie auf einen möglichst kleinen USB-Stick, der nah am Gehäuse sitzt. Größere Modelle stehen seit weit ab und können bei einer ungünstigen Bewegung von Fahrer oder Beifahrer abbrechen. Im schlimmsten Fall beschädigen Sie dadurch den kompletten Steckplatz.
Vorteile bietet in diesem Fall eine Speicherkarte. Sie versenkt sich komplett im Gehäuse und besitzt einen ebenso großen Speicherplatz. Wichtig: Manche Radios geben eine Obergrenze des zu verwendenden Speichers an. So nützt keine 32-GB-Speicherkarte, wenn das Radio nur Karten bis maximal 16 GB unterstützt.

 

Wie Sie einen MP3-Player mit dem Autoradio verbinden

MP3-Player lassen sich über einen Mini-USB-Anschluss oder über Bluetooth mit dem Autoradio koppeln. Hierfür benötigen Sie ein spezielles Kabel und eine sichere Ablage für den MP3-Player. Eine ideale Möglichkeit bietet eine Dockingstation oder eine Halterung für den Player. Er ist sicher an der Konsole montiert und lässt sich von hier aus gut bedienen. Moderne Autoradios verfügen sogar über ein integriertes Fach mit dem entsprechenden Anschluss. Darin verschwindet das kleine Gerät und liegt während der Autofahrt komplett sicher. Dies funktioniert jedoch nur, wenn das Autoradio die Bedienung des Players direkt unterstützt.
Für alle anderen Situationen benötigen Sie den Player in ihrer direkten Nähe. Nutzen Sie eine Halterung im Fahrzeug, bietet sich auch die Verbindung über den AUX-Eingang an. Das Kabel verschwindet dabei hinter der Mittelkonsole direkt hinter dem Radio. Bestenfalls empfängt das Radio die Daten via Bluetooth von MP3-Player oder Handy. Beachten Sie hierbei, dass beide Geräte das A2DP-Protokoll unterstützen müssen. Bei älteren Radios eignet sich noch der FM-Transmitter für eine kabellose Verbindung zum MP3-Player. Ein Nachteil dabei ist die geringe Klangqualität, die mit einem normalen Radiosender verglichen werden kann.

Thema Navigation im Auto: Das müssen Sie beachten

Einfache Navigationsgeräte halten per Saugnapf an der Windschutzscheibe und sind von hier aus gut für den Fahrer sichtbar. Die Stromversorgung erhalten Sie über den Zigaretten-Anzünder und das Satelliten-Signal über den entsprechenden Empfänger. Nachteil bei sehr günstigen Modellen ist beispielsweise, dass der Saugnapf harten Bodenwellen nicht standhält. Außerdem sollte die Menüführung einfach und leicht verständlich sein. Moderne Autoradios sind mit einem Navigationsmodul ausgestattet. Dafür benötigen Sie ein Radio mit entsprechend großem Display und ein Auto mit doppelter Bauhöhe nach DIN-Standard. Auf diesem Display erscheint die Kartendarstellung übersichtlich und die Route ist ausreichend sichtbar.

Alternative Modelle

Alternativen bieten Geräte, die für nur einen Schacht ausgelegt sind, jedoch über ein ausfahrbares Display verfügen. Die Kombination aus Radio und Navigationsgerät nutzt das Tachosignal, um den Aufenthaltsort per GPS noch genauer bestimmen zu können. Ein Gyrosensor misst die Bewegung genau, sodass Tunneldurchfahrten oder andere Gebiete ohne Sichtkontakt zu den Satelliten genau berechnet werden. Als optimal erweisen sich Geräte, die das Kartenmaterial auf einer Speicherkarte vorliegen haben oder auf einer internen Festplatte. Einfache Radios rufen das Material beispielsweise von einer CD oder DVD ab. Damit ist der Schacht belegt. Die Daten lassen sich von einem internen Speicher deutlich schneller abrufen und die Berechnungen der Route fallen sehr kurz aus. Zusätzlich gibt die Radioantenne Stauwarnungen direkt an das Navigationsgerät weiter zum Vorschlag einer alternativen Route. Vorsicht beim Kauf: Nicht immer ist das Kartenmaterial inbegriffen und muss teilweise teuer hinzugekauft werden.

Fernbedienungen für das Autoradio – alle Funktionen direkt am Lenkrad

Die wohl am häufigsten genutzte Funktion am Radio ist der Lautstärkeregler, der Titelsprung oder die Sendersuche. Alle Funktionen holen Sie sich mit einer Fernbedienung bequem an ihr Lenkrad heran. Das lenkt nicht vom Verkehr ab und erweist sich als deutlich komfortabler. Nicht jedes Radio oder jedes Fahrzeug verfügt über eine solche praktische Steuerung. Im Zubehör gibt es die Fernbedienungen einfach zum Nachrüsten. Fast jeder Hersteller bietet ein passendes Modell an, zum einfachen Anklemmen ans Lenkrad.
Eine Alternative sind lose Fernbedienungen, die in einer Halterung oder einer Ablagefläche aufbewahrt werden. Bei Radios mit integriertem DVD-Player sind die Fernbedienungen für die Mitfahrer auf der Rückbank praktisch. Sie können die Lautstärke individuell verändern oder beispielsweise den Film während der Fahrt anhalten.

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