Wer war Kaiser Wilhelm I. - ein kurzes Portrait

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Wer war Kaiser Wilhelm I. - ein kurzes Portrait

Er war der erste Kaiser des Deutschen Reiches: Kaiser Wilhelm I. regierte zuerst Preußen und stieg 1871 zum ersten deutschen Kaiser auf. Die Menschen verehrten den populären Regenten und bauten ihm zu Ehren zahlreiche Denkmäler. Doch Kaiser war Wilhelm I. nur widerwillig. Ein kurzes Portrait über einen wichtigen Mann.

 

Zum Nachfolger war er nicht geboren

Als Wilhelm am 22. März 1879 geboren wurde, herrschten noch immer absolutistische Verhältnisse, die ganze Macht über das Volk oblag dem König, seinem Vater Wilhelm III. Da er einen älteren Bruder hatte, stand er nicht auf dem ersten Platz in der Nachfolge. So sammelte er erstmals militärische Erfahrungen wie in den Befreiungskriegen gegen Napoleon. Später ging er auf Drängen seines Vaters eine Vernunftehe mit der Prinzessin Augusta aus Sachsen-Weimar ein. 1840 wurde schließlich sein Bruder König von Preußen. Da dieser zu diesem Zeitpunkt keine Kinder vorwies, wurde Wilhelm I. zu seinem Nachfolger bestimmt.

 

Wilhelm wird König

Als er 1848 die Märzrevolution mit seinen Truppen niederschlagen ließ, erregte Wilhelm das erste Mal Aufsehen. Sein gewaltsames Vorgehen steht in einem Kontrast zu seinem späteren Liberalismus. 1858 übernahm er die Regentschaft für seinen geistig erkrankten Bruder. Erst dann begann der Monarch, sich von seinen konservativen Ansichten zu lösen. Diese Epoche nannte man später „Neue Ära“. Seine Frau Augusta, die dem Regenten intellektuell überlegen war, trug maßgeblich zu der Entwicklung des neuen Liberalismus bei. Nach dem Tod von Wilhelm IV. wurde Wilhelm I. König von Preußen. Er bildete eine Exekutive und arbeitete sehr eng mit seinem Ministerpräsidenten Bismarck zusammen. Zusätzlich war er für die Gesetzgebung verantwortlich, ebenso wie für das Militär.

 

Die Kaiserproklamation auf Drängen Bismarcks

Knapp zehn Jahre nach seiner Krönung kam es im Spiegelsaal des Versailler Schlosses zu der Krönung Wilhelms I. zum Kaiser. Die deutsche Armee hatte sich in Sedan endgültig gegen die Franzosen durchgesetzt. Im Jahre 1871 fanden nur zwei Monate nach der Kaiserproklamation die ersten Wahlen zum Deutschen Reichstag statt, noch im selben Jahr trat die Verfassung in Kraft. Wilhelm selbst war das Amt des Königs von Preußen immer wichtiger, doch er gab dem Drängen Bismarcks nach und ließ seinem Reichskanzler nun freie Hand für die politische Regierung. Unter Bismarck wurde das Sozialistengesetz eingeführt, das der Arbeiterschaft jeglichen Einfluss nahm. Wilhelm selbst konzentrierte sich auf die Innenpolitik und half, die Einzelstaaten in das Deutsche Reich zu integrieren. Am 9. März 1888 starb er in Berlin. Nachfolger wurde sein Sohn Friedrich III. der nur wenig später an Krebs verstarb. Noch 1888 wurde Wilhelm II. Kaiser, weswegen dieses Jahr auch als das Dreikaiserjahr bekannt wurde.

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