Welches Spielzeug finde ich wo? Literatur für Sammler

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Welches Spielzeug finde ich wo? Literatur für Sammler

Literatur für Spielzeugsammler

Ebenso groß wie die Bandbreite an Spielzeug und Spielzeugsammlern ist der Umfang an entsprechender Literatur. Vom kleinen Katalog für Streichholzschachtel-Miniaturen bis hin zum ausführlichen wissenschaftlichen Werk über die Spielzeugherstellung ist alles erhältlich. Daneben existieren zahlreiche Fachzeitschriften, die Sammlern Auskünfte über Flohmarkttermine, private Sammlungen, Raritäten und Museen liefern. Für einige Nischensammelgebiete müssen Sie allerdings etwas länger suchen. Die meisten Bücher, Zeitschriften und Kataloge gibt es für große Sammelgebiete wie Puppen, Teddybären oder Fahrzeuge. Durch die Literatur gewinnen Sie einerseits einen Überblick über die Objekte und können andererseits deren Wert ermitteln. Außerdem erhalten Sie viele wissenswerte Informationen über die Hersteller.

Den Überblick im Spielzeugangebot behalten

Die meisten Spielwarensammler beschränken sich auf eine Kategorie. Sie sammeln nur Spielzeug aus einer bestimmten Epoche, aus einem bestimmten Material oder eines bestimmten Hersteller. Haben Sie gerade mit einem Sammelgebiet angefangen, ist die Orientierung natürlich schwieriger. Ratsam ist es deshalb, wenn Sie sich zunächst mithilfe eines Katalogs oder eines Standardwerks über das Thema informieren und sich somit einen Überblick über das Spielzeug verschaffen. Im Katalog finden Sie zudem Hinweise zu Preisen und Sammlern. Die besten Informationen liefert auf das jeweilige Thema spezialisierte Literatur. Falls Sie zum Beispiel Puppenstuben der 50er- und 60er-Jahre sammeln, sollten Sie Werke wie „Traumwelten der 50er Jahre“ oder „Spielzeug aus dem Erzgebirge“ lesen. Sie bieten zahlreiche Illustrationen und Hinweise zu den Herstellern.

Nutzen Sie alte Sammler-Zeitschriften

Je spezieller Ihr Sammelgebiet ist, desto wertvoller sind die Zeitschriftensammlungen dazu. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie vor wenigen Monaten oder vor zehn Jahren erschienen sind. In den Zeitschriften finden sich Informationen über Messen und Märkte sowie über das allgemeine Marktgeschehen. Außerdem finden Sie hier Büchertipps und Anschriften von Museen und Spielzeuganbietern. Nicht zuletzt bieten die alten Sammler-Zeitschriften eine wunderbare Möglichkeit zum Schmökern. Vielleicht entdecken Sie hier ein lang ersehntes Stück, das Sie bisher vergeblich gesucht haben.

Kontakte mit anderen Sammlern aufbauen

Kontakte sind nicht nur im Beruf von Vorteil, auch beim Hobby machen sie sich positiv bemerkbar. Die Literatur zum Sammelgebiet Spielzeug liefert nicht nur einen Überblick über die Sammelobjekte, sondern einen unschätzbaren Pool an Kontaktadressen. Ob Museen, private Sammler, regelmäßige Flohmarktorte oder Händler – wer sich in den Katalogen, Büchern und Zeitschriften umschaut, findet garantiert Adressen und Kontaktpersonen, die bei der Suche nach Spielzeugraritäten helfen können.

Literarische Werke über Spielzeug

Spielzeug begeistert nicht nur Hobby-Sammler. Historikern und Kulturwissenschaftlern ist es zu verdanken, dass es zur Geschichte der Spielzeugherstellung umfassende Forschungen gibt. Neben diesen wissenschaftlichen Werken finden Sie Überblickswerke von leidenschaftlichen Sammlern. Sie sind häufig eine wahre Fundgrube an Spielzeugraritäten. Zu finden sind Werke, die nur einen Hersteller unter die Lupe nehmen und Werke, die sich mit einer bestimmten Sammelkategorie, zum Beispiel Puppenhäuser, Autos oder Flugzeuge befassen. Bücher mit allgemeinen Beschreibungen von Blechspielzeug, Holzspielzeug und Spielzeug aus Kunststoff sind ebenfalls bei eBay erhältlich. Bücher über bestimmte Epochen eines Sammelgebietes sind vor allem für Sammler von Puppenstuben und Kaufläden interessant. Sie können anhand der abgebildeten Möbel, der Häuser und des Zubehörs ihre Puppenstuben stilgerecht einrichten und somit die damalige Zeit im Kleinformat wieder auferstehen lassen.

Allgemeine Überblickswerke zum Spielzeug

Möchten Sie sich lediglich über das Spielzeug einer bestimmten Epoche oder eines bestimmten Materials informieren, helfen die jeweiligen Überblickswerke weiter. Es gibt zum Beispiel mehrere Werke über die Holzspielzeugherstellung, über die Blechspielzeugprodukte und über Teddybären. Diese Bücher beinhalten die Geschichte von den ersten in Handarbeit gefertigten Produkten bis hin zur heutigen Herstellung. Außerdem liefern sie zahlreiche Bilder von Spielzeug-Serien, die im Laufe der Jahrzehnte entstanden. Anhand dieser Werke können Sie eventuell auch herausfinden, von welchem Hersteller ein Spielzeugobjekt stammt. In den Büchern sind neben der Abbildung der Produkte auch zahlreiche Firmen- und Markenkennzeichen zu finden.

Preisführer und Kataloge für Spielzeug

Die Anzahl an Katalogen beziehungsweise Preisführern zu altem Spielzeug ist inzwischen unüberschaubar, besonders in großen Sammelgebieten wie Eisenbahn, Plüschtiere oder Puppen. Je nach Spielzeugtyp fallen die Kataloge im Umfang sehr unterschiedlich aus. Ein Katalog zur gesamten Spielzeugherstellung im Erzgebirge existiert ebenso wie ein Katalog über die Eisenbahnen von Trix Express. Einige Verlage bieten mehrbändige Katalogwerke, eine besonders umfangreiche Sammlung ist zum Beispiel in den Battenberger Sammlerkatalogen enthalten. Sie stellen ausführlich alle Hersteller und Produkte der Spielzeugeisenbahn dar, von den frühesten Anfängen bis hin zur modernen Technik im Modellbahnbau.
Bei den Spielzeugkatalogen stehen weniger die angegebenen Preise als vielmehr die Produkte selbst im Mittelpunkt. Die Werke beinhalten häufig alle in einem bestimmten Zeitraum hergestellten Stücke und sind daher von unschätzbarem Wert, wenn Sie Ihre Sammlung komplettieren oder ausweiten möchten. Viele Kataloge gibt es nur in kleinen Auflagen, vor allem im Bereich Modellbau. Während es zu Beginn der 70er einen regelrechten Boom gab und sich die Preise einiger Kataloge von einem Jahr zum anderen teilweise verdoppelten, hat sich die Lage heute aufgrund moderner Spiele geändert. Dennoch finden sich unter den Spielzeugkatalogen einige seltene Exemplare, die ein Mehrfaches des ursprünglichen Preises wert sind.

Informationen zu den Spielzeug-Herstellern

Kaum jemand hat in der Wohnung, im Haus oder in der Garage Platz für eine komplette Sammlung aller je hergestellten Blechspielzeuge, Kinderfahrzeuge oder Lernspiele. Während das Sammeln von Spielzeug anfangs etwas „chaotisch“ und unsortiert erfolgt, legt sich ein Großteil der Sammler nach und nach auf einen kleineren Bereich fest. Viele entscheiden sich hier für die Objekte ein und desselben Herstellers. Natürlich darf in diesem Fall ein Buch über die Hersteller-Tradition nicht fehlen. Die Bücher beinhalten neben der Hersteller-Geschichte in der Regel Abbildungen aller im Laufe der Jahrzehnte entstandenen Spielzeugserien. Musterbögen und markante Firmenzeichen sind ebenfalls enthalten. Letztgenannte können Ihnen sogar bei der zeitlichen Einordnung Ihrer Sammlerstücke helfen. Viele Spielzeughersteller haben ihr Firmenlogo mehrmals abgeändert und erneuert. In den Hersteller-Bänden sind sie alle mit den entsprechenden Zeitabschnitten aufgeführt.

Altes Spielzeug in Hülle und Fülle – Zeitschriften für Sammler

Ein Blick in die Auswahl an Sammlerzeitschriften zeigt ein sehr gemischtes Bild. Die Zeitschriften sind sehr unterschiedlich aufgebaut und sprechen je nach Ausrichtung unterschiedliche Sammlertypen an. Im Repertoire der Fachzeitschriften befinden sich neben Klassikern wie dem „Sammlerjournal“ und „Altes Spielzeug“ auch Fachblätter für Nischensammelgebiete. Diese erscheinen allerdings häufig nur vierteljährlich oder alle zwei Monate. Gemein ist allen Journalen für Spielzeugsammler jedoch, dass sie umfangreiche fachspezifische Informationen enthalten und die Leser über weltweite Veranstaltungen auf dem Laufenden halten. Bei eBay erhalten Sie häufig komplette Jahrgänge dieser Fachzeitschriften, da die meisten Sammler ihre Lieblingshefte im Abonnement bestellen.

Allgemein gehaltene Zeitschriften für Spielzeug

So unterschiedlich wie die Sammler und Sammlungen selbst sind auch die dazugehörigen Hefte. Mittlerweile haben sich neben klassischen Sammlerzeitschriften wie „Altes Spielzeug“ eine Reihe von Heften etabliert, die neue und alte Sammelgebiete verbinden oder die weltweite Spielzeugproduktion einbeziehen. Zu nennen sind in diesem Zusammenhang unter anderem „Spielzeug International“ und „Puppen & Spielzeug“. Speziell für Händler oder andere Personen, die beruflich mit dem Spielzeughandel oder der Spielzeugherstellung verbunden sind, gibt es eine Reihe allgemeiner Spielzeugzeitschriften.
Das bekannteste unter ihnen dürfte das Fachmagazin „Das Spielzeug“ sein. Dieses seit 1909 erscheinende Heft beinhaltet vorwiegend Artikel über neuere Spielzeugprodukte in allen Bereichen, Modellbau kommt ebenso vor wie multimediales Spielzeug. Aber auch einige interessante Artikel zur Spielzeugentwicklung, -geschichte sowie zu Sammlungen sind hier enthalten. Nicht zu vergessen sind die älteren Zeitschriften, die heute nicht mehr erscheinen. Gute, ausführliche Artikel finden Sie vor allem in den Ausgaben der „Spielzeug Antik Revue“. 10 Exemplare dieses Magazins veröffentlichte der Alba Verlag bis 2001. Viele Artikel drehen sich rund um das Thema Blechspielzeug – ein Muss für Sammler von Blecheisenbahn und Co.

Spezielle Spielzeug-Ausgaben

Während die allgemein gehaltenen Zeitschriften über Spielzeug einen Überblick über alle Spielzeugsammelgebiete liefern, beschäftigen sich die speziellen Ausgaben ausführlich mit einer bestimmten Sammelleidenschaft. Dem Angebot entsprechend handelt ein Großteil dieser Hefte von Modelleisenbahnen, Teddybären, Puppen und Autos. Zu den bekanntesten zählen unter anderem „Eisenbahn-Magazin“, „Bär-Report“ und „Puppen & Spielzeug“. Viele der heutigen Modellbauzeitschriften beinhalten allerdings nur wenige Artikel über alte Sammelobjekte. Fündig werden können Sie in den Heften dennoch, vor allem, wenn es sich um Sonderausgaben handelt. Vom „Modelleisenbahner“ existiert zum Beispiel ein Sonderheft von 1991 über die Tischbahn, von MIBA sind für die Zeit ab 1950 Sonderhefte zur Nürnberger Spielzeugmesse erhältlich.

Museumsführer – Überblick über Spielzeug-Museen und deren Ausstellungen

Neben Magazinen und Büchern sind die Museumsführer ein interessanter Fundus für Spielzeugsammler. Unter den Bereich Museumsführer fallen einerseits die Hefte, die Spielzeugmuseen geografisch auflisten und hilfreiche Informationen zu Öffnungszeiten, Eintrittspreisen sowie Sammlungsaufstellungen liefern, und andererseits Hefte, die von den Museen selbst herausgegeben werden, um ihre dauerhaften Sammlungen und die Sondersammlungen zu präsentieren. Letztere beinhalten zahlreiche Abbildungen, kurze Informationen zur Herkunft der Stücke sowie zur Geschichte der Hersteller. Die meisten größeren Spielzeugmuseen bringen in regelmäßigen Abständen neue Ausstellungsführer heraus, je nachdem, wie sich die Dauerausstellungen verändern. Am interessantesten dürften jedoch die Hefte zu Sonderausstellungen sein, da diese nur über einen kurzen Zeitraum zu sehen sind. Große Museen wie das Nürnberger Spielzeugmuseum, das Spielzeugmuseum Seiffen oder das Sonneberger Spielzeugmuseum bringen darüber hinaus eigene Publikationen zu speziellen Ausstellungsbereichen heraus.

Musterbücher und Musterblätter der Spielzeughersteller

Musterbücher und Musterblätter sind vor allem für die Sammler von Interesse, die Stücke eines bestimmten Herstellers sammeln. Diese Muster waren ursprünglich nicht für die Öffentlichkeit bestimmt, rückten aber mit der zunehmenden Sammelleidenschaft für altes Spielzeug in den Vordergrund. Beliebt sind vor allem die Musterblätter von Holz- und Blechspielzeug. Für viele Hersteller gibt es mittlerweile eine systematische Erfassung aller Musterbögen und entsprechende Bücher, in denen sie zusammengefasst sind. Für Sammler von Spielzeug sind diese Musterzusammenstellungen vor allem deshalb interessant, weil sie das gesamte Produktionsspektrum eines Herstellers abbilden, inklusive Informationen dazu, wann die Stücke erstmals produziert wurden, in welcher Stückzahl und in welchem Zeitraum. Darunter befinden sich natürlich auch Abbildungen von Mustern, die nie in die Realität umgesetzt wurden.

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