Welche Schutzkleidung wird im Labor benötigt?

Mag ich anklicken, wenn dieser Ratgeber hilfreich war

Welche Schutzkleidung wird im Labor benötigt?

Für Arbeiten in einem Labor gibt es diverse Vorschriften. Eine davon betrifft die Schutzkleidung. Je nachdem, mit welchen Stoffen im jeweiligen Labor gearbeitet wird, sind verschiedene Schutzbekleidungen vorgeschrieben.

  

Oben ohne ist das Betreten eines Labors fast immer untersagt

Gemeint ist hier der Laborkittel. Er ist das A und O der Schutzbekleidung. Das Material sollte aus Baumwolle bestehen. Baumwolle reißt nicht so schnell und ist auch der Stoff, der am schwersten entzündbar ist. Bevorzugt wird die Farbe Weiß. Ein wenig kommt es dabei auf das Labor an. Oft tragen Techniker eine andere Farbe. Der Schutzkittel soll die Bewegungsfreiheit nicht einschränken, jedoch auch nicht zu locker sitzen. Auf diese Weise soll das Hängenbleiben an Arbeitsutensilien oder das Eintauchen in Flüssigkeiten verhindert werden. Der Laborkittel ist zu erneuern, sobald größere Löcher und zu starke Verschmutzungen auftreten. Sonst wäre der Schutz des Kittels - der als zusätzliche 'Hautschicht' dienen soll - nicht gewährleistet.

Laboratorien, in denen mit Krankheitserregern oder Strahlung gearbeitet wird, schreiben einen Vollschutzanzug vor.

 

Handschuhe werden im Labor nicht als Accessoire getragen

Zweiter wichtiger Bestandteil der Schutzkleidung im Labor sind die Handschuhe. Je nach Material, mit dem gearbeitet wird, bestehen sie aus Latex, Baumwolle oder sind feuerfest. In jedem Labor vorzufinden sind die Latexhandschuhe. Dabei ist auf eine möglichst gute Passform zu achten. Die Handschuhe gibt es in der dünnen Ausfertigung, wie es von Einmalhandschuhen bekannt ist, oder in stabilerer Form. Diese sind meist auch etwas länger als die dünnere Variante. Die dickschichtigen Laborhandschuhe können mit den handelsüblichen Haushaltshandschuhen verglichen werden.

  

Die Brille ohne Dioptrienzahl für das Arbeiten im Labor

Ein weiterer, in jedem Labor verwendeter Arbeitsschutz ist die Schutzbrille. Sie soll eventuelle Spritzer oder Splitter von den Augen fernhalten. Laborbrillen sind daher immer auch seitlich geschlossen und wirken wie etwas zu groß geratene Taucherbrillen. Das Sichtfenster besteht aus Kunststoff.

In manchen Labors wird auch mit einem kompletten Gesichtsschutz gearbeitet. In diesem Fall wird ein Helm getragen, an dem ein Visier aus Kunststoff angebracht ist.

  

Zwar keine Vorschrift, in Laboratorien jedoch oft gefordert

Zusätzlich zu der oben genannten Schutzkleidung können auch spezielle Hosen getragen werden. Das Bein muss dabei komplett bedeckt sein. Dazu kommt festes Schuhwerk mit Profil, wenn nicht gar Sicherheitsschuhe vorgeschrieben sind. Turnschuhe eignen sich hier gut. Mit dem Tragen von flachem Schuhwerk mit Profil reduziert sich die Unfallgefahr. Ein Wegrutschen auf nassem Boden ist nicht so leicht möglich, ebenso ein Umknicken oder Hängenbleiben mit Absätzen.

Außerdem kann es sein, dass das Tragen einer Haube für das Haar oder zumindest ein Haarnetz gefordert wird. Dies ist dann der Fall, wenn die Gefahr besteht, sich mit den Haaren in den Apparaturen zu verwickeln, ausgefallene Haare in Forschungsobjekten verbleiben oder Krankheitserreger in den Haaren Platz finden könnten.

Möchten Sie Ihr Wissen weitergeben? Erstellen Sie Ihren eigenen Ratgeber… Verfassen Sie einen Ratgeber
Weitere Ratgeber erkunden