Welcher XP-M?

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Hier möchte ich kurz wissenswertes zum AMD Athlon XP-M schreiben. Denn nicht jedes Angebot ist klar zu verstehen, außerdem gibt es auch hier Unterschiede zwischen den einzelnen CPUs.

Einsatzzweck= Es gibt im Grunde nur 3 Einsatzzwecke für den XP-M. 1)Notebook aufrüsten mit mehr Leistung 2)ein leises und kühles Desktopsystem aufbauen und 3)ein stark übertaktetes Desktopsystem aufbauen. Die meisten der Käufer, die hier in der Kategorie eine CPU kaufen, gehören eindeutig zu 2) und 3), daher lassen wir mal Möglichkeit 1) weg.

Modelle= Der XP-M wurde für den Sockel A gebaut und ist bis zum XP-M 3000+ erhältlich. Allerdings gab es den 3000+ so gut wie nie einzeln zu kaufen, er wurde ursprünglich fast ausschließlich in Notebooks bestimmter Hersteller verbaut. Die am meisten einzeln verkauften modelle überhaupt sind wohl der 2400+, 2600+ und ab und zu der 2800+. Und um die geht es hier.

Mobile ist nicht gleich mobile= Wenn jemand auf der Suche nach einer übertaktungsfreudigen CPU ist oder eben die CPU zwecks leisem System runtertakten will, dann kommt es hier bei diesem Modell auf 2 grundlegende Dinge an. Erstens braucht man ein Mainboard, das den XP-M unterstützt. Welche das so sind, kann man in den bekannten Computerforen nachlesen. Zweitens sollte man sich sicher sein, einen echten mobile zu kaufen.

Unterschied= Es sind zwar alles mobile XPs, aber der Teufel steckt im Detail. Die am meisten verkauften mobile sind die echten, daneben gibts aber auch sozusagen unechte. Die richtigen erkennt man nicht am freien Multiplikator (den haben alle der XP-Ms), sondern an der Kernspannung (Vcore) von 1,45 Volt oder weniger (es gab auch ein paar die noch weniger boten). Daneben gibt es die sogenannten DTRs, das steht für DesktopReplacement. Die laufen (wie normale AthlonXP auch) bei 1,65 Volt Kernspannung und bieten damit a) weniger Übertaktungsspielraum nach oben und b)bleiben sie heruntergetaktet immer einen tick wärmer als ihre 1,45er Kollegen. Solange eine CPU mehr Spannung braucht, solange wird auch mehr Abwärme erzeugt.

Übertakten= Durch Übertakten verliert man jeden Anspruch gegenüber dem Hersteller AMD, weil die CPU außerhalb der ausgelieferten Spezifikation läuft. Der freie Multiplikator wurde von AMD dafür eingebaut, damit in Notebooks die Funktion powerNow genutzt werden konnte; eine Art Stromsparmodus durch heruntertakten. Nun zum wesentlichen. Es gibt genug Auktionen, in denen CPUs angeboten werden, die schon mal bis an ihre Grenzen getrieben wurden. Wenn zB ein XP-M2600+ schon 2,6Ghz gelaufen ist, dann lief er je nach Kernspannung und Kühlung schon im orangenen Bereich. (mit Luftkühlung). mehr Ghz sind auf Langzeit gesehen mit dem Prozessor nur mit Wasserkühlung zu machen. Weiterhin setzt alles über 1,8Vcore Erfahrung und starke Kühlung voraus. Man sollte sich im klaren sein, das die CPUs oft bis an die Schmerzgrenze vorgebraten wurden und solche Taktraten nicht bei jedem erreicht werden können. Außerdem spielt wie schon beschrieben die Kühlung eine wichtige Rolle.

Der Xp-M 2400+ schafft normalerweise 2,4Ghz im Alltag und mit Luft ohne Probleme, die größeren schaffen oft noch mehr. Aber es hängt von vielen andren Faktoren ab, wie etwa: Board, Ram, CPU-Stepping, Kühlung und nicht zuletzt Erfahrung des Anwenders. Der beliebteste ist und bleibt der 2600+, aber selbst bei dem gibts Unterschiede, man muß auf das Stepping achten.

Und obwohl die DTRs mit 1,65Volt beim übertakten schneller heiß werden als die mit 1,45Volt, sind sie oft eine günstige Alternative zum aufrüsten eines bestehenden Sockel-A Systems, da man mit ihnen eine billige, aber mit etwas geschick schnellere CPU als ein vergleichbares Topmodell (wie etwa der XP 3200+) bekommt.

Der Rekord für einen XPmobile liegt bei 3,4Ghz mit Hilfe einer Kompressorkühlung. Nicht zur Nachahmung empfohlen.

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xpm

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