Whirlwannen für Wellness-Bäder: Diese Whirlsyteme bringen Luxus ins Bad

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Whirlwannen für Wellness-Bäder: Diese Whirlsyteme bringen Luxus ins Bad

Sie denken an eine Neugestaltung Ihres Badezimmers und haben dabei entweder den Einbau oder den Austausch einer Badewanne im Sinn? Dann denken Sie dabei vielleicht auch an eine Wanne mit integriertem Whirlsystem. Whirlwannen können einen sehr großen Einfluss auf Ihre Wohlbefinden haben. Schon allein die „normale“ Badewanne ist dafür prädestiniert, nach einem langen und stressreichen Arbeitsalltag für absolute Entspannung zu sorgen. Neben der Entspannung tritt noch ein weiterer Effekt hinzu. Whirlwannen können auch einen therapeutischen Effekt zeitigen. Dies kann zum einen durch das integrierte Strudelsystem hervorgerufen werden, als auch durch zusätzliche Ausstattungen, wie zum Beispiel einem Farblichtspiel.

Woher kommt die Whirlwanne überhaupt?

Die Geschichte der Whirlwanne ist eng verbunden mit der Geschichte der Badewanne überhaupt. In grauer Vorzeit wurden natürlich vorkommende Quellen und Tümpel als Orte der Hygiene und auch der Entspannung genutzt. Heiße oder warme unterirdische Quellen sorgten hier für den nötigen Wohlfühleffekt. In Europa wurde die Idee der Badewanne im antiken Griechenland kultiviert. In den öffentlichen Bädern des Alten Roms existierten heiße Bäder, in denen man mithilfe metallischer Striegel die eigene Durchblutung fördern konnte.

Die Badewanne, so wie wir sie heute kennen, ist jedoch eine Erfindung des frühen 20. Jahrhunderts. Hier begann die erste industrielle Fertigung von emaillierten Stahlbadewannen. Weitere Baumaterialien traten nach und nach hinzu. In den späten 1950er Jahren bauten zwei italienische Brüder in den Vereinigten Staaten zum ersten Mal eine portable Hydrotherapiepumpe. Diese war zunächst noch für rein medizinische Zwecke gedacht. Ende der 1960er Jahre folgte der Prototyp eines Whirlpools mit ebendieser Pumpentechnik. In den USA wird seitdem der Whirlpool nach den beiden italienischen Brüdern benannt: Jacuzzi.

Doch was liegt näher, als die neue Technik mit Bekanntem zu kombinieren. Hier tritt die Whirlwanne auf den Plan, eine Badewanne mit integriertem Pump- bzw. Düsensystem.

Wie funktioniert eine Whirlwanne eigentlich?

Die Funktionsweise einer Badewanne mit integriertem Whirlsystem ist denkbar einfach. Zunächst muss die Whirlwanne - genauso wie die herkömmliche Badewanne - über einen entsprechenden Wasserzulauf bzw. Wasserablauf verfügen. Darüber hinaus benötigt die Whirlwanne einen zusätzlichen Stromanschluss. Dieser ist nicht nur für die Inbetriebnahme der Wasser- bzw. Luftmassage notwendig. Auch für etwaige Zusatzausstattungen wie Farblichttherapien usw. ist elektrischer Strom unabdingbar.

Innerhalb der Wanne ist eine Pumpe fest integriert. Das Wasser wird damit über mehrere Einlaufdüsen angesaugt und unter Umständen mit Luft gemischt. Danach wird es über kleine Wirbeldüsen (Whirl) wieder in die Wanne abgegeben. Bei Whirlwannen haben sich in diesem Zusammenhang zwei verschiedene Verfahrensweisen ausgebildet, die mit unterschiedlichen Düsen arbeiten.

Diese beiden Verfahrensweisen müssen nicht lange erklärt werden. Wird innerhalb des ersten Düsensystems Wasser angesaugt und in die Wanne abgegeben, wird für das zweite System ausschließlich Luft verwendet. Beim Wassersystem befinden sich die Düsen in aller Regel an den inneren Seitenwänden der Whirlwanne. Je nach Modell und Ausführung lässt sich die Intensität und Richtung steuern, um punktgenaue Massagen zu ermöglichen.

Beim Luftsystem befinden sich die Massagedüsen meistens im Wannenboden. Daher kann sich die Massagewirkung auch auf die gesamte Länge der Whirlwanne ausstrecken. Je nach Modell ist das Luftsystem auch noch mit einer Zusatzfunktion ausgestattet. Um keine unangenehmen Nebeneffekte zu erzeugen, kann die Wanne mit einer zusätzlichen Heizung ausgestattet sein, die die ausströmende Luft vorwärmt. Die mithilfe von Airjet-Düsen austretende Luft wirkt auf den eigenen Körper wie eine Ganzkörpermassage.

Welche zusätzlichen Funktionen und Ausstattungen besitzt eine Whirlwanne?

Whirlwannen können mit ganz unterschiedlichen zusätzlichen Funktionen aufwarten. Eine dieser Funktionen ist die sogenannte „Farblichttherapie“. Doch seien Sie bei dieser Bezeichnung vorsichtig. Gehen Sie nicht davon aus, dass es hier zu einem nennenswerten medizinischen Nutzen kommt, auch wenn das ab und zu behauptet wird. Als Ausstattung für die Whirlwanne besteht die „Farblichttherapie“ aus einer Reihe LED-Leuchten, die das Wasser unterschiedlich einfärbt. Dadurch können unterschiedliche Stimmungen hervorgerufen werden, die einiges zum Wohlbefinden beitragen können.

Das Bedienfeld

Einer der wesentlichen Bestandteile einer Whirlwanne ist das Bedienfeld zur Steuerung der Wanne. Je nach dem, mit welchen zusätzlichen Funktionen die Wanne ausgestattet ist, lassen sich diese über das zentrale Bedienfeld steuern – genauso wie die Luft- bzw. Wasserdüsen. Die „Farblichttherapie“ wurde bereits angesprochen. Hier ist die Einstellung der jeweiligen Farbe oder eines wechselnden Farbprogramms möglich. Sollten Sie ein integriertes Radio Ihr Eigen nennen, ist dies auch hierüber steuerbar. Nicht selten werden Whirlwannen auch mit wasserdichten Fernbedienungen geliefert.

Armaturen

Die Whirlwanne kann wie jede „normale“ Badewanne auch mit Armaturen ausgestattet werden. Ohne diese lässt sie sich im Regelfall über die Wassermassagedüsen befüllen. Einige Whirlwannen besitzen auch eine weitere Besonderheit. Als Extra enthalten sie einen plätschernden Wasserfall. Auch dieser kann beim Fehlen einer klassischen Armatur als Wasserzulauf benutzt werden.

Kopfstützen

Weitere Extraausstattungen sind möglich. Darunter befindet sich beispielsweise auch die Ausstattung mit einer Kopfstütze, die selbstverständlich auch separat dazu gekauft werden kann. Bei Kopfstützen ist auf ein möglichst wasserunempfindliches und langlebiges Material zu achten. Hier bietet sich beispielsweise Kunststoff oder Hartschaum an. Wenn Sie an einem separaten Erwerb interessiert sind, achten Sie darauf, dass die Kopfstütze vom selben Hersteller stammt wie die Whirlwanne selbst. Diese sind meistens so konstruiert, dass sie sich optimal an die Wannenform anpassen.

Die Verkleidung

Darüber hinaus ist es möglich, die Whirlwanne mit einer speziellen Schürze zu versehen. Darunter versteht man eine Verkleidung bzw. Blende, die man seitlich an der Whirlwanne anbringen kann. Diese kommt immer dann zum Einsatz, wenn die Whirlwanne nicht in den Boden eingelassen oder die Seiten nicht verfliest werden können. Ein wesentlicher Vorteil einer solchen Schürze besteht darin, dass man sie jederzeit abnehmen kann. Im Falle eines Defekts kann man so leicht an die gesamte Technik gelangen.

Luxusvarianten

Ein wirklich luxuriöser Ausstattungsgegenstand kann ein integrierter Fernseher sein. Die Kombination aus Whirlwannenmassage und Fernsehempfang kann einen besonderen Genuss bedeuten. Einige wenige Hersteller bieten auch Whirlwannen mit einem ausfahrbaren Display an. Sollten Sie dieses nicht benutzen, können Sie den Fernseher in den dafür vorgesehenen Schacht der Verkleidung absenken – einfach per Knopfdruck.

Wie reinigt man eine Whirlwanne richtig?

Aufgrund der speziellen Wasserzirkulationstechnik ist die Whirlwanne (mit Wasserdüsentechnik) noch mehr als die „normale“ Badewannen von einer gründlichen Reinigung abhängig. Dies gilt auch, wenn sie das Wasserdüsensystem nicht in Betrieb haben und die Whirlwanne nur als einfache Badewanne benutzen. Wasser gelangt immer ins System. Mit einer entsprechenden Methodik und dem richtigen Whirlwannenreiniger stellt das jedoch kein Problem da.

Das Badewasser besitzt oft eine höhere Temperatur. Das fördert zum einen die Bildung und Vermehrung zusätzlicher Bakterien. Werden zudem noch spezielle Badezusätze benutzt, können auch diese für Verunreinigungen sorgen. Kalk, Seife und Öle belasten das interne Wassersystem. Die hier entstehenden Mikroorganismen können dabei Krankheiten übertragen oder auslösen. Wird die Whirlwanne nicht regelmäßig gereinigt, werden ihre Funktionen beeinträchtigt. Das kann zu einem Defekt, jedoch mindestens zu üblen Gerüchen führen.

Da die Whirlwanne aus einem zum Teil komplexen System aus Wasserleitungen, Düsen, Filtern, Rohren und Pumpen besteht, sollte man daher auf eine regelmäßige Reinigung achten. Die erste Reinigung sollte dabei schon vor der erstmaligen Benutzung vorgenommen werden. Dafür findet man im Handel Reinigungsmittel, die extra für Whirlpools und Whirlwannen ausgelegt sind. Diese wirken darüber hinaus auch desinfizierend.

Manche Whirlwannen oder Whirlpools sind dabei auch mit einem extra Reinigungssystem ausgestattet. Hier lässt sich der Whirlpoolreiniger einfach einfüllen. Für den Betrieb des Reinigungsprogramms sollten Sie das Handbuch Ihrer Whirlwanne konsultieren.

Bei Whirlwannen ohne internes Reinigungssystem gehen Sie wie folgt vor. Füllen Sie die Wanne mit warmem Wasser bis wenige Zentimeter über den höchsten Wasser- oder Luftdüsen. Danach geben Sie den hygienischen Reiniger in das Wasser (zur Dosierung achten Sie auf die Verpackungsangaben). Stellen Sie das Whirlsystem in Betrieb und lassen Sie es eine Viertelstunde lang laufen. Danach können Sie das Wasser wieder ablaufen lassen und mit sauberem Wasser nachspülen. Die Wannenoberfläche können Sie ebenfalls mit Wasser abspülen und mit einem feuchten Tuch nachwischen.

Allgemeine Hinweise und Tipps zum Erwerb einer Whirlwanne

Wie Sie bereits gemerkt haben, gibt es Whirlwannen mit unterschiedlichen Merkmalen. Wie viel Sie für eine solche Wanne investieren müssen, hängt zum einen von der Größe, dem Material, dem verwendeten Whirlsystem und zukaufbaren Extras ab. Grundsätzlich sind preisgünstige Whirlwannen schon für unter 500 Euro zu haben. Wie bei den meisten Produkten ist der Preis nach obenhin immer offen. Whirlwannen mit speziellen Ausstattungen und edlen Designs können auch schnell bis zu 10.000, manchmal bis zu 15.000 Euro kosten.

Einer der wichtigsten Tipps im Zusammenhang mit Whirlwannen ist dieser: Kaufen Sie nicht die Katze im Sack. Eine Whirlwanne soll ganz auf Ihre eigenen Bedürfnisse abgestimmt sein. Das heißt im Besonderen: Sie soll auf Ihren Körper ausgerichtet sein. Was nutzt es, wenn Sie in Ihrer neuen Wanne nicht richtig sitzen oder liegen können? Testen Sie daher Ihre favorisierte Whirlwanne ausgiebig im Vorfeld des Kaufs. Lassen Sie sich damit Zeit, dann werden Sie die optimale Whirlwanne für sich finden.

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