Weniger ist mehr: Mini-Kleider wollen gut kombiniert sein!

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Weniger ist mehr: Mini-Kleider wollen gut kombiniert sein!

Als Aufschrei der jungen Frauenmode in den späten 60er Jahren, als Partyhit in den 90ern und als schicke Retro-Variante in der Gegenwart – so kennen wir die Geschichte des Minikleids. Tatsache jedoch ist, dass es den sehr kurzen Look schon weitaus länger gibt und er im Grunde ein typisches Kleidungsstück für Männer war. In der Antike trugen die sportlichen Griechen und Athener das kurze Kleidungsstück bei ihren Freizeitaktivitäten. Auch den Ägyptern war der Mini nicht fremd, eignete er sich doch ganz hervorragend bei den heißen Temperaturen unter der ägyptischen Sonne. Selbst die Stämme der Massai in Afrika wissen das knappe Stückchen Stoff zu schätzen. In unseren Breiten hat sich der Look vorzugsweise als Frauenmode durchgesetzt und erfreut sich vor allem bei jungen Frauen größter Beliebtheit.

Vom Rock zum Kleid – nur Mini muss es sein

Provokativ und rebellisch auf der einen, selbstbewusst, sexy und befreit auf der anderen Seite. Die ersten Minimodelle kamen bereits in den 60er und 70er Jahren auf und wurden in der westlichen Bevölkerung durchaus zwiespältig aufgenommen. Dennoch setzte sich der Mini-Look in sämtlichen Gesellschaftsschichten bis hin zum britischen Hochadel durch. Da das für damalige Verhältnisse winzige Stückchen Stoff als Kinderbekleidung eingestuft wurde, brachte der Kauf sogar steuerliche Vorteile. Der englischen Modedesignerin Mary Quant haben wir es heute zu verdanken, dass das Mini-Format als anerkanntes Kleidungsstück gilt. Für ihre Leistung wurde die Britin sogar mit dem "Order oft the British Empire" im Buckingham Palace ausgezeichnet. Selbstverständlich erschien sie zur Verleihung im schicken Minirock. Mit der Hippie-Bewegung und der aufkommenden weiblichen Emanzipation erreichte der Mini im Jahre 1968 seinen vorläufigen Höhepunkt. Ein Jahr darauf wurde selbst der Mikrorock, der nun nichts mehr der Fantasie überließ, öffentlich auf der Straße getragen. Die zur Schau gestellte Unterwäsche war dabei absolut beabsichtigt. Natürlich griffen viele Designer das Format auf und entwarfen neben ultrakurzen Hosen auch das noch heute so beliebte Minikleid. Hautenge Schnitte und eine Saumlänge knapp unterhalb des Gesäßes verliehen der Frauenmode eine sehr feminine und provokative Note.

Kurz, kürzer, Mini – wer kann den Look tragen?

Mit einem Minikleid setzen Sie ohne Frage deutliche Akzente und werden zum Hingucker auf jeder Veranstaltung. Allerdings sollten Sie dabei ein paar Hinweise beachten. Durch die kurzen Schnitte betonen Sie vor allem eines – Ihre Beine. Je schlanker und schöner diese geformt sind, desto besser. Leichte Unebenheiten oder knubbelige Knie können gekonnt durch eine schicke Feinstrumpfhose kaschiert werden. Da der Look naturgemäß sehr figurbetont ist, eignet sich eine schlanke Silhouette am besten dafür. Je größer die Frau, desto länger wirken durch den kurzen Schnitt ihre Beine. Dadurch kann das Minikleid bei sehr großen Damen schnell eine mitunter unfreiwillig frivole Note bekommen, da der Oberkörper im Verhältnis zu den Beinen sehr kurz wirkt. Punkten können mit diesem Look vor allem kleinere Frauen. Eine eher zierliche Figur ist jedoch auch bei den kleineren Trägerinnen von Vorteil. Durch die verkürzte Saumlänge wirken die Beine gestreckt und Sie sorgen so für ausgewogene Proportionen.

Ganz egal ob groß oder klein – Sie sollten sich in dem Kleid richtig bewegen können. Da die Minikleider gerne mit hohen Absatzschuhen getragen werden, kann sich dies durchaus als Herausforderung erweisen. Achten Sie schon beim Kauf des Kleides darauf, dass es nicht zu kurz ist. Setzen Sie sich im Kleid auf einen Stuhl oder gehen Sie in die Hocke und kontrollieren Sie, ob der obere Teil Ihrer Oberschenkel und das Gesäß noch bedeckt sind. Alles andere ist für den Alltag deutlich zu kurz. Auch beim Laufen sollte das Kleid nicht zu viel von Ihnen preisgeben. Vor allem hinten können zarte Stoffe schnell nach oben fliegen und mehr zeigen, als Ihnen vielleicht lieb ist. Üben Sie auch einmal, wie Sie in dem Look richtig aus einem Auto steigen. Setzen Sie beide Beine gleichzeitig und geschlossen aus dem Fahrzeug und steigen Sie in einer Bewegung aus. Mit Ihrer Hand oder elegant mit einer Handtasche können Sie dabei den vorderen Saum des Kleides am Körper halten.

Das Minikleid im Alltag

Gerade im Sommer ist das Minikleid eine ideale Wahl. Luftig, leicht und leger sind die modernen Kreationen geschnitten. Im Park oder beim Einkaufen eignen sich Riemchensandalen oder Ballerinas ganz hervorragend als passendes Schuhwerk. So können Sie sich sicher bewegen und machen auch mit den schweren Shoppingtüten im Arm eine gute Figur. Mit Leggings kombiniert können Sie es sich auch auf einer Decke im Grünen gemütlich machen, ohne Angst vor Blicken zu haben. Die Kleider gibt es heute aus allen Materialien und in vielfältigen Schnitten, sodass Sie für beinahe jede Gelegenheit das passende Minikleid finden. Jeanskleider im Miniformat sind robust genug für den Familienausflug. Leichte Tüllkleider mit weißer Spitze sehen sehr romantisch beim ersten Date aus und Minikleider in Plissee-Optik kombiniert mit einer blickdichten Strumpfhose können sogar im Büro Fuß fassen – dabei sollte die Länge des Kleides allerdings nicht zu kurz ausfallen.

Das Minikleid als Party-Highlight

Tiefe Bässe, heiße Rhythmen und bunte Lichter in einer Diskothek oder Bar – hier ist das Minikleid zu Hause. Ob angesagter Szeneclub oder die Tanzbar von nebenan, die kurzen Schnitte eignen sich ideal für nächtelange Partys, gute Musik und neue Bekanntschaften. Da die Kleider dabei Ihrem Bewegungsdrang standhalten müssen, achten Sie beim Kauf auf eine ausreichende Qualität. Nähte, Knöpfe, Reißverschlüsse und Träger müssen sehr gut verarbeitet sein. Werfen Sie zusätzlich einen Blick auf den Waschhinweis. Je aufwendiger ein Partykleid gestaltet ist, desto schwieriger ist es in der Regel zu reinigen. Bei Zigarettenqualm und unbeabsichtigter Sektdusche kann dies durchaus ein Problem darstellen, wenn Sie Ihr Kleid mehrfach tragen möchten.

Hohe Schuhe zum im Minikleid am Abend ein absolutes Muss. In High Heels oder Pumps kommen die kurzen Schnitte erst richtig zur Geltung. Wenn Sie Akzente setzen wollen, kombinieren Sie Ihren sexy Look mit einer eng geschnittenen Jacke aus Leder, Mutige können dabei auch zu Lack greifen. Je aufwendiger dabei das Kleid, umso dezenter sollte die Jacke gestaltet sein. In den Tönen Gold und Silber verleihen Sie Ihrem Partylook eine glamouröse Note. Mit einem engen Bandeau-Kleid können zudem hohe Lederstiefel kombiniert werden. Die Designs der Partykleider lassen ebenfalls keine Wünsche offen. Minikleider mit einem Wasserfallausschnitt zaubern ein aufregendes Dekolleté, rückenfreie Kurzkleider betonen eine hübsche Rückseite und Zipperkleider mit einem durchgehenden Reißverschluss auf der Vorderseite sorgen für einen besonders frechen Akzent.

Elegant in den Abend mit einem Minikleid

Nicht nur die Partylocation bildet das geeignete Parkett für ein Minikleid. Richtig kombiniert kann der Look auch sehr stilvoll und elegant ausgelegt werden. Für die Dinnerparty oder den Theaterbesuch gibt es die Minikleider auch in der schicken Cocktailkleid-Variante. Etuiformen oder die schlichte A-Linie werden mit nicht zu hohen Absatzschuhen kombiniert. Dezentere Farben oder gar das kleine Schwarze sorgen für eine seriöse Erscheinung, ohne dabei den charmanten Stil des Kurzlooks zu verlieren. Mit einem Bolero oder einem Tuch können Sie auch sehr freizügig geschnittene Damenkleider stilvoll ergänzen. Beim Schmuck darf es nun etwas dezenter werden. Während Sie in der Partynacht gern zu langen Ketten und aufwendigem, funkelnden Ohrschmuck greifen konnten, reichen nun dezente Schmuckanhänger um den Hals und leichte Armkettchen aus Gold oder Silber. Führt Sie Ihr Weg nach draußen, können Sie Ihr Kleid mit einem passenden Jackett kombinieren.

Das Minikleid als festlicher Begleiter

Bei der Hochzeit der Freundin oder beim Abiball – das Minikleid eignet sich hervorragend als Festtagskleid. Im Gegensatz zu den langen Roben haben die Minikleider den Vorteil, dass sie auch zu anderen Gelegenheiten getragen werden können und nicht nach ihrem ersten und einzigen Auftritt im Schrank verstauben müssen. Die Kleider können am Oberkörper eng anliegen, zum Beispiel mit einer Korsage versehen sein und im Rockteil weich fallen. Durch einen Perlengürtel oder eine Schleife erhält das Kleid eine festliche Note. Volants eignen sich für diesen Look besonders gut. Auch taillierte Kleider mit Spitzenbesatz in hellen Champagner-Tönen verfehlen ihre Wirkung nicht und sehen sehr elegant aus. Ebenso können Sie auf hinreißende Chiffon-Kleider im Boho-Look zurückgreifen oder Sie verlassen sich auf den altbewährten und heute wieder angesagten Wiesn-Look im Kurzdirndl.

Die perfekten Accessoires zum Kleid

Je nach Design Ihres Kleides stehen Ihnen verschiedene Möglichkeiten bei den Accessoires offen. Aufwendige Schnitte oder sehr auffällige Musterungen werden besser mit schlichteren Schmuckstücken und einer dezenten Handtasche kombiniert. Sonst wirkt der Look schnell überladen. Ein einfaches schwarzes Minikleid im Etui-Schnitt dagegen können Sie durch die richtigen Schmuckakzente besonders betonen. Ein feines Collier aus Perlen oder Silber und eine passende perlenbesetzte Handtasche verleihen Ihrem Outfit das gewisse Etwas. Bei einem einfachen Kleid können Sie sich auch dem Kontrastprogramm zuwenden. Wählen Sie ein einfarbiges Minikleid und kombinieren Sie dieses mit auffälligen High Heels in der Komplementärfarbe. Das gleiche gilt auch für die Wahl der Materialien. Das zarte Seidenkleid mit dem Spitzenbustier wirkt doppelt umwerfend, wenn Sie darüber die schwarze Bikerjacke aus Leder tragen. Bei diesem Look sollten Sie allerdings darauf achten, dass er auch zum Anlass passt. Was auf dem roten Teppich bestens funktioniert, muss sich nicht gleichzeitig am Arbeitsplatz bewähren. Doch letztlich gilt beim Minikleid: Schön ist, was Ihnen gefällt und das, was Sie selbstbewusst tragen. Hauptsache der Wohlfühlfaktor stimmt. Die kurzen Schnitte sind heute wieder modern und werden wohl auch in Zukunft nicht aus unserem Kleiderschrank wegzudenken sein.

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