Wichtig für CB-Funker: Handfunkgeräte

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Wichtig für CB-Funker: Handfunkgeräte

Der Jedermannsfunk ist ein schönes Hobby für Alt und Jung und besonders der CB-Funk hat es hier vielen Hobbyfunkern angetan. Auch im Zeitalter der Mobiltelefone hat der Funk mit seinem Hauch von Abenteuer nichts an Reiz verloren und der Einstieg in den CB-Funk ist besonders einfach. Kaum mehr als ein Funkgerät und ein bisschen angelesenes Wissen wird benötigt, um mit dem Funkspaß zu beginnen.

Wir möchten Ihnen im folgenden Ratgeber einen Überblick über die Welt des CB-Funks geben, Ihnen den grundlegenden Unterschied zum Amateurfunk erklären, mit dem er häufig verwechselt wird und Tipps zum Kauf eines CB-Handfunkgerätes geben. Dann sind auch Sie zukünftig auf allen Frequenzen und Kanälen unterwegs die dieses faszinierende Hobby bereithält und können interessante neue Kontakte knüpfen und die Technik kennenlernen.

Was ist der CB-Funk? Anfänge und Umstände des Funkhobbys 

CB-Funk, das steht für „citizens' band radio“ und, wie der Name schon besagt, handelt es sich hierbei um einen Funk, der von ganz normalen Bürgern verwendet werden kann. Er ist öffentlich nutzbar und erhebt keine Gebühren. Alles, was dafür benötigt wird, ist ein entsprechendes CB-Funkgerät. Dem CB-Funk wurde das 11-m-Frequenzband um 27 mHz zugeteilt, das heißt der obere Bereich der Kurzwelle. In Deutschland umfasst dies etwa 80 Kanäle im Rest Europas 40 Kanäle. Das heißt in Deutschland gibt es eine Reihe nationaler Zusatzkanäle. Über den CB-Funk können auch Daten ausgetauscht werden, aber zumeist wird er als Sprechfunk verwendet. Als Jedermannsfunk ist der CB-Funk dafür vorgesehen Informationen und Meinungen auszutauschen, die privater und nicht kommerzieller Natur sind.

Der Reiz des CB-Funks liegt auch darin, dass Funker in Kontakt mit völlig Unbekannten treten können, wenn Sie sich zufällig auf derselben Frequenz befinden. CB-Funker schätzen diese Möglichkeit, neue Leute kennenzulernen.

Wo liegt der Unterschied zwischen CB-Funk und Amateurfunk?

Der CB-Funk ist für viele Amateurfunker irgendwann einmal der Einstieg in den Amateurfunk gewesen. Den CB-Funk darf jeder auch ohne Lizenz oder Prüfung verwenden und Geräte, die für den CB-Funk geeignet sind, sind ganz normal im Handel erhältlich. Hier kann sich jeder mit jedem über alles austauschen, der CB-Funk gehört daher zum sogenannten Jedermannsfunk. Im Amateurfunk dagegen, der nicht umsonst auch als Experimentierfunk bezeichnet wird, gibt es strengere Regeln und es wird eine Amateurfunklizenz benötigt, um ein entsprechendes Gerät betreiben zu dürfen. Beim Amateurfunk steht vor allem auch der technische Aspekt im Vordergrund. Diese ist auch Teil der recht umfassenden Prüfung zum Amateurfunker und beinhaltet auch den Erwerb eines festen Rufzeichens.

Geräte, die für den CB-Funk geeignet sind, haben oft eine geringere Sendeleistung als Amateurfunkgeräte. Sie können unter günstigen Bedingungen und in einem flachen Gelände ohne viel Hindernisse aber durchaus auch einige Kilometer Reichweite haben. Geräte für den CB-Funk unterliegen gewissen Richtlinien, die Missbrauch und Funkstörungen unterbinden sollen. Es ist sogar strafbar, an einem CB-Funkgerät technische Änderungen vorzunehmen. Amateurfunker dagegen, erhalten mit ihrer Lizenz auch das Recht ihre Geräte umzubauen und zu verändern und selbst Sender zu bauen. Um den CB-Funk nicht zu stören, dürfen Amateurfunker im 11-Meter-Band übrigens ihre Geräte nicht verwenden und sind ebenfalls nur mit CB-Funkgeräten unterwegs.

Was können Sie mit dem CB-Funk so alles machen? CB-Funkbegriffe

Seit der CB-Funk im Jahr 1975 vom Bundesministerium für Post und Telekommunikation für die Allgemeinheit freigegeben wurde, sind CB-Funker in diesem Hobbybereich tätig gewesen.  Der CB-Funk dient wie erwähnt in allererster Linie der Kommunikation für Privatleute und wurde vor der Zeit der Mobiltelefone auch intensiv genutzt. Selbst in Privaten Fahrzeugen waren CB-Funkgeräte häufig anzutreffen. Seitdem haben sich neben den auch im Amateurfunk üblichen Begriffen und Abkürzungen, die meist mit „Q“ beginnen (wie QRG – Frequenz, QRX – Pause und QSL – Empfangsbestätigung) auch ganz spezifisch nur im CB-Funk verwendete Begriffe entwickelt. So wird dort zum Beispiel mit „Breaker“ ein CB-Funker bezeichnet und mit „Spargel“ die Antenne. Nach dem Aufkommen der Mobiltelefone Ende der 80er Jahre, nahm das Interesse am CB-Funk zwar ab, doch unter LKW-Fahrern ist ein CB-Funkgerät auch heute noch häufig zu finden und auch im CB-Funk kann mithilfe des CB-gateways das Internet für die Sprachübertragung verwendet werden.

Was Sie brauchen, um als Funker im CB-Funk loszulegen: die richtige Ausstattung

Da es verboten ist Geräte zu verwenden, die nicht in Deutschland zugelassen sind oder umgebaut oder verstärkt wurden, benötigen Sie ein zugelassenes CB-Funkgerät. Weiter dazu benötigt wird dann nur noch eine Antenne. Dann kommt es darauf an, ob Sie ein Handgerät verwenden möchten, ein mobiles Gerät für das Auto oder eine Feststation.

Mobiler CB-Funk, festverbaute Geräte oder Handgeräte

Wenn Sie sich überlegen CB-Funker zu werden, ist es sinnvoll gleich vor dem Kauf der benötigten Technik darüber nachzudenken, wo das Gerät sich befinden soll bzw. wie Sie es nutzen möchten. Im Prinzip gibt es auch für CB-Funker dreierlei Möglichkeiten. Entweder Sie verwenden ein Gerät, das sich als Basisstation zum Beispiel in Ihrer Wohnung oder Ihrer Garage befindet oder Sie verbauen ein mobiles Gerät, das Sie in Ihrem Auto mitnehmen können oder Sie verwenden ein Gerät, dass sich als Handfunkgerät von überall aus verwenden lässt. Klarer Vorteil eines Handfunkgerätes ist, dass Sie keine zusätzliche Ausstattung außer dem Handfunkgerät selbst benötigen. Für die Verwendung mobil in einem Auto benötigen Sie dagegen noch eine Mobilantenne, die befestigt werden muss und eine Halterung braucht. Zudem muss noch ein PL-Stecker her, um das Gerät zu verbinden.

Für eine Feststation in Ihrem Heim brauchen Sie ebenfalls noch eine Stationsantenne, die Sie z. B. auf dem Dach anbringen. Dazu kommen dann noch: ein Antennenmast, ebenfalls ein PL-Stecker, ein Netzgerät und meist zusätzliche Kabellänge.

Handfunkgeräte sind dagegen Kompaktgeräte, die bereits mit einer verkürzten Antenne ausgestattet sind. Das hat allerdings auch die Auswirkung, dass deren Reichweite kleiner als bei mobilen und Festgeräten ist, die über eine Reichweite von bis zu 30 bis 80 km verfügen. Handfunkgeräte schaffen es bei günstigen Bedingungen auf maximal 5 km, unter ungünstigen Bedingungen auch nur auf wenige hundert Meter. Manche Handfunkgeräte können aber mit einem externen Antennenanschluss ausgestattet werden und dadurch eine bessere Reichweite erzielen.

Der Kauf eines Handfunkgerätes für den Einsteiger im CB-Funk

Sie möchten gerne selbst CB-Funker werden oder möchten sich ein besseres Handfunkgerät kaufen? Dann erklären wir Ihnen im Folgenden, worauf es beim Kauf eines CB-Funkgerätes zu achten gilt. Wir gehen hierbei näher auf die Frequenzen und Modulationen ein, welche Kanäle Sie mit dem Gerät abdecken können und welche Hersteller CB-Funkgeräte anbieten.

Die unterstützten Frequenzen Ihres Gerätes und die Modulationen

Bei der Einführung des CB-Funks gab es zunächst nur eine Zulassung für die Kanäle 4-15 in Am – Amplitudenmodulation. Erst später kam noch die Möglichkeit hinzu die Modulationsart FM (Frequenzmodulation) zu verwenden. Im Gegensatz zu AM erlaubt FM einen höheren Dynamikumfang für das gesendete Signal und Fm ist auch weniger störanfällig. Es kamen ab 1981 dann noch die Kanäle 1-22 hinzu, ab 1983 die Kanäle bis 40 und ab 1996 schließlich noch die Kanäle 41-80. Später wurde schließlich auch die Modulationsart SSB freigegeben – die Einseitenbandmodulation, die sehr effizient ist und auch für See- und Flugfunk im Bereich der Kurzwelle verwendet wird. Durch SSB halbiert sich der Bandbreitenbedarf. Beim Kauf eines Handfunkgerätes für den CB-Funk beachten Sie, für welche dieser Modulationen das Gerät geeignet ist.

Auf den Kanälen 1 bis 40 darf SSB mit 12 Watt und Fm mit 4 Watt verwendet werden, für die Kanäle 41 bis 80 ist nur der Betrieb in FM erlaubt.

Anzahl der Kanäle: 40 Kanäle für die europäische Kommunikation oder 80 innerhalb Deutschlands

Beim Kauf eines Handfunkgerätes können Sie nicht davon ausgehen, dass das CB-Gerät automatisch auch über alle in Deutschland erlaubten Kanäle verfügt. Da im europäischen Ausland bisher nur 40 Kanäle für CB-Funker zur Verfügung stehen, in Deutschland jedoch doppelt so viele, werden Sie auf viele CB-Handfunkgeräte stoßen, die nur über 40 Kanäle verfügen. Bevor Sie nach dem Kauf enttäuscht sind, weil Sie die Kanäle 41 bis 80 nicht nutzen könne, schauen Sie genau hin ob das Gerät, das Sie kaufen 40 Kanäle unterstützt oder 80 Kanäle.

CB-Handfunkgeräte nach Norm gibt es von vielen Herstellern

Beim Kauf eines Handfunkgerätes für den CB-Funk werden Sie sehen, dass es eine ganze Reihe von Herstellern gibt, die solche Geräte anbieten. Möglicherweise sind Sie mit manchen dieser Marken bereits vertraut oder Sie haben andere technische Geräte des Anbieters. Es kann sich aber auch lohnen sich einmal nach Geräten spezifischer Hersteller umzusehen, die sich auf Funkgeräte spezialisiert haben, die Sie aber noch nicht kennen.

Zu den bekanntesten und beliebtesten Marken im CB-Funk gehören:

Aber auch Yaesu, Kenwood, TTI und viele andere Hersteller stellen seit langem Funkgeräte her und verfügen über einschlägige Erfahrung in diesem Bereich.

Wenn Sie CB-Funker werden möchten und sich ein Handfunkgerät gekauft haben, steht Ihnen absolut nichts mehr im Weg. Das nötige Wissen, um das Gerät korrekt zu bedienen ist schnell online angelesen oder im beiliegenden Heft des Gerätes nachgeschlagen. Für Anfänger empfiehlt sich ein Handfunkgerät mit nicht so großer Reichweite aber wenig technischem Aufwand. Es lässt sich leicht bedienen und bietet Ihnen einen schnellen Einstieg in Ihr neues Hobby.

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