Welche Vorteile bieten Lasermessgeräte?

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Guide: Welche Vorteile bieten Lasermessgeräte?

Lasermessgeräte - was ist gemeint?

Der Begriff Lasermessgerät ruft bei Ihnen wahrscheinlich eine von zwei möglichen Assoziationen hervor. Entweder denken Sie, wenn Sie diesen Begriff hören, an Geschwindigkeitskontrollen im Straßenverkehr oder aber Sie denken an eine Werkzeugkategorie aus dem Bereich des Handwerks. In diesem Guide geht es um Letzteres. Den gemeinsamen Namen haben diese völlig unterschiedlichen Geräte wegen der Art und Weise, mit der sie Messungen durchführen. Eine gepulste, gebündelte intensive Lichtquelle sendet ein Lichtsignal aus. Bei der Geschwindigkeitskontrolle reflektiert das Auto das Licht und das Gerät leitet daraus die Geschwindigkeit ab. Im Handwerk macht man sich diese Lichtstrahlen zunutze, indem man sie als Markierungen verwendet oder den Abstand beziehungsweise den Winkel zwischen zwei Ebenen misst.

Sind Lasermeßgeräte gefährlich?

Lasermessgeräte ersetzen heute in vielen Bereichen Werkzeuge, deren Benutzung früher gang und gäbe war. Dies ist vor allem dadurch bedingt, dass mithilfe von Lasermessgeräten genauer gearbeitet werden kann als mit ihren Vorgängern. Fälschlicherweise wird oft davon ausgegangen, dass die Laserstrahlen, die diese Geräte projizieren, gefährlich sein könnten. Diese Annahme ist allerdings falsch. Die Laser, die bei diesen Geräten verwendet werden, haben eine so geringe Intensität, dass erst bei längerem, direktem Augenkontakt eine körperliche Schädigung zu befürchten ist. Sie sind außerdem zu schwach, um ein Brandrisiko darzustellen. Das Brandrisiko steigt durch Lasermessgeräte nicht einmal bei leicht entflammbaren Stoffen in einer trockenen, staubigen Umgebung.

Worauf ist beim Kauf eines Lasermeßgeräts zu achten?

Bei der Anschaffung eines Lasermessgerätes sollten Sie ganz allgemein darauf achten, dass es den Anforderungen entspricht, die durch Ihr geplantes Projekt vorgegeben sind. Natürlich will man ein qualitativ hochwertiges Gerät. Absolute Profigeräte sind aber oft teuer und zu Leistungen imstande, die von einem Hobbyhandwerker niemals auch nur ansatzweise in Anspruch genommen werden. Was nützt es Ihnen, wenn Ihr Entfernungsmesser beispielsweise eine Entfernung von 100 m messen kann, Sie aber lediglich Längen von maximal 10 m messen müssen. Ein Lasermessgerät aus dem unteren Preissegment erhalten Sie oft schon für wenig Geld. Bei eBay finden Sie ein umfangreiches Angebot an qualitativ hochwertigen Markenprodukten. Hier finden Sie neuwertige sowie gebrauchte Geräte und haben die Möglichkeit, Ihr eigenes Lasermessgerät günstig und sicher zu erstehen. Hersteller wie Bosch, Stabila und Geo Fennel sind lange etabliert und haben verschiedene Lasermessgeräte für verschiedene Anwendungsbereiche.

Der Entfernungsmesser - Nachfolger von Lineal, Zollstock und Bandmaß

Der Entfernungsmesser hat Lineal, Zollstock und Bandmaß wegen seiner genaueren Messungen und der einfacheren Handhabung für größere Entfernungen abgelöst. Er funktioniert, indem ein Lichtstrahl auf eine Reflexionsfläche projiziert wird. Die Zeit, die dieser Lichtstrahl braucht, um auf die Reflexionsfläche zu treffen wird gemessen und aus dieser Laufzeit durch das Gerät die Entfernung abgeleitet. Die maximal mögliche Abweichung von gemessener und tatsächlicher Entfernung beträgt dabei nur wenige Millimeter. Je nach Gerät bewegt sich der Messbereich zwischen 5 cm und 100 m. Somit ist das Messgerät sowohl für Baustellen als auch für den Umbau bei Ihnen zu Hause sehr gut geeignet. Exakte Abmessungen eines Raumes ermöglichen es, genauer und besser zu planen. Materialien können direkt in angemessener Menge angeschafft und Zuschnitte in der richtigen Länge gemacht werden. Ein Entfernungsmesser kann Ihnen somit Zeit, Geld und Nerven sparen.

Die Laserwasserwaage - ein altbewährtes Werkzeug erstrahlt in neuem Glanz

Eine qualitativ hochwertige Wasserwaage darf in keiner gut ausgestatteten Werkstatt fehlen. Egal, ob Profi oder Heimwerker, die Wasserwaage ist unerlässlich für all jene, die horizontal oder vertikal ausrichten müssen. Die traditionelle Wasserwaage besteht meist aus Hartholz, in das die "Libelle" gefasst ist. Der Begriff "Libelle" beschreibt eine Kunststoff- oder Glasröhre, die eine Flüssigkeit mit einer Luft- oder Gasblase enthält. Als Orientierungshilfe dienen Messlinien. Befindet sich die Blase zwischen diesen Messlinien, ist horizontal bzw. vertikal ausgerichtet.
Die moderne Wasserwaage des 21. Jahrhunderts funktioniert mithilfe eines Lasers. Der Strahl dieses Lasers tritt an einem Ende aus der Wasserwaage aus und projiziert einen Punkt an die Wand. Dieser Punkt dient als Markierungshilfe. Der Lichtstrahl verläuft auch über große Strecken hinweg komplett gerade und verhindert dadurch Abweichungen. Der gerade Verlauf des Strahls darf an dieser Stelle nicht mit einem waagerechten Verlauf verwechselt werden. Der waagerechte Verlauf ist eine Sache der Ausrichtung und muss durch den Benutzer der Wasserwaage sichergestellt werden. Um dies zu ermöglichen, hat die moderne Laserwasserwaage genau wie ihr älterer Vorgänger eine Libelle, an der sich ablesen lässt, ob sie komplett waagerecht bzw. vertikal ausgerichtet ist. Hilfreich ist hier ein Drehteller mit Standfuß, auf dem die Wasserwaage befestigt werden kann. Die Wasserwaage wird auf diesem Drehteller in perfekt vertikaler Position montiert und kann dann in alle Richtungen geschwenkt werden, ohne dabei neu justiert werden zu müssen. Einige Geräte projizieren nicht nur einen Punkt an die Wand, sondern noch eine vertikale Linie, die immer in einem 90-Grad-Winkel zum projizierten Punkt steht. In diesem Fall dient die Laserwasserwaage gleichzeitig als Präzisionswinkel.

Bei größeren Distanzen kann es zu Abweichungen kommen

Das Einsatzgebiet der Laserwasserwaage ist vielfältig und erstreckt sich von der Anbringung von Höhenmarkierungen über das vertikale Verlegen von Rohren, über das Fliesenlegen bis hin zum geraden Anbringen eines Bildes. Laserwasserwaagen haben allerdings auch Schwächen. Der Punkt, der durch den Lichtstrahl an die Wand projiziert wird, wird mit größerer Entfernung der Wasserwaage zur Projektionsfläche größer und blasser. Dieses Phänomen tritt bei Billigmodellen schneller auf, als bei Modellen der höheren Preisklasse. Millimetergenaues markieren kann somit nicht garantiert werden. Des Weiteren geben Hersteller an, dass es in einer Entfernung von 20 m zu einer Abweichung von 10 mm kommen kann. Jedoch sind die Toleranzen für Abweichungen in den Bereichen des Tief- und Hochbaus sowie im Bereich des Zimmerns so groß, dass diese Abweichungen unbedeutend sind und keine weiteren Auswirkungen haben. Sie müssen selbst entscheiden, ob Ihr Projekt Toleranzen dieser Größenordnung zulässt oder nicht.

Der Kreuzlinienlaser - perfekt für den Innenausbau

Ein Kreuzlinienlaser hilft Ihnen dabei, genau auszurichten und "im Lot" zu arbeiten. Im Lot arbeiten heißt ganz einfach, dass man gerade gearbeitet hat. Der Begriff "Lot" kommt aus der Mathematik und beschreibt, das eine Linie senkrecht, also im 90-Grad-Winkel, zu einer anderen steht. Das Gerät projiziert sowohl eine horizontale als auch eine vertikale Linie an die Wand und zeigt somit das Lot an. Ein Kreuzlinienlaser kann sowohl vertikal als auch horizontal ausgerichtet werden und ermöglich es somit, Laserlinien auch noch in einiger Entfernung sowohl an Wände als auch an Decke und Boden zu projizieren. Die Orientierung an diesen Linien ermöglicht, besonders in den Bereichen Trocken- oder Akustikbau, bei dem Einbau von Türen und Fenstern, Maurerarbeiten sowie dem Verlegen von Fliesen punktgenaues Arbeiten.

Worauf beim Einsatz eines Kreuzlinienlasers geachtet werden sollte

Für den Innenbereich sollten Sie darauf achten, dass Ihr Kreuzlinienlaser einen möglichen Mindestabstand von 10 m hat. Im Außenbereich sollten es bis zu 50 m sein. Die Einstellung des Lasers unterscheidet sich je nach Gerät. Es gibt Geräte, die von Hand eingestellt werden müssen und Geräte, die sich automatisch selbst einstellen. Ein automatisches Einstellen stellt sicher, dass die Einstellung genau ist und man nicht unabsichtlich wieder etwas verstellt. Laien sollten darauf achten, dass das Gerät eine leicht zu verstehende Bedienfläche hat und einfach zu Handhaben ist. Ein weiteres Qualitätsmerkmal, auf das es zu achten gilt, ist, dass die Leuchtdioden den Laserstrahl hell genug machen, sodass dieser auch noch in einer hellen Umgebung gut sichtbar ist. Neben der Genauigkeit ist ein weiterer Vorteil des Gerätes, dass zur Inbetriebnahme kein Stromkabel nötig ist, sondern Batterien oder Akkus verwendet werden können. Das hat den Vorteil, dass der Laser mobil ist und keine Steckdose blockiert, die oft von anderen Bauwerkzeugen in Anspruch genommen wird. Die Verwendung von starken Akkus ist zu empfehlen. Diese Akkus stellen eine lange Betriebszeit des Kreuzlinienlasers sicher und können im Anschluss an die Arbeit wieder aufgeladen werden.

Das Nivelliergerät - maximale Genauigkeit

Wenn Sie ein Projekt geplant haben, bei dem eine Genauigkeit erforderlich ist die durch eine Wasserwaage nicht garantiert wird, sollten Sie auf ein Nivelliergerät zurückgreifen. Mit diesem Gerät werden Höhenunterschiede gemessen und es kann dazu verwendet werden, waagerechte Flächen herzustellen. Kann es bei einer Wasserwaage bei einer Entfernung von 20 m schon zu einer Abweichung von 10 mm kommen, so ist ein gutes Nivelliergerät bei einer Entfernung von bis zu einem Kilometer bis auf 1-5 mm genau. Mithilfe eines Nivelliergerätes lassen sich Höhenunterschiede ausgleichen oder mehrere Punkte auf einer Linie exakt ausrichten. Das Gerät projiziert hierzu eine Lichtlinie auf die gewünschte Fläche, auf der dann Markierungen vorgenommen werden können.

Der Rotationslaser - Überlegenheit durch 360-Grad-Bewegung

Ein Rotationslaser kann in Situationen verwendet werden, in denen andere Lasermessgeräte nicht mehr weiterhelfen. Die meisten Laser, die als Orientierungshilfe im Handwerk dienen, können nur auf Flächen mit einer Ebene eingesetzt werden. Ein Rotationslaser ermöglicht es, weitere Konstruktionspunkte anzuzeigen. Das Licht des Lasers wird in einem Bereich von 360 Grad, also kreisförmig, in einer durchgehenden Linie projiziert und schafft somit eine eigene, ganz neue Bezugsebene. So ist das Kennzeichnen von verschiedenen Konstruktions-Ebenen möglich. Die 360-Grad-Projektion ermöglicht es außerdem, eine Referenzlinie an allen Wänden gleichzeitig anzuzeigen. Bauelemente, die sich über mehr als nur eine Wand erstrecken, können so viel einfacher montiert werden, als wenn man den Laser für jede Wand neu ausrichten müsste. Je nach Gerät lässt sich der Winkel der Projektion horizontal, vertikal oder in bestimmtem Winkel zum Boden einstellen.

Weitere Vor- und Nachteile des Rotationslasers

Ein weiterer Vorteil ist die besonders große Reichweite des Laserlichts. Diese beträgt bei hochwertigen Rotationslasern bis zu 500 m. Dabei sind diese Laser sehr genau mit einer maximalen Abweichung von 5-10 mm pro 100 m. Wegen dieser besonderen Leistungsstärke und der Möglichkeit schnell zu arbeiten werden Rotationslaser meist nur in der Bauindustrie verwendet. Sie können aber auch für einen Heimwerker nützlich sein. Das Hindernis ist hier oftmals der Preis. Rotationslaser gehören zu den teuersten Lasermessgeräten, sorgen aber auch für bessere Ergebnisse als statische Laser. Ein spezielles Fachwissen ist für die Verwendung eines Rotationslasers nicht nötig. Die Bedienung ist meist einfach. Zudem sind viele Geräte mit einem Warnsignal ausgestattet, das ertönt, wenn das Gerät bewegt und die Bezugsebene somit verändert wird. Damit der Rotationslaser bestmöglich genutzt werden kann, sollte er einen festen, stabilen Stand haben. Ein Stativ garantiert einen solchen Stand und sollte daher direkt mit angeschafft werden.

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