Wenn es perfekt passen soll: Originalfernbedienungen für Ihre Geräte

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Wenn es perfekt passen soll: Originalfernbedienungen für Ihre Geräte

Es gibt in Deutschland über Hundertmillionen davon. Mit ihrer Hilfe lässt sich nahezu jedes elektronische Gerät bedienen: die Fernbedienung. Medienwissenschaftler sprechen von ihr als einem Zauberstab und vergleichen sie schon mit dem prähistorischen Faustkeil. Auch wenn dieser Vergleich etwas hinkt, eins wird damit sehr gut ausgedrückt: Wer die Fernbedienung in der Hand hält, hat die „Macht“.

Wenn die Familie zusammen vor dem Fernseher sitzt, kommen nicht selten Kämpfe um die Fernbedienung auf. Der eine möchte lieber die Quizshow sehen, der andere vielleicht lieber das Fußballspiel. Doch Fernbedienungen sind nicht nur bei Fernsehern verbreitet. Sie haben sich in sehr vielen Bereichen fest etabliert. Dazu zählt insbesondere der Bereich der Unterhaltungselektronik.

Multifunktional und auf dem neuesten Stand der Technik

Von der eigenen Stereo-Anlage kennt man die Fernbedienungen, beim Beamer (der an der Decke montiert ist) sind sie unerlässlich, ja selbst der Computer lässt sich mit einer Fernbedienung steuern. Und das ist nicht alles. Per Fernbedienung lassen sich Garagentore öffnen, mit ihrer Hilfe kann man Modellflugzeuge durch die Lüfte steuern oder aus der U-Bahn heraus schon mal die heimische Heizung anstellen.

In diesem Zusammenhang muss gesagt werden, dass die Entwicklung der Fernbedienung nicht stehen bleibt. Ganz früher funktionierte sie noch per Kabel und sogar auch auf mechanischem Weg. Kabellos wurde sie daraufhin und elektronisch. Signale wurden und werden per Funk übertragen und per Infrarot. Momentan unterliegt die Fernbedienung wieder einem grundlegenden Wandel. Dabei bewegt sie sich weg vom bekannten Plastikgehäuse mit Knöpfen hin zur reinen Software – als App im Smartphone.

Eine für alles, einige für Spezielles

Fernbedienungen können allerdings auch „Überhand nehmen“. Da jedes Gerät heute mit einer Fernbedienung ausgeliefert wird, kommt es nicht selten vor, dass sich die kleinen Handgeräte auf dem Wohnzimmertisch stapeln. Hier können Universalfernbedienungen helfen, mit deren Hilfe sich gleich mehrere Geräte bedienen lassen.

Weiterhin ist die Fernbedienung manchmal auch eine Wissenschaft für sich. Je mehr Funktionen ein Gerät mit sich bringt, desto mehr Knöpfe befinden sich meistens auf der Fernbedienung. Wenn der eine Knopf dann noch mit verschiedenen Funktionen belegt ist, hören die meisten auf, sich damit zu beschäftigen. Das betrifft nicht nur, aber auch alte Menschen. Daher gibt es die sogenannte „Seniorenfernbedienung“, die mit wenigen Knöpfen und grundlegenden Funktionen aufwarten kann.

Dieser Ratgeber möchte Ihnen einen kleinen Überblick zum Thema Fernbedienung bzw. Originalfernbedienungen geben. Dabei wird er notwendigerweise unvollständig bleiben müssen. Er erhebt also keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Der Ratgeber behandelt ein wenig die Geschichte der Fernbedienung, die technischen Verfahrensweisen und Bauarten, sowie die unterschiedlichen Typen des „Zauberschalters“. Am Ende möchte er Ihnen noch einige Tipps und Hinweise zum Erwerb einer Fernbedienung geben.

Eine kleine Geschichte der Fernbedienung

Wie viele Entwicklungen und Erfindungen kommt auch die Fernbedienung aus den USA. Dort tauchte sie erstmals 1948 auf. Sie war per Kabel mit einem Fernseher verbunden. Fernseher wurden in den USA schon wesentlich früher genutzt als in Europa, das sich zu dieser Zeit noch vom Weltkrieg erholen musste und sich deshalb in einer wirtschaftlichen Krise befand. Diese erste Fernbedienung konnte allerdings nur das Fernsehbild vergrößern oder verkleinern. 1950 kam dann allerdings – wiederum in den USA – die erste – wiederum kabelgebundene – Fernbedienung heraus, die auch das Programm umschalten konnte. Sie hieß „Lazy Bones“ (zu deutsch: „Faulpelz“) und drückte damit ihren Nutzen schon sehr gut aus.

Entwicklung in Deutschland

In Deutschland waren die Entwicklung und die Einführung der Fernbedienung etwas langsamer. 1956 bot die Firma Tonfunk eine erste kabelgebundene Fernbedienung mit dem Namen „Zauberschalter“ an. Einige Jahre später - in den 1970er und 1980er Jahren - gehörte die Fernbedienung bereits zur Standardausstattung. Besonders in den 1980er Jahren bekam die Fernbedienung noch mal einen Bedeutungsschub. Das lag damit zusammen, dass immer mehr Fernsehprogramme angeboten wurden. In diesem Zusammenhang entwickelte sich eine spezielle „Zapper-Mentalität“.

Doch die Fernbedienung ist nicht nur für die Steuerung des Fernsehers zuständig. Besonders im Bereich der Unterhaltungselektronik ist sie omnipräsent. Man steuert die einzelnen Komponenten der Hi-Fi-Anlage, des DVD- oder Blu-Ray-Players, der Spielekonsole und Videobeamer mit ihr. Die neuste Entwicklung geht in Richtung Fernsteuerung per App.

Die Fernsteuerung und ihre verschiedenen Bauarten

Wie bereits angedeutet war die Fernbedienung zunächst kabelgebunden. Ein langer Draht verband dabei den Handsender mit dem entsprechenden Gerät, zum Beispiel einem Fernseher. Dabei wurde das Steuerungssignal elektrisch über das Kupferkabel gesendet. Im Bereich der Unterhaltungselektronik ist dieses Verfahren natürlich schon lange nicht mehr aktuell. Die letzten drahtgebundenen Fernbedienungen verschwanden spätestens in den 1980er Jahren.

Jedoch sind Fernbedienungen, die per Kabelübertragung funktionieren noch in anderen Bereichen durchaus vertreten. So wäre eine kabellose Fernbedienung im Auto beispielsweise kaum zu denken. Hier ist sie fest im Lenkrad verbaut und dadurch für den Fahrer komfortabel zu handhaben.

Die Standard-Bauart für Fernbedienungen funktioniert heutzutage jedoch mithilfe einer draht- bzw. kabellosen Verbindung. Frühe Exemplare dieser Bauart nutzten Schall bzw. Ultraschall für die Steuerung von Geräten. Verbreiteter ist hingegen die Funkwellen-Fernbedienung. Diese findet sich beispielsweise bei der Fernentriegelung für Autos wieder  oder zur Garagentüröffnung. Neuere Entwicklungen bei Funkwellenfernbedienungen finden beispielsweise im Bluetooth oder WLAN-Bereich statt.

Der Standard ist heutzutage die Infrarot-Fernbedienung

Die allermeisten Fernbedienungen im Bereich der Unterhaltungselektronik arbeiten mit der Infrarot-Technik (IR). Das IR-Signal dieser Fernbedienungen ist unsichtbar. Die Infrarotstrahlungsquelle im Handsender ist eine Infrarotleuchtdiode. Um die Störanfälligkeit zu minimieren, wird das Signal mit einer Frequenz um 40 kHz ein- und ausgeschaltet. Durch Modulation des Signals können Steuerungsinformationen zum Empfänger (z.B. einem DVD-Player) gesendet werden.

Was sind die technischen Eigenschaften der Fernbedienung?

Wenn man an „die Fernbedienung“ denkt, hat man zumeist nur eine Komponente im Kopf – den Handsender. Allerdings gehört zu einer Fernbedienung auch immer der entsprechende Empfänger. Im Folgenden soll kurz auf die technischen Spezifikationen der Fernbedienungskomponenten eingegangen werden.

Im Handsender (der „Fernbedienung“) befindet sich die IR-Leuchtdiode,  die Steuerungsschaltung, ein Tastenfeld und die Batterien. Für die Steuerungsschaltung werden ICs – integrierte Schaltkreise – verwendet. Der Anschlag einer Taste ruft einen spezifischen Code hervor, der von der Leuchtdiode mittels einer modulierten Trägerfrequenz ausgesendet wird.

Der Empfänger besitzt eine spezielle Fotodiode, einen Verstärker und einen Demodulator, der das digitale Signal an die Steuerungsschaltung des Fernsehers weitergibt. Vor der Fotodiode ist ein Lichtfilter angebracht, der störendes Licht abhält.

Originalfernbedienung & Co: praktische Hinweise

Was die oben genannten Informationen vor allen Dingen aussagen: Die Fernbedienung ist ein kleines technisches Wunderwerk. Jedoch ist es bei der Fernbedienung genauso wie bei anderen kleinen technischen Geräten des Alltags. Fernbedienungen gehen kaputt oder man verliert sie schlicht und ergreifend.

Ist das der Fall, muss ein neues Gerät her. Der beste Tipp in dieser Hinsicht: Kaufen Sie am besten eine Originalfernbedienung. Nur so ist es möglich, die alte Fernbedienung eins zu eins wiederzubekommen, das gleiche Modell, das dem entsprechenden Gerät beim Erwerb beilag. Selbstverständlich werden auch sogenannte Ersatzfernbedienungen angeboten. Diese stammen von anderen Herstellern, sind aber von den Funktionen her zum größten Teil identisch. Beim Kauf einer Ersatzfernbedienung kann man im besten Fall etwas Geld sparen.

Eine weitere Kategorie von Fernbedienungen sind die sogenannten Universalfernbedienungen. Sollten Sie mehrere Geräte und die dazugehörigen Fernbedienungen in Gebrauch haben, stellt sich schnell ein kleines Chaos am Wohnzimmertisch ein. Genau hier kommt die Universalfernbedienung ins Spiel. Mit ihrer Hilfe lassen sich gleich mehrere Geräte mit nur einer Fernbedienung steuern. Hierfür ist im Vorfeld jedoch eine Programmierung der Fernbedienung notwendig. Pro Gerät wird hierbei ein spezieller Code eingegeben, den man mittels einer Liste vom Hersteller bekommt. Möchten Sie sich eine Universalfernbedienung anschaffen, nehmen Sie nicht gleich die kostengünstigste, sondern investieren Sie schon etwas mehr Geld.

Warum kompliziert, wenn es auch einfach geht?

Viele Hersteller möchten möglichst alle Funktionen, die Ihre Geräte besitzen auch auf der Fernbedienung abbilden. Dies führt nicht selten zu einem wahren Chaos an Tasten und doppelten Tastenbelegungen. Viele Fernbedienungen benötigen daher fast schon eine eigene Bedienungsanleitung. Die Handhabung eines solchen Gerätes ist nicht für jeden problemlos. Gerade auch ältere Menschen können damit überfordert sein.

Daher werden seit einiger Zeit auch sogenannte Seniorenfernbedienungen angeboten. Sie werden den Anforderungen der Barrierefreiheit gerecht und sind besonders auch für Menschen gedacht, die eine Sehbehinderung besitzen oder motorisch eingeschränkt sind. Sie besitzt weniger aber dafür größere Tasten und beschränkt sich zumeist auf die grundlegenden Funktionen (beim Fernseher: Lautstärkeregelung und Programmwahl).

Fernbedienungen der neusten Generation sind Apps und Programme für den Computer oder das Smartphone. Diese arbeiten dann mit der modernen Funkübertragung, per Bluetooth oder WLAN. Mit ihrer Hilfe lassen sich beispielsweise Computerprogramme oder Spielekonsolen steuern. Eine der häufig genannten Anwendungsfälle in diesem Bereich ist das „intelligente Haus“. Bei entsprechender Ausstattung im eigenen Haushalt, lassen sich Fenster, Türen, Heizungen etc. bequem per Smartphone über das Internet steuern, ohne dass man dafür zuhause sein muss.

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