Wetten, dass Sie nicht alles über Wetten, dass ...? wissen

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Wetten, dass Sie nicht alles über Gottschalks Show wissen?

Die Fernsehshow „Wetten, dass..?“ wurde im Jahr 1981 erstmalig im ZDF ausgestrahlt. Erfinder der Show war der Radiomoderator und Showmaster Frank Elstner. Elstner zufolge kam ihm die Idee zu der Show innerhalb einer Nacht. Er habe von der Show geträumt und das Konzept noch in derselben Nacht niedergeschrieben. Die erste Sendung wurde dann schließlich am 14. Februar 1981 in Düsseldorf aufgezeichnet. Der erste Wettkönig hieß damals Hans Oßner. Er wettete, dass er eine Wärmflasche solange aufpusten könne, bis sie platze. Er gewann seine Wette. Die Schauspielerin Barbara Valentin war Wettpatin und verlor. Sie tippte, dass es nicht möglich sei, eine Wärmflasche allein durch Aufpusten zum Platzen zu bringen. Für musikalische Unterhaltung in der ersten Sendung sorgte der englische Sänger Engelbert Humperdinck.
Das Grundgerüst der Sendung hat sich von damals bis heute nicht verändert. Unterhaltsame und ausgefallene Wetten können von den Zuschauern eingereicht werden. Schafft es eine Wette in die Show, so wird diese von einem prominenten Wettpaten begleitet. Der Wettpate muss vor der Ausführung der Wette tippen, ob der Wettkandidat seine Wette erfolgreich bestehen wird oder nicht. Tippt der Wettpate falsch, muss er seinen zuvor ausgehandelten Wetteinsatz einlösen. „Wetten, dass..?“ bietet dem Zuschauer neben imposanten Wetten aber noch viel mehr: In der Sendung sorgen musikalische Beiträge sowie zahlreiche prominente Gäste, die in gemütlicher Runde auf dem Sofa mit dem Moderator über ihre aktuellen Filme und neue Musik sprechen oder sogar Details aus ihrem Privatleben preisgeben, für kurzweilige Samstagabende.
1999 fand zum ersten Mal das „Wetten, dass..?“-Sommer-Special in der Stierkampfarena Coliseo Balear auf Mallorca statt. In insgesamt 199 Sendungen konnten die Zuschauer bisher 923 Wetten, 1063 Wettpaten und 784 musikalische Acts sehen. „Wetten, dass..?“ gehört damit schon seit mehr als 30 Jahren zu den erfolgreichsten Unterhaltungsshows für die ganze Familie im deutschen Fernsehen. Für echte „Wetten, dass..?“-Fans gibt es eine DVD-Fan-Edition, die sowohl die originellsten Wetten als auch die Höhepunkte der Showacts enthält.

Die Moderatoren von „Wetten, dass..?“

Seit Beginn der Sendung wurde diese von fünf Moderatoren präsentiert. Frank Elstner, der Erfinder der Show, übernahm die Moderation anfangs selbst. Er begrüßte Gäste wie Harald Juhnke, Bud Spencer und Caterina Valente. Am 4. April 1987 moderierte Frank Elstner seine letzte von insgesamt 39 Sendungen. Sein Nachfolger wurde Thomas Gottschalk. Für kurze Zeit wurde die Sendung von Wolfgang Lippert präsentiert. Aufgrund starker Kritik wurde er aber bereits nach 9 Sendungen wieder abgesetzt und Thomas Gottschalk übernahm erneut die Moderation. In 22 Jahren moderierte Thomas Gottschalk 151 Sendungen und wurde ab Herbst 2009 von Michelle Hunziker als Co-Moderatorin unterstützt. In der Jubiläumssendung zum 30. Geburtstag der Show gab Thomas Gottschalk dann seinen Rücktritt bekannt.
Seit der 200. Sendung moderiert nun Nachfolger Markus Lanz die Samstagabendshow. Als Moderatoren für die Außenwetten waren u. a. Olli Dietrich und Anastasia Zampounidis tätig.

Die aufsehenerregendsten Wetten bei „Wetten, dass..?“

Die Wetten der Show sorgen regelmäßig für Überraschungen und Aufsehen. 1981 wettete Doris Ruf beispielsweise, dass sie mehr Treffer auf einer Torwand schaffen könne als Paul Breitner. Sie gewann die Wette.
Im Jahr 2004 behauptete Walter Daurer, dass er zwei Minuten lang zweistimmig trompeten könne. Auf jeder Trompete standen zwei mit Bier gefüllte Maßkrüge. Auch er gewann seine Wette.
Der Schweizer Jakob „Köbi“ Schwitter trat insgesamt fünfmal in der Show auf. Mit seiner unglaublichen Lungenkraft brachte er nicht nur Luftballons sondern auch LKW-Reifen zum Platzen. Sogar in der chinesischen Variante von „Wetten, dass..?“ war Schwitter fünfmal zu Gast und wurde zweimal zum Wettkönig gekrönt.
Einen wahren Wettskandal bot im September 1988 die Wette des Grafikers Thomas Rautenberg. Er wettete, dass er die Farben von Buntstiften allein am Geschmack erkennen könne. Er behielt Recht. Jedoch gab Thomas Rautenberg nach gewonnener Wette bekannt, dass er in Wirklichkeit Bernd Fritz, der Chefredakteur des Satiremagazins „Titanic“ sei. Die Auflösung wurde im nächsten Heft bekannt gegeben, welches bis heute zu den bestverkauften zählt. Fritz hatte die Farbe der Buntstifte nicht schmecken können, sondern sah diese unter dem Brillenrand hindurch.
In der Show wurden auch musikalische Wetteinlagen geboten. So spielten 2006 20 Musiker in einer Schubkarre Polka. Siegfried Mai und Christian Rädeke wurden Wettkönige, indem sie innerhalb von drei Minuten jonglierend ihre komplette Garderobe wechselten. Eine nahezu unfassbare Wette lieferte Peter Siener: Er behauptete, dass er in nur zwei Minuten 10 Kerzen ausweinen könne. Und er behielt Recht. Indem er mit seiner Nase Wasser aus einem Glas aufsog und dieses durch seinen Tränenkanal auf die Kerzen spritze, gewann er seine Wette.
Im September 1987, die erste Sendung für Thomas Gottschalk, schafften es Wolf Becker und dessen Kollegen, einen VW-Bus innerhalb von fünf Minuten umzupusten. Eine Wette mit viel Präzision und Genauigkeit boten Patrick Heinz und Ralf Schuhmann: Sie behaupteten, dass sie mithilfe einer Baggerschaufel den Arm eines Plattenspielers genau zwischen zwei Lieder legen könnten. Die Wette gelang.
Unter großem Krafteinsatz zerriss Franz Bierbaum im November 1993 50 Telefonbücher, und das in weniger als drei Minuten. Andere Wetten schienen weitaus gefährlicher, wie beispielsweise die Wette von Nico Haddad im Jahr 1997. Haddad wettete, dass er eine brennende Holzhütte löschen könne, indem er Wasser aus seinem Mund spritze. Entgegen des Tipps von Johannes B. Kerner gewann er die Wette.
Der Österreicher Rupert Ebner versetzte die Zuschauer in höchste Spannung. Er versuchte, mit einem 15 Tonnen schweren Bagger ein 15 Meter hohes Stahlgerüst zu erklimmen. Ebner gewann seine Wette.
Eine besondere Wette lieferte der Schauspieler Karlheinz Böhm. 1981 wettete er, dass nicht einmal jeder dritte Zuschauer eine Mark für die Sahelzone spenden würde. Böhm hatte zwar Recht, jedoch entstand aus dieser Wette die Hilfsaktion Menschen für Menschen. Die besten Wetten und Rückblicke aus über 30 Jahren sind auch auf der „Wetten, dass..?“-DVD zu sehen, welche auch bei eBay erhältlich ist.

Die Saalwette

Die Saalwette gab den Zuschauern die Möglichkeit, vor Beginn der Sendung ihre Wettvorschläge abzugeben. Welche Wette gespielt wurde, ließ der Moderator durch Applaus entscheiden. Bis zum Ende der jeweiligen Sendung musste die Wette eingelöst werden. Wettpate war dabei der Moderator selbst. Nach 130 Sendungen wurde die Saalwette durch die Stadtwette ersetzt, jedoch im Jahr 2008 wieder aufgenommen. Ab der 182. Sendung wurde das Konzept der Saalwette verändert. Thomas Gottschalk hatte nun die Aufgabe, einen Kandidaten oder eine Kandidatin zu finden, der oder die eine bestimmte Aktion besser durchführen kann als ein Kandidat oder eine Kandidatin, welcher oder welche zuvor von Co-Moderatorin Michelle Hunziker ausgewählt wurde. So wettete Thomas Gottschalk beispielsweise, dass es keinen Düsseldorfer gebe, der über sein eigenes Bein springen könne. Gottschalk verlor die Wette.

Die Stadtwette

Die Stadtwette diente sieben Jahre lang als Ersatz für die Saalwette. In der jeweiligen Gastgeberstadt der Sendung wettete Thomas Gottschalk gegen die Bürger und Bürgerinnen. Unterstützt wurden die Bürger und Bürgerinnen von Prominenten, die in dieser Stadt geboren sind oder eine andere enge Bindung zu der Stadt haben. Die erste Stadtwette fand in der 130. Sendung in Erfurt statt. Die Erfurter mussten eine Menschenkette von etwa 2,5 km Länge bilden. Ihre Aufgabe war es, über die Menschenkette genügend Wassereimer zur Messehalle zu transportieren, um einen dort aufgestellten Swimmingpool mindestens 80 cm hoch zu füllen. Die Erfurter gewannen die Wette. Aber nicht immer gelang es der jeweiligen Stadt, die Wette für sich zu entscheiden. Im Dezember 2002 verloren die Wiener ihre Wette. Eintausend Paare hätten in Frack und Abendkleid auf dem Rathausplatz gemeinsam den Donauwalzer tanzen müssen.

Die Kinderwette

Ab Oktober 2001 wurden in der Sendung Kinderwetten durchgeführt. Diese laufen jedoch außer Konkurrenz. Die siebenjährige Lina Mai Nguyen wettete, dass sie jedem Buchstaben seinem achtstelligen Binärcode zuordnen und somit auch mindestens drei von vier Wörtern in deren Binärcode übersetzen könne. Sie gewann ihre Wette. Mehr originelle Kinderwetten gibt es auch auf der Wetten, dass..?-DVD-Kids. Den Wettkandidaten wurde als Belohnung ein Kindheitstraum erfüllt. Zuvor, von 1996 bis 2000 fand am zweiten Weihnachtsfeiertag eine Variante von „Wetten, dass..?“ allein für Kinder statt. Alle Wettkandidaten waren Kinder und die Wettpaten kamen vor allem aus dem Bereich der Kinderunterhaltung.

Die Showacts bei „Wetten, dass..?“

Die „Showacts bei Wetten, dass..?“ haben schon viele Höhepunkte geboten. Für besonders viel Aufmerksamkeit sorgte der Auftritt von Michael Jackson im Jahr 1995. Zuvor war er noch nie außerhalb der Vereinigten Staaten im Fernsehen aufgetreten. Er performte „Dangerous“ und den „Earth Song“. Peter Maffay und Udo Jürgens waren mit jeweils 17 und 15 Auftritten die häufigsten Gäste in der Show. Für Aufsehen und Empörung sorgte nicht nur der Auftritt von Cher 1987, sondern auch der Auftritt von Sarah Connor. Beide waren in einem sehr knappen Outfit zu sehen. Auch Schauspieler Armin Rohde zeigte vollen Körpereinsatz: Er löste seinen Wetteinsatz ein und rannte nur mit einer Schürze bedeckt über die Bühne. Aber auch Thomas Gottschalk ließ es sich nicht nehmen, dem Zuschauer zumindest seine Unterhose zu zeigen. 1997 ließ der deutsche Schlagersänger Patrick Lindner vor den Spice Girls seine Hosen runter. Gottschalk bemerkte, dass er die gleiche Unterhose trug und ließ seine Hosen zur Beweisführung ebenfalls runter. Für musikalische Unterhaltung sorgten darüber hinaus Künstler wie Mireille Mathieu, Nana Mouskouri, Jerry Lewis, Tina Turner oder Robbie Williams. Die besten Acts sind auch auf der DVD zur Show vertreten, welche bei eBay erhältlich ist.

Wer gern einmal selber auf der Wettcouch Platz nehmen will, erhält diese Gelegenheit bei dem „Wetten, dass..?“-DVD-Spiel. Geschicklichkeitsspiele und Wettduelle gemischt mit zahlreichen Informationen über originale Wetten sorgen für Spannung und Spaß. Wer am Ende die meisten Punkte sammeln konnte, wird zum Wettkönig gekrönt. Wenn Sie lieber klassische Brettspiele bevorzugen, finden Sie bei eBay auch die inzwischen vergriffenen Variaten des „Wetten, dass…?“-Brettspiels.

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