Welche Ornamente sind typisch für Mittelalter-Schwerter?

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Welche Ornamente sind typisch für Mittelalter-Schwerter?

Ob Ritter, Samurai oder Piraten: Das Schwert war bis zur Erfindung der modernen Schusswaffen die wichtigste Waffe der Menschen. Heute sind echte oder nachgemachte Schwerter aus dem Mittelalter beliebte Sammlerstücke.

 

Schwerter aus dem europäischen Mittelalter

Ein Schwert gehörte zur Grundausstattung jedes mittelalterlichen Kämpfers. Je wohlhabender die Familie des Ritters war, umso üppiger fiel auch die Verzierung des Schwertes aus. Meist gaben die Ornamente des mittelalterlichen Schwertes dabei einen Hinweis auf die Herkunft des Besitzers: Französische Ritter verzierten ihre Schwerter beispielsweise oft mit der Fleur de Lys, der Ritterlilie, die über Jahrhunderte das Symbol der französischen Könige war. In England dominierten dagegen die Three Lions, die drei Löwen, die zunächst Richard Löwenherz für sich selbst genutzt hatte, und die anschließend vom Haus Plantagenet übernommen wurden. Noch heute sind die Löwen im Wappen Englands zu sehen sowie in den Wappen der Normandie und der Kanalinseln.

 

Wikinger, Kelten und Piraten

Heute oft kaum noch voneinander zu trennen, sind die Ornamente der einst gefürchteten Wikinger aus den Nordländern und der Kelten von den britischen Inseln. Zu den wichtigsten Symbolen der Wikinger, die auch auf Schwertern und anderen Waffen zu finden waren, gehört unter anderem Thors Hammer, die Waffe des mächtigen nordischen Donnergottes, die von den Wikingern Mjölnir genannt wurde. Auch die Kelten verwendeten zahlreiche spezielle Abzeichen, darunter die Triskele, die den Zyklus von Geburt, Leben und Tod symbolisiert, den Baum des Lebens und den Keltischen Knoten. Diese Ornamente sind heute vor allem auf Fantasy-Schwertern zu finden, zum Beispiel auf Nachbildungen von Excalibur, dem legendären Schwert von König Artus.

Piratenschwerter und Säbel kamen dagegen zumeist ohne Ornamente aus, da es sich um einfache Waffen handelte, die keine adeligen Ritterfamilien oder Glaubensrichtungen repräsentierten, sondern nur der Wehrhaftigkeit dienten.

 

Mittelalterliche Schwerter aus Fernost

Ein weiteres populäres Sammelgebiet sind Samurai Schwerter aus dem Fernen Osten, die Waffe der legendären Kriegerkaste aus dem feudalen Japan. Auch diese Schwester sind meist üppig mit kunstvollen Ornamenten verziert. Die besten Kunstschmiede verstanden es sogar, die Klingen der Schwerter mit Hilfe verschiedener Metallarten farbig zu gestalten und Szenen aus der japanischen Mythologie darzustellen. Zu unterscheiden ist bei den fernöstlichen Schwertern zwischen dem mittelgroßen Katana, das heute am bekanntesten ist, dem kleineren Wakizashi und dem großen Prunkschwert Tachi, das vor allem für Zeremonien gedacht war. Hölzerne Trainingsschwerter werden Bokken genannt und heute insbesondere für Kampfsportarten wie Kendo verwendet.

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