Wichtige Erledigungen VOR und NACH der Hochzeit

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VOR DER HOCHZEIT:

Das Aufgebot:

Zur Bestellung des Aufgebots , dass heißt zur Anmeldung beim zuständigen Standesamt, müssen beide Partner anwesend sein. Als zuständiges Standesamt bezeichnet man jenes Standesamt, das für den Wohnsitz von zumindest einem Partner zuständig ist.

Dokumente, die sie benötigen:

Abschrift aus der Geburtsurkunde ( am zuständigen Standesamt erhältlich )
Nachweis der Staatsbürgerschaft
Meldebescheinigung
Amtlicher Personalausweis
Urkundlicher Nachweis eines akademischen Grades
Scheidungsurkunde oder Sterbeurkunde falls einer der Partner bereits verheiratet war oder ein frueherer Partner verstorben ist.
 

Ausländer und Auslaenderinnen brauchen auch noch:

Reisepass oder Staatsangehörigkeitsausweis
Ehefähigkeitbescheinigung (ist von Land zu Land sehr unterschiedlich - bitte bei der diplomatischen Vertretungsbehörde in Deutschland erkundigen)
 

Punkte, über die sie sich vor dem Bestellen des Aufgebotes Gedanken machen sollten:

Welchen Namen werden Sie nach der Eheschließung tragen?

Es kann grundsätzlich jeder der Partner seinen Namen behalten - jedoch muß eine Regelunng bestehen, wie ein gemeinsames Kind heißen soll.

Wenn ein gemeinsamer Familienname gewünscht wird, kann das der des Mannes oder der der Frau sein. Wenn man möchte kann der bisherige Namen vor oder nach den gemeinsamen Familiennamen mit Bindestrich gestellt werden (es muß dann aber der Doppelname auf allen Dokumenten verwendet werden).


Welche Trauzeugen möchten Sie haben?

Die Trauzeugen müssen mindestens 18 Jahre alt sein und einen gültigen Reisepass oder Personalausweis besitzen. Die Trauzeugen bezeugen lediglich die Vermählung der Brautleute - haben aber keine rechtlichen Pflichten.


Voreheliche Kinder:

Wenn das Paar bereits Kinder hat, sind auch die Urkunden der Kinder mitzunehmen - Geburtsurkunde und Vaterschaftserklärung. Durch die Eheschließung erwirbt das Kind den Namen der Eltern und deren Staatsangehörigkeit und auch alle Rechte und Ansprüche wie Unterhaltsanspruch und Erbrecht.


Bedenken Sie , dass fast alle Amtswege gebührenpflichtig sind - stecken sie sich daher immer ein wenig Geld zur Sicherheit ein!


UND NACH DER HOCHZEIT

Meldebescheinigung: Zu erst sollten sie unbedingt Ihren Meldebescheinigung ändern lassen. 

Vordrucke von Meldebescheinigung erhalten Sie im zuständigen Bürgerbüro, oder Rathaus. Bei Ausländern die zuständige Ausländerbehörde.
Mitzubringende Dokumente: Heiratsurkunde, amtlicher Lichtbildausweis (bei EU BürgerInnen einen EWR-Ausweis oder Reisepass, bei AusländerInnen einen Reisepass),

Staatsbürgerschaftsnachweis: Die Änderung ist nicht unbedingt erforderlich. Wollen sie jedoch Reisepass oder Personalausweis ändern lassen, brauchen Sie einen auf den neuen Namen lautenden Staatsbürgerschaftsnachweis.
Mitzubringende Dokumente: Geburtsurkunde, aktueller Meldezettel, Heiratsurkunde, sowie der alte Staatsbürgerschaftsnachweis und 41,- Euro in Bargeld.

Führerschein und Zulassungsschein:
Führerschein: Wenn Sie den neuen Reisepass direkt im Bezirksrathaus beantragen, können Sie das auch gleichzeitig mit Ihrem Führerschein tun. Hier sind Fristen zu beachten, wenn eine Namens- oder Adressenänderung vorgenommen wird und der Hauptwohnsitz in den Bereich einer anderen Behörde verlegt wird.
Mitzubringende Dokumente: Führerscheinantrag, alter Führerschein, aktueller Meldezettel, Heiratsurkunde, 2 Reisepassfotos, Gebühren: ca. 45,- Euro, wenn die Änderungen nur angegeben werden, aber nicht in den Führerschein eingetragen werden, fallen keine Kosten an – Sie können den Führerschein dann allerdings nicht als amtlichen Lichtbildausweis verwenden.

Zulassungsschein: Die Änderung des Zulassungsscheines muß innerhalb einer Woche geschehen. Sie brauchen dazu eine Versicherungsbestätigung (bei der Versicherung erhältlich), die allerdings nur 3 Tage gültig ist.
Mitzubringende Dokumente: Versicherungsbestätigung (= Formular für Personendatenänderung), alter Zulassungsschein, aktuelle Meldebescheinigung, Fahrzeugbried, amtlicher Lichtbildausweis – Ausländer müssen  auch noch einen Reisepass mitbringen. Bei dieser Änderung fallen keine Kosten an.

Personalausweis: Direkt im alten Personalausweis kann keine Änderung vorgenommen werden – es muß ein neuer beantragt werden.
Mitzubringende Dokumente: alter Personalausweis (wenn vorhanden), aktueller Meldebescheinigung, Geburtsurkunde, Staatsbürgerschaftsnachweis, Heiratsurkunde, 2 Passbilder. Das Antragsformular für den Personalausweis erhalten Sie im Bürgerbüro oder Rathaus der Gemeinde oder Stadt.

Bank und Versicherung: Sowohl für Bank als auch für Versicherungen gilt: Formloses Schreiben und Kopie der Heiratsurkunde und des aktuellen Meldezettels schicken.

Post: Bei der Post könne Sie Radio und Fernsehen ummelden, das Telefon natürlich auch.
Sie können auch einen Nachsendeauftrag machen lassen. Die Gebühren sind je nach Wunsch unterschiedlich.

Finanzamt: Alle Änderungen dem Finanzamt in einem Schreiben mitteilen, in dem sich auch die Sozailversicherungsnummer befindet. Auch die Heiratsurkunde bitte beilegen.

Bezirksgericht: Soll eine Namensänderung in einem vorhandenen Grundbuch eingetragen werden, muß das beim zuständigen Bezirksgericht beantragt werden.
Mitzubringende Dokumente: Heiratsurkunde (Original und Kopie), amtlicher Lichtbildausweis.

Schriftliche Verständigungen: Nicht Vergessen: Krankenkasse, eventuell Kabelfernsehen, Universität bei Studenten, Vereine, Stellen für Berechtigunsscheine zu informieren.

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