Wertvoll und exquisit – Smaragde für Esoterik, Meditation und Schmuckherstellung

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Wertvoll und exquisit – Smaragde für Esoterik, Meditation und Schmuckherstellung

Der Smaragd ist ein wertvoller und beliebter Edelstein, der schon in der Antike hochgeschätzt wurde. Der grüne Stein dient seit jeher als Schmuck für Herrscher und Heilige, als Heilstein und als effektives Hilfsmittel zur Stärkung der Konzentration. Dieser Ratgeber informiert Sie über die Beschaffenheit, die Herkunft, die Geschichte und die Einsatzmöglichkeiten dieses wunderschönen Edelsteins in den verschiedenen Gebieten.

Die Geschichte des Smaragds und die ihn umgebenden Mythen

Der Smaragd ist schon seit alters her ein bedeutender Schmuckstein und Heilstein, der aufgrund seiner leuchtend grünen Farbe als einer der wertvollsten Edelsteine gilt. Er gehört zu den Apostelsteinen, schmückt Kronjuwelen und Kultgegenstände und findet sogar in der Bibel Erwähnung. Bis zum Mittelalter kannte man nur zwei Herkunftsorte des Smaragds: das österreichische Habachtal und die ägyptische Kleopatramine am Roten Meer. Die südamerikanischen Fundorte wurden erst durch die spanischen Eroberer bekannt, die die Smaragdschätze der Azteken und Inkas von ihren Reisen nach Europa brachten. Dem Smaragd wurde schon im Mittelalter nachgesagt, dass er bei Schlaflosigkeit, Ängsten und Albträumen Linderung bringt. Zudem sagte man dem Stein eine kräftigende und appetitanregende Wirkung nach. Schwangere nutzten den Smaragd als Glückstein, und Reisende setzten auf seine Kraft, Unheil abwenden zu können. Die Naturheilerin Hildegard von Bingen nutzte den Smaragd zur Bekämpfung von Epilepsie und Magenerkrankungen.

Die Bedeutung des Smaragds als Schmuckstein

Viele bedeutende Herrschaftssymbole waren mit Smaragden geschmückt. So hatte beispielsweise Karl der Große eine mit Smaragden besetzte Krone. Ein weiteres prominentes Beispiel ist die „Anden-Krone“ der Inka, die heute einer amerikanischen Stiftung gehört: Die mit 447 Smaragden besetzte Krone der Marienstatue aus dem Jahre 1599 wurde der Marienfigur aus Dankbarkeit aufgesetzt. In der von spanischen Eroberern im 16. Jahrhundert besetzten Inka-Stadt Popayan, in der die Krone angefertigt wurde, bat die gesamte Bevölkerung die Mutter Gottes um Schutz, als die Pest im Land ausbrach – und blieb wie durch ein Wunder verschont. Die „Anden-Krone“ gilt als eines der schönsten Schmuckstücke der Smaragdverarbeitung überhaupt.

Auch in arabischen Ländern ist der Smaragd seit jeher ein bedeutender Schmuckstein, da die Farbe Grün die Farbe des Propheten Mohammed ist. Im Islam gilt der Smaragd als Symbol der Macht, des Reichtums und der Freundschaft. Aus den erlesensten Smaragden der Welt wurden in den arabischen Ländern wertvolle Schmuckstücke hergestellt. Das bekannteste Beispiel ist der Topkapi-Dolch, der in Istanbul im Topkapi-Museum mit anderen wertvollen Smaragd-Schmuckstücken ausgestellt ist. Der weltweit bekannte Dolch ist 35 Zentimeter lang, und sein goldener Griff ist mit drei Smaragden besetzt. Dieser Dolch sollte ein Geschenk des türkischen Sultans Mahmud I. an den persischen Schah Nadir sein, der den Sultan zuvor ebenfalls mit einem kostbaren Schmuckstück aus der Eroberung Delhis beschenkt hatte. Als der Dolch nach Persien gebracht wurde, erfuhr die ihn überführende Delegation vom Tode des Schahs und brachte den Topkapi-Dolch zurück nach Konstantinopel.

Der Name und die Handelsbezeichnung des Smaragds

Seinen Namen verdankt der Edelstein dem griechischen Begriff „smaragdos“, was übersetzt "grüner Stein" bedeutet. In früheren Zeiten wurden allerdings auch andere grüne Edelsteine als Smaragd bezeichnet; erst Ende des 18. Jahrhunderts erhielt der Name „Smaragd“ seine Gültigkeit, als man sich auf die auch heute noch geltende Bezeichnung festlegte. Erhält ein dem Smaragd ähnelnder Stein seine grüne Farbe durch Vandanum, so nennt man ihn grünen Beryll oder Vandanumberyll.

Die physikalische Beschaffenheit des Smaragds

Das Kristallsystem des Smaragds ist hexagonal. Er besitzt eine Härte von 7,5-8 auf der Mohs'schen Skala und eine Dichte von 2,67-2,78. Die Spaltbarkeit des Edelsteins ist unvollkommen und sein Bruch ist muschelartig und uneben. Die Färbung des Smaragds ist dunkelgrün, gelbgrün und smaragdgrün, und er besitzt einen glasigen Glanz. Die Strichfarbe des Edelsteins ist weiß.

Die chemischen Eigenschaften des Smaragds

Der Smaragd wird, wie die anderen Varietäten der Beryllgruppe, der Mineralklasse der Ringsilikate zugeordnet. Beim Smaragd wird dreiwertiges Chromoxid jeweils durch ein Aluminiumoxid ersetzt. Die Farbe des Smaragds entsteht bei diesem Beryllium-Aluminium-Silikat schon durch geringe Beimengungen von Chrom. Je mehr Chrom enthalten ist, umso stärker erscheint das charakteristische Smaragdgrün. Die Beimengung von Eisen hingegen verursacht einen gelblichen Strich und die Beimengung von Vandanium einen als Tannengrün zu bezeichnenden Strich des Steins.

Wie entsteht der Smaragd?

Der Smaragd ist im Vergleich zu anderen Varietäten der Beryllgruppe äußerst zerbrechlich, deshalb gibt es ihn nur als primäres Mineral. Die Entstehung dieses Edelsteins findet durch Kontaktmetamorphose statt, die sich vor allem in Glimmerschiefern oder in Schieferton vollzieht. Für die Entstehung dieses besonderen Steins ist eine außergewöhnliche Konstellation erforderlich, die es in der Natur nur sehr selten gibt. Die chemischen Elemente Chrom und Beryllium, die aufgrund ihrer geochemischen Unterschiedlichkeit nur selten aufeinandertreffen, müssen beieinanderliegen. In diesem Fall wird das Aluminiumoxid aus dem Beryllium durch das Chromoxid ausgetauscht, und es bildet sich ein Smaragd. Eine Folge der Entstehung von Smaragden ist die Schwächung ihrer Silkatringe, die bewirkt, dass der Smaragd, trotz seiner Härte, sehr leicht bricht.

Die Fundstätten des Smaragds

Verschiedene Orte gelten als die Hauptfundstätten von Smaragden. Der Smaragd wird vor allem in Afghanistan, Australien, Kolumbien, Österreich, Madagaskar, Indien, Brasilien, Südafrika, im Ural, Peru, Tansania und Mosambik gefunden.

Charakteristische Eigenschaften des Smaragds

Der Smaragd kommt in durchsichtiger bis undurchsichtiger Form vor. Er bildet sechsseitige Prismen, die verglichen mit anderen Beryllformen eher einfacherer Struktur sind. Eine Besonderheit des Smaragds sind seine häufig vorkommenden Mineral- und Gaseinschlüsse. Oft gleichen diese Einschlüsse Pflanzenverästelungen, weshalb man sie auch als „jardin“ bezeichnet, was auf Französisch „Garten“ bedeutet. Diese Einschlüsse stellen beim Smaragd jedoch keine Qualitätsminderung dar, sondern gelten als Beweis für die Echtheit des Steins. Einschlüsse beim Smaragd sind je nach Fundort des Steins sehr unterschiedlich ausgebildet und haben sehr verschiedene Prägungen. Die Empfindlichkeit des Smaragds ist auch bei geschliffenen und gefassten Steinen sehr hoch. Mechanische Beanspruchungen und innere Spannungen können feinste Risse in diesem Edelstein verursachen. Die Farbskala des Smaragds reicht von einem satten Grün über Gelbgrün bis zu dem charakteristischen Smaragdgrün, das oft auch eine unregelmäßige Farbzeichnung aufweist.

Die Verwechslungsmöglichkeiten des Smaragds mit anderen Steinen

Nur Kenner können den echten Smaragd von einem synthetisch hergestellten Stein unterscheiden. Weitere Verwechslungsmöglichkeiten bestehen mit dem Fluorid, dem Peridot, dem Grossular und dem Aventurin. Der Turmalin hingegen lässt sich vom Smaragd durch seinen Blaustich relativ gut auseinanderhalten.

Der Versuch, den edlen Stein zu imitieren

Der Smaragd wird häufig nachgeahmt, oder es werden Steine mit geringerer Qualität manipuliert. Die IG Farben versuchte 1935, den Stein durch die Synthetisierung von „Igmerald“ zu imitieren. Steine von geringer Qualität werden häufig gefärbt, um sie wertvoller erscheinen zu lassen. Allerdings verblasst dieser Farbeffekt recht schnell.

Die Verwendung des Smaragds als Schmuckstein

Der Smaragd ist ein beliebter Schmuckstein und kann sich durchaus mit dem Diamant oder dem Rubin messen. Die besondere Verarbeitung des Steins nennt man Smaragdschliff. Sehr beliebt sind Smaragde, wenn sie eine starke natürliche Färbung aufweisen. Nicht ganz so strahlende Smaragde verarbeitet man in der Regel zu Kugeln und Cabochons.

Die heilende Wirkung des Smaragds

Der Smaragd wird gerne als Heilstein und zur Meditation verwendet, da er für Reinigung, Regeneration und die Verbindung der Materie mit dem Geist steht. Er soll den Mensch mental stärken und lässt ihn seine Ziele klarer erkennen und verfolgen. Der grün schillernde Stein wirkt direkt auf das Herz und vermittelt das Gefühl von überfließender Liebe, stärkt das menschliche Mitgefühl und führt dazu, dass der Mensch von innen her aufblüht. Er fördert die innere Einkehr und die Verbindung der Menschen in tiefer Liebe. Zudem soll der Smaragd das Gedächtnis verbessern und die intellektuellen Fähigkeiten steigern. Auch als Hilfe bei Depressionen und Stress nutzt man die Kraft des Smaragds. Als Heilstein findet der Smaragd schon immer bei Augenbeschwerden und Krankheiten Verwendung. Er soll die Sehkraft verbessern und hilft auch bei Erkrankungen der Atemwege. Dem Smaragd wird eine anregende Wirkung auf das Herz, die Verdauungsorgane, die Leber und die Nieren nachgesagt. Auch bei Kopfschmerzen, Gicht und rheumatischen Beschwerden wird der Edelstein verwandt. Schon im Mittelalter hauchte man den Smaragd bei Kopfschmerzen an und legte den Stein dann an die Schläfen und die Stirn. Der grüne Stein wirkt direkt auf die Thymusdrüse und fördert so das Immunsystem, was Infektionskrankheiten verhindern kann. Nach neuesten Erkenntnissen soll der Smaragd auch eine heilende Wirkung bei epidemieartigen Infektionskrankheiten wie Angina, Durchfall oder Magenvergiftungen besitzen.

Wie wird der Smaragd angewendet?

Der Smaragd wird entweder am Körper getragen oder aufgelegt. Das Auflegen soll die direkte Wirkung des Steins auf die betroffene Körperstelle verstärken. Bei rheumatischen Beschwerden oder Gicht verwendet man das Wasser des Edelsteins, indem man daraus Umschläge macht. Mit Smaragdwasser sollen sich auch Falten glätten lassen. Auch die Sehkraft der Augen kann der Stein verbessern. Der Edelstein unterdrückt epileptische und Malariaanfälle und reguliert einen schwankenden Blutdruck.

Zur Reinigung des Smaragds hält man ihn unter fließendes Wasser, wodurch der Stein auch entladen wird. Zur Aufladung nutzt man das indirekte Sonnenlicht oder den Bergkristall. Der Diamant und der Bergkristall fördern die Wirkung des Smaragds, wohingegen andere Steine seine Kraft schwächen oder ihn beschädigen können.

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