Welches Gaming-Zubehör braucht man für welche Spiele?

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Welches Gaming-Zubehör braucht man für welche Spiele?

Die Gaming-Industrie hat in den letzten Jahrzehnten einen enormen Sprung nach vorne gemacht – und zwar nicht nur im technischen Sinne, sondern auch was die Akzeptanz in der Gesellschaft anbelangt: Videospiele sind salonfähig geworden und schon lange interessieren sich nicht nur Kinder und Jugendliche oder Computerfans der ersten Stunde für dieses Thema. Auch ältere Generationen, die eigentlich niemals zuvor etwas mit Videospielen am Hut hatten, werden immer wieder – meistens über die sozialen Netzwerke – in den Bann der Gaming-Gesellschaft gezogen und entdecken dort Neuland. Nicht selten erfolgt dann auch der Sprung auf eine der beliebten Konsolen, um dort ein breiteres Spektrum an Videospielen zur Verfügung zu haben. Ein großes Problem gerade für Neueinsteiger in die Videospiel-Branche besteht jedoch darin, dass der Markt sehr groß und unübersichtlich ist und nicht immer sofort klar wird, welche Zubehörteile man für welches Spiel am besten besitzen sollte. Dazu kommt, dass das Geschäft mit den unterschiedlichen Bewegungssteuerungen boomt und sich jede Konsole auf eine andere Technik verlässt. 

Das Phänomen Nintendo Wii

Die Konsole, die eine Art Revolution in der Gaming-Industrie auslöste und stark dazu beitrug, dass Videospiele gesellschaftlich ein höheres Ansehen genießen, ist die Nintendo Wii. Diese wurde im Jahr 2006 von Nintendo, einem japanischen Hersteller für Videospiele und Spielkonsolen, auf den Markt gebracht und konnte auf Grund einer bis dato nicht vorhandenen Bewegungssteuerung hohe Verkaufszahlen erreichen: Mit einer Fernbedienung, dem sogenannten Controller, werden unterschiedliche Bewegungsabläufe aus der Realität direkt in das Videospiel übertragen, wodurch sich viele neue Möglichkeiten für Videospielentwickler aufgetan haben.

So kann man den Controller zum Beispiel als Sportgerät verwenden und dadurch mit denselben Bewegungen wie beim realen Sport auch sportliche Aktivitäten auf dem heimischen Bildschirm nachahmen. Dabei werden vor allem Sportarten favorisiert, die zum Spielen diverse Zubehörteile erforderlich machen: Der Controller fungiert zum Beispiel als Tennisschläger, ist prädestiniert, um damit Golf zu spielen oder einen Baseball zu schlagen. Doch auch andere Bewegungsabläufe können problemlos übertragen werden: Bowling oder Boxen sind ebenfalls sehr beliebte Sportarten, die auf der Nintendo Wii gespielt werden können. Doch natürlich gibt es auch andere Nutzungen, die sich vom sportlichen Charakter unterscheiden: Shooter, Beat'em'Ups, Jump'n'Runs und andere Genrevertreter haben sich ebenso über die neue Bewegungssteuerung gefreut.

Zusätzliche Controller der Nintendo Wii

Außerdem gibt es eine ganze Reihe an zusätzlichen Controllern für die Nintendo Wii, die entweder direkt für eine Spielreihe entwickelt worden sind oder sich für jedes Spiel eignen. So war bereits von Anfang an der sogenannte Nunchuck als Steuerungselement für die Konsole entwickelt worden. Dieser enthält einen Analog-Stick zur besseren und genaueren Steuerung in diversen Videogames, außerdem einen eigenen Bewegungssensor und ein paar zusätzliche Buttons. Der Nunchuck wird einfach an die normale Wii-Fernbedienung gesteckt und ist dann sofort einsatzbereit. Doch auch viele andere Controller wurden entwickelt, um das Spielerlebnis auf der Konsole noch weiter auszubauen: Der „Classic Controller" erinnert zum Beispiel an die GamePads von früheren Nintendo-Konsolen und ist vor allem bei langjährigen Fans sehr beliebt. Außerdem wurde von Nintendo  das „Wii Balance Board" entwickelt, bei dem es sich um eine Balance-Körper-Waage handelt, die in vier Sensorbereiche eingeteilt ist. Durch das Verlagern des eigenen Körpergewichts kann der Spieler so das Geschehen auf dem Bildschirm beeinflussen und die ihm gestellten Aufgaben lösen.

Controller für einzelne Spielserien

Beispiele für Controller, die für eine einzelne Spielserie entwickelt wurden, sind die an Musikinstrumente angelehnten Steuerelemente der Reihe "Rockband". Der Spieler bekommt einen Controller, der das Aussehen einer Gitarre, eines Basses oder eines Schlagzeugs hat und kann dann zu vorgegebenen Musikstücken in die Tasten hauen und so seine eigene Band vorm heimischen Bildschirm gründen. Das Spielprinzip wurde zunächst in „Guitar Hero" ausprobiert und war so ein großer Erfolg, dass noch weitere Musikinstrumente hinzu gekommen sind. Das ursprünglich nur für das Videospiel „Mario Kart" entwickelte Rennrad, in das der normale Wii-Controller eingesteckt wird, erfreut sich ebenfalls einer enormen Beliebtheit und findet auch bei manch anderen Spielen Anklang. 

Videospiele auf der Xbox 360

Nachdem der bekannte Softwarehersteller Microsoft bereits mit seiner ersten Konsole, der Xbox, einen recht beachtlichen Erfolg erzielen konnte und sich seine Marktanteile gesichert hatte, wurde mit der nächsten Generation, der Xbox 360, ein Meilenstein in der Konsolenentwicklung geschaffen. Mit einem sehr starken Prozessor und einer faszinierenden Grafikleistung konnte die Xbox 360 ihrem direkten Konkurrenten und dem ehemaligen Konsolenkönig, der PlayStation 3, den Rang ablaufen und sich eine feste Fangemeinde schaffen. Viele große Entwickler und Publisher brachten exklusive Titel nur für die Konsole heraus und überzeugten so viele Fans von Videospielen, sich ebenfalls für die neue Microsoft-Entwicklung zu entscheiden. Nicht zuletzt konnten natürlich auch die vielen Online-Annehmlichkeiten ihren Teil zu der Erfolgsgeschichte beitragen. So können Freunde dank einer Netzwerk-Funktion schnell und einfach zusammen spielen. Außerdem gibt es über den sogenannten Xbox-Live-Marktplatz einen Service, der den Usern erlaubt, Videospiele und Spielfilme zu kaufen und diese herunterzuladen.

Headset und Kinect-Steuerung

Natürlich wurden auch hier verschiedene Zusatzgeräte herausgebracht, die das Spielgefühl komplettieren sollten und mehr oder weniger notwendig waren, um diverse Videogames zu spielen. So gibt es zum Beispiel ein Headset, das direkt an den kabellosen Controller angeschlossen werden kann und vor allem in den vielen Shootern, die für die Xbox 360 erschienen sind, oft genutzt wird. Natürlich wurden auch für diese Konsole diverse Titel der „Rockband"-Reihe veröffentlicht und mit Gitarren, Bässen und Schlagzeugen verkauft. Nachdem jedoch Bewegungssteuerungen dank der Nintendo Wii ein so großer Erfolg wurden und diese Art von Spielen sich großer Beliebtheit erfreuten, wurde auch Microsoft auf dieses Prinzip der Steuerung aufmerksam und versuchte, mit einer eigenen Version auf dem Markt Fuß zu fassen: Fünf Jahre nach dem Release der Xbox 360 wurde im Jahre 2010 die "Kinect"-Steuerung herausgebracht. Dabei erkennt die Sensorleiste den Körper des Spielers und überträgt dessen Bewegungen direkt auf den Bildschirm, wodurch – im Gegensatz zur Wii oder zur PlayStation 3 – kein Controller mehr benötigt wird.

Die Erfolgsgeschichte der PlayStation 3

Die dritte der bedeutendsten Konsolen ist die PlayStation 3, (abgekürzt: PS3), die bereits seit November 2006 auf dem Markt zu haben ist und seitdem knapp 80 Millionen Mal über die Ladentheken weltweit ging. Der große Bonus, den sie gegenüber den anderen Konsolen ihrer Generation hat, liegt darin, dass sie in der Lage ist, sowohl Audio-CDs als auch Film-DVDs und Blu-ray-Discs abzuspielen. Dadurch kann sie nicht nur als Videospielplattform, sondern einfach auch als besserer Blu-ray-Player genutzt werden. Die PlayStation 3 wurde vom japanischen Hersteller Sony entwickelt und zählt zu der sogenannten „7. Generation" der Videospielkonsolen. Außerdem kann die PlayStation 3 ebenfalls durch vielerlei Anbindungen an die sozialen Online-Medien punkten: Neben Film- und Spieledownloads kann man dank einer Freundesliste sehen, was genau die eigenen Freunde gerade machen. Zusätzlich können Errungenschaften der einzelnen Spieler miteinander verglichen werden, wodurch ein sportlicher Wettbewerb zwischen Kontakten entsteht. Doch die Playstation wird immer weiter entwickelt. Mittlerweile ist auch die PS4 auf dem Markt. 

Spezielle Controller für die PS3

Auch für die PS3 wurden viele zusätzliche Controller und andere Gerätschaften entwickelt: Neben dem standardisierten „SIXAXIS-Controller", der seit dem Release der Sony PlayStation zu haben ist, wurde ein Jahr nach der Veröffentlichung der PS3 der „DualShock 3" auf den Markt gebracht, der noch zusätzlich eine Rüttelfunktion besitzt und dadurch das Spielgefühl erheblich verbessern soll. Da die Konsole auf BlueTooth basiert, wurden auch einige BlueTooth-Produkte entwickelt, die extra auf die PlayStation 3 zugeschnitten sind: Ein kabelloses Headset, eine Tastatur und eine Fernbedienung (BD Remote) fanden durchaus Anklang bei der Fangemeinde und sorgten für gute Umsätze.

Außerdem gab es zum Rate-Quiz „Buzz!", welches exklusiv auf der PlayStation erschienen ist, einen eigenen Wireless-Buzzer, der wie in Ratesendungen üblich aufgebaut ist. Um eine Antwort geben zu können, muss demnach ein roter Buzzer gedrückt werden. Weiteres Zubehör ist für das Spiel „Rockband" erhältlich, zudem ein Mikrofon für „Singstar" und das sogenannte PlayStation Eye, bei dem es sich um eine Art Webcam handelt, die in der Lage ist, den Spieler zu erkennen und dessen Bewegungen direkt in das Spielgeschehen einzubauen. Außerdem wurde relativ zeitnah zum Erscheinen der "Kinect"-Steuerung von Microsoft eine eigene neue Steuerungsmöglichkeit herausgebracht: PlayStation Move erinnert dabei sehr stark an den normalen Wii-Controller und lässt ebenfalls durch Bewegungen mit dem Controller Abläufe im Spiel erscheinen, die in der Realität vom Spieler ausgeführt werden.

Zubehörteile zum Tanzen, Singen und Spielen

In den letzten Jahren hat sich das Videospielen enorm weiterentwickelt. Während man früher vor einem Bildschirm gesessen hat und lediglich die Hände benötigte, um einen Spielfortschritt zu erzielen, sind die verschiedenen Bewegungsspiele heutzutage vor allem als Abendunterhaltung mit Freunden sehr beliebt. Aber auch Karaoke-Games, wie zum Beispiel das konsolenübergreifende "SingStar", gehören zum festen Programm in Haushalten weltweit und unterhalten die Nutzer mit vielen verschiedenen Versionen. Dafür ist lediglich ein Mikrofon nötig. Aber auch Tanzspiele erfreuen sich einer großen Beliebtheit. Hierbei ahmen die Spieler auf dem Bildschrim angezeigte Tanzschritte nach, die der Controller über Bewegungssensoren ins Spiel überträgt. Selbst für Kinder sind Videospiele mit integrierten Bewegungen erhältlich: Sie können auf dem Reiterhof ein Pferd säubern und mit ihm ausreiten oder zu den neuesten Musikhits aus den aktuellen Disney-Filmen tanzen. Den Möglichkeiten sind keine Grenzen gesetzt. 

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