Westernschmuck – schicke Ausstattung für Cowboys, Pioniere und Rodeoreiter

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Westernschmuck – schicke Ausstattung für Cowboys, Pioniere und Rodeoreiter

Westernschmuck ist gerade in den letzten Jahren zu einem Highlight geworden. Der Mythos um Cowboy und Indianer hält bereits seit Jahrzehnten an. Der Begriff „Western und Westernstyle“ ist hier gängig und die Palette an Angeboten und Empfehlungen groß. Dieser Ratgeber soll Ihnen dabei helfen, ein individuelles Accessoire für Ihr ganz persönliches Westernoutfit zu finden.

Der Ursprung des Wilden Westens

Der Begriff des "Wilden Westens" kommt von einer umgangssprachlichen Eingrenzung für die Gebiete der USA, die sich in der westlichen Region des Mississippi befinden. Der Begriff gilt zudem als historisch und geografisch „nur am Rande erfasst“ und beinhaltet die Bundesstaaten, die in der Pionierzeit des 19. Jahrhunderts noch nicht bekannt waren. In dieser Zeit drangen auch die ersten Siedler in die Gebiete vor, vor allem Angloamerikaner und Europäer.

Was ist Westernschmuck?

Heute fällt unter Westernschmuck eigentlich alles, was mit der amerikanischen Geschichte zu tun hat. Auf der Suche nach Westernschmuck stößt man oft auch auf den Begriff „Indianerschmuck“. Unter dem heutigen Indianerschmuck versteht man in erster Linie die von den sogenannten Navajo-Indianern hergestellten Souvenirs und Schmuckstücke. Mit dem authentischen Indianerschmuck haben diese Anfertigungen nur noch in Bezug auf die Silberverarbeitung unter Einbringung des Türkis zu tun, und dass sie eben von Indianern, den Navajos, hergestellt wurden. Die Unterscheidung zwischen Modeschmuck und echtem altem Indianerschmuck fällt nicht leicht, da erst seit der Neuzeit Prägungen und Künstlerinitialen gängig sind.

Generell kann gesagt werden, dass eine Vermischung amerikanischer und indianischer Kultur in den Siedlungsgebieten bereits früh stattgefunden hat und sich heute auch in der Fülle von Angeboten an „Westernschmuck“ äußert. Entlang der Tourismusgebiete und der „Route 66“ sind zahlreiche sogenannte „Westernstores“ eröffnet worden. Diese Stores sind vergleichbar mit unseren Souvenirläden in Erholungsgebieten, aber ab und an trifft man dort auch auf echte Nachfahren der indianischen Kulturstämme. Westernstores bieten so ziemlich alles, was das „Cowboyherz“ begehrt. Über Cowboyhüte, Silberketten und verzierte Gürtelschnallen geht es oft auch zu von Navajo-Indianern hergestellten Produkten wie Armbändern, Haarschmuck und Pfeifen. Heute tragen Indianer in Amerika auch immer häufiger Kleidung und Schmuck von amerikanischen Cowboys, wie den großkrempigen Hut; umgekehrt die amerikanischen Einwohner den von Indianern hergestellten Schmuck, wie den der Navajo.
Zum Westernschmuck gehören weitläufig aber auch Kleidungsstücke wie alte Kriegs- und Pionierskostüme bzw. Uniformen von Nord- und Südstaatlern. Auf zahlreichen Countryfesten treten Westerninteressierte, Westernreiter, Indianerfans und Cowboys in einer Gemeinschaft auf. Der Markt für die dazugehörigen Accessoires und Westernschmuckelemente ist riesig und global. Auch die Bikerszene hat ihn sich bereits erschlossen bzw. für sich entdeckt. Entlang der „Route 66“ finden sich Tourismusshops und Souvenirläden und nicht nur ausländische Interessierte besuchen hier jährlich in Massen die Stores, um im Sortiment und in der Handwerkskunst zu stöbern.

Die Navajo-Indianer

Die Navajo-Indianer sind in der Herstellung von Indianerschmuck im Westernstyle sozusagen ein Hauptproduzent. So zum Beispiel in den Reservaten rund um die „Route 66“. In der Schmiedekunst sind die Navajo-Indianer seit Jahrhunderten bewandert. Silberschmuck und der Türkis als ein Hauptschmuckelement sind weit über Amerika hinaus bekannt und gefragt. Viele Westernaccessoires und Elemente im Westernlook sind vom Handwerk der Navajo-Indianer geprägt. Die Vermischung von „Westernschmuck“ und „Indianerschmuck“ kann daher als übergreifend bezeichnet werden. Zumindest wird das eine oft mit dem anderen kombiniert und schließt es aufgrund seiner Geschichte mit ein.

Ursprung und Bekleidung eines Cowboys

Zum Western gehört der Cowboy. Doch was macht eigentlich einen Cowboy aus? Vielleicht kennen Sie die in den 90ern bekannt gewordene Countryband „Rednex“. Der Look dieser Band stellt bekleidungstechnisch bereits grob umschrieben die uns bekannte Grundausstattung dar. Abgetragene Lederjacken und Westen mit Fransen, Lederhosen und - nicht zu vergessen - der Cowboyhut statten einen „richtigen" Cowboy aus. Gürtelschnallen mit unterschiedlichen Motiven, oft Bären- und Adlerbilder, gehören ebenso dazu wie die Boloties, die sogenannten Schnürsenkelkrawatten. Der Concho und Lederstiefel mit Sporen dienen als weitere Elemente, genauso wie die Gürteltasche aus Leder. So wird das Westernoutfit komplett. Im Ursprung war ein Cowboy allerdings nichts anderes als ein Farmer. Rinder- und Viehzucht bildeten die Lebensgrundlage, aber nicht unbedingt das Einfangen und Zähmen wilder Mustangs. Das Leben eines Farmers war hart und seine Ernten durch Hitze und Dürre oft erfolglos. Der Cowboy galt als rau und ehrlich und trat in seiner Bekleidung eher schlicht in Erscheinung.

Anhänger, Armbänder und Ketten

Anhänger und Ketten zeugen oft vom Einfluss der amerikanischen Ureinwohner. Meist sind es Silberketten mit Türkis oder Broschen. Schlichte Lederbänder, Armbänder mit Amuletten aus Silber, Emaille oder einem in Metall gefassten Tierzahn oder Stein runden den Wild-West-Look ab. Pins und Aufnäher mit Bären- oder Adlermotiv oder auch der amerikanischen Flagge auf Jacken und Westen ergänzen oft das Gesamtbild eines Westernoutfits.

Boloties

In der Zeit um 1880/90 trug die indianische Bevölkerung sogenannte „Halstuchbinder“ mit unterschiedlichen Schmuckelementen. Diese Halstuchbinder sind als Vorreiter der späteren Boloties zu sehen. Sie wurden von den Cowboys ebenfalls getragen. Dabei entstand dann die heute bekannte Version mit Lederbändern. In den späten 40er Jahren begannen dann die Navajo-Indianer in der Region von Phoenix, die Boloties in einfacher Ausführung herzustellen. 1971 wurde der Bolotie offiziell als Halsschmuck in Arizona erfasst. Der Bolotie ist oftmals aus einem vierfach geflochtenem Lederband mit metallenem Spitzenabschluss und einer Brosche in unterschiedlichen Variationen gefertigt. Verarbeitet wurden in Stein eingeschlossene Lapislazulis, Türkise oder Korallen und verschiedene Tierzähne. So gibt es den Bolotie in verschiedensten Formen und Facetten. Boloties sind des Weiteren auch ein Symbol für den Status. Hier gilt: Je strammer ein Bolotie am Kragen sitzt umso höher ist der Status und die gesellschaftliche Stellung seines Trägers.

Hutbänder und Hutschmuck

Die Bänder, die als Zierde auf Cowboyhüten verwendet werden, gibt es in schlichtem, geflochtenem Leder und als bunt gemustertes Webband mit indianischem Einschlag. Oft sieht man hier auch Lederbänder, die Metallspitzen und Hülsen an den Lederenden haben oder mit einen Schmuckstein, wie etwa einen Türkis, verziert sind. Als Hutschmuck werden oft noch Federn und auch kleinere Metall- oder Silberbroschen direkt über der Hutkrempe aufgebracht. Je nach Interessengebiet des (Cowboy-) Hutträgers haben einige dieser Broschen und Applikationen eingeprägte Symbole oder Motive.

Ringe

Bei den Ringen gibt es im Bereich des Westernschmucks die größte Auswahl, da hier die Materialien von Silber, Zinn, Kupfer und Metall noch über Holz, Büffelknochen und Speckstein reichen. Dies ist bedingt durch die indianische Kultur, welche ihre eigenen handwerklichen Geschicke und die Naturmaterialien in das heutige Schmuckangebot eingebracht hat.

Ringmotive

Die Ringmotive sind so zahlreich wie die Materialien, aus denen sie hergestellt werden. Häufige Symbole sind die Totemtiere der indianischen Kultur wie der Weißkopfseeadler, der Wolf, der Büffel oder der Bär. Aber auch individuelle Motive mit einer eigenen Botschaft und Familienwappen finden sich auf den Ringen wieder. Die Symbole auf den Ringen sind oft abhängig vom persönlichen Geschmack der Träger und der Bedeutung, die es hat. Oft handelt es sich um grobe und breite Ringe aus Silber, die mit einem Türkis besetzt sind.

Gürtelschnallen und Gürtelschnallenverzierungen

Die breiten Gürtel, meist aus schwarzem oder braunem Leder, tragen als besonderen Hingucker meist eine breite Brosche aus Silber, Kupfer oder Messing, auf der auch oftmals eine ausdrucksstarke Motivprägung wie z. B. die eines Adlers oder Wolfs zu finden ist. Die Gürtelschnallen haben eine weite Verbreitung gefunden und finden sich nicht nur ausschließlich bei Motorradfahrern und Westernanhängern wieder. Die Auswahl an Gürtelschnallen und deren Verzierung ist groß und das Angebot steigend.

Das Rodeo bzw. der Rodeo-Reiter

Zur Nostalgie des Wilden Westens gehören das Rodeo bzw. die Rodeoreiter. Interessant ist, dass es heute noch in den USA einen Verein gibt, der über 700 Rodeos jährlich veranstaltet. Er nennt sich „Professional Rodeo Cowboys Association“. Beim Rodeoreiten gibt es unterschiedliche Formen.

Einige der Disziplinen in den Aufführungen haben ihre Herkunft aus der Farmeridentität der meisten Cowboys. Das Einreiten wilder Pferde und das Treiben und Einfangen von Kälbern und Rindern gehörte zu ihrer Arbeitsweise und zum natürlichen Ablauf. Die Rodeoreiter tragen oft bei diesen Auftritten Gürteltaschen, verzierte Sporen und Lederstiefelschmuckbänder. Ihre Pferde sind oft reich geschmückt mit diversem Westernschmuckelementen. So finden sich an Zaumzeug und Sattel eingearbeitete Türkise, Nieten und Lederbänder sowie Silberelemente und Federschmuck.

Gürteltaschen

Oft ist ein Westerninteressierter nicht einzig mit einer Gürtelverzierung und einem Gürtel ausgestattet, sondern auch mit einer Gürteltasche. Zumeist ist diese aus Leder gefertigt und hat in der Grundidee einen praktischen Nutzen, beispielsweise um Wertgegenstände oder Gebrauchsgegenstände wie kleine Messer und dergleichen befördern zu können. Doch auch als zusätzlicher Gürtelschmuck werden sie eingesetzt. Oft heißt es: „Je mehr, umso besser“. Gerade die Westernleute, die auch ein Pferd bei sich führen, tragen eine Gürteltasche als Must-Have mit sich.

Stiefelketten und Sporen

Die „Bootstraps“, oder auch Stiefelriemen, sind oft aus schlichtem Leder gefertigt und mit Türkissteinen und Webelementen verziert. An den ursprünglichen Sporen werden zusätzliche Zierelemente aus Kupfer und Silber angebracht.

Ein vollständiges Westernoutfit kann mit den verschiedensten Accessoires verschönert werden. Schmuckstücke wie Anhänger, Ketten, Ringe, Boloties und Gürtel werten den Look auf und machen ihn einzigartig. Gürtelschnallen und -taschen sowie Stiefelketten erfüllen dabei nicht nur einen dekorativen, sondern oft auch einen praktischen Nutzen. Wenn Sie ein besonders ausgefallenes Stück suchen, finden Sie in eBay eine reichhaltige Produktpalette zu Westernschmuck und Zubehör. Stöbern Sie im vielfältigen Angebot und schaffen Sie sich Ihr persönliches Westernoutfit.

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