Welche Lok, welcher Wagen, welche K u r z kupplung? (8)

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Hallo, liebe Moba-Freunde!

Nach der Vorstellung des Vario-Systems  mit der HEKU 25  und der HEKU 75, die uns im Verein mit der schon länger bekannten HEKU 50 neue Möglichkeiten für den praktischen   Steckkupplungswechsel eröffnen, will ich heute wieder auf ein Nostalgiethema näher eingehen!

Wir beschäftigen uns mit den exakt maßstäblich nachgebauten 26,40 m langen D-Zugwagen des DB-Neubauprogramms nach dem Krieg, die von ARNOLD für die N-Spur in den 70-er Jahren zuerst auf den Markt gebracht worden sind! Diese wunderschönen "Langen" der 1. Serie haben natürlich keine regulierende Kulisse oder Kinematik, sollten aber deshalb nicht in die Vitrinen strafversetzt  und von unseren Anlagen verbannt werden!

Nr.5  Wie kuppelt man auch die ersten langen D-Zugwagen aus den 70-er Jahren wesentlich kürzer? - Aufgezeigt am Beispiel eines Wendezuges mit Steuerwagen, typisch für die Epoche 3 a!

Bild 1: Abteilwagen 2./3. Klasse mit integriertem Steuerstand (Man beachte auch den Schaltmagneten am Bodenblech der Hakenkupplung) -  Bild 2:  "Sie konnten - wie die Königskinder - zueinander nicht kommen!"- Aber Abhilfe ist  mit der EIPO-Kupplung in Sicht! Die "Langen" kommen sich dann doch näher!

Bild 3 und 4:  Lok und Wagen des Wendezuges bieten jetzt im Vergleich zu vorher mit EIPO-Kupplungen ein geschlossenes und harmonisiertes Fahrbild! Übrigens, die E 41 von ARNOLD ist mit Pantos der fine-line art von Hammerschmid gesupert! Welch ein Stilbruch, wenn diese feine Lok "auf Lücke" fahren müsste!

Besonderheit dieses Fallbeispiels:

Es sind systembedingt einige Umbauarbeiten erforderlich, die aber von jedem Modellbahner mit etwas bastlerischem Geschick erledigt werden können! Zur Montage der EIPO-Kupplung empfiehlt es sich, beliebig eines der doppelachsigen Drehgestelle durch Lösen der Schraube im Wagenboden  zu demontieren; das zweite behält unverändert seine Original-Kupplung, was die ganze Angelegenheit schon sehr vereinfacht! So verfahren wir dann mit allen drei bis fünf oder auch sechs bis sieben Wagen des Wendezuges, die damals bevorzugt im Vorortverkehr je nach Passagieraufkommen zum Einsatz kamen. In dieser alternierenden Anordnung gestaltet sich das Kupplungsschema aller Wagen von der Lok aus (s.Abb.) also wie folgt: 1x EIPO-Kupplung - 1x Normkupplung - 1x EIPO-Kupplung - 1x Normkupplung  usw. Dabei könnte die Endkupplung des Steuerwagens auch weggelassen werden! - Nach meinen Erfahrungen kann man problemlos nicht nur die großen Radien, sondern auch die mittleren Radien befahren! Bei den Kleinradien können sich bei zu schneller Fahrt beim Übergang von Kurven  in die Geraden  Puffer evtl. verhaken; aber allein schon aus optischen Gründen sind die "Langen" hier nicht zu Hause!

Der T-förmige Kupplungsschacht ist mit einem kleinen Bodenblech überdeckt, dessen seitliche Bügel ihn vollständig umschließen. Wegen der Bruchgefahr sind diese Bügel sehr vorsichtig  nur so weit aufzubiegen, dass die Normkupplung Platz für die neue Kurzkupplung machen kann!  Dabei auf die Andruckfeder achten, denn sie springt gerne heraus! Wenn alles wieder montiert ist, bietet sich wie auf den Abbildungen zu sehen ist, ein wesentlich erfreulicheres Fahrbild! Unsere "Langen" kommen doch jetzt erst so richtig zur Geltung und die kleinen Preiserlein können sich vielleicht  irgendwo im Zug noch ein freies Plätzchen ergattern!

Bis zur nächsten Ausgabe Nr. 6 alles Gute und viel Erfolg bei den "Kuppelgeschäften"!

Euer Moba-Freund   HaHe

 

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