Welcher Drucker ist der RICHTIGE

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Das Gute vorneweg. Uns ist es egal – welchen Drucker Sie als nächstes kaufen. Wir haben ja auch gar keine Drucker im Angebot. Aber Sie sollten sich vor dem Kauf eines neuen Druckers doch vielleicht den einen oder anderen Gedanken machen.

Schon lange haben sich Laser oder Tintenstrahldrucker, die es zwischen 20 und mehreren tausend Euro gibt, gegen die alten Systeme wie Nadel- und Thermotransferdrucker durchgesetzt. Dennoch gibt es verschiedenste Modelle für unterschiedlichste Einsatzgebiete und Geldbeutel.

Druckqualität & Auflösung

Entscheidend für die Qualität des Druckers ist die maximal unterstützte Auflösung. Sie wird in dpi (dots per inch, also Punkte pro Zoll) gemessen. Je höher diese Zahl, desto besser die Qualität. Für einfache schwarz/weiß Drucke reicht bei einem Laserdrucker 600x600dpi voll-kommen aus.

Formate
Das gebräuchlichste Papier in Deutschland ist DIN A4, das praktisch von jedem üblichen Drucker akzeptiert wird. Spezielle Drucker können sogar Formate von DIN A2 bearbeiten.
 
Kompatibilität
Wichtig für den Betrieb eines Druckers an Ihrem Rechner ist die Kompatibilität zu Ihrem Betriebssystem (Windows, Mac, Linux?). Beachten Sie bitte, dass Drucker, die ausschließlich mit USB-Anschluss arbeiten, nicht kompatibel zu Windows NT 4.0 sind.
 
Druckertypen
Sie können aus folgenden Druckertypen wählen:

Tintenstrahldrucker (Ink-Jet) 
Laserdrucker
LED- / LCD-Drucker  
Nadeldrucker  (Dot-Matrix)
Thermotransferdrucker
 
Tintenstrahldrucker
sind besonders im privaten Bereich sehr beliebt. Sie sind günstig in der Anschaffung, drucken für den allgemeinen häuslichen Bedarf gut, bieten Vielfalt und sind somit auch ideal für den gelegentlichen und abwechselnden Gebrauch (Briefe, farbige Einladungen...). Die Druckzeiten variieren erheblich, oft liegen sie zwischen 3-16 Seiten pro Minute. Überlegen Sie sich also, wie viel Sie täglich drucken und wie lange Sie warten können. Entscheiden Sie sich für einen Farbdrucker, so achten Sie unbedingt, um einen günstigeren und qualitativ hochwerti-gen Druck zu bekommen, auf die parallel installierten Farbpatronen.
 
Laser-, LED-, LCD-Printer
arbeiten nach demselben Prinzip, benutzen nur andere Lichtquellen. Die Lichtquellen erzeu-gen blitzschnell Bilder auf der Drucktrommel, die dann in einem Rutsch sehr schnell ausgedruckt werden. Die Anschaffung ist meist kostspieliger, aber durch Geschwindigkeit und verhältnismäßig geringe Betriebskosten interessant. Dieser Drucker ist zu empfehlen, wenn Sie ausschließlich schwarz/weiß Drucke tätigen. Zahlreiche Farbmodelle sind ebenfalls auf dem Markt, doch wegen dem noch hohen Preis sind sie für die meisten Benutzer uninteressant. Sollten Sie nur gelegentlich Farbdrucke tätigen, so lohnt oft ein kostengünstiges Tintenstrahlzweitgerät.
 
Nadeldrucker
sind heutzutage nur für Firmen interessant, die Dokumente mit Durchschlägen (bspw. Rechnungen mit Kohlepapier oder Endlospapier) bedrucken. Sie sind laut, in der Anschaffung relativ teuer und drucken nicht sehr hochwertig. Der letztendliche Druck ist jedoch unschlagbar günstig.

Papier
Entscheidend für die Qualität ist auch der Druck mit entsprechendem Papier. So können Sie mit einem Laserdrucker problemlos auf umweltfreundlichem, recyceltem Papier drucken. Beim Drucken von Bildern brauchen Sie unbedingt spezielles Fotopapier. Für daheim reicht normalerweise das günstigste, weiße oder noch besser umweltfreundliche Papier. Wen die natürliche Farbe des recycelten Papiers nicht stört, dem können wir dieses nur empfehlen (reine Gewöhnungssache). Am besten testen Sie einige Papiersorten durch, um das richtige Papier für Ihren Drucker zu finden. Fragen Sie doch im Fachhandel nach Testblättern.

Muss mein Drucker netzwerkfähig sein?
Ein Drucker, auf den mehrere Nutzer zugreifen sollen, sollte netzwerkfähig sein, da der Drucker ansonsten an einen PC angeschlossen werden muss, der ständig in Betrieb ist. Im Home- und Smallofficebereich kann man andere Lösungen finden, z.B. den Anschluss eines normalen Druckers an einen Switch oder Routerswitch mit Druckserver:

Wo stelle ich den Drucker auf?
Handelt es sich um einen Drucker direkt am Schreibtisch, sollten Sie die Herstellerangaben zur Lautstärke berücksichtigen. Dies gilt vor allem für Laserdrucker, die teilweise erhebliche Nachlaufzeiten (Lüfter) aufweisen.
 
Was drucke ich?
Je nach Druckwunsch, ob Grafik und Farbe, gibt es unterschiedlich gut geeignete Drucker. Drucken Sie mit Ihrem Drucker z.B. gelegentlich Rechnungen für Ihren wartenden Kunden aus, ist ein Laserdrucker mit langer Kalibrierungszeit (z.B. Warmlaufphase) nicht gerade kundenfreundlich. 

Die folgenden zehn Punkte sollten vor dem Kauf eines Druckers beachtet werden, damit der Drucker zu einer echten Lösung für Ihre individuellen Anforderungen wird.


1. Was haben Sie mit dem Drucker vor? Was soll mit dem Drucker gedruckt werden? z.B. Briefe und Manuskripte, Listen und Tabellen, Formulare, Grafiken, Präsentatio-nen oder Bilder.

2. Welche Daten soll der Drucker ausgeben? Legen Sie den Aufgabenschwerpunkt des Druckers fest. z. B. den Druck von Serienbriefen oder Tabellen u.s.w..

3. Auf welchen Druckmaterialien werden die Daten ausgegeben? Sie erstellen Ih-re Drucke auf Papier, dünnem Papier, dickem Papier, Etiketten, Overheadfolien, Briefkuverts.

4. Mit welchen Formaten arbeiten Sie? DIN A4, DIN A3 u.s.w.

5. Wie hoch ist Ihr Druckaufkommen? pro Tag, pro Woche, pro Monat?

6. Welche Erweiterungen soll der Drucker haben?  Zusätzliche Papierkassetten für mehr Papiervorrat, eine Duplexeinheit für beidseitigen Druck, einem Sorter mit Mailbox-Funktion.

7. Wie wollen Sie Ihren  Drucker einsetzen? Als Arbeitsplatzdrucker oder Netzwerkdrucker.

8. Wenn Netzwerkdrucker - wie viele Anwender bzw. Arbeitsplätze sollen im Netz auf den Drucker zugreifen können?

9. Wie hoch ist das durchschnittliche Druckaufkommen der Gruppe  oder Abteilung, die mit dem Drucker arbeiten soll? Wie hoch ist das Druckvolumen bei Spitzenauslastungen?

10. Soll der Drucker über die Funktion der abrufbaren Makro´s verfügen? z. B. für Kos-tenvoranschläge, Auftragsbestätigungen, Lieferscheine, Rechnungen, Telefonnotizen, Geschäftsbriefbogen u. a.  


Die Vor- und Nachteile von Tinten- und Laserdruckern:

Vorteile:  Tintendrucker

+ günstig im Preis, inklusive Farbdruck
+ keine Aufwärmphase 
+ für kleines bis mittleres Druckaufkommen 
+ für viele Medien einsetzbar,
+ guter bis sehr guter Fotodruck

Nachteile: Tintendrucker

- meist kleines Papierfach,
- meist nicht netzwerkfähig
- begrenzte Kapazität der Tintenpatronen
- teurer im Unterhalt

Vorteile: Laserdrucker

+ sehr sauberes Druckbild,
+ keine Trockenpausen für Tinte
+ größere Papierkassette, meist netzwerkfähig
+ hohe Kapazität der Tonerkartuschen
+ günstigere Druckkosten

Nachteile Laserdrucker

- großer Platzbedarf,
- Aufwärmphase 
- teurer in der Anschaffung,
- Qualität bei Fotodruck

Verbrauchskosten

Erstaunlich, dass die Verbrauchskosten eines Druckers nicht bereits bei der Anschaffung im Vordergrund stehen. Laut einer Studie der IHK entfallen etwa 1% bis 5% der Gesamtausgaben eines Unternehmens auf die Druck- und Druckerverbrauchskosten. Obwohl in anderen Unternehmensbereichen auf jeden Cent geschaut wird, steht beim Kauf eines Druckers meist der Anschaffungspreis im Vordergrund.

Ob privat oder geschäftlich, würden Sie sich heutzutage einen PKW kaufen, ohne dabei vorab auf die Unterhaltskosten, Wartungskosten und die Verbrauchskosten zu achten ?!

Die Verbrauchskosten müssen auch bei Druckern als wichtiges Kaufkriterium beachtet werden und in die Kaufentscheidung mit einfließen.Es ist eine einfache Überlegung, was lässt sich sparen, wenn der Druck eines Blattes ein paar Cent günstiger ist. Wenn Tausende von Blättern bedruckt werden, kann da einiges an Erspartem zusammenkommen. Wer vor dem Kauf eines Druckers nicht nachdenkt, zahlt letztendlich drauf. Druckkosten sind nur sehr kurz vom Preis des Gerätes abhängig. Schon bald schlagen die Verbrauchskosten zu Buche und machen Hardware-Schnäppchen unrentabel.

Überprüfen Sie Ihre Dokument vor Ausdruck mit der Druckvorschau auf Fehler. So lassen Sich unnötige Fehldrucke vermeiden. Sie wollen mit Toner oder Tinte sparen, dann setzen Sie bei Testausdrucken die Auflösung des Drucks herunter!
 
Kopieren von vorhandenen Dokumenten ist u.U. auch günstiger als der erneute Druck. Am besten man gibt die Sparfunktionen wie schwarz/weiß Druck und Draft (geringe Auflösung) in den Standardwerten ein und schaltet dann erst auf  „Optimal Druck“, wenn man es wirklich braucht.

Laserdrucker sind besonders für Firmen oder Gewerbetreibende mit einem großen Druckvolumen zu empfehlen (es können u. U. mit einem Toner bis zu 15.000 Seiten bedruckt werden). Achten Sie beim Preisvergleich für Toner unbedingt auf die Seitenkapazität, da es oft vorkommt, dass ein 5.000-Seiten-Toner nur einige wenige Euro weniger kostet als der 15.000-Seiten-Toner. Tintenpatronen für die InkJets können leider u. U. so teuer sein, dass eine Neuanschaffung eines billigen Modells scheinbar günstiger ist.
Bedenken Sie aber, dass die neuen Drucker meistens mit nur halb gefüllten Patronen verkauft werden! Längst setzen die Hersteller auf die Tinten- und Tonerpreise und „verschenken“ quasi Ihre Geräte. Wem die Originalpatronen zu teuer sind, setzt auf kompatible Patronen anderer Hersteller. Weiter sollte Sie bedenken, dass Tintenpatronen mit Druckkopf teurer sind als Tintentank´s ohne Druckkopf. Wichtig auch, dass die Farbpatronen Ihres Druckers getrennt sind. Ist eine Farbe aufgebraucht, muss obwohl evtl. noch zwei Farben verfügbar wären, die Kombipatrone ausgetauscht werden.

Viele gängige Arbeitsweisen und persönliche Gewohnheiten im geschäftlichen oder privaten Büro führen zu unnötigen Druckkosten. Mit den folgenden Maßnahmen können Sie nicht nur Druckkosten sparen, sondern auch die Wartungs- und Reparaturintervalle bei Ihren Druckern verlängern.


1. Drucken Sie Seiten, die Sie nicht in bester Qualität benötigen  (beispielsweise Korrek-turausdrucke) in geringerer Auflösung und/oder Größe aus. Ein Wert von 300 dpi reicht für den Korrekturdruck.

2. Drucken Sie farbige Seiten besser in schwarz/weiß, wenn die Farbdarstellung zur beabsichtigten Verwendung nicht unbedingt erforderlich ist.

3. Drucken Sie aus gestalteten Seiten (Web-Seiten oder eigene Layouts) nur die Textbereiche aus, die Sie wirklich brauchen (dafür markieren Sie den entsprechenden Textausschnitt mit dem Cursor und wählen im Dialog-Kasten "Drucken" die Option "Markierung").

4. Die meisten Druckkosten entstehen natürlich durch den Tinten- bzw. Tonerverbrauch. Um hier die Druckkosten zu senken, verringern Sie die Menge an Tinte bzw. Toner, mit der die Seiten gedruckt werden soll, indem Sie die Druckereinstellungen auf Sparmodus stellen.

5. Benutzen Sie die Druckvorschau. Drucken Sie nicht alle Seiten eines Dokuments, wenn Sie nur einzelne davon brauchen.

6. Überlegen Sie sich, was Sie wirklich drucken müssen. Beispielsweise muss nicht jede E-Mail ausgedruckt werden.

7. Schalten Sie zur Senkung der Druckkosten, aber vor allem zur Schonung des Materials, den Drucker nicht aus Gewohnheit gleich zu Arbeitsbeginn ein, sondern erst dann, wenn Sie ihn wirklich brauchen.

8. 50 Prozent und mehr können Sie an Druckkosten sparen, wenn Sie nicht die teure Originaltinte bzw. den Originaltoner des Druckerherstellers kaufen.

9. Misstrauen Sie grundsätzlich den Füllstandswarnungen der Geräte. Wechseln Sie Tinte bzw. Toner erst dann aus, wenn die Seiten sichtbar schlechter werden.

10. Holen Sie aus den teuren Toner-Kartuschen für Laserdrucker heraus, was drin ist, denn je nach Hersteller können noch ungenutzte Restmengen von Toner in der Kartusche sein: "Leere" Kartusche rausnehmen, mit Küchenpapier umfassen, sanft schütteln (leichte links rechts Bewegungen) und wieder einsetzen. Erst wenn nach dieser Maßnahme kein sauberes Druckbild mehr zu erzeugen ist, müssen Sie Ihren Drucker mit einer neuen Tonerkartusche bestücken.

 

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