Wer streut für Sie die Blütenblätter? Tipps für den Kauf von Blumenmädchenkleidern

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Wer streut für Sie die Blütenblätter? Tipps für den Kauf von Blumenmädchenkleidern

Die Hochzeit ist für Braut und Bräutigam ein einzigartiges Erlebnis, weshalb sie meistens schon Monate im Voraus geplant wird. Doch nicht nur die Erwachsenen sind aufgeregt, auch Blumenkinder möchten an dem Tag besonders hübsch aussehen. Damit ihnen das gelingt, sind die Streuengelchen, wie sie in manchen Teilen Deutschlands genannt werden, auf Ihre Hilfe angewiesen. Wir geben Ihnen Tipps zum Kauf von Blumenmädchenkleidern und zeigen Ihnen, worauf Sie achten müssen.

Warum gibt es Blumenkinder?

Das Blumenstreuen bei einer Hochzeit ist ein Brauch. Die Aufgabe wird von Blumenkindern übernommen, die Blumen bei dem Auszug des Hochzeitpaares aus der Kirche auf den Boden streuen. So verwandelt sich dieser in einen Blütenteppich und das Paar schreitet über die weichen Blumen. Heutzutage gibt es auch bei einer Hochzeit im Standesamt Blumenkinder, wenn das Paar nicht kirchlich heiratet.

Der Duft der verstreuten Blüten soll dem Brauch nach Fruchtbarkeitsgötter anziehen und bei dem Paar für einen reichen Kindersegen sorgen.

Wer kann Ihr Blumenkind werden?

Wenn das Brautpaar bereits Kinder hat, streuen diese meistens die Blüten aus. Doch Blumenkinder können auch Kinder von Gästen – zum Beispiel von Schwestern oder Brüdern oder Ihren besten Freunden – sein. Mädchen oder auch Jungen können die Aufgabe übernehmen. In der Regel sind Blumenkinder aber weiblich, da viele Jungen keine Lust auf das Streuen haben und auch keinen Anzug anziehen möchten. Fragen Sie einfach vor der Hochzeit nach, ob Ihre Kleinen Freude daran haben oder nicht. Meistens sind die Kleinen zu zweit und zwischen drei und zehn Jahren alt.

Festliche Anzüge für Jungen

Wenn die Blumenkinder Jungen sind, richtet man sich bei ihrem Kleidungsstil nach dem Bräutigam. Für sie gibt es festliche Anzüge in kleinen Größen. Da die Kleidung nicht günstig ist und im Normalfall nur einmal getragen wird, weil die Jungen schnell wachsen, lohnt es sich auch, nach gebrauchten festlichen Anzügen zu suchen. 

Wenn Sie Ihren Kleinen nicht in ein komplettes Outfit mit Jackett, Fliege oder Krawatte stecken möchten, können Sie auf edle Westen zurückgreifen. Sie sind bequemer als Smokings im Miniformat und die Kleinen können sich freier bewegen. Gerade in jungen Jahren sind Kinder sehr aktiv und werden schnell ungeduldig, wenn sie den ganzen Tag in unbequemer Kleidung verbringen müssen. Stecken Sie einen Jungen daher nicht in enge oder unpassende Hosen oder Jacken. Zum festlichen Anzug tragen Jungen übrigens am besten geschlossene, schlichte Schuhe.

Hochzeitskleid und Blumenmädchenkleid ähneln sich

Frauen und Mädchen tragen zur Hochzeit festliche Kleider. Die Modelle der Blumenmädchen ähneln dabei dem Stil des Brautkleides, was aber nicht zwangsläufig der Fall sein muss.

Obwohl es sich um Kleider für Kinder handelt, können sie mitunter sehr teuer sein. Und wenn kein kleines Geschwisterchen da ist, werden die Stücke meistens auch nur einmal getragen. Daher lohnt es sich auch hier, nach geeigneten gebrauchten Kleidern zu suchen. Bei Mädchen ergänzen Sie das Outfit durch Sandalen oder Ballerinas. Doch Achtung: Wenn es kalt ist, sollten alle Kinder dicke Socken in den Schuhen tragen, damit ihre Füße warm bleiben und sie sich nicht erkälten.

Weiß für Blumenkinder

Die meisten Blumenmädchen sind wie die Braut in Weiß oder Champagner gekleidet. Knielange, schlichte Kleider eignen sich vor allem für eine Hochzeit im Sommer. Damit es leicht anzuziehen ist, sollte man es am Rücken mit einem Reißverschluss öffnen können.

Viele Modelle sind vollständig unterfüttert, sodass der Rock in einer schönen Form fällt. Kleine Schleifen, Taillengürtel oder Rüschen setzen schöne Akzente.

Im Winter sind lange Kleider geeignet. Bodenlange Modelle sollten eher von älteren Blumenkindern getragen werden, denn gerade kleine Kinder laufen viel herum und stolpern schnell über den ausladenden Stoff.

Auch Rosa, Hellblau oder Rot ist bei Blumenkindern beliebt. Hier tauchen die typischen Farben auf, die auch von Brautjungfern gerne getragen werden.

Auch festliche Kleidung sollte der Wetterlage angepasst sein

Damit auch Regen und Kälte Ihren schönsten Tag im Leben nicht zerstören, muss Ihre Kleidung auf verschiedene Wetterbedingungen angepasst sein. Das gilt auch für die Kleider und Anzüge der Blumenkinder.

Bei Jungen ist es besonders einfach, denn unter einem Hemd, das kurzärmlig oder langärmlig sein kann, können Sie noch ein wärmendes Unterhemd anziehen. Als Jacke kommt dann ein Smoking-Jackett zum Einsatz. Dicke Socken in den Schuhen halten zusätzlich die Füße warm.

Bei Mädchen ist es etwas schwieriger. Damit die Beine warm bleiben, können sie Strumpfhosen anziehen. Diese sollten möglichst schlicht sein. Im Sommer müssen nicht zwangsläufig Strumpfhosen getragen werden. Wenn doch, eignen sich dünne weiße Modelle. An sehr kalten Tagen sind Wollstrumpfhosen am besten, da sie gute Wärmeeigenschaften haben.

Fast alle Kleider für Blumenmädchen sind kurzärmelig. Als Jacke kann ein Bolero, der farblich zum Kleid passt, angezogen werden. Auch niedliche Umhänge oder Capes, die auch von Bräuten häufig getragen werden, passen gut zum Kleid. Für Hochzeiten im Winter eignen sich hochwertige Jacken aus weißem Fleece, die Sie durch Schleifen auf der Vorderseite zusammenbinden und die äußerst schick aussehen.

Unter jedes Kleid passt auch immer ein Unterhemd – es muss nur die richtige Form haben. Es gibt sogar Modelle mit Spaghettiträgern, sodass diese unter den Trägern des Kleides verschwinden. Auch können Sie zwischen V- oder Rundausschnitt wählen.

Streukörbe statt Handtaschen

Kinderhandtaschen für festliche Anlässe gibt es viele. Doch damit die Kleinen beim Blumenstreuen nicht überfordert sind, ist eine Anschaffung einer zum Kleid passenden Tasche überflüssig. Stattdessen sollten Sie sich um einen schönen Streukorb kümmern. Er sollte farblich zum Kleid passen und kann mit Schleifen versehen werden, was ihn eleganter wirken lässt.

Neben geflochtenen Streukörben aus natürlichen Materialien gibt es Produkte, die nur zu diesem Zweck hergestellt werden. Dabei werden die Körbe in weißen, edlen Stoff gehüllt und mit allerlei Accessoires wie Schleifchen und Rüschen versehen. Je nach Geschmack können Sie dezente oder aufwendig gearbeitete Streukörbe einsetzen.

Festliche Accessoires für Blumenmädchen

Während Jungen mit Fliege oder Krawatte und einem Einstecktuch in der Brusttasche des Jacketts schon allerlei Accessoires mit sich herumtragen, haben Blumenmädchen erst einmal nur das Kleid, was sie schmückt. Doch zusätzliche Accessoires machen aus den Kindern kleine Prinzessinnen.

Große Schleifen im Haar passen oft zum Blumenmädchenkleid. Am besten sind diese auf einem Haarreif angebracht, damit sie nicht verrutschen oder verloren gehen können. Noch niedlicher sind Blumenkränze, die ins Haar gesteckt werden. Die Blumensorten, die beim Schmücken der Kirche eingesetzt werden, können in den Haarbändern wieder auftauchen. Auch die Sorte, die vom Blumenmädchen gestreut wird, kann im Kopfschmuck verarbeitet werden. Ihrer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Ältere Blumenkinder freuen sich auch über Accessoires wie kleine Gesichtsschleier oder verspielte Haarnadeln. Für die Kleinsten sind diese Produkte aber nicht geeignet, da sie leicht im Gesicht stören und Haarnadeln verschluckbare Kleinteile sind.

Üben, üben, üben

Damit Ihre Blumenkinder an ihrem großen Tag nicht die Nerven verlieren und sich plötzlich bei Mama oder Papa verkriechen, sollten Sie das Blumenstreuen vorher üben. Selbst wenn Sie den Ablauf nur einmal mit den Kleinen durchgehen, werden sie sich schon viel sicherer fühlen und mit Freude an der Hochzeit dabei sein.

Wechselkleidung mitnehmen

Je kleiner die Blumenkinder, desto wichtiger ist es, Wechselkleidung zur Hochzeit mitzunehmen. Kleider und festliche Anzüge können schnell unbequem werden. Da freuen sich Ihre Kinder nach getaner Arbeit, wenn sie wieder in komfortable Kleidung wechseln können. Und bei anschließenden Feierlichkeiten wird es den Kleinen niemand übel nehmen, wenn sie die starren Klamotten abgelegt haben.

Klären Sie, ob das Streuen gestattet ist

Es klingt verrückt, doch in manchen Gemeinden ist das Streuen von Blumen bei Hochzeiten nicht erlaubt. Meistens beschränkt sich dieses Verbot auf das Streuen in der Kirche, da die Böden unter Umständen zu empfindlich sind. Das kann auch bei Hochzeiten auf Schlössern der Fall sein. Um keine böse Überraschung zu erleben, erkundigen Sie sich einfach vorher bei der Gemeinde oder den Besitzern der gemieteten Räume, ob das Blumenstreuen gestattet ist. Notfalls weichen Sie einfach auf den Platz vor der Kirche oder dem Schloss aus.

Welche Blumen sollen gestreut werden?

Da Kinder die Blumen anfassen und auch gern daran riechen, nehmen Sie keine giftigen Pflanzen. Auch ein sehr starker Duft wird häufig als unangenehm empfunden. Meistens werden Rosenblätter verstreut, deren rote Farbe als Zeichen der Liebe gilt. Aber auch Nelken, Tulpen oder die Blütenblätter von Sonnenblumen kommen zum Einsatz. Je nach Geschmack wählen Sie zwischen den unterschiedlichen Arten und Farben.

Die Blumenblätter besorgen Sie sich am besten bei einem Floristen. Wenn es sich um Blumen handelt, die weggeworfen werden sollen, bekommen Sie die Blüten meistens zu einem günstigeren Preis. Auch einige Shops haben sich auf den Verkauf von Blütenblättern spezialisiert. Am schönsten ist es natürlich, wenn die Blütenblätter zur restlichen Dekoration passen.

Weitere Aufgaben von Blumenkindern

Viele Blumenkinder haben bei der Hochzeit nicht nur eine Aufgabe. Sobald sich das Brautpaar vom Altar Richtung Ausgang bewegt, streuen sie Blumen. Andere tragen den Schleier der Braut, wenn dieser besonders lang ist und sonst über den Boden schleifen würde. Häufig übernehmen diese Aufgabe aber auch die Brautjungfern. Diese sind am Hochzeitstag besonders wichtig, da sie die Braut begleiten und manchmal sogar direkt hinter dem Brautführer zum Altar schreiten.

 

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