Wenn der Abmahner bei eBay eingreift

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Von A wie AGB bis W wie Widerrufsbelehrung: Die Abmahnrisiken für Online-Verkäufer sind in Deutschland kaum überschaubar. Die IT-Recht-Kanzlei listet mehr als 140 "gängige Abmahngründe" bei eBay, Amazone und sonstigen Online-Shops auf. Die überwältigende Mehrheit davon betrifft aber nur professionelle Händler - oder Privatverkäufer, die längst die Grenze zur Gewerblichkeit überschritten haben. Sobald ein Verkäufer eine Spielregel des gewerblichen Wettbewerbs verletzt, kann er von anderen Händlern abgemahnt werden. Oft geht es dabei nur um Lappalien: ein abgekürzter statt ausgeschriebener Vorname im Impressum, ungenaue Angaben der Widerrufsfrist mit "vier Wochen" statt "einem Monat". Doch können auch solche Kleinigkeiten teuer werden. Die Abmahnung kommt meist vom Anwalt des Wettbewerbers, der seine Arbeit dem Abgemahnten in Rechnung stellt - oft mit einem hohen dreistelligen Euro-Betrag. Spätestens bevor man die zur Abmahnung gehörende Unterlassungsklärung unterschreibt, sollte man einen Anwalt kontaktieren. Am sichersten ist es aber, seine Auktionen regelmäßig juristisch prüfen zu lassen, um Abmahnern erst gar keine Angriffsfläche zu bieten.

                                        Abmahngefahr auch für Privatverkäufer

Wer bei eBay Software anbietet, die den Kopierschutz von Tonträgern knackt, kann dafür abgemahnt werden - auch wenn er nicht gewerblich handelt. Der Bundesgerichtshof entschied, dass das entsprechende Verbot auch für private und einmalige Verkäufe gelte.

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